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Widows - Tödliche Witwen

Thriller um Witwen, die den Banküberfall, bei dem ihre Männer getötet wurden, zu Ende führen wollen. Baiserend auf einer britischen Miniserie.

Widows - Tödliche Witwen Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, USA 2018
Regie Steve McQueen
Darsteller Viola Davis, Michelle Rodriguez, Elizabeth Debicki
Kinostart 06.12.2018
Einspielergebnis D € 1.256.717
Bes. (EDI) 141.260
Bes. (FFA) 139.782
Charthistory
Boxoffice USA $ 42.378.025
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Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Vier Gangster kommen bei einem gewagten Coup ums Leben, was ihre Witwen zwingt, sich zusammenzutun und einen letzten, bereits vorbereiteten Raubzug durchzuziehen, um finanziell nicht unter die Räder zu kommen. Dass die in Verbrechensfragen völlig unerfahrenen und so ungleichen Damen dabei zusätzlich noch korrupten Politikern und kompromisslosen Gangstern ins Gehege kommen, erhöht den Einsatz um ein Vielfaches.

Pulsierender Heistthriller nach einer BBC-Serie aus den Achtzigerjahren, die der Oscargewinner für "12 Years a Slave" Steve McQueen als Gegenentwurf zu "Ocean's 8" positioniert. Der Clou des Films, den McQueen mit "Gone Girl"-Autorin Gillian Flynn schrieb, ist seine Bodenhaftung, seine Erdung in einer realistischen Welt, in der alle Figuren wahrhaftig und glaubwürdig wirken, auch dank den Darstellerinnen, allen voran Viola Davis, die sich mit ihrer Performance für einen weiteren Oscar nach "Fences" empfiehlt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Thriller um Witwen, die den letzten Banküberfall ihrer Männer zu Ende führen wollen.

Die für "Fences" mit einem Oscar als Beste Nebendarstellerin prämierte Viola Davis empfiehlt sich mit ihrer Hauptrolle in "Widows - Tödliche Witwen" erneut für einen Oscar. Im ersten Film von "12 Years a Slave"-Oscargewinner Steve McQueen seit fünf Jahren spielt sie mit einer grimmigen Dominanz und greifbaren Verzweiflung, dass man kaum den Blick von ihr wenden kann. Der Clou an dem pulsierenden Heistthriller, der auf einer gleichnamigen BBC-Serie aus den Achtzigerjahren basiert und sich als Gegenentwurf zu "Ocean's 8" positioniert, ist seine Bodenhaftung, seine Erdung in einer realistischen Welt, in der alle Figuren wahrhaftig und glaubwürdig wirken: In dem Drehbuch, das McQueen gemeinsam mit "Gone Girl"-Autorin Gillian Flynn verfasst hat, kommen vier Gangster bei einem gewagten Coup ums Leben, was ihre Witwen zwingt, sich zusammenzutun und einen bereits vorbereiteten Raubzug durchzuziehen, um finanziell nicht unter die Räder zu kommen. Dass die in Verbrechensfragen völlig unerfahrenen und so ungleichen Damen - neben Davis sind das Michelle Rodriguez und Elizabeth Debicki - dabei zusätzlich noch korrupten Politikern und kompromisslosen Gangstern ins Gehege kommen, erhöht den Einsatz um ein Vielfaches. Wie schon im Fall von Spike Lee bei" Inside Man" oder Denis Villeneuve bei "Sicario" lohnt es sich, Regisseure mit Genrestoffen zu betrauen, die eigentlich einen ganz anderen filmischen Background haben. Unter der Leitung von Steve McQueen fühlt sich "Widows" nicht nur faszinierend echt an, wie eine der finsteren Moritaten von Richard Price, er inszeniert auch Action mit einer Unmittelbarkeit und Vehemenz, die man niemals erwartet hätte. Die Krone setzt dem Film Viola Davis auf, die nie besser und nie intensiver war. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Widows
Land / Jahr Großbritannien/USA 2018
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Kriminalfilm
Produktionsfirmen See-Saw, New Regency
Kinostart 06.12.2018
Laufzeit 130
FSK ab 16 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 1.256.717
Bes. (EDI) 141.260
Bes. (FFA) 139.782
Charthistory
USA-Start 16.11.2018, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 42.378.025
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.fox.de/widows
nach oben Cast & Crew
Produzenten Iain Canning, Steve McQueen, Arnon Milchan, Emile Sherman
Ausf. Produzenten Daniel Battsek, Rose Garnett, Sue Bruce Smith, Bergen Swanson
Ausf. Co-Producer. Katherine Bridle, Bianca Stigter
Regie Steve McQueen
Drehbuch Gillian Flynn, Steve McQueen
Buchvorlage Lynda La Plante
Darsteller Viola Davis (Veronica), Michelle Rodriguez (Linda), Elizabeth Debicki (Alice), Robert Duvall, Liam Neeson, Cynthia Erivo, Colin Farrell, Brian Tyree Henry, Daniel Kaluuya, Carrie Coon, Jacki Weaver
Kamera Sean Bobbitt
Schnitt Joe Walker
Musik Hans Zimmer
Produktionsdesign Adam Stockhausen
Kostüme Jenny Eagan
Casting Francine Maisler, Mickie Paskal, Jennifer Rudnicke
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Widows - Tödliche Witwen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 16, 124 Min. Kauf
Widows - Tödliche Witwen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 16, 130 Min. Kauf
Widows - Tödliche Witwen (4K Ultra HD + Blu-ray) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 16, 130 Min. Kauf
Widows - Tödliche Witwen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 16, 124 Min. Leih
Widows - Tödliche Witwen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 16, 130 Min. Leih
Widows - Tödliche Witwen (4K Ultra HD + Blu-ray) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 16, 130 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Vier Gangster kommen bei einem gewagten Coup ums Leben, was ihre Witwen zwingt, sich zusammenzutun und einen letzten, bereits vorbereiteten Raubzug durchzuziehen, um finanziell nicht unter die Räder zu kommen. Dass die in Verbrechensfragen völlig unerfahrenen und so ungleichen Damen dabei zusätzlich noch korrupten Politikern und kompromisslosen Gangstern ins Gehege kommen, erhöht den Einsatz um ein Vielfaches.

Pulsierender Heistthriller nach einer BBC-Serie aus den Achtzigerjahren, die der Oscargewinner für "12 Years a Slave" Steve McQueen als Gegenentwurf zu "Ocean's 8" positioniert. Der Clou des Films, den McQueen mit "Gone Girl"-Autorin Gillian Flynn schrieb, ist seine Bodenhaftung, seine Erdung in einer realistischen Welt, in der alle Figuren wahrhaftig und glaubwürdig wirken, auch dank den Darstellerinnen, allen voran Viola Davis, die wieder einmal alles Register zieht.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Nachdem ihre Männer bei einem Überfall ums Leben gekommen sind, müssen ihre Witwen ihren letzten Coup durchziehen. Heistthriller nach einer BBC-Serie aus den Achtzigerjahren, die Oscargewinner Steve McQueen als Gegenentwurf zu "Ocean's 8" positioniert.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Atmosphärisch packender Thriller von Steve McQueen über vier Gangsterwitwen, die nach dem Tod ihrer Männer deren letzten Coup auf eigene Faust durchführen.

Veronica hat nicht gewusst, auf wen sie sich einlässt, als sie Harry Rawlin geheiratet hat. Denn Harry ist ein Gangster. Doch als eines Tages ein lang geplanter Coup misslingt und Harry und seine Gang im Kugel- und Feuerhagel ums Leben kommen, bleibt Veronica trauernd zurück - bis sie von Jamal Manning aufgesucht wird. Harry hat Manning um 2 Millionen Dollar gebracht und nun will Manning sein Geld zurück. In zwei Wochen. Veronica überlegt fieberhaft, was nun zu tun ist. Und beschließt, zusammen mit den anderen Witwen der Gang den letzten geplanten Coup ihres Mannes durchzuführen. Steve McQueens neuer Film WIDOWS ist ein Thriller, der in seinen 129 Minuten mit dem Zuschauer permanent Katz und Maus spielt. Nie kann man sich sicher sein, welcher der ambivalenten und vielschichtigen Figuren man wirklich trauen kann und wer was aus welcher Motivation heraus tut. Genau das ist die Stärke dieses spannungsgeladenen Films, zusammen mit einer souveränen Inszenierung durch McQueen. Mit großer Kunstfertigkeit und der Kameraführung von Sean Bobbitt findet er immer genau die richtigen atmosphärischen Bilder, um den engen Zusammenhang zwischen Liebe und Intrige, Macht und Gier, Politik und Korruption aufzuzeigen. Die Besetzung des Films ist bis in die Nebenrollen mit Liam Neeson, Colin Farrell und Robert Duvall hochkarätig. Doch Steve McQueen macht klar: Dieser Film gehört den starken und coolen Heldinnen, die von Michelle Rodriguez, Elizabeth Debicki und Cynthia Erivo überzeugend verkörpert werden. In der Hauptrolle brilliert Viola Davis, die Veronica nicht nur als knallharte und pragmatisch denkende Frau spielt, sondern ihr auch eine große Verletzlichkeit verleiht, die sie jedoch nur in einsamen Momenten durchscheinen lässt. Hans Zimmer steuert einen treibenden Score bei, der die Spannung unterstützt und das Drehbuch, geschrieben von der Romanautorin Gillian Flynn, ist voll von deftigen Dialogen und raffinierten Wendungen. Ein packender Thriller, von der ersten bis zur letzten Minute überraschend.

Gutachten:

Spätestens wenn sich die Afroamerikanerin Veronica - brillant: Viola Davis - an den Tod ihres Sohnes erinnert, ist klar, dass WIDOWS von Oscar-Preisträger Steve McQueen mehr ist als eine Rache- und Emanzipations-Story, in der sich drei Frauen an ihren Erpressern rächen. Der Film entwirft ein stimmiges Panorama der Realität und des gesellschaftlichen Klimas in den USA.
Veronica ist ebenso wie Alice und Linda gerade Witwe geworden. Ihre Männer wurden nach dem Überfall auf das Wahlkampfbüro des schwarzen Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl von der Polizei erschossen, die geraubten zwei Millionen Dollar gingen mit ihrem Van in Flammen auf. Doch Jamal Manning fordert das Geld von Veronica zurück, und das mit Nachdruck. Er setzt seine Killer auf ihre Vertrauten an, die auch vor einem Mord nicht zurückschrecken, um das Notizbuch von Veronicas Mann in ihren Besitz zu bringen. Darin hat er alle kriminellen Coups der Vergangenheit penibel notiert, auch den Plan für den nächsten Coup.
Um Jamal Manning auszuzahlen, wollen Veronica, Alice und Linda den Einbruch in die Villa von Mannings weißen Gegenkandidaten, dessen Familie seit 60 Jahren den Bürgermeister stellt, durchziehen. Dort lagern neben den zwei Millionen von Manning auch drei Millionen, die Jack Mulligan illegal beiseite geschafft haben. Für die Umsetzung ihres Plans brauchen die Frauen nun noch eine Fahrerin, die sie in der toughen Belle finden.
McQueens Thriller ist Hollywood Kino "at its best". Die komplexe Story, die neben McQueen "Gone Girl"-Autorin Gillian Flynn schrieb, ist dramaturgisch bis ins letzte i-Tüpfelchen stimmig und durchkomponiert. Sie ist raffiniert gebaut, führt den Zuschauer mehrmals in die Irre und überrascht mit unvorhersehbaren Wendungen. Der Film ist grandios ausgestattet und überzeugt mit großen Kinobildern. Nicht zuletzt führt McQueen sein namhaftes Ensemble zu beeindruckenden Leistungen.
Inhaltlich ermöglicht die Geschichte der Emanzipation der drei Witwen, die sich aus dem Schatten ihrer Männer und deren kriminellen Milieu lösen wollen, einen Blick auf den amerikanischen Politikbetrieb, in dem Posten in Familien "vererbt" werden. Hier ist - wie auch in Clooneys IDEN DES MÄRZ - jedes Mittel Recht, um den Gegner zu schädigen. Selbstverständlich eine klare Anspielung auf aktuelle amerikanische und internationale Politskandale und Verwicklungen.
Der Film entlarvt quasi im Vorbeigehen den Filz von Politik, kriminellen Gangs und Polizei, gleichzeitig gibt dieser der Handlung ihre Dynamik. Der korrupten Männerwelt setzen die vier Frauen ihren Entwurf einer friedlichen Welt mit Familie und eigenem Auskommen entgegen. Das moralische Vergehen, das vor der Verwirklichung dieser Chance steht, verzeiht der Zuschauer den smarten und sympathischen Ladys daher gerne.
Auch die deutsche Synchronisation kann mit der künstlerischen Qualität des Films mithalten, mit dem Steve McQueen dem uramerikanischen Genre des Gangsterfilms ein Meisterwerk hinzufügt.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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