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Wenn Liebe so einfach wäre

Intelligente RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt.

Wenn Liebe so einfach wäre Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2009
Regie Nancy Meyers
Darsteller Meryl Streep, Steve Martin, Alec Baldwin
Kinostart 21.01.2010
Einspielergebnis D € 7.617.953
Bes. (EDI) 1.105.701
Bes. (FFA) 1.103.924
Charthistory
Boxoffice USA $ 112.703.470
Charthistory
Filmtrailer Video
Sendetermin 07.06.2012 (ZDF)

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Jane Adler, Mutter dreier erwachsener Kinder und Eigentümerin einer erfolgreichen Bäckerei, pflegt nach rund einem Jahrzehnt der Trennung mit ihrem Ex-Mann Jack eine freundschaftliche Beziehung. Er, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen eine viel jüngere Frau geheiratet, die ein Kind von ihm will. Da landen die beiden nach einem feuchtfröhlichen Abend wieder miteinander im Bett. Plötzlich ist Jane die "andere Frau". Erschwert wird die heikle Situation durch den liebenswerten Architekten Adam, der ihr gerade den Hof macht.

Nancy Meyers, seit Hits wie "Was das Herz begehrt" oder "Was Frauen wollen" Hollywoods Fachfrau in Sachen Beziehungschaos, hat ein verqueres Liebesdreieck in Szene gesetzt, das an die sophisticated comedies von Howard Hawks und George Cukor erinnert. Die Dialoge sind geschliffen, das Produktionsdesign ist erlesen und die Fotografie elegant. Dass diese "erwachsene" Komödie jedoch so gut funktioniert, liegt vor allem am überzeugenden Spiel der "Turteltauben" Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Nancy Meyers überzeugt mit einer intelligenten RomCom für Erwachsene, die vom Spielwitz des Hauptdarstellertrios Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin lebt.

Jane Adler (Meryl Streep), erfolgreiche Betreiberin einer Bäckerei mit angeschlossenem Speiselokal, ist geschieden und unterhält eine Affäre mit ihrem Ex-Mann Jake (Alec Baldwin). Der, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen die viel jüngere Agness (Lake Bell) geheiratet, Mutter eines anstrengenden Jungen. Dann ist da noch der liebenswerte Architekt Adam (Steve Martin), der Janes Haus umbauen soll und gern Teil ihres Lebens wäre. Mit anderen Worten: "It's Complicated", was sich im deutschen Titel als "Wenn Liebe so einfach wäre" liest. Kopf hinter dem verqueren Liebesdreieck ist Nancy Meyers, seit Hits wie "Was das Herz begehrt" oder "Was Frauen wollen" Hollywoods Fachfrau in Sachen Beziehungschaos.

Dabei fand die Filmemacherin es besonders kompliziert, den richtigen Titel zu finden. "Die andere Frau" war angedacht und auch "Geschieden" - mit einem Werbeplakat, das das entfremdete, in die Jahre gekommene Paar im Bett zeigt. Mit dem Poster wird inzwischen beiderseits des Atlantiks geworben und es ist guter Verweis darauf, womit man es hier zu tun bekommt: einer sophisticated comedy in der Tradition von Howard Hawks und George Cukor. In Zeiten von kruden, im College-Milieu angesiedelten Saufexzessen und Sexkaspaden sind "erwachsene" Komödien selten. Weil sie schwierig zu schreiben sind, gutes Gefühl für Timing voraussetzen und zurückhaltend inszeniert werden müssen. Nur eine Handvoll Filmemacher bekommt diese Art Stoff aktuell in den Griff, James L. Brooks ("Besser geht's nicht") zum Beispiel, Nora Ephron ("Schlaflos in Seattle") bedingt und eben Ms. Meyers.

Viel Wert legt die Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin auf geschliffene Dialoge, auf sorgfältiges Produktionsdesign und erlesene Fotografie. In Sachen Kamera brilliert Oscar-Preisträger John Toll ("Braveheart"), der im establishing shot das noble Santa Barbara in glasklaren Bildern einfängt, so die Parameter definiert, in denen der Geldadel sich bewegt. Man kreist um sich selbst, beschäftigt Psychologen und Physiotherapeuten, fährt Ferrari und schlürft zum Champagner Austern. Finanzielle Probleme bleiben außen vor, die Wahl der richtigen Kleidung scheint das schwerwiegendste aller Probleme. Kino funktioniert hier, wie in besten Tagen, als perfekte Illusionsmaschine, bietet Eskapismus pur - und gleichzeitig nimmt man an den (Liebes-)Nöten der Helden teil, weil gut besetzt wurde, alle überzeugend agieren.

Meryl Streep, in Sachen Kochkunst auf den Spuren von "Julie & Julia" wandelnd, vermag mit dem Hochziehen einer Augenbraue mehr auszudrücken als viele Kollegen mittels einer Dialogseite, Alec Baldwin ("30 Rock") hält mit vollem Kampfgewicht und mächtiger Körperbehaarung dagegen, während Steve Martin ("Im Dutzend billiger") auf von ihm gewohnte Zappeleien verzichtet und traurig wie ein Clown dreinschaut. Fürs "jugendliche" Element sorgen derweil die drei erwachsenen Kinder der Adlers, die so gar nicht verstehen, was Mama und Papa so treiben - womit sie nicht alleine sind, denn die wissen es ja schließlich selbst nicht. Aber wie hieß es schon 1947 bei Irving Reis: "So einfach ist die Liebe nicht". geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel It's Complicated
Land / Jahr USA 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Produktionsfirmen Relativity Media
Kinostart 21.01.2010
Laufzeit 120
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 7.617.953
Bes. (EDI) 1.105.701
Bes. (FFA) 1.103.924
Charthistory
USA-Start 25.12.2009, bei Universal
Boxoffice USA $ 112.703.470
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Nancy Meyers, Scott Rudin
Ausf. Produzenten Ilona Herzberg, Suzanne Farwell
Regie Nancy Meyers
Drehbuch Nancy Meyers
Darsteller Meryl Streep (Jane), Steve Martin (Adam), Alec Baldwin (Jake), John Krasinski (Harley), Caitlin Fitzgerald (Lauren), Zoe Kazan (Gabby), Hunter Parrish (Luke), Rita Wilson (Trisha), Mary Kay Place (Joanne), Alexandra Wentworth (Diane), Nora Dunn (Sally), Lake Bell (Agness)
Sprecher D Dagmar Dempe (Jane), Norbert Gescher (Adam), Klaus-Dieter Klebsch (Jake), Dennis Schmidt-Foß (Harley), Giuliana Jakobeit (Lauren), Luisa Wietzorek (Gabby), Raul Richter (Luke), Katharina Koschny (Trisha), Karin David (Joanne), Ulrike Möckel (Diane), Vera Teltz (Agness)
Kamera John Toll
Schnitt Joe Hutshing, David Moritz
Musik Hans Zimmer, Heitor Pereira
Produktionsdesign Jon Hutman
Kostüme Sonia Grande
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Wenn Liebe so einfach wäre Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 115 Min. Kauf
Wenn Liebe so einfach wäre Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 120 Min. Kauf
Wenn Liebe so einfach wäre Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 115 Min. Leih
Wenn Liebe so einfach wäre Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 120 Min. Leih
Enthalten in:
Mamma Mia! - Der Film / Wenn Liebe so einfach wäre (2 Discs)
Universal Pictures Germany
DVD, ab 12, 219 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Jane Adler, Mutter dreier erwachsener Kinder und Eigentümerin einer erfolgreichen Bäckerei, pflegt nach rund einem Jahrzehnt der Trennung mit ihrem Ex-Mann Jack eine freundschaftliche Beziehung. Er, erfolgreicher Anwalt, hat inzwischen eine viel jüngere Frau geheiratet, die ein Kind von ihm will. Da landen die beiden nach einem feuchtfröhlichen Abend wieder miteinander im Bett. Plötzlich ist Jane die "andere Frau". Erschwert wird die heikle Situation durch den liebenswerten Architekten Adam, der ihr gerade den Hof macht.

Nancy Meyers, seit Hits wie "Was das Herz begehrt" oder "Was Frauen wollen" Hollywoods Fachfrau in Sachen Beziehungschaos, hat ein verqueres Liebesdreieck in Szene gesetzt, das an die Sophisticated Comedies von Howard Hawks und George Cukor erinnert. Die Dialoge sind geschliffen, das Produktionsdesign ist erlesen und die Fotografie elegant. Dass diese "erwachsene" Komödie jedoch so gut funktioniert, liegt vor allem am überzeugenden Spiel der "Turteltauben" Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Jake (Alec Baldwin) und Jane (Meryl Streep) verbindet zehn Jahre nach ihrer Scheidung nichts mehr - außer die drei bereits erwachsenen Sprößlinge. Doch ganz unverhofft kommen die alten Gefühle zurück und die beiden beginnen trotz Jakes zweiter Ehe eine prickelnd unvernünftige Affäre. Nun muss sich Jane zwischen ihrer Vergangenheit und einer möglichen neuen Beziehung mit dem Architekten Adam (Steve Martin) entscheiden... Vergnügliche Komödien mit Starbesetzung und viel Situationskomik, romantisch und unterhaltsam, aber auch mit ein paar ernsthaften Anklängen und interessanten Grundproblematiken - für diese Filme hat sich Regisseurin Nancy Meyers in Hollywood einen Namen gemacht und überzeugt auch mit ihrem neuesten Werk über Liebeswirrungen im fortgeschrittenen Alter. Herrlich erfrischend!

Gutachten:

Den Frauen über fünfzig, die schon Ehe, Kinder und Karriere hinter sich haben, soll diese Komödie Mut machen, denn Meryl Streep spielt eine Best-Agerin, der alles zu gelingen scheint. Ihre drei Kinder sind zu Bilderbuchmenschen herangewachsen, ihre Bäckerei ist ein Erfolg und sie wohnt in einem idyllisch gelegenen und großzügig gebauten Anwesen in Kalifornien. Zudem ist sie noch so attraktiv, dass ihr gleich zwei Männer verfallen, und dass einer davon ihr Ex-Ehemann ist, von dem sie seit vielen Jahren getrennt lebt, ist der Witz des Films. Denn dass sie plötzlich die Seiten gewechselt hat, und jener Frau den Gatten ausspannt, die vorher genauso ihre eigene Ehe zerstört hat, stürzt sie in Gewissenskonflikte, die aber nie so gravierend sind, dass sie auf den Spaß verzichten würde. Und dann ist da ja auch noch der einfühlsame zweite Verehrer - ein Architekt, der einen neuen Anbau an ihrem Haus leitet...

Mit vielen zärtlich-ironischen Pointen über das Älterwerden ist dies eine unterhaltsame Komödie, in der die zahlreichen amüsanten Verwicklungen nie allzu dramatisch werden und der Humor meist schön gesittet bleibt. Kleine Frivolitäten, die Bikinizone der Heldin und den nackten Hintern ihres Exgatten betreffend, gelten da schon als gewagt. Meryl Streep und Steve Martin kiffen auch mal ein wenig auf einer Party, und dabei lässt Martin endlich ein wenig von seinem manischen Zappelphilipp heraus. Ansonsten folgen er und Alec Baldwin der umwerfenden Meryl Streep folgsam wie zwei Schoßhündchen, sodass ihnen John Krasinski in der Nebenrolle des in die ganze Familie verliebten Schwiegersohns in spe die Show stiehlt, indem er einige von den wirklich witzigen Auftritten des Films hat.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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