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Walk the Line

Musikalisch und dramatisch begeisternde Biografie von Country- und Folklegende Johnny Cash.

Walk the Line Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2005
Regie James Mangold
Darsteller Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin
Kinostart 02.02.2006
Einspielergebnis D € 10.673.362
Bes. (EDI) 1.651.436
Bes. (FFA) 1.648.311
Charthistory
Boxoffice USA $ 119.317.827
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 24.08.2008 (RTL)

nach oben Inhalt & Info

Nach dem Unfalltod des Bruders wächst Johnny Cash mit der Verachtung des Vaters auf. 12 Jahre später hat er selbst Kinder, erlebt das Scheitern seiner Ehe, weil er vor allem mit seiner Musik verheiratet ist und in Sängerin June Carter die Frau getroffen hat, mit der er wirklich sein Leben teilen will. Seinem Aufstieg als Musiker folgt der Absturz, den Drogen und romantische Rückschläge verursachen.

Wie schon "Ray" überzeugt auch James Mangolds Tour durch ein Künstlerleben mit musikalischen Glanzauftritten und exzellenten Darstellungen. Chronologisch, schnörkellos und stimmig in Milieu- und Zeitskizzierung erzählt, hat "Walk the Line" gegenüber "Ray" jedoch ein großes Plus: seine Stars Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon singen selbst- und dies mit erstaunlichem Erfolg.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Nach "Ray" kommt Johnny, und geht es nach den Qualitäten von James Mangolds Biografie, bedeutet dies eine vergleichbar positive Resonanz und an den Kassen auch eine Menge ...Cash. Ein Leben eben mit Hitgarantie.

Schon mit den ersten Bildern erobert der Film seine Zuschauer, überträgt die Spannung vor Johnnys legendärem Auftritt 1968 im Gefängnis von Folsom geradezu körperlich auf den Beobachter. Gut zwei Stunden muss man warten, bevor die aufgeheizte Stimmung unter den Sträflingen sich schließlich in Begeisterung entladen darf. Denn vor der Wiedergeburt des Country-Stars erzählt "Walk the Line" von seinem Aufstieg und unvermeidbarem Absturz. Das von Mangold mitverfasste, auf mehreren Biografien des "Man in Black" basierende Drehbuch folgt chronologisch und schnörkellos den wichtigsten Stationen dieses Lebens und endet 1968 mit der Hochzeit mit June Carter. Diese berührende Lovestory, die Eroberung einer gläubigen, konservativ geprägten, aber zweimal geschiedenen Mutter zweier Töchter, bildet das Fundament des Films. Parallelen zu Ray Charles sind unübersehbar und geben auch dieser Biografie dramatisches Gewicht. Das große Plus gegenüber Taylor Hackfords Piano-Man ist jedoch die noch größerere Authentizität der Auftritte, geben doch Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon nicht nur überzeugend leidenschaftliche und nuancierte Darstellungen, sondern singen auch noch selbst- und dies mit erstaunlicher Qualität. Die Musiknummern der beiden, ob getrennt oder im Duett, sind das mitreißende musikalische Herzstück des Films. Angefangen von Cashs "Folsom Prison Blues", mit dem er zu Beginn seiner Karriere die zögernde Produzentenlegende Sam Phillips überzeugt, bis hin zum gemeinsam vorgetragenen Hit "Jackson", der in bester Hollywoodtradition in einem finalen öffentlichen Heiratsantrag gipfelt. Als Musikfilm gefällt "Walk the Line" mit Dynamik, Atmosphäre und Tempo, als Verdichtung eines ereignisreichen Lebens spart er zwangsläufig manches aus. Zu sehen ist Cashs Kindheit auf einer Farm in Arkansas, der tragische Unfalltod seines Bruders, die Verbitterung des distanzierten Vaters (der kommentiert, den falschen Sohn verloren zu haben), die Armeezeit in Landsberg, die erste kinderreiche Ehe mit Vivian Liberto, die erste Platte, der erste Kontakt mit seinem Idol June Carter, die Tourneen mit ihr, Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder Carl Perkins, die Affären mit Groupies, vor allem aber das lange Zeit vergebliche Werben um June, die zur großen Liebe wird. Sie fängt ihn nach jahrelangem Drogenkonsum auf, holt den Rebellen und Sympathisanten der Gescheiterten, Fehlgeleiteten, Verarmten und Abgestürzten wieder ins Leben zurück. Auch wenn der Film gerade in Carters Fall biografisch skizzenhaft bleiben muss, wird der Background der Hauptcharaktere deutlich, versteht man die Motive ihres Verhaltens, das konservative Milieu der Countryszene, des ländlichen Herzens Amerikas. Transparent wird schließlich damit das eigentlich Skandalöse dieser Beziehung, die sich aus den Trümmern zweier Familien erhob. Auch wenn der Film am Ende im Versöhnungsdruck zu viele Wunden zu schnell schließen will, präsentiert er sich als adäquate Würdigung einer großen Persönlichkeit, zu der man auch als Einsteiger musikalisch und dramaturgisch mühelos Zugang findet. "It's good to see you again", begrüßt June nach dem Entzug ihren Johnny. Für seine filmische Wiedergeburt gilt das auch. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Fox
O-Titel Walk the Line
Alternativ-/Arbeitstitel Cash
Land / Jahr USA 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Musikfilm
Produktionsfirmen Tree/Line Film and Catfish
Drehort Memphis/TN, Los Angeles
Drehzeit 28.06.2004
Kinostart 02.02.2006
Laufzeit 136
FSK ab 6 Jahre
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/DTS
Einspielergebnis D € 10.673.362
Bes. (EDI) 1.651.436
Bes. (FFA) 1.648.311
Charthistory
USA-Start 18.11.2005, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 119.317.827
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.walkthelinethemovie.com http://www.walktheline-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Cathy Konrad, James Keach
Ausf. Produzenten John Carter Cash, Alan C. Blomquist
Regie James Mangold
Drehbuch Gill Dennis, James Mangold
Buchvorlage Johnny Cash
Darsteller Joaquin Phoenix (Johnny Cash), Reese Witherspoon (June Carter), Ginnifer Goodwin (Vivian Cash), Robert Patrick (Ray Cash), Dallas Roberts (Sam Philips), Dan John Miller (Luther Perkins), Larry Bagby (Marshall Grant), Shelby Lynne (Carrie Cash), Tyler Hilton (Elvis Presley), Waylon Payne (Jerry Lee Lewis), Shooter Jennings (Waylon Jennings), Sandra Lafferty (Mabelle Carter), Dan Beene (Ezra Carter), Clay Steakley (W.S. Fluke Holland), Jonathan Rice (Roy Orbinson), Johnny Holiday (Carl Perkins)
Kamera Phedon Papamichael
Schnitt Michael McCusker
Musik T-Bone Burnett
Produktionsdesign David Bomba, Rob Simons
Ton Paul Massey, Doug Hemphill, Peter F. Kurland, Donald Sylvester
Kostüme Arianne Phillips
Casting Lisa Beach, Shirley Crumley
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
78. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2005, Los Angeles, 05.03.2006 Beste Hauptdarstellerin Reese Witherspoon
59. British Academy Awards   2006, London, 19.02.2006 Bester Ton Paul Massey, Doug Hemphill, Peter F. Kurland, Donald Sylvester
63. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2006, Los Angeles, 16.01.2006 Beste Darstellerin (Komödie oder Musical) Reese Witherspoon
63. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2006, Los Angeles, 16.01.2006 Bester Darsteller (Komödie oder Musical) Joaquin Phoenix
63. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2006, Los Angeles, 16.01.2006 Bester Film (Komödie oder Musical)  
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2006, München 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Walk the Line (Music Collection) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Kauf
Walk the Line (2 Discs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 136 Min. Kauf
Walk the Line
Nicht lieferbar
AL!VE AG DVD, ab 6, 106 Min. Kauf
Walk the Line (Einzel-Disc) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 136 Min. Kauf
Walk the Line (+ Bonus DVD TV-Serien)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 130 Min. Kauf
Walk the Line (2 Discs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 136 Min. Kauf
Walk the Line (3 DVDs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Kauf
Walk the Line (Extended Version) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 136 Min. Leih
Walk the Line (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Kauf
Walk the Line
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Kauf
Walk the Line (Einzel-DVD) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Kauf
Walk the Line (Black Box, 2 DVDs+ Audio-CD)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Kauf
Walk the Line Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 130 Min. Leih
Enthalten in:
Rock & Roll Cinema, Sammelbox 1 (12 Discs)
Nicht lieferbar
Alive Vertriebs- und Marketing AG
DVD, ab 12
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Walk The Line Nicht lieferbar
Soundtrack/Songtrack Diverse Walk The Line Nicht lieferbar
Soundtrack/Songtrack Diverse Walk The Line
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Ein leichtes Leben hatte Country-Gott Johnny Cash nicht: Der Bruder starb einen tragischen Unfalltod, der überstrenge Vater lehnte den jungen John ab. Mit der Armee verschlug es ihn nach Landsberg, bald darauf kaufte er seine erste Gitarre, versuchte sich zunächst als Vertreter und stellte sich schließlich einem Produzenten vor. Doch das war nur der Anfang einer Karriere, die neben rauschendem Erfolg auch private Rückschläge, Drogensucht und die problematische Beziehung zu seiner großen Liebe June Carter bereithielt.

Das mit Preisen überhäufte Biopic des Hollywood-Routiniers James Mangold lebt von dem Mythos Johnny Cash, von einem Leben, das selbst schon so abwechslungsreich war, wie ein guter Film es sein sollte. Atemberaubend sind die schauspielerischen und gesanglichen Performances der Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon, die für ihre Rolle der June Carter mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Ein Werk, das Maßstäbe für alle kommenden Musikfilme setzt, ein Muss für alle Freunde der intelligenten Unterhaltung.

Quelle: mediabiz.de

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