Unbroken

Bewegendes Drama um den Überlebenskampf eines US-amerikanischen olympischen Sprinters, der während des Zweiten Weltkriegs Flugzeugabsturz im Meer und japanisches Gefangenenlager übersteht.

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(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2014
Regie Angelina Jolie
Darsteller Jack O'Connell, Domhnall Gleeson, Miyavi
Kinostart 15.01.2015
Einspielergebnis D € 1.008.962
Bes. (EDI) 120.145
Bes. (FFA) 119.806
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Boxoffice USA $ 115.603.980
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Louis Zamperini, Sohn italienischer Einwanderer, schafft es als 19-Jähriger 1936 ins Olympiateam der USA für den 5000-Meter-Lauf. 1941 meldet er sich zur US-Luftwaffe. Als ein Jahr später sein Flugzeug im Meer abstürzt, kann er sich mit anderen in ein Schlauchboot retten. 47 Tage lang treiben er und seine Kameraden Phil und Mac auf dem Pazifik, nur um von den Japanern aufgeriffen und in ein Straflager gesteckt zu werden, wo sie mit den anderen Kriegsgefangenen den Launen der Wärter ausgesetzt sind. Erst im Sommer 1945 kommt Louis frei.

Schauspielstar Angelina Jolie hat auch für ihre zweite Regiearbeit einen auf Tatsachen basierenden Kriegsstoff gewählt und erhielt mit u.a. den Coen-Brüdern prominente Hilfe beim Drehbuch nach einer Bestsellervorlage von Laura Hillenbrand. Der sich mit hervorragenden Leistungen in "71" und "Mauern der Gewalt" empfehlende Brite Jack O'Connell spielt Louis Zamperoni in einer packenden Geschichte über den nicht zu brechenden, menschlichen Überlebenswillen. Ihm zur Seite stehen mit Domhnall Gleeson und Garrett Hedlund weitere aufstrebende Talente.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Aufwändige Adaption von Angelina Jolie über den dramatischen Überlebenskampf von Olympia-Teilnehmer und Kriegsgefangenen Louis Zamperini.

Nach dem bosnischen Kriegsdrama "In the Land of Blood and Honey" von 2011 ist dieser ambitionierte und stets mit spürbarer persönlicher Hingabe inszenierte Film die erst zweite Regiearbeit der vermutlich bekanntesten Schauspielerin der Welt. Im Vergleich zu ihrem mit bescheidenen Produktionswerten realisierten Debüt holte sich Jolie hier ein hochkarätiges Team von Hollywood-Schwergewichten zur Seite: Das auf Laura Hillenbrands Buch basierende Skript verfassten die Coen-Brüder (die den Stoff vor Jahren mit Brad Pitt unter dem Titel "Into the White Sea" verfilmen wollten, bis die Finanzierung kurz vor Drehstart platzte) sowie Richard LaGravenese und William Nicholson. Die hervorragende Kameraarbeit stammt von Roger Deakins, und Alexandre Desplat komponierte den aufwühlenden Score. Alles, um einem Projekt, das sich in der Tradition solch unberührbarer Meisterwerke wie "Die Brücke am Kwai", "Die Stunde des Siegers" und "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" sieht, den ansprechenden Anstrich zu verpassen: Alles nur vom Besten, um dem beachtlichen Leben von Louis Zamperini gerecht zu werden.

"Unbroken" beginnt mit einem Paukenschlag, einem atemlosen Action-Auftakt, der eine beeindruckend choreographierte Luftangriffsschlacht von B24-Bombern im Zweiten Weltkrieg zeigt. Protagonist Zamperini (der charismatische Brite Jack O'Connell aus "Mauern der Gewalt" und "'71") und seine Kameraden der US-Luftwaffe überleben diesen Angriff, doch nur wenige Tage später werden sie über dem Pazifik abgeschossen. Zusammen mit seinem Freund Phil (Domhnall Gleeson) überlebt er 47 grausam beschwerliche Tage auf einem Rettungsschlauchboot, nur um anschließend von Japanern aufgefischt und in einem Straflager interniert zu werden. Dort gerät er ins Visier des sadistischen Lagerwächters Mutsuhiro "The Bird" Watanabe (effektiv vom japanischen Rockstar Miyavi gespielt), der seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe durch brutale Folter und hämische Erniedrigungen an Zamperini auslässt. Doch Zamperinis Überlebenswillen ist unverwüstlich: Er triumphiert über seinen Peiniger, indem er nie aufgibt.

Die Kreuzigungssymbolik einer Szene, in der Zamperini einen schweren Balken stemmt, ist der deutlichste Hinweis auf den religiösen Unterton des Films, der sich nicht unmittelbar mit der Verhandlung von Glaubensfragen befasst, sondern eher eine erzkatholische Haltung aufweist. Der Protagonist wird ein besserer Mensch durch sein Leiden. Dabei ist die Regisseurin eher an der Pose interessiert als an Durchdringung: Die innere Welt und die Motivationen des Protagonisten werden kaum erschlossen, was den Film bei aller visueller Pracht etwas distanziert wirken lässt. Zwar werden wichtige Etappen in Zamperinis Leben, wie seine Olympia-Teilnahme in Berlin 1936, bündig mit Rückblenden eingeflochten, doch das Hauptaugenmerk gilt der Prüfung der Hauptfigur im Boot und im Internierungscamp. Die explizit ausgewalzten Torturen ermüden auf die Dauer, doch Hauptdarsteller O'Connell erweist sich trotz spärlicher Charakterzeichnung als faszinierender Sympathieträger. In Kombination mit den Produktionswerten sind dem dramatischen Biopic um den Triumph des Willens etliche Oscar-Nominierungen und die Aufmerksamkeit des Publikums sicher. ara.

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Verleih Universal
O-Titel Unbroken
Land / Jahr USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen 3 Arts Entertainment/Jolie Pas/Legendary Pictures
Kinostart 15.01.2015
Laufzeit 137
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 1.008.962
Bes. (EDI) 120.145
Bes. (FFA) 119.806
Charthistory
USA-Start 25.12.2014, bei Universal
Boxoffice USA $ 115.603.980
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.unbroken-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Angelina Jolie, Matthew Baer, Erwin Stoff, Clayton Townsend
Koproduzenten Joseph Reidy
Ausf. Produzenten Thomas Tull, Jon Jashni, Mick Garris
Regie Angelina Jolie
Drehbuch Ethan Coen, Joel Coen, Richard LaGravenese, William Nicholson
Buchvorlage Laura Hillenbrand
Darsteller Jack O'Connell (Louis Zamperini), Domhnall Gleeson (Russell Allen "Phil" Phillips), Miyavi (Mutsushiro Watanabe), Finn Wittrock (Francis 'Mac' McNamara), Garrett Hedlund (John Fitzgerald), Jai Courtney (Hugh "Cup" Cuppernell), C.J. Valleroy (Louis, jung), Alex Russell (Pete Zamperini), John Magaro (Frank A. Tinker), Luke Treadaway (Miller), John D'Leo (Pete, jung), Stephen Stanton (Stadionsprecher), Shinji Ikefuji (japanischer Übersetzer), Louis McIntosh (Harris), Ross Anderson (Blackie), Spencer Lofranco (Harry Brooks), Yutaka Izumihara (Mann von Radio Tokio), Ken Watanabe (Omori-Wache), Jordan Patrick Smith (Cliff), Ryan Ahern (Mitchell), Michael Whalley (Pillosbury)
Sprecher D Jacob Weigert (Louie Zamperini), Nico Sablik (Phil), Yusuke Yamasaki (Watanabe), Leonhard Mahlich (Mac), Tommy Morgenstern (Fitzgerald), Milton Welsh (Cup), Daniel Damian (Louis, jung), Nicolas Böll (Pete), Asad Schwarz (Tinker), Roman Wolko (Miller), Carlo Degen (Pete, jung), Stephan Buchheim (Stadionsprecher), Fumio Okura (japanischer Übersetzer), Martin Brücker (Harris), Gerrit Hamann (Blackie), Henning Nöhren (Harry), Toru Takahashi (Mann von Radio Tokio), Chiaki Ikuta (Omori-Wache), Marlon Rosenthal (Cliff), Fabian Oscar Wien (Mitchell), Gerrit Hamann (Pillosbury)
Kamera Roger Deakins
Schnitt William C. Goldenberg, Tim Squyres
Musik Alexandre Desplat
Produktionsdesign Jon Hutman
Kostüme Louise Frogley
Casting Francine Maisler
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Cinema for Peace   2015, Berlin, 13.02.2015 Wertvollster Film des Jahres  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Unbroken Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 132 Min. Kauf
Unbroken Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 137 Min. Kauf
Unbroken Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 132 Min. Leih
Unbroken Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 137 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Unbroken
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Louis Zamperini, Sohn italienischer Einwanderer, schafft es als 19-Jähriger 1936 ins Olympiateam der USA. 1941 meldet er sich zur US-Luftwaffe. Als ein Jahr später sein Flugzeug im Meer abstürzt, kann er sich mit anderen in ein Schlauchboot retten. 47 Tage lang treiben er und seine Kameraden Phil und Mac auf dem Pazifik, nur um von den Japanern aufgeriffen und in ein Straflager gesteckt zu werden, wo sie mit den anderen Kriegsgefangenen den Launen der Wärter ausgesetzt sind. Erst im Sommer 1945 kommt Louis frei.

Schauspielstar Angelina Jolie hat auch für ihre zweite Regiearbeit einen auf Tatsachen basierenden Kriegsstoff gewählt und erhielt mit den Coen-Brüdern prominente Hilfe beim Drehbuch nach einer Bestsellervorlage von Laura Hillenbrand. Der sich mit hervorragenden Leistungen in "71" empfehlende Brite Jack O'Connell spielt Louis Zamperini in einer packenden Geschichte über den nicht zu brechenden, menschlichen Überlebenswillen. Ihm zur Seite stehen mit Domhnall Gleeson und Garrett Hedlund weitere aufstrebende Talente.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein US-Olympiasprinter übersteht während des Zweiten Weltkriegs Flugzeugabsturz und japanisches Gefangenenlager. Zweite Regiearbeit von Angelina Jolie, die nach wahrer Geschichte den Überlebenswillen eines Mannes zelebriert.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Während eines Fliegereinsatzes im Zweiten Weltkrieg wird der US-Amerikaner Louis, zusammen mit zwei anderen Kameraden, von den Japanern abgeschossen. Die drei überleben und retten sich in ein Schlauchboot. Hilfe naht - doch es sind die helfenden Hände des Feindes, die die Männer auf ein Schiff ziehen. Louis und seine Kameraden werden in ein japanisches Kriegsgefangenenlager gebracht und dort gequält, gefoltert und gepeinigt. Doch Louis gibt nicht auf. Denn vor dem Krieg war er olympischer Sportler. Und er hat gelernt, durchzuhalten. Und sich von niemandem brechen zu lassen. Niemand geringeres als die Coen-Brüder lieferten das Drehbuch zu Angelina Jolies neuem Spielfilm, der auf der wahren Geschichte von Louis Zamperini basiert. Der Sohn italienischer Einwanderer musste schon früh als kleiner Junge lernen, sich gegen Anfeindungen und Beleidigungen zur Wehr zu setzen. Jolie blickt immer wieder auf wichtige Stationen im Leben Zamperinis zurück, dem der Zuschauer zuerst im Bomber über Japan begegnet. Doch durch die erzählerischen Rückgriffe wird die Geschichte komplexer, runder, erhält die charismatische Hauptfigur mehr Kontur. Jack O'Connell spielt Louis mit einer Mischung aus entwaffnendem Charme und zähem Durchhaltevermögen, der junge Cast wird ergänzt durch Domhnall Gleeson und Garrett Hedlund, das Zusammenspiel der Jungdarsteller wirkt aufeinander abgestimmt und harmonisch. Die Bilder aus dem Gefangenenlager zeigen mit schonungsloser Härte die Grausamkeit des Krieges, den Sadismus der Aufseher und das Leiden der Gefangenen. Doch sie zeigen auch, wie die Stärke eines Einzigen zum Ansporn für viele sein kann, durchzuhalten. Bis am Ende die Erlösung und das Ende des Krieges da ist. Am Ende des Films kann Louis Zamperini in die USA zu seiner Familie zurückkehren. Er ist später noch einmal nach Japan gereist und suchte die Versöhnung mit seinen Peinigern. Diese Botschaft der Menschlichkeit setzt den hochaktuellen Schlusspunkt in Angelina Jolies eindrucksvollem Film über das unglaubliche Schicksal eines Mannes, der immer an das Gute im Menschen glaubte. Ungebrochen.

Gutachten:

Wenn ein Autor sich diese Geschichte ausgedacht hätte, würde man sie als zu unglaubwürdig abtun. Aber der junge amerikanische Olympionike Louis Zamperini hat im zweiten Weltkrieg tatsächlich ein extremes, unendlich scheinendes Martyrium erlebt und es ungebrochen überstanden. Bei einem Fliegereinsatz stürzte er zusammen mit zwei Kameraden über dem pazifischen Ozean ab und überlebte 47 Tage, in einem Schlauchboot treibend. Gerettet und gleichzeitig gefangen wurde er dann von der japanischen Marine, die ihn in ein Gefangenenlager steckte, wo er von einem sadistischen Lagerkommandanten jahrelang schikaniert und gequält wurde. Von seinem Überlebenskampf erzählt Angelina Jolie in dieser Großproduktion, die in Rückblenden auch von der Kindheit Zamperinis und seiner Zeit bei der Olympiade 1936 in Berlin erzählt. Als Kind aus einer italienischen Einwandererfamilie wurde Zamperini von den anderen Kindern beleidigt und gequält und in dieser Zeit fand er sein Lebensmotto: Wenn du durchhältst, kommst du durch. Als Rennsportler lernte er dann sehr diszipliniert zu leben und seine sportlichen Erfolge nährten sein Selbstbewusstsein. Im Laufe des Films versteht man durch diese Episoden aus seinem Vorkriegsleben immer besser, warum Zamperini solch ein zäher und unbeugsamer Mensch ist. Dadurch wirkt er nicht wie ein unverwundbarer Held, sondern wie eine leidende Kreatur, die nur mehr Widerstandskraft hat als die meisten andern Menschen. Jolie erzählt im Grunde zwei Geschichten in sehr unterschiedlichen Dimensionen und Stimmungen. Zuerst die intime Geschichte der Schiffbrüchigen auf dem offenen Meer, die mit ihrem Durst, der Isolation, der Angst verrückt zu werden und Haien kämpfen müssen. Das Drama von Zamperinis Gefangenschaft in verschiedenen japanischen Lagern wird dagegen in einem viel größeren Rahmen erzählt, denn hier wird gezeigt, wie die Japaner und seine Mitgefangenen auf Zamperini reagieren, und wie sein Status durch seinen Ruhm als Olympionike definiert wird. Die Japaner wollen ihn für ihre Propaganda einspannen und dass er den dafür angebotenen Verlockungen widersteht, ist vielleicht seine heldenhafteste Leistung. Jolie stellt die Grausamkeit des Kriegs sehr intensiv dar, und dennoch ist dies kein deprimierender oder plakativ brutaler Film, denn als Gegenpol zum Sadismus der japanischen Wächter steht immer Zamperini mit seinem Durchhaltevermögen und der jugendlich, lebensfrohen Persönlichkeit, die Jack O'Connell sehr glaubwürdig und präzis auf den Punkt bringt. UNBROKEN ist ein im guten Sinne traditionelles Hollywood-Epos und Angelina Jolie hat es, mit der Hilfe der Coen Brüder, die am Drehbuch mitgearbeitet haben, auf allen Ebenen souverän inszeniert.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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