Warner Bros. Pictures Germany
Programm
Troja
| Verleih | Warner |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, USA 2004 |
| Regie | Wolfgang Petersen |
| Darsteller | Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom |
| Kinostart | 13.05.2004 |
| Einspielergebnis D |
€ 29.614.021 Bes. (EDI) 4.393.563 Bes. (FFA) 4.426.335 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 133.124.356 Charthistory |
| Filmtrailer |
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- nach oben Inhalt & Info
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Als Prinz Paris Spartas Königin Helena der Liebe wegen nach Hause entführt, zieht die griechische Streitmacht unter Agamemnon gegen Troja. Doch dort eskaliert der Streit zwischen dem König von Mykene und Achilles, dem Kriegeridol der Griechen. Als aber Trojas noble Kampfmaschine Hektor Achilles' Cousin tötet, erwacht der schlafende Halbgott, um grausame Rache zu nehmen.
Wolfgang Petersens bester US-Film zeigt Schlachten und intime Duelle, vertraut auf die Kraft seiner Bilder, ohne die Macht der Worte zu ignorieren. Überzeugender im Kampf ums Leben als in der Präsentation liebender Herzen glänzt "Troja" mit internationalen Theaterstars, zeigt aber auch die Grenzen Brad Pitts auf, der als Athlet und Pin-up, nicht unbedingt als Akteur begeistern wird.
Quelle: Blickpunkt:Film
- nach oben Ausführliche Besprechung
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Die Götter müssen verrückt sein: ein deutscher Regisseur zerstört Troja, ein amerikanischer Akteur beschwört Griechenlands Heldenmythos und ein australischer hunk, der einmal ein "Hulk" war, rettet die Würde aristokratischer Krieger. Doch Unvorstellbares hat Tradition in der Auseinandersetzung um Troja, in der ein unverwundbares Idol den Tod durch seine Ferse und eine uneinnehmbare Stadt den Untergang durch ein Pferd findet. Wenn alles möglich ist in dieser unglaublichen Geschichte, wenn Trinker (John Drew Barrymore) schon Titanen (Odysseus, 1962) verkörpern durften, dann kann auch das Duo Pitt-Petersen ein gewaltiges Epos an Pathos und Posen vorbei zu einem Hit führen, der trotz allem Schlachtengetümmel den Kopf nicht verliert.
Man merkt diesem Ausstattungs-Riesen die Bemühungen an, während der Herrschaft der Bilder auch das Wort zu pflegen. Manche Konfrontation findet im Dialog ein bissiges Vorspiel ("50.000 Mann sehe ich hier, die für die Gier eines Einzigen kämpfen sollen") oder eine besinnliche Reflexion. Exemplarisch präsentiert in einer der packendsten Szenen, in der Peter O'Toole mit verbaler und emotionaler Kraft Respekt für seinen gefallenen Sohn erbittet und nicht nur Achilles, sondern auch Brad Pitt in Verlegenheit bringt. O'Toole und die anderen Charakterköpfe der englischen, schottischen und irischen Theaterszene (Brian Cox, Sean Bean, Brendan Gleeson) sind spielsichere Intensitätsgaranten wie auch der australische Exportschlager Eric Bana ("Hulk") als trojanischer Königssohn Hektor. Pitt dagegen überzeugt vor allem als körperliches Gesamtkunstwerk, als Harmonie von Genetik und Athletik. Obwohl unglückliche visuelle Zitate aus den "Legenden der Leidenschaft" Pitt als gelangweilt-gequältes Pin-up präsentieren, akzeptiert man ihn schließlich als Achilles, toleriert das Konzept, die Eitelkeit des Halbgotts auch in seiner Inszenierung zu spiegeln.
Das Drehbuch von David Benioff ("25 Stunden") vermischt furchtlos Motive aus "Ilias", "Odyssee" und Hollywood, erspart dem kriegsmüden Amerikaner einen endlosen Belagerungskrieg und reduziert zehn Jahre auf wenige Tage. Die Götter, die bei Homer die Menschen wie Marionetten steuern, sind Bestandteile der Dialoge, im Unterschied aber etwa zum "Kampf der Titanen" nicht präsent in den Bildern. Wie einst "Karate Kid" mit seinem Flamingo-Tritt bekommt auch Achilles als tänzelnder Antik-Ali eine eigene Kampftechnik - eine hoch eingesprungene Attacke mit halber Drehung in die ungeschützte Flanke des Gegners. So cool wird das Idol der Griechen eingeführt, liefert sich fortan als rebellischer Individualist mit dem griechischen Heerführer Agamemnon (Brian Cox) giftige Auseinandersetzungen, die schließlich im akuten Einsatzfall in passivem Schmollen gipfeln. Zu diesem Zeitpunkt hat Paris Helena bereits nach Troja entführt, damit Agamemnon die Chance gegeben, seiner Kriegslust einen Grund zu geben. Das Auftauchen der griechischen Armada könnte man sich dramatischer vorstellen (Vorbild: das Signalfeuer in der "Ring"-Trilogie), doch Achilles' Strandeinnahme, sein Omaha-Beach, zeigt den Einzelkämpfer in Actionperfektion.
Zu Recht selbstbewusst stellt Petersen den Umfang seines Epos' aus. So fliegt man mit der Kamera eindrucksvoll über das Landungspanorama, sieht ein Heer von 50.000 Griechen sich mit 25.000 Trojanern messen, wird aber auch von Zweikämpfen mitgerissen, die im Duell zwischen Achilles und Hektor ihren Höhepunkt finden. Im Krieg ist "Troja" überzeugender als in der Liebe. Die Beziehung zwischen Paris und Helena krankt stoffimmanent daran, dass man dem Schön- und Feigling den Blitztod wünscht. Auch die Affäre zwischen Achilles und Briseis, die hier zur Cousine Hektors befördert wird, entwickelt sich überstürzt und wird auch nicht abgelöst von seiner Betörung durch Amazonenkönigin Penthesilea, weil es Frauen, die in den Krieg ziehen, im Hollywood-Troja nicht gibt. Ein Verlust für Petersens trotz mancher Abstriche sehr wohl spektakulären Film ist das aber nicht, weil die größten Gefühle unter Männern ausgetauscht werden. Hier gibt es Hass, hier gibt es Liebe, hier brennen die Helden - im Leben wie auch im Tod. kob.
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Verleih Warner O-Titel Troy Land / Jahr USA 2004 Kategorie Spielfilm Genre Historienfilm / Abenteuer Produktionsfirmen Radiant/Plan B Drehort England, Malta, Mexiko Drehzeit 22.04.2003 Kinostart 13.05.2004 Laufzeit 162 FSK ab 12 Jahre Einspielergebnis D € 29.614.021
Bes. (EDI) 4.393.563
Bes. (FFA) 4.426.335
CharthistoryUSA-Start 14.05.2004, bei Warner Bros. Boxoffice USA $ 133.124.356 Filmtrailer
Web-Link http://troymovie.warnerbros.com http://www.troja-derfilm.de - nach oben Cast & Crew
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Produzenten Wolfgang Petersen, Diane Rathbun, Colin Wilson Regie Wolfgang Petersen Drehbuch David Benioff Buchvorlage Homer Darsteller Brad Pitt (Achilles), Eric Bana (Hektor), Orlando Bloom (Paris), Diane Kruger (Helena), Brian Cox (Agamemnon), Sean Bean (Odysseus), Brendan Gleeson (Menelaos), Peter O'Toole (Priamos), Rose Byrne (Briseis), Saffron Burrows (Andromache), Julie Christie (Thetis), Garrett Hedlund (Patrocles) Kamera Roger Pratt Schnitt Peter Honess Musik James Horner Produktionsdesign Nigel Phelps Ton Tony Dawe Kostüme Bob Ringwood Casting Lucinda Syson - nach oben Filmpreise
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person Bogey - Box Office Germany Award 2004, München Gold - 3 Mio. Besucher in 30 Tagen - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
- nach oben Soundtrack
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Original Score James Horner James Horner Troja - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Als Trojas Thronfolger Paris Menelaos, dem König von Sparta, dessen Frau Helena raubt, zieht er sich den Zorn des gesamten Stadtstaates zu. Unter Führung von Agamemnon, Menelaos' Bruder, ziehen die Truppen gegen Troja. Agamemnon handelt dabei aus Eigennutz, will er die Stadt doch nur deshalb einnehmen, um sich die Vormachtstellung zu sichern. Dazu muss er allerdings erst den mächtigen Krieger Hector beseitigen, der Troja verteidigt. Als "Waffe" dient ihm der arrogante Egozentriker Achilles, der größte Krieger seiner Zeit.
Blut, Schweiß und Tränen, Mammutkulissen und ein logistischer Aufwand, der seinesgleichen sucht, zeichnen Wolfgang Petersens ("Das Boot") grandioses Monumental-Epos aus. Über vier Millionen deutsche Kinobesucher bangten denn auch um Brad Pitt, Eric Bana, Peter O'Toole sowie Dutzende weiterer Stars, die Petersens recht vorlagentreue Saga bevölkern. Ob sich der Ruhm des Werkes so lange halten wird wie Homers zugrundeliegende "Ilias" bleibt abzuwarten.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Newsarchiv
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