Titanic

Bewegendes und aufwendig inszeniertes Actiondrama, das den Untergang der Titanic als Szenarium für eine große Liebesgeschichte wählt.

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(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1997
Regie James Cameron
Darsteller Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Billy Zane
Kinostart 08.01.1998
Einspielergebnis D € 118.195.600
Bes. (EDI) 17.992.095
Bes. (FFA) 18.081.331
Charthistory
Boxoffice USA $ 600.743.440
Charthistory
Filmtrailer Video

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Titel Land/Jahr Auftraggeber/Sender Produktionsfirma
Titanic 3D USA 2012 Lightstorm Entertainment
nach oben Inhalt & Info

Bei der Suche nach Schätzen an Bord des Wracks der Titanic stößt ein Abenteurer auf das Porträt des jungen Mädchens Rose, das einen wertvollen Diamanten trägt. Er stöbert Rose auf, die den Untergang 1912 überlebt hat. Sie erzählt ihm die Geschichte von ihrer tragischen Liebe zu dem armen Jack, den sie an Bord kennenlernte und der mit ihr das größte Schiffsunglück der Geschichte erlebte.

250 Mio. Dollar gab James Cameron aus, um die Geschehnisse um den Untergang der Titanic filmisch so authentisch und genau wie möglich zu reproduzieren. Künstlerisch hat sich der Aufwand jedenfalls gelohnt - nie zuvor hat ein Filmemacher Spezialeffekte ähnlich perfekt eingesetzt. Aber auch die Liebesgeschichte zwischen Leonardo DiCaprio und Kate Winslet funktioniert blendend in diesem bewegenden Action-Melodram.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Kein Eisberg in Sicht, der James Camerons fabelhafte "Titanic" versenken könnte. In dem nach eigenem Bekunden 250 Mio. Dollar teuren Film lädt der Vater des "Terminator" den Zuschauer ein auf eine 194 Minuten währende, aufregende, spektakuläre Kreuzfahrt auf den Grund des Meeres. Mit seiner verblüffend klischeefreien Lovestory zwischen einem mittellosen Lebenskünstler und einem Mädchen aus feinem Hause löst Cameron das lange gegebene Versprechen ein, handwerkliche Perfektion und technologische Innovation mit einer hochemotionalen, dramaturgisch erstklassigen Geschichte zu verschmelzen. Seine größte Leistung besteht dabei nicht darin, daß er den Untergang des weltberühmten Schiffes mit allen Mitteln der Technik absolut detailgetreu wiedergibt, sondern daß Gefühle in seinem Meisterwerk zu jeder Zeit über die makellosen Effekte triumphieren.

Wer angesichts der zwei bekanntesten Filme Camerons, "Aliens - Die Rückkehr" und "Terminator 2" verblüfft ist von der Bedingungslosigkeit, mit der sich der erklärte Technokrat hier einer Liebesgeschichte annimmt, übersieht, daß sich dieses Motiv wie ein roter Faden durch sein Oeuvre zieht. Schon in "Terminator", "True Lies" und am deutlichsten in "Abyss" balancierte er eiskalte Extremsituationen mit bewegenden Geschichten über große Gefühle aus.

Neu an "Titanic" ist, daß sich der Filmemacher aus dem Korsett der Genrekonventionen gewunden hat und der Tragweite seines Melodrams zusätzliches Gewicht verlieh, indem er es in den Kontext einer authentischen Schiffskatastrophe, das Mahnmal für menschliches Versagen und die Fehlbarkeit des technologischen Fortschritts, stellte.

Camerons Vorliebe für starke, faszinierende Frauen ist bekannt. Seine Rose Dewitt Bukater, von Kate Winslet mit dem rechten Maß an Lebensmut und strahlender Neugier ausgestattet, ist denn auch als direkte Vorfahrin jener Sarah Connor zu sehen, die in "Terminator" von der mausigen Angestellten zur Guerillakämpferin heranreifen durfte. Rose legt einen ähnlichen Weg in die Unabhängigkeit zurück: an Bord der Titanic schippert das Aristokratenmädchen einem öden Leben an der Seite des traditionalistischen Millionenerben Hockley (Billy Zane mit sichtlichem Spaß an der Rolle eines blasierten Snobs) entgegen und denkt an Selbstmord, bis sie den Dritte-Klasse-Passagier Jack Dawson (Leonardo DiCaprio, noch besser als in "William Shakespeares Romeo & Julia") kennenlernt. Der entfacht ihre Lust am Leben aufs neue, indem er ihr Wege außerhalb der gesellschaftlichen Konvention aufzeigt und ermöglicht. Wenn sich ihre Situation nach dem fatalen Zusammenstoß mit einem Eisberg am 15. April 1912 dramatisch zuspitzt, hat Cameron den Zuschauer ebenso raffiniert wie ökonomisch auf einen eineinhalbstündigen (!) Showdown vorbereitet, der ohne Beispiel ist.

Bevor Cameron jedoch sein unvergleichliches Gespür für Action, Tempo und Spannung aufbieten darf, um den Zuschauer mitten in den Überlebenskampf von 1500 Menschen zu schleudern, hat "Titanic" bereits eine weite Strecke zurückgelegt. Nach dem Beginn in den Tiefen des Ozeans, wo atemberaubende Aufnahmen vom Wrack des einstmals so majestätischen, als unsinkbar geltenden Schiffs für die standesgemäße Einstimmung sorgen, wendet sich die Handlung einer Gruppe von modernen Abenteurern unter der Führung des Glücksritters Lovett (Cameron-Regular Bill Paxton) zu. In den Überresten suchen sie nach einem sagenumwobenen Diamanten, fördern aber statt dessen die Geschichte der mittlerweile 101jährigen Rose zu Tage, die den Untergang der Titanic überlebte. Ihre Erzählung packt Fleisch und Blut auf das rohe Skelett einer von Lovetts Leuten angefertigten Computersequenz, in der die Fakten des Unglücks rekapituliert werden, und verleiht den abstrakten Koordinaten der Katastrophe ein menschliches Antlitz. Ein gelungener Kunstgriff, denn diese Information ist auch für den Zuschauer hilfreich, wenn sich das Chaos nach all den begeisternd süffigen Bildern von dem penibel nachkonstruierten Schiff (inklusive einiger irrer Kameraschwenks über das gesamte Deck) auf dem Luxuskreuzer schließlich Bahn bricht. Stets ist man im Bilde über die Vorgänge, die man sonst nur schwer in einen Kontext setzen könnte. In Realzeit bannt Cameron die letzte Stunde der Titanic nach der Kollision mit dem Eisberg auf Zelluloid. Gleichzeitig eskaliert auch die Dreiecksgeschichte. Während sich an Bord nach anfänglicher Ungläubigkeit Panik breit macht, die Menschen in Todesangst zu den beruhigenden Klängen des Orchesters einen Platz in den viel zu wenigen Rettungsbooten suchen und das Schiff sich aufbäumt, um schließlich in zwei Teile zu brechen und unterzugehen, fechten Jack und der arrogante Hockley ein nicht weniger dramatisches Duell um Rose und das nackte Überleben aus. Weil alle Details hundertprozentig stimmen, in fast allen Fällen nicht zu ahnen ist, wann und wo die Spezialeffekte zum Einsatz kommen, ist die Illusion perfekt, der Kampf der beiden packender und spannender als alles andere, was 1997 produziert wurde. James Cameron erweist sich mit seinem Liebesfilm für das nächste Jahrtausend nicht nur einmal mehr als großer Filmemacher mit Vision, sondern auch als überragender Drehbuchautor. Wie aus einem Guß präsentiert sich dieses Meisterwerk, das einen staunen läßt, was im Medium Film kurz vor dem Millennium alles möglich ist. So und nicht anders würde David Lean seine Epen erzählen, wenn er heute noch filmen könnte. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Titanic
Land / Jahr USA 1997
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Lightstorm Entertainment
Kinostart 08.01.1998
Laufzeit 194
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Bildformat Cinemascope
Einspielergebnis D € 118.195.600
Bes. (EDI) 17.992.095
Bes. (FFA) 18.081.331
Charthistory
USA-Start 19.12.1997, bei Paramount
Boxoffice USA $ 600.743.440
Filmtrailer Video
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Produzenten James Cameron, Jon Landau
Koproduzenten Al Giddings, Grant Hill, Sharon Mann
Ausf. Produzent Rae Sanchini
Regie James Cameron
Drehbuch James Cameron
Darsteller Leonardo DiCaprio (Jack Dawson), Kate Winslet (Rose DeWitt Bukater), Billy Zane (Cal Hockley), Kathy Bates (Molly Brown), Frances Fisher (Ruth DeWitt Bukater), Gloria Stuart (Old Rose), Bill Paxton (Brock Lovett), Bernard Hill (Captain Smith), Jonathan Hyde (Bruce Ismay), Victor Garber (Thomas Andrews), David Warner (Spicer Lovejoy), Danny Nucci (Fabrizio), Suzy Amis (Lizzy Calvert), Bernard Fox (Col. Archibald Gradie)
Kamera Russell Carpenter
Schnitt Conrad Buff IV, James Cameron, Richard A. Harris
Musik James Horner
Produktionsdesign Peter Lamont, Michael Ford, Martin Laing, Charles Lee
Ton Mark Ulano, Tom Bellfort, Christopher Boyes, Gary Rydstrom, Tom Johnson, Gary Summers
Kostüme Deborah Lynn Scott
Effekte Robert Legato, Thomas L. Fisher, Mark Lasoff, Michael Kanfer

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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
9. VideoWinner
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1998, München, 04.02.1999 Verkauf - Spielfilm (7-fach Platin)  
11. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
1998, London, 04.12.1998 Beste Darstellerin (Publikumspreis) Kate Winslet
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Ausstattung Peter Lamont, Michael Ford
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Kamera Russell Carpenter
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Kostüme Deborah Lynn Scott
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Musik (Drama) James Horner
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Regie James Cameron
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Spezialeffekte Robert Legato, Thomas L. Fisher, Mark Lasoff, Michael Kanfer
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Bester Film  
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Bester Schnitt Conrad Buff IV, James Cameron, Richard A. Harris
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Bester Song  
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Bester Ton Mark Ulano, Gary Rydstrom, Tom Johnson, Gary Summers
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Bester Toneffektschnitt Tom Bellfort, Christopher Boyes
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
1998, München, 23.03.1998 Titan - 10 Mio. Besucher in 100 Tagen  
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Beste Originalmusik James Horner
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Beste Regie James Cameron
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Bester Film (Drama)  
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Bester Song  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Titanic (2 Discs) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 194 Min. Kauf
Titanic (2 Discs) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 188 Min. Kauf
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Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 187 Min. Kauf
Titanic
Nicht lieferbar
Moviecard AG DVD, ab 12, 188 Min. Kauf
Titanic (Special Edition, 2 DVDs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 187 Min. Kauf
Titanic (Deluxe Collector's Edition, 4 DVDs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 186 Min. Kauf
Titanic
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 188 Min. Kauf
Titanic (Limited Edition Box)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 12, 188 Min. Kauf
Titanic
Nicht lieferbar
VCL Communications Laser Disc, ab 12, 188 Min. Kauf
Titanic
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 12, 188 Min. Kauf
Titanic
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 12, 188 Min. Kauf
Titanic (Collector's Box)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 12, 188 Min. Kauf
Enthalten in:
Titanic / William Shakespeares Romeo und Julia (2 Discs)Titanic / William Shakespeares Romeo und Julia (2 Discs)
Twentieth Century Fox Home Enterta
Twentieth Century Fox Home Enterta
DVD, ab 12
Blu-ray Disc, ab 12
Kauf
Kauf
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Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Titanic (English Version) Nicht lieferbar
Soundtrack/Original Score James Horner/Kyrkjebo/Dion Titanic Nicht lieferbar
Soundtrack/Original Score James Horner Titanic (dts) Nicht lieferbar
Soundtrack/Original Score James Horner/Kyrkjebo/Dion Titanic (Japan-Import) Nicht lieferbar
Soundtrack/Songtrack Diverse Titanic - Gold Award Nicht lieferbar
Soundtrack/Original Score James Horner Titanic
Soundtrack/Original Score James Horner James Horner Titanic - Anniversary Edition
Soundtrack/Original Score James Horner James Horner Titanic - Anniversary Edition (Collector's Edition)
Soundtrack/Original Score Diverse Classic Love At The Movies Nicht lieferbar
Soundtrack/Original Score Diverse From Bond To Bogart - Famous Movie Themes
Filmmusik-Neuaufnahme Michael Chertock Love At The Movies Nicht lieferbar
Filmmusik-Neuaufnahme Hank Marvin Marvin At The Movies Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Atlantischer Ozean, 1912: An Bord des größten und luxuriösesten Passagierschiffs aller Zeiten, der Titanic, begegnen sich das unglückliche Society-Mädchen Rose und der mittellose Maler Jack. Trotz der enormen Standesunterschiede verlieben sich die beiden ineinander. Als die Titanic eines Nachts plötzlich einen riesigen Eisberg rammt, bricht an Bord Panik aus. An der Seite aufgeschlitzt, füllt sich der Luxus-Liner rasend schnell mit Wasser und beginnt zu sinken. Auch für Jack und Rose beginnt ein verzweifelter Kampf ums nackte Überleben.

Eingebettet in eine romantische Liebesgeschichte schildert "Terminator"-Macher James Cameron in seinem aufwendigen Epos mit Hilfe einzigartiger Spezialeffekte und spannender Action-Sequenzen die wohl symbolträchtigste Schiffs-Katastrophe dieses Jahrhunderts. Durch die prächtigen Kostüme und das imposante Produktionsdesign entwirft Cameron zudem ein stimmiges Bild der imperialistischen Adelsgesellschaft. Nicht zuletzt wegen der beiden grandios agierenden Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Kate Winslet ein mit elf Oscars ausgezeichnetes Meisterwerk.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Rose will sich auf der Jungfernfahrt der Titanic umbringen. Ein junger Mann aus der dritten Klasse rettet sie und lehrt sie die Liebe (zum Leben). Da stößt der Luxusliner auf einen Eisberg. Atemberaubendes, romantisches Action-Drama. Der erfolgreichste Film aller Zeiten von James Cameron.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollWie kann man die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der zivilen Seefahrt zu einem spannenden Spielfilm gestalten? Ist der Untergang der Titanic nun schon in vielen Filmen und Dokumentationen und besonders nach den mißglückten Bergungsversuchen in den letzten Jahren so ausführlich von allen Seiten minutiös belegt worden, daß aus einem reinen "Katastrophenfilm" nun wirklich keine große Spannungswirkung auf den Zuschauer hätte mehr ausgeübt werden können? James Camerons "Trick" war, eine große romantische Liebesgeschichte zwischen einer Adligen aus dem Oberdeck der Titanic und einem Proletarier aus deren Unterdecks zu formen, welche nicht nur Identifikationsmöglichkeiten für den Kinogänger bietet, sondern diesen auch 3 Stunden und 15 Minuten lang um seine Lieblinge zittern läßt.

Daß mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet zwei schon weltberühmte Jungstars für die Rollen der Liebenden verpflichtet wurden, erhöht die Attraktivität des Films auch für ein jugendliches Publikum. Daß sie entsprechend der Dramaturgie des Films und ihrer Rollenvorgabe nicht gerade zu schauspielerischen Höchstleistungen auflaufen können, ist nachvollziehbar. Ebenso wie die Tatsache, daß die Zeichnung der weiteren Hauptfiguren nicht sonderlich ausgeprägt ist, zumal deren Funktion der vollen Konzentration auf die Liebesgeschichte untergeordnet ist. Dramaturgisch bemerkenswert geschickt ist die Liebesgeschichte mit dem präzisen und historisch-verbürgten Ablauf der Katastrophe verbunden. So erleben wir mit den beiden Protagonisten hautnah an verschiedenen Orten des Schiffes den Fortlauf des Untergangs und geraten buchstäblich in den Sog des Geschehens.

Prädikate der Superlative verdienen die Ausstattung des Schiffes, die trotz aller Dramatik nicht überbordende angemessene musikalischen Begleitung und eine herausragende Kamera-und-Schnitt-Technik und letztendlich auch die Special-Effects, ohne die der Film in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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