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Tierisch wild

Auf den Spuren von "Madagascar" wandelnder Animationsspaß über Zootiere, die es in die afrikanische Wildnis verschlägt.

Tierisch wild Großansicht
(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2006
Regie Steve "Spaz" Williams
Kinostart 01.06.2006
Einspielergebnis D € 2.415.655
Bes. (EDI) 488.085
Bes. (FFA) 498.223
Charthistory
Boxoffice USA $ 37.310.059
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 06.03.2010 (Sat.1)

nach oben Inhalt & Info

Mit Gebrüll demonstriert Samson, dass der sanfte Löwe vom New Yorker Zoo auch Furcht erregen kann. Sohn Ryan aber fühlt sich als Versager, weil er nur Gelächter erntet, wenn er die Stimme erhebt. Als er durch ein Missgeschick im Container nach Afrika verschifft wird, folgt ihm Samson mit seinen tierischen Freunden. Doch am Ziel wartet der Schock, denn wild ist der Urwald, nicht aber der König der Löwen.

Zum ersten Mal animiert die kanadische Effektfirma C.O.R.E. einen ganzen Film und erweist sich auf Anhieb den Major Playern des Genres ebenbürtig. Die Details in den tierischen Fellen und in den Dschungelbildern beeindrucken, die geschmeidigen Bewegungen auch. Weil auch Figuren und Situationskomik amüsieren, kann das Déjà-vu durch die Story verschmerzt werden, die sehr an "Madagascar" erinnert.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Wie ein naher Verwandter von "Madagascar" entlässt Disneys digitales Hors d'oeuvre zum Herbst-Hit "Cars" New Yorker Zootiere in die Wildnis. Und offensichtlich, das zeigt sich visuell und humoristisch, ist im Urwald noch Platz frei.

Die Parallelen zu "Madagascar" sind wohl ein Fall von Ideentreibgut, wie es auf der Kinoinsel Hollywood immer wieder vorkommt. Disney bot Effektspezialist Steve "Spaz" Williams den Stoff in einer Phase an, als die Ehe mit Pixar unter Verstimmungen litt. Der Regiedebütant vertraute die Animation C.O.R.E., einer von William Shatner mitgegründeten kanadischen Effektschmiede, an. Erstmals mit einem kompletten Film beauftragt, zeigt C.O.R.E., dass man mit den Major Playern in diesem Feld mithalten kann. Fast schon neuer Standard sind die unglaublichen Details in der Animation der Felle. Auffallend sind auch die sehr geschmeidigen Bewegungen, die Üppigkeit der Dschungelvegation und die Lichtverhältnisse im Blätterwald.

Die Story ist einfach, erzählt Hollywood-typisch vom Sohn, dessen Vater zu große Schatten wirft. Eine optisch beeindruckende Ouvertüre visualisiert eines der überlebensgroßen, vermeintlich selbst erlebten Afrikaabenteuer, mit denen Löwe Samson seinen Sohn Ryan zum ersten gefühlsecht-bedrohlichen Gebrüll animieren will. Weil aber nicht mehr als ein Roar-Krepierer herauskommt, ist Ryan geknickt, glaubt den Vater wieder enttäuscht zu haben. Als der Container, in dem er sich verkrochen hat, plötzlich mit einem Truck Kurs auf den New Yorker Hafen nimmt, herrscht im Zoo Alarmstufe: Rot. Begleitet von seiner tierischen Clique - hyperaktives Eichhörnchen, sarkastischer Koala, besonnene Giraffe und apathische Anaconda - fährt Samson mit kleinem Boot und Superdiesel, der bis nach Afrika und zurück reicht, dem großen Containerschiff hinterher. Bevor es auf afrikanischem Boden zur Vater-und-Sohn-Reunion kommt, entpuppt sich der wilde Löwe als ängstliches Zirkustier, womit Teamgeist und nicht Führungsqualitäten nötig werden, um in der Wildnis zu überleben. Die ungewöhnlichen, für kleinere Zuschauer mitunter wohl recht bedrohlich wirkenden Bad Guys sind Steppenbüffel, die einmal nicht Buffet für Löwen sein, sondern die Hierarchie in der Nahrungskette auf den Kopf stellen wollen. Wie alle guten Animationsfilme lebt auch dieser von origineller Situationskomik, ob nun im Zoo Curling mit Schildkröten betrieben wird, das Eichhörnchen der Giraffe schöne Augen macht oder die Riesenschlange in der Müllpresse als Widerstand herhalten muss. Heimlicher Hit dieses artenreichen Roadtrips ist der komische Koala, der als Popkulturzitatverwalter amüsiert und schließlich, frei nach Rudyard Kiplings "Der Mann, der König sein wollte", von exotischem Tiervolk für einen Gott gehalten wird. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Buena Vista
O-Titel The Wild
Land / Jahr USA 2006
Kategorie Spielfilm
Genre Trickfilm / Komödie
Kinostart 01.06.2006
Laufzeit 81
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Einspielergebnis D € 2.415.655
Bes. (EDI) 488.085
Bes. (FFA) 498.223
Charthistory
USA-Start 14.04.2006, bei Buena Vista
Boxoffice USA $ 37.310.059
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.tierisch-wild.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Clint Goldman, Beau Flynn
Koproduzenten Ed Decter, John J. Strauss
Ausf. Produzenten Kevin Lima, Will Vinton, Stefan Simchowitz
Regie Steve "Spaz" Williams
Drehbuch Ed Decter, John J. Strauss, Mark Gibson, Philip Halprin
Sprecher Kiefer Sutherland (Samson), James Belushi (Benny), Eddie Izzard (Nigel), Janeane Garofalo (Bridget), William Shatner (Kazar), Richard Kind (Larry), Greg Cipes (Ryan)
Sprecher D Guido Cantz (Larry), Mirja Boes (Bridget)
Schnitt Scott Balcerek
Musik Alan Silvestri
Produktionsdesign Chris Farmer
Casting Jen Rudin, Corbin Bronson
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Tierisch wild Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 81 Min. Kauf
Tierisch wild Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 81 Min. Leih
Tierisch wild Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 78 Min. Kauf
Tierisch wild Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 78 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Tierisch Wild (The Wild)
nach oben Games zum Film
Title Art System Vertrieb
Tierisch WildVideo Game Game Boy Advance Disney Interactive Studios
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der Löwe Samson, Star des New Yorker Zoos, und seine Kumpel, Koalabär Nigel, Giraffenlady Bridget, Eichhörnchen Benny und Anakonda Larry, machen sich auf zum Schwarzen Kontinent. Dorthin hat es Samsons Sohn Ryan verschlagen, aus Scham darüber, dass er nicht so gut brüllen kann. Jetzt irrt der Suchtrupp in einem Rennen gegen die Zeit durch den Urwald. Denn Kazar, psychopathischer Herrscher der Gnus, will sich und seine Untertanen an die Spitze der Nahrungskette befördern - und dazu braucht er Löwenfleisch.

Kaum ein Jahr nach Dreamworks' Sensationserfolg "Madagascar" folgt nun das nächste Animationsabenteuer um eine Tiergartentruppe auf Afrika-Exkursion, diesmal aus dem Hause Disney. Mal originell, mal altbekannt zielt diese heiter-harmlose Slapstick-Gag-Parade eher auf die jüngeren Kinogänger ab. Doch trotz unglaublicher Perfektion in punkto Bewegung, Licht und Fellzeichnung fehlt der Produktion ein wenig die Magie. Der CGI-Fangemeinde wird's egal sein und sie wird den Dschungelspaß in vordere Charts-Regionen bugsieren.

Quelle: mediabiz.de

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