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The Wrestler

Überwältigendes und immer wieder humorvolles Porträt eines abgetakelten Wrestler, der sich trotz gesundheitlicher Probleme 20 Jahre nach seiner Glanzzeit zu einem letzten Match zwingt.

The Wrestler Großansicht
(Bild: Kinowelt)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2008
Regie Darren Aronofsky
Darsteller Mickey Rourke, Evan Rachel Wood, Marisa Tomei
Kinostart 26.02.2009
Einspielergebnis D € 793.499
Bes. (EDI) 123.803
Bes. (FFA) 127.298
Charthistory
Boxoffice USA $ 26.136.413
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 09.06.2011 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Randy "The Ram" Robinson hat seine besten Tage hinter sich. Einst war er eine Legende im Wrestling-Ring, doch nachdem er bei einem unbedeutenden Match einen Herzinfarkt erleidet und von einem Arzt gewarnt wird, sein nächster Kampf könne sein letzter sein, versucht Randy, noch einmal von vorn zu beginnen. Er nimmt einen Job in einem Lebensmittelladen an, nähert sich einer Stripperin an und versucht, sein zerrüttetes Verhältnis zu seiner Tochter zu kitten. Dann erhält er das Angebot, gegen seinen einstigen Erzfeind, den Ayatollah, anzutreten.

Ein ungewöhnliches Projekt für den für seine obsessiven Stoffe bekannten Darren Aronofsky: Für Fans der Wrestlingszene unverkennbar eine kaum verhüllte Verbeugung vor Leben und Werdegang der Catch-Legende Randy "Macho Man" Savage, funktioniert "The Wrestler" auch als humorvolle Abrechnung mit dem American Dream, in der Mickey Rourke, der dem Original verblüffend ähnlich sieht, zu großer Form aufläuft und Marisa Tomei und Evan Rachel Wood perfekte Unterstützung bieten. Zahlreiche tatsächliche Figuren aus dem Wrestlingzirkus tragen zur Authentizität des Films bei.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Das Comeback des Jahres: Mit dem schonungslosen Porträt eines abgetakelten Wrestlers spielt sich Mickey Rourke zurück in die vorderste Schauspielergarde.

Jedes Gesicht erzählt eine Geschichte. Aber kaum eines tut es so gut wie die geschundene Visage von Mickey Rourke: Jede Niederlage, jeder Schlag, jeder Exzess steht tief in ihren Furchen geschrieben - eine Kraterlandschaft an Lebenserfahrungen, in deren Abgründen man sich verlieren kann. Darren Aronofsky tut gut daran, seine filmemacherischen Eitelkeiten nach seinen kompliziert komponierten Arthouse-Elaboraten "Requiem for a Dream" und "The Fountain" zur Hölle fahren zu lassen, stattdessen in seiner bewegenden Ballade eines einstigen Wrestling-Stars eine simple Geschichte zu erzählen und sich dabei ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Rourke und sein von zahllosen Box-Fights und misslungenen Schönheitsoperationen gezeichnetes Gesicht, auf die Figur, die Rourke und niemand sonst geboren wurde zu spielen. Sein Randy "The Ram" Robinson ist schon jetzt einer der legendären Charaktere des amerikanischen Kinos, direkt neben ikonischen Kerlen wie Jack Nicholsons Murphy aus "Einer flog übers Kuckucksnest" oder De Niros Travis Bickle aus "Taxi Driver": ein Sinnbild für Virilität, Freiheitsdrang, aber auch Einsamkeit und Schmerz - bloß eben 20 Jahre nach seiner besten Zeit.

So viel Zeit ist vergangen, seitdem Robinson der König der Wrestlingszene war. Von damals sind nur ein paar vergilbte Zeitungsausschnitte und Poster übrig geblieben, die Bewunderung einer handvoll versprengter Fans und ein mit Narben und Scharten übersäter Körper. Obwohl immer noch durchtrainiert, aber längst nicht mehr mit der Vitalität, steigt der müde Krieger weiterhin in den Ring. Nicht mehr in großen Stadien mit Glanz und Glamour, sondern in kleinen Gemeindehallen voller Blut, Schweiß und Tränen, wo die Kämpfe zwar abgemacht, aber dennoch blutige und brutale Angelegenheiten sind. Ein Herzinfarkt bei einem besonders archaischen Duell zwingt Robinson, sein Leben in einem Trailerpark langsamer anzugehen. Er nimmt einen Job an der Fleischtheke in einem Supermarkt an, müht sich darum, der Stripperin Cassidy näher zu kommen und wieder Kontakt zu seiner ihm entfremdeten Tochter aufzunehmen. Doch am Ende steht die Erkenntnis, dass Robinson doch nur er selbst ist, ein Relikt aus Zeiten, in denen man sich die Haare blondierte und zu Accept und den Scorpions abrockte, ein Wrestler, innen wie außen, mit Haut und Haar und ohne Apologie.

Zu Beginn filmt Aronofsky seinen Working Class Hero von hinten über die Schulter, als folge ihm eine Livekamera hautnah in den Ring - oder eben die Dardenne-Brüder einem ihrer Helden durch den Alltag - nur dass er nicht ins Rampenlicht tritt, sondern nach einem Kampf in seinen Wohnwagen zurückkehren will. Erst als er ihn verschlossen findet, weil er seine Miete nicht bezahlen konnte, gibt "The Wrestler" den Blick auf Rourkes Gesicht frei. Und bleibt dann bei ihm. Wie er mit den Kindern in der Nachbarschaft spielt. Wie er sich seinen wenigen verbliebenen Fans zeigt. Wie er in die Geborgenheit des Kreises anderer Wrestler tritt. Wie er sich mit den nötigen Steroiden und Schmerzmitteln eindeckt. Wie er sich mit unbeholfener Zärtlichkeit Cassidy nähert. Wie er seiner Tochter in einer der besten Szenen des Jahres seine Fehler gesteht. Und wie er alles wieder kaputtmacht, weil er seine Fehler zwar erkennt, aber doch nicht korrigieren kann. Es ist ein faszinierendes Porträt, von Rourke mit jeder Faser seines Körpers mit einer Verletzlichkeit gespielt, die man diesem rohen Klotz Fleisch niemals zutrauen würde; ein elektrisierender Film eben nicht nur über die lose an den realen Wrestlingstar Randy "Macho Man" Savage angelehnte Titelfigur, sondern auch über Rourke selbst und dessen Biographie, voller Humor direkt aus dem Alltag, Sympathie für die dargestellte Welt und der nötigen Tragik. Sie verleiht dieser wahrhaftigen Studie eines Mannes, der all seiner Unzulänglichkeiten zum Trotz Frieden mit sich schließt, die Fallhöhe und Universalität eines klassischen Dramas. Zum Sound zeitlosen Heavy Metals. Balls to the Wall. Eben. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Studiocanal
O-Titel The Wrestler
Alternativ-/Arbeitstitel The Wrestler - Ruhm. Liebe. Schmerz.
Land / Jahr USA 2008
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Protozoa Pictures
Kinostart 26.02.2009
Erster Verleiher Kinowelt
Laufzeit 109
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 793.499
Bes. (EDI) 123.803
Bes. (FFA) 127.298
Charthistory
USA-Start 19.12.2008, bei Fox Searchlight
Boxoffice USA $ 26.136.413
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.thewrestler.kinowelt.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Scott Franklin, Darren Aronofsky
Koproduzenten Mark Heyman
Ausf. Produzenten Vincent Maraval, Agnès Mentré, Jennifer M. Roth
Regie Darren Aronofsky
Drehbuch Robert D. Siegel
Darsteller Mickey Rourke (Randy 'The Ram' Robinson), Evan Rachel Wood (Stephanie), Marisa Tomei (Cassidy), Mark Margolis (Lenny), Todd Barry (Wayne), Wass Stevens (Nick Volpe), Judah Friedlander (Scott Brumberg), Ernest Miller (The Ayatollah), Dylan Summers (Necro Butcher)
Kamera Maryse Alberti
Schnitt Andrew Weisblum
Musik Bruce Springsteen, Clint Mansell
Produktionsdesign Theo Sena
Kostüme Amy Westcott
Casting Kerry Barden
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
65. Internationale Filmfestspiele in Venedig
Internationale Filmfestspiele in Venedig Großansicht
2008, Venedig, 27.08.2008 - 06.09.2008 Goldener Löwe  
62. British Academy Awards   2009, London, 08.02.2009 Bester Hauptdarsteller Mickey Rourke
66. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2009, Los Angeles, 11.01.2009 Bester Darsteller (Drama) Mickey Rourke
66. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2009, Los Angeles, 11.01.2009 Bester Song Bruce Springsteen
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
The Wrestler (Rolling Stone Videothek)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 16, 105 Min. Kauf
The Wrestler (Steelbook Collection) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 16, 105 Min. Kauf
The Wrestler (Blu Cinemathek) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 16, 109 Min. Kauf
The Wrestler STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 16, 105 Min. Kauf
The Wrestler STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 16, 105 Min. Kauf
The Wrestler STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 16, 109 Min. Kauf
The Wrestler
Nicht lieferbar
Kinowelt Home Entertainment DVD, ab 16, 105 Min. Leih
The Wrestler
Nicht lieferbar
Kinowelt Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 16, 109 Min. Leih
Enthalten in:
Arthaus Collection - American Independent Cinema (10 Discs)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment
DVD, ab 16
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse The Wrestler Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Randy "The Ram" Robinson hat seine besten Tage hinter sich. Einst war er eine Legende im Wrestling-Ring, doch nachdem er bei einem Match einen Herzinfarkt erleidet und von einem Arzt gewarnt wird, sein nächster Kampf könne sein letzter sein, versucht Randy, noch einmal von vorn zu beginnen. Er nimmt einen Job in einem Lebensmittelladen an, nähert sich einer Stripperin an und versucht, sein zerrüttetes Verhältnis zu seiner Tochter zu kitten. Dann erhält er das Angebot, gegen seinen einstigen Erzfeind, den Ayatollah, anzutreten.

Ein ungewöhnliches Projekt für den für seine obsessiven Stoffe bekannten Darren Aronofsky ("The Fountain"): Die Verbeugung vor der Catch-Legende Randy "Macho Man" Savage funktioniert auch als humorvolle und bewegende Abrechnung mit dem American Dream, in der Mickey Rourke zu großer Form aufläuft, und Marisa Tomei und Evan Rachel Wood perfekte Unterstützung bieten. Zahlreiche tatsächliche Figuren aus dem Wrestlingzirkus tragen zur Authentizität des mitreißenden Films bei.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Darren Aronofskys kraftvolles Werk über einen in die Jahre gekommenen Wrestling-Star wird getragen von der enormen Leistung von Hauptdarsteller Mickey Rourke. Virtuos inszentiert der Regisseur diesen Charakter, der einzig getrieben und bestimmt wird durch seine unerbittliche, teils selbstzerstörerische Hingabe an das Show-Business des Wrestling. Eindrucksvoll der Einsatz der subjektiven Kamera, die dem Protagonisten konsequent in den Ring, den Strip Club und sogar bis auf die Sonnenbank folgt. The Wrestler demonstriert seine Kompromisslosigkeit ohne moralischen Gestus. Dabei räumt der realistisch gehaltene Film schonungslos mit so manchem Klischee auf und entwickelt mit dem ungeschönten Blick hinter die Fassade der scheinbar begehrenswerten und unzerstörbaren Körper eine außerordentliche Kraft und Sogwirkung.

Gutachten:

Manchmal haben Schauspieler das Glück, dass sie eine Rolle finden, die so maßgeschneidert für sie ist, dass ihre eigene Persönlichkeit, ihre Lebensgeschichte und ihre Karriere sich fast ungebrochen in ihnen zu spiegeln scheinen. In diesen seltenen Fällen potenzieren Rolle und Darsteller einander auf der Leinwand, und eine kluger Regisseur nutzt diese Wirkung natürlich so gut er nur kann. Darren Aronofsky überrascht hier dadurch, wie virtuos er die Aura von Mickey Rourke einzusetzen versteht. Seine bisherigen Filme waren eher stilistisch ausgeklügelte Kopfgeburten, aber in The Wrestler dienen jede Einstellung und jeder Regieeinfall der vergleichsweise einfachen Geschichte vom alternden Wrestler Randy The Ram

Dieser muss erkennen, dass der Satz "There's no business like show-business" nicht nur wie eine Verheißung, sondern auch wie ein Urteil verstanden werden kann. Sein Körper trägt die Narben einer langen Karriere als moderner Gladiator und der Film macht eindrucksvoll deutlich, welchen Preis er als Mensch dafür zahlen musste, eine Zeitlang ein gefeiertes Idol gewesen zu sein. Mit fast dokumentarischer Präzision zeigt The Wrestler die Welt des professionellen Showringens, welchen Status The Ram als "alternde Diva" darin innehält und wie kaputt sein Leben außerhalb des Kampfringes ist. Seine ungeschickten Versuche, sich seiner Tochter Stephanie zu nähern, zeigen, wie unfähig er zu "normalen" zwischenmenschlichen Beziehungen ist. Und sein Verhältnis zu der Stripperin Cassidy ist zugleich bewegend und hochironisch, denn sie ist genauso ein Profi wie er, und deshalb ist es ihr unmöglich, ihn anders als einen Kunden zu behandeln.

Die scheinbar so spontan eingesetzte Handkamera gibt dem Film seinen unmittelbaren, authentischen Look und wie im Vorüberstreichen (denn sie bliebt immer so nah wie möglich an Randy) zeigt sie die komplexe Welt hinter den Kulissen des Wrestling. In Sequenzen wie jener der Profikämpfer, die müde in einer leeren Turnhalle auf die wenigen Kunden warten, die ihnen Fanartikel abkaufen und ein paar Dollar für ein Foto zahlen, findet Aronofsky im Schäbigen eine poetische Trauer, die seinen Film manchmal sogar in die Nähe von Arthur Millers großer amerikanischer Tragödie rückt: Wir erleben hier den "Tod eines Profiringers".

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


nach oben Pressestimmen

Die Paraderolle des Jahres gehört Mickey Rourke, dessen Karriere ähnlich verlief, wie die dieses tragischen Wrestlers, der nicht geschaffen ist für ein normales Dasein, sondern die Catch-Show braucht wie eine tödliche Droge. Grandioses Porträt von Darren Aronofsky, Regisseur von "Requiem for a Dream".

Treffpunkt Kino

Ein ungewöhnliches Projekt für den für seine obsessiven Stoffe bekannten Darren Aronofsky: Für Fans der Wrestlingszene unverkennbar eine kaum verhüllte Verbeugung vor Leben und Werdegang der Catch-Legende Randy "Macho Man" Savage, funktioniert "The Wrestler" auch als humorvolle Abrechnung mit dem American Dream. Mickey Rourke, der dem Original verblüffend ähnlich sieht, läuft zu großer Form auf und darf auf einen Oscar hoffen.

Blickpunkt:Film

"The Wrestler" ist nichts für Zartbesaitete, doch trotz der unappetitlichen „Sport"-Art sehenswert. Dank des Einsatzes seines Hauptdarstellers Mickey Rourke, der hier seine eigene Minuskarriere nachspielt.

Welt kompkat, 26. Februar 2009

Im Kino ist es immer spannend, wenn sich Fiktion und Realität überschneiden. Im Falle von Mickey Rourke als Wrestler erhält dieses Verhältnis eine besonders exzessive Note, weil die Rolle ganz offensichtlich den Schauspieler zum Vorbild hat.

Die Tageszeitung, 26. Februar 2009

Und wenn auch nicht alles schlüssig und präzise ist in Aronofskys Film, so ist es doch ein Film, der es riskiert, einen fast zwei Stunden mit einem Helden allein zu lassen, den viele einfach abstoßend finden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2009

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Datum Stadt Festivalname
27.08.2008 - 06.09.2008 Venedig 65. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica
04.09.2008 - 13.09.2008 Toronto 33. Toronto International Film Festival

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