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The Shape of Water

In Bildern und Atmosphäre schwelgendes, düsteres Märchen über eine einfache Putzkraft, die sich in eine Kreatur aus dem Amazonas verliebt.

The Shape of Water Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2017
Regie Guillermo Del Toro
Darsteller Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins
Kinostart 15.02.2018

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Elisa hat nach einer traumatischen Erfahrung in ihrer Kindheit die Sprache verloren. Sie lebt in einer kleinen Wohnung über einem Kino und arbeitet als Putzkraft in einem Geheimlabor der amerikanischen Regierung, in dem schreckliche Experimente durchgeführt werden. Keines ist bestialischer als eine Versuchsreihe, mit der ein Agent eine im Wasser lebende Kreatur foltert, die man im Amazonas gefunden hat. Die zwei Außenseiter verlieben sich und Elisa versucht, die Kreatur zu befreien.

Nach eigener Idee realisierte Guillermo Del Toro einen weiteren seiner fantastischen Filme, ein Märchen, in dem er den Freaks und Monstern seine Sympathie ausspricht. Anders als seine jüngsten Arbeiten handelt es sich wieder um eine kleinere Produktion im Stil von "Pans Labyrinth". Erst nach und nach entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einer Kreatur aus dem Amazonas zum Horrorfilm, der sich durch seine beeindruckenden Bilder und starken Leistungen seiner Darsteller, allen voran Sally Hawkins, Michael Stuhlbarg und Michael Shannon, auszeichnet.

Quelle: Blickpunkt:Film

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In Bildern und Atmosphäre schwelgendes Düstermärchen über eine einfache Putzkraft, die sich in eine Kreatur aus dem Amazonas verliebt.

Zehn Jahre befand sich Guillermo Del Toro im Irrgarten Hollywoods, schien verloren zu sein in überbudgetierten Großproduktionen, die zwar Raum hatten für das untrügliche Gespür des Mexikaners für feinst ausgearbeitete Designs und visuelle Grandezza, aber nur wenig für die Art von übernatürlichen Geschichten, mit denen er sich einen Namen und 2006 mit "Pans Labyrinth" sein Meisterwerk abgeliefert hatte. "Shape of Water" knüpft jetzt auf wundersame Weise an den Del Toro von einst an. Wieder ist es ein pechschwarzes, zutiefst romantisches und tragisches Märchen, das wundersame fantastische Elemente in einer düsteren Realität verankert. War es in "Pans Labyrinth" der spanische Faschismus Francos, so ist es hier die Kalte-Kriegs-Ära in den USA zu Beginn der Sechzigerjahre mit ihrem hysterischen Antikommunismus, in die der Regisseur seine Heldin wirft, wieder ein unschuldiges, elfenhaftes Wesen, das die Welt ganz feinfühlig mit großen Augen wahrnimmt.

Nur ist Elisa, gespielt von Sally Hawkins in einer durch und durch wundersamen Darstellung, kein kleines Mädchen, sondern eine junge Frau, die nach einer traumatischen Erfahrung in ihrer Kindheit die Sprache verloren hat. Sie lebt in einer kleinen Wohnung über einem Kino, folgt einem strikten Tagesplan, der sogar morgendliche Masturbation in der gefüllten Badewanne vorsieht, und arbeitet als Putzkraft in einem Geheimlabor der amerikanischen Regierung, in dem zum Teil unaussprechliche Experimente durchgeführt werden. Keines ist bestialischer als eine Versuchsreihe, mit der ein sadistischer Agent, gespielt von Michael Shannon als durch und durch verdorbenes Echo auf Sergi Lopez' Bösewicht in "Pans Labyrinth", eine im Wasser lebende Kreatur foltert, die man im Amazonas gefunden hat und nicht von ungefähr der "Creature from the Black Lagoon" aus Jack Arnolds Monster-Movie-Klassiker von 1954 ähnelt (sowie dem Abe Sapien aus Del Toros Hellboy-Filmen, der ebenfalls schon von Doug Jones gespielt worden war). Als Elisa die Kreatur antrifft, die von den Einheimischen in Südamerika als Gott verehrt worden war, ist die gegenseitige Anziehung sofort greifbar, zwei Außenseiter, die Schöne und das Biest, die füreinander geschaffen scheinen.

Wie sich ihre Liebesgeschichte entwickelt und der Fluchtplan von Elisa mit Hilfe ihrer Freunde, einem schwulen Nachbarn und ihrer besten Freundin sowie einem nur vermeintlich undurchschaubaren Wissenschaftler, umgesetzt wird, gibt Del Toro immer wieder die Gelegenheit, in traumhaften Kinobildern zu schwelgen und ungewöhnlichste Wege und Umwege zu gehen, am eindringlichsten vielleicht in der Szene, in der sich Elisa und die Kreatur in einem ihrer Tagträume durch eine große Musicalnummer tanzen. "Shape of Water" macht es seinem Zuschauer leicht, sich in seiner überschwänglich und voller Einfälle erzählten Geschichte zu verlieren - es ist romantisches Kino durch und durch, ein Ausnahmefilm, der allerdings eine entscheidende Schwäche hat: So sehr vertraut Guillermo Del Toro auf seine grenzenlose Sympathie für das Monster und seine Überzeugung, dass das wahre Monster doch immer die Welt ist, in der wir leben, dass er vergisst, seiner Kreatur auch nur ein Minimum an Persönlichkeit und eigenen Eigenschaften zu verleihen. So bleibt es ein Rätsel, warum sich Elisa in diese Chiffre verliebt. Allerdings ein Rätsel, das überwältigender nicht aussehen könnte. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel The Shape of Water
Land / Jahr USA 2017
Kategorie Spielfilm
Genre Fantasy / Drama
Kinostart 15.02.2018
USA-Start 08.12.2017, bei Fox Searchlight
nach oben Cast & Crew
Regie Guillermo Del Toro
Darsteller Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer
Kamera Dan Laustsen
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Datum Stadt Festivalname
30.08.2017 - 09.09.2017 Venedig 74. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica

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