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The Punisher

Marvel-Comicverfilmung über einen Spezialagenten und dessen gnadenlosen Rachefeldzug nach dem Mord an seiner Familie durch die Mafia.

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Verleih Columbia TriStar
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2004
Regie Jonathan Hensleigh
Darsteller Thomas Jane, John Travolta, Will Patton
Kinostart 10.06.2004
Einspielergebnis D € 1.710.949
Bes. (EDI) 279.661
Bes. (FFA) 288.116
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Boxoffice USA $ 33.682.273
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Das angenehme Dasein von Spezialagent Frank Castle wird mit einem Mal zerstört, als seine Frau und sein Sohn Zeuge eines Mafia-Verbrechens und von den Killern beseitigt werden. Daraufhin schwört Frank unerbittliche Rache, bewaffnet sich und beginnt einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen den Mob. Als Richter, Geschworener und Henker in einer Person gelangt er so bald zu zweifelhafter Berühmtheit.

Jonathan Hensleigh, Drehbuchautor von Blockbustern wie "The Rock", "Armageddon" und "Stirb langsam: Jetzt erst recht", gibt mit der düsteren Comicverfilmung "The Punisher" sein Regiedebüt. Die Hauptfigur des hier von Thomas Jane ("Dreamcatcher", "Deep Blue Sea") gespielten Frank Castle basiert auf einer Figur von Marvel und erblickte vor 25 Jahren in einer Ausgabe von "Spider-Man" das Licht der Welt. Im Unterschied zu seinem berühmteren Kollegen verfügt "The Punisher" allerdings über keine weiteren Superkräfte als über scharfe Intelligenz, langjährige Kampferfahrung und eisenharte Entschlossenheit.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Der kantigste aller Marvel-Helden, der unapologetische und nihilistische Punisher, ist bereit für seinen zweiten filmischen Einsatz. Auf die unterschätzte Pulp-Verfilmung von Mark Goldblatt von 1988, in der Dolph Lundgren auf der Höhe seiner Kraft böse Buben bestrafte, geht Drehbuchautor Jonathan Hensleigh ("Armageddon") in seinem Regiedebüt nicht weiter an, obwohl beide Filme Brüder im Geiste und der neue "Punisher" glatt als Prequel durchgehen könnte. Denn hier erzählt Hensleigh ohne Mätzchen und Schnickschnack, wie es zum rot sehenden Superhelden kommen konnte. Hoher Bodycount ist Pflicht, und Thomas Jane gibt in hautengem Leibchen und Ledermontur den Charles Bronson.

An die beste Zeit des Actionfilms fühlt man sich zurückerinnert in diesem deftigen Vigilanten-Szenario. Damals, als Explosionen noch Explosionen waren, Männer noch Männer, die Schergen des Oberbösewichts maschinengewehrgarbenweise ins Gras beißen mussten und Namen wie Schwarzenegger und Stallone Programm waren. Ein Hauch von "Phantom-Kommando" oder "City Cobra" weht durch diesen schnörkellosen und angenehm konventionellen Film. Würde der Marvel-Stempel nicht auf diesem Projekt prangen, könnte man sich "The Punisher" auch als nahen Verwandten früher Filme mit Steven Seagal ("Hard to Kill") oder Jean-Claude Van Damme ("Ohne Ausweg") vorstellen. Vermutlich deshalb macht er auch so viel Spaß, obwohl Hensleigh als Regisseur eher als Grobmotoriker auffällt und auch das Drehbuch dauerhaft im Ton schwankt. Eleganz oder gestalterische Kniffe muss man anderswo suchen. Hier wird eisern ein Bein vors andere gesetzt, um von A nach B zu kommen, auch wenn das gerade am Anfang so manche Länge bedeutet.

Bevor Thomas Jane ("Deep Blue Sea") nämlich seinen erklärten Anspruch, den zünftig kernigen Action-Macho auf die Leinwand zurück kehren zu lassen in die Tat umsetzt, lernt man erst einmal den Florida-Cop Frank Castle als prima Familienmensch kennen. Seiner Lady hat er nach einem letzten Einsatz geschworen hat, das Pistolenhalfter an den Nagel zu hängen. Dass just bei diesem Einsatz der Sohn des Industriemagnaten Howard Saint ums Leben kam, führt dazu, dass Saints Frau die Ermordung Castles mitsamt seiner gesamten Familie anordnet. In einer erbarmungslosen Sequenz wird der Auftrag ausgeführt; nur Frank selbst überlebt schwer verletzt. Seine Identität ist jedoch ausgelöscht. Als Punisher steigt er aus den Trümmern seiner Existenz und rüstet sich als Cop, Richter und Henker in Personalunion zur Bestrafung. Ein Subplot über drei Verlierertypen (darunter Rebecca Romijn-Stamos, bei der Hensleigh tatsächlich das Kunststück gelang, sie unattraktiv aussehen zu lassen), die im gleichen Haus leben wie der Punisher und seine Freundschaft suchen, erweist sich als Rohrkrepierer. Von den muskulösen Actionsequenzen lässt sich das jedoch ebenso wenig behaupten wie vom Showdown, in dem der Punisher seinem Namen alle Ehre macht.

Vor allem ist es Thomas Janes Film. Bislang eher als amerikanische Ausgabe von Christopher Lambert belächelt, kommen ihm sein viriles und doch verletzliches Auftreten und seine stahlblauen, bohrenden Augen zugute. Vor allem gefällt seine Bodenerdung, die an Typen wie McQueen, Bronson oder Marvin erinnert und sich blendend mit John Travoltas gnadenlos überzogenen Sahnehäubchen als Edelbösewicht Saint verträgt. Gewiss, der Film hätte ökonomischer erzählt werden können. Aber wie Hensleigh hier den echten Actionfilm wiederbelebt und gleichermaßen Schwarzenegger und Shakespeare zitiert, wird er dem 1974 auf der Höhe der Vigilantenwelle geschaffenen Comic allemal gerecht. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Columbia Tristar
O-Titel The Punisher
Land / Jahr USA 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Action / Thriller
Produktionsfirmen Valhalla Motion Pictures
Drehort Florida
Drehzeit 02.08.2003
Kinostart 10.06.2004
Laufzeit 122
FSK k.J. (keine Jugendfreigabe)
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 1.710.949
Bes. (EDI) 279.661
Bes. (FFA) 288.116
Charthistory
USA-Start 16.04.2004, bei Lionsgate
Boxoffice USA $ 33.682.273
Web-Link http://www.punisher-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Avi Arad, Gale Anne Hurd
Koproduzenten Avi Arad, Andreas Grosch
Ausf. Produzenten Stan Lee, Kevin Feige, John H. Starke, Andreas Schmid, Christopher Roberts, Chris Eberts
Regie Jonathan Hensleigh
Drehbuch Jonathan Hensleigh, Michael France
Darsteller Thomas Jane (Frank Castle/The Punisher), John Travolta (Howard Saint), Will Patton (Quentin Glass), Roy Scheider (Frank Castle Sr.), Laura Harring (Livia Saint), Ben Foster (Dave), Samantha Mathis (Maria Castle), James Carpinello (John Saint/Bobby Saint), Russell Andrews (FBI Agent Jimmy Weeks), Eddie Jemison (Micky Duka), John Pinette (Mr. Bumpo), Rebecca Romijn (Joan), Mark Collie (Harry Heck), Eduardo Yanez (Mike Toro), Omar Avila (Joe Toro), Kevin Nash (Der Russe), Marcus Johns (Will Castle)
Kamera Conrad W. Hall
Schnitt Steven Kemper
Musik Carlo Siliotto
Produktionsdesign Michael Z. Hanan, Arlan Jay Vetter, John Hansen
Ton Tim Cooney
Kostüme Lisa Tomczeszyn
Casting Pam Dixon
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
The Punisher (Kinofassung, Steelbook)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 118 Min. Kauf
The Punisher (Kinofassung) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 118 Min. Kauf
The Punisher (Extended Version)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 118 Min. Kauf
The Punisher (Extended Version) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 118 Min. Leih
The Punisher (Extended Version) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) VHS, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 118 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Sein Name ist Frank Castle. Er ist Undercover-Agent und er ist der Beste. Bis bei einem Einsatz der Sohn des Unterwelt-Bosses Howard Saint stirbt und letzterer daraufhin die gesamte Familie des Agenten inklusive seiner Frau und seines Sohnes bei einem Massaker auslöscht. Castle überlebt, schwer verletzt und von bitteren Rachegelüsten getrieben. Als titelgebender Racheengel kehrt er einige Zeit später nach Miami zurück und es beginnt eine nie dagewesene Vergeltungsschlacht, bei der Saints gesamtes Imperium dran glauben muss.

Thomas Jane, zuletzt das schmucke Love interest aus "Super süß und super sexy", überzeugt in Jonathan Hensleighs kraftvollem Regiedebüt als humorlose Tötungsmaschine. Leider kann sich der Regisseur, der unter anderem das Buch zu "Armageddon" verantwortete, nicht entscheiden, ob er das Werk als blutiges Rache-Movie oder verschmitzte Comic-Verfilmung anlegt. Das Ergebnis, in dem Rebecca Romijn-Stamos ("Femme Fatale") als verständnisvolle Geliebte agiert, dürfte alle nach Action dürstenden dennoch bestens zufrieden stellen.

Quelle: mediabiz.de

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