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The Dead Don't Die

Lakonische Zombiekomödie von Jim Jarmusch über drei Polizisten, die sich in einer verschlafenen Gemeinde einer Invasion Untoter erwehren müssen.

The Dead Don't Die Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Schweden 2019
Regie Jim Jarmusch
Darsteller Bill Murray, Adam Driver, Chloë Sevigny
Kinostart 13.06.2019

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In der verschlafenen Gemeinde Centerville müssen die drei Polizisten der Stadt, allesamt Brillenträger, allesamt wenig erfahren im Umgang mit Krisensituationen, eher selten eingreifen: Verbrechen sind eine Rarität. Als jedoch unversehens eine Invasion Untoter auch vor ihrem Städtchen nicht Halt macht, müssen sie einschreiten. Auch wenn nicht klar ist, ob sie der Situation Herr werden können.

Nachdem er sich in "Only Lovers Left Alive" auf ganz eigene Weise mit dem Vampirmythos auseinandersetzte, greift Independent-Legende Jim Jarmusch in seinem ersten Film seit "Patterson" aus dem Jahr 2016 ein weiteres Horrorthema auf: Natürlich orientiert sich seine lakonische Zombiekomödie weniger an "The Walking Dead" als an George Romeros Klassiker "Night of the Living Dead", der vor 50 Jahren eine ganz eigene Tradition des unabhängigen Kinos mitbegründete. Mit Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton, Iggy Pop und Tom Waits gewann er viele alte Bekannte, die "The Dead Don't Die" an der Seite von Namen wie Chloe Sevigny und Steve Buscemi zum Event machen.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Lakonische Zombiekomödie mit der Independentveteran Jim Jarmusch das 72. Festival de Cannes eröffnete.

Sollte es Jim Jarmuschs Absicht gewesen sein, sich mit "The Dead Don't Die" an die Zombiewelle im Sog von "The Walking Dead" anzuhängen, dann höchstens mit einem überaus wissenden lakonischen Augenzwinkern. Von der nihilistischen Brutalität der Erfolgsserie ist hier jedenfalls nichts zu sehen, dafür aber viel von Jarmuschs Deadpan-Humor, der selbst die ernstesten Arbeiten des New Yorker Palme-d'Or-Gewinners (für "Stranger Than Paradise", 1984; außerdem Großer Preis der Jury 2005 für "Broken Flowers") schmückt wie ein Lächeln, das um den Mund eines traurigen Clowns spielt. Weniger "The Walking Dead" - oder eben auch der Jux "Zombieland", in dem Bill Murray, Hauptdarsteller von "The Dead Don't Die", einen Gastauftritt als er selbst hat - ist Jarmuschs zwölfter Spielfilm eher eine Hommage an George A Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" aus dem Jahr 1968. Wenn man "Stranger Than Paradise" als Urknall des modernen amerikanischen Independentfilms betrachtet, so war Romeros Schwarzweiß-Film von 1968 zumindest eine der Blaupausen dafür. Nun nimmt Jarmusch noch direkter Bezug darauf, lässt Tote aus ihren Gräbern aufstehen, über die Mainstreet taumeln und die etwas schräge, aber doch ganz harmonische Welt der Kleinstadt Centerville aus den Fugen geraten.

Die Polizei um den rührigen Cliff Robertson und seinen umtriebigen, von Adam Driver gespielten Deputy Ronny Peterson hat es hier bislang schlimmstenfalls mit Hühnerdiebstahl zu tun gehabt und sieht sich nun mit einer Invasion Untoter konfrontiert, der man nur mit einer Maßnahme Einhalt gebieten kann: Man muss den Kopf töten - kill the head! Aber nicht von ungefähr orakelt Ronny gleich zu Beginn: Das wird kein gutes Ende nehmen. Und während die Einwohner, darunter eine enigmatische Totengräberin aus Schottland, ein rassistischer Bauer mit "Make America White Again"-Hut und ein paar Hipster-Kids aus der Großstadt, auf ihre Weise mal mehr, mal weniger ungelenk mit der Bedrohung umgehen, spielt der Titelsong von Countrysänger Sturgill Simpson und stimmt auf das Ende der Welt, wie wir sie kennen, ein: Wenn die Toten nicht sterben, haben die Lebenden keine Chance. Auch weil, wie Ronny alias Adam Driver seinem Chef erklärt, das genau so im Drehbuch steht, das er in Gänze gelesen habe. Das Zwinkern in Richtung Publikum ist ein zündender Gag, hat aber auch eine tiefere Bedeutung: Wie "Die Nacht der lebenden Toten" ein Kommentar George Romeros zu Amerika während des Vietnamkriegs war, ist "The Dead Don't Die", diese zurückgelehnte Kontemplation einer Zombie-Apokalypse, nun der erste explizite Kommentar eines führenden amerikanischen Filmemacher zum Amerika Donald Trumps: Es ist nicht der beste Film von Jarmusch, aber auf seine ganz schräge eigene Weise dringlichste. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel The Dead Don't Die
Land / Jahr USA/Schweden 2019
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Horror
Kinostart 13.06.2019
USA-Start 14.06.2019, bei Focus Features
Web-Link https://upig.de/micro/the-dead-dont-die
nach oben Cast & Crew
Produzenten Joshua Astrachan, Carter Logan
Ausf. Produzenten Marcelo Gandola, Fredrik Zander
Regie Jim Jarmusch
Drehbuch Jim Jarmusch
Darsteller Bill Murray (Cliff Robertson), Adam Driver (Ronald Peterson), Chloë Sevigny (Minerva Morrison), Tilda Swinton, Steve Buscemi, Danny Glover, Caleb Landry Jones, Rosie Perez, Iggy Pop, Sara Driver, RZA, Carol Kane, Selena Gomez, Tom Waits
Kamera Frederick Elmes
Schnitt Affonso Goncalves
Produktionsdesign Alex DiGerlando
Kostüme Catherine George
Casting Ellen Lewis
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