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Stellungswechsel

Leichtfüßiger und sympathischer Spaß um ein (arbeitsloses) Herren-Quintett, das die Stellung wechselt und einen Begleitservice gründet.

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(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2007
Regie Maggie Peren
Darsteller Florian Lukas, Sebastian Bezzel, Gustav Peter Wöhler
Kinostart 03.10.2007
Einspielergebnis D € 2.173.654
Bes. (EDI) 350.294
Bes. (FFA) 365.318
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 16.08.2012 (ZDF)

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Geisteswissenschaftler Frank, Polizist Gy und Feinkostladenbesitzer Olli sind Kumpel. Als der eine arbeitslos wird, der andere seinen Laden verliert und der dritte sowieso in chronischer Geldnot ist, versuchen sie auf andere Weise ihr Geld zu verdienen - als Begleitservice bzw. Call-Boys. Mitstreiter finden sie beim Arbeitsamt.

Die renommierte Drehbuchautorin Maggie Peren gibt mit diesem leichtfüßigen und sympathischen Spaß ihr Langfilmdebüt als Regisseurin. Bei der gutherzigen Komödie kann sie ganz auf ihr bestens aufgelegtes fünfköpfiges Herren-Ensemble setzen. Es werden zwar kaum Klischees ausgelassen, aber die Pointen sitzen und Kurzweil bis zum Schluss ist garantiert.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Mit ihrem Regiedebüt gelingt der erfolgreichen Drehbuchautorin Maggie Peren das Kunststück, der deutschen social comedy neue Impulse zu verleihen.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die versierte Drehbuchautorin und gelegentlich auch als Schauspielerin auftretende Maggie Peren endlich den Sprung hinter die Kamera wagt. Nach kommerziellen Erfolgen mit Skripts wie etwa zu "Mädchen Mädchen", "Napola - Elite für den Führer" oder zuletzt "Hände weg von Mississippi" präsentiert die Wahlmünchnerin nun - nach eigenem Buch, versteht sich - "Stellungswechsel". Die Story um fünf Verlierertypen, die mit der Gründung eines Eskort-Services versuchen, einen Ausweg aus ihrer finanziellen Misere zu finden, klingt auf den ersten Blick ein wenig nach dem britischen Überraschungshit "Ganz oder gar nicht" von 1997, in dem arbeitslose Stahlarbeiter als männliche Stripper auftreten. Doch Peren kopiert nicht, im Gegenteil, sie weiß die Vorteile des bei uns selten genutzten Subgenres der social comedy geschickt zu nutzen und auf deutsche Befindlichkeiten anzuwenden. Dabei erweist sie sich wie schon zuvor bei ihrer Drehbucharbeit als genaue Beobachterin ihrer sympathischen (Loser-)Figuren und untermauert ihr blendendes Gespür für Timing und Dialogwitz.

"Stellungswechsel" steht und fällt mit seiner Besetzung, und die ist großartig. Selten hat man fünf so unterschiedliche und gleichzeitig brillant agierende Schauspieler in einem deutschen Kinofilm versammelt gesehen. Als da wären Florian Lukas als bedauernswerter Frank, der, obwohl er sich so gut in das andere Geschlecht hineinversetzen kann, als Kolumnenschreiber bei einer Frauenzeitschrift gefeuert wird und es als Hausmann probiert; Gustav Peter Wöhler als pummeliger Olli, der einen schlechtgehenden Feinkostladen führt, dafür aber einen Orgasmus täuschend echt imitieren kann (Da würde selbst Meg Ryan neidisch werden); "Schwere Jungs"-Newcomer Sebastian Bezzel als cooler Polizist Gy, der zwar keine Manieren besitzt, dafür aber jede Frau ins Bett kriegt, nicht zuletzt deshalb, weil er weiß, wie man in Sekundenschnelle BHs aufbekommt; Herbert Knaup als in Ehren ergrauter Giselher, der einst als Manager Erfolge feierte und zumindest weiß, wie man einer Dame Komplimente macht; und schließlich Kostja Ullmann als Küken Lasse, selbst noch Jungfrau, was auch an seiner gluckenhaften Mutter liegt, die es allerdings toll findet, was ihr Junge neuerdings so macht (wie Richard Gere in "American Gigolo"!?).

Natürlich kann Peren ihr Tempo nicht 90 Minuten lang hoch halten und Puristen könnten ihr den Vorwurf machen, ihre Geschichte hätte kein Kinoformat. Doch die Regienovizin versteht es, mit ihren Charakteren umzugehen, sie in ein glaubwürdiges soziales Umfeld zu stecken und sie dort tragikomische Dinge erleben zu lassen. Denn eines hat Peren längst begriffen. Lachen und Weinen liegen stets nahe zusammen. Ein alter Hut zwar, der aber von kaum einem ihrer Kollegen beherzigt wird. Vielleicht ist es aber auch der weibliche Blick auf das andere Geschlecht, der diese Komödie so frech, so liebenswert, so anders macht. lasso.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

  • Szene aus Stellungswechsel
  • Szene aus Fingerfertigkeit
  • Szene aus Wie Richard Gere
  • Szene aus Deutsche Feinkost zum Anfassen
 
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Verleih Fox
O-Titel Stellungswechsel
Land / Jahr Deutschland 2007
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Produktionsfirmen Claussen+Putz Filmproduktion
Koproduktionsfirmen ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 368.000)
Projektförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 300.000)
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 300.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 50.000)
Drehort München
Drehzeit 16.01.2007 - 26.02.2007
Kinostart 03.10.2007
Laufzeit 97
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 2.173.654
Bes. (EDI) 350.294
Bes. (FFA) 365.318
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.stellungswechsel-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jakob Claussen, Thomas Wöbke, Uli Putz
Ausf. Produzent Gabriela Bacher
Redaktion Daniel Blum, Georg Steinert
Regie Maggie Peren
Drehbuch Maggie Peren, Christian Bayer
Darsteller Florian Lukas (Frank), Sebastian Bezzel (Gy), Gustav Peter Wöhler (Olli), Kostja Ullmann (Lasse), Herbert Knaup (Giselher), Lisa Maria Potthoff (Daphne), Diana Staehly (Sabine), Stefan Merki (Reiner), Adriana Altaras (Ulrike), Simon Verhoeven (Wick), Annette Paulmann (Andrea), Annette Kreft (Inge), Nina Kronjäger (Birte), Ulrike Kriener (Heide), Susanne Schroeder (Hannelore), Silke Nikowski, Florian Karlheim
Kamera Christian Rein
Schnitt Peter Kirschbaum
Musik Superstrings, Caro Heiss, Mary Sidney Müller
Produktionsdesign Heike Lange
Ton Gunnar Voigt, Heiko Müller (Sounddesign)
Kostüme Caroline Sattler
Maske Mike Reinecke, Verena Weißert
Herstellungsleitung Jens Oberwetter
Produktionsleitung Thomas Klimmer, Boris Jendreyko
Casting An Dorthe Braker
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Stellungswechsel (+ Bonus DVD TV-Serien)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 93 Min. Kauf
Stellungswechsel
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 93 Min. Kauf
Stellungswechsel Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 93 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Stellungswechsel Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Es war schon besser bestellt um den arbeitslosen Frank, Polizist Gy, Feinkosthändler Olli, den in die Jahre gekommenen Giselher und den notorischen Chaoten Lasse. Der rettende Einfall: Gemeinsam machen die Freunde einen Eskortservice auf und bieten der Damenwelt ihre Luxuskörper an. Der Erfolg lässt allerdings erst einmal auf sich warten. Bis Gys Kollegen von der Sitte die Presse einschalten. Auf einmal können sich die fünf Ladies-Men vor Angeboten nicht mehr retten. Und damit beginnen ihre eigentlichen Probleme erst.

Mit beißendem Humor und sympathischem Augenzwinkern nimmt Maggie Peren, Drehbuchautorin von "Mädchen Mädchen" und "Hände weg von Mississippi", in ihrem selbst verfassten Regiedebüt die Spezies Mann aufs Korn. Inspiriert von britischen Sozialkomödien wie "Ganz oder gar nicht" bietet der durch die Bank prominent besetzte Zeitgeistspaß manchen Volltreffer und gelungene skurrile Situationen, auch wenn einige Gags über Schenkelklopfniveau nicht hinauskommen. War ein kleiner Hit im Kino.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Pressestimmen

Eine Gourmetkomödie zum Zusehen, Zuhören und Zusammenfinden

Treffpunkt Kino

"Stellungswechsel" steht und fällt mit seiner Besetzung, und die ist großartig.

Blickpunkt:Film

Peren orientierte sich offenbar am britischen Komödienhit "Ganz oder gar nicht", in dem arbeitslose Stahlarbeiter als Stripper auftreten. Dessen Klasse kann "Stellungswechsel" nicht erreichen, dafür fehlt es der Story und den klischeehaften Charakteren an Glaubwürdigkeit.

Süddeutsche Zeitung, 27. September 2007

Vor fünfundzwanzig Jahren im ZDF-Abendprogramm hätte das noch frech gewirkt.

Stuttgarter Zeitung, 4. Oktober 2007

Zumeist witzig und frisch erzählt Drehbuchautorin und Regisseurin Maggie Peren von den Etablierungsversuchen der fünf Männer in dieser deutschen Komödie.

Abendzeitung, 4. Oktober 2007

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Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
ZDF 16.08.2012 20:14 2.76 Mio. 10%
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Datum Stadt Festivalname
21.08.2008 - 01.09.2008 Montréal 32. Festival des Films du Monde - Montreal World Film Festival

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