Sprich mit ihr - Hable con ella

Psychologisch mitreißendes Drama von Liebe und Tod, Einsamkeit und Kommunikation.

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(Bild: Tobis)
Verleih Tobis
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Spanien 2002
Regie Pedro Almodóvar
Darsteller Javier Cámara, Dario Grandinetti, Leonor Watling
Kinostart 08.08.2002
Einspielergebnis D € 2.329.560
Bes. (EDI) 401.291
Bes. (FFA) 445.528
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Boxoffice USA $ 9.031.416
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Titel Land/Jahr Auftraggeber/Sender Produktionsfirma
Viva Pedro! Spanien 1986-2004
nach oben Inhalt & Info

Pfleger Benigno und der ältere Schriftsteller Marco sitzen bei einer Tanz-Vorführung nebeneinander. Im Krankenhaus treffen sie sich wieder. Dort kümmert sich Benigno rührend um eine im Koma liegende Ballettschülerin und Marco besucht seine beim Stierkampf verletzte Freundin, die ebenfalls ins Koma gefallen ist.

Mit dem zärtlichen, mitreißenden Drama von Liebe, Tod, Einsamkeit und Kommunikation liefert Pedro Almodovar ein surreal anmutendes Meisterwerk. Die Geschichten seiner vier Protagonisten erzählt er über raffinierte Rückblenden, Weiterführung in der Gegenwart bis hinein in die Zukunft.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

In seinem neuen Film geht der Spanier Pedro Almodóvar so weit wie nie zuvor und doch so konsequent bis zur Surrealität wie für ihn charakteristisch hinein in den unendlichen Bereich der Gefühle. Erstmals nicht mit seiner angestammten Darstellerriege gedreht, entfaltet er mit hierzulande unbekannten, aufregenden Gesichtern ein psychologisch mitreißendes Drama von Liebe und Tod, Einsamkeit und Kommunikation. "Sprich mit ihr" ist ein Höhepunkt in Almodòvars Schaffen und fordert die Kino-Konzentration eines emotionalen wie intellektuellen Publikums und natürlich der Fangemeinde des Spaniers.

Es beginnt mit Pina Bausch und ihrem Tanztheater, der Performance "Café Müller", Musik von Henry Purcell. Unter den Zuschauern zwei Männer, die einander unbekannt, zufällig neben einander sitzen und schon bald miteinander zu tun haben werden. Pedro Almodóvar, der auch diesmal wieder sein eigenes Drehbuch schrieb, stellt hier, wie schon in "Matador" (1985) und "Das Gesetz der Begierde" (1986), Männer mehr in den Mittelpunkt, gesellt ihnen aber schon bald zwei Frauen hinzu. Die Beziehungen und Wege dieses besonders konzipierten und komponierten Quartetts lässt er auf komplexe, letztlich aber einfache Art, sich kreuzen und miteinander verbinden. Es sind vier unterschiedlich einsame Menschen, die sich begegnen. "Einsamkeit, vermutlich" wäre auch ein möglicher Titel für diesen Film gewesen, sagt Almodóvar. "Sprich mit ihr" ist bereits ein Schritt weiter im Umgang mit der Einsamkeit, der optimistische, emotionale Versuch einer Gemeinsamkeit. Der Ort dieses Zusammenkommens ist ausgerechnet ein Krankenhaus, eine Privatklinik, in der Benigno als Pfleger arbeitet. Er ist einer der beiden Zuschauer des Pina-Bausch-Spektakels vom Anfang des Films und kümmert sich um eine junge Ballett-Schülerin, die im Koma liegt. Der etwa 40-jährige Schriftsteller Marco ist der andere der beiden Theaterbesucher und besucht in der Klinik seine ebenfalls im Koma liegende Freundin Lydia, eine in der Corrida verletzte Stierkämpferin. Der junge Benigno ist es, der Marco wieder erkennt und anspricht. Und schon bald entwickelt sich aus den nun regelmäßigen Begegnungen an den Krankenbetten eine wunderbare Freundschaft der beiden Männer. Das Sprechen miteinander öffnet den Film für die Erzählungen jeder Einzelnen dieser vier Protagonisten. Almodóvar lässt die Handlung in viele Richtungen fließen, Rückblenden in die Vergangenheit, Weiterführung in der Gegenwart bis hinein in die Zukunft. "Sprich mit ihr" ist ein Film über das Erzählen und das Zuhören, über Worte, die Gefühle spürbar machen, und Gefühle, für die es keine Worte gibt. Erzählen - für die, die zuhören können, aber auch vor allem für diejenigen, die nicht hören können. Diese surreale Komponente ist besonders faszinierend, weil sie Raum gibt für Geheimnisse, für Gedanken und Emotionen der Kinozuschauer. Mit angeregt zu der Story seines Films haben den Spanier authentische Fälle vom Koma-Patientinnen, die auf mysteriöse und medizinisch ungeklärte Weise wieder zu leben begannen, eine von ihnen wurde schwanger und gebar das Kind, ohne aufzuwachen. Wie Almodóvar sogar dieses Element in seine Handlung aufnimmt, ist nicht nur von stilsicherer Sensibilität, sondern von mindestens ebensolcher emotionaler Intensität und Psycho-Spannung. Dieser zärtliche und wahnsinnige Film ist nach dem mit einem Oscar und den höchsten internationalen Preisen ausgezeichneten "Alles über meine Mutter" (1999) das neue Meisterstück eines wilden, melodramatischen, luziden Filmemachers, bei dem sogar Geraldine Chaplin in einer prägnanten Nebenrolle großartig ist. fh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Tobis
O-Titel Hable con ella
Land / Jahr Spanien 2002
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen El Deseo
Kinostart 08.08.2002
Laufzeit 113
FSK ab 16 Jahre
Bildformat Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 2.329.560
Bes. (EDI) 401.291
Bes. (FFA) 445.528
Charthistory
USA-Start 22.11.2002, bei Sony Classics
Boxoffice USA $ 9.031.416
nach oben Cast & Crew
Koproduzenten Michel Ruben
Ausf. Produzent Agustin Almodóvar
Regie Pedro Almodóvar
Drehbuch Pedro Almodóvar
Darsteller Javier Cámara (Benigno), Dario Grandinetti (Marco), Leonor Watling (Alicia), Rosario Flores (Lydia), Geraldine Chaplin (Katerina Bilova), Caetano Veloso (Caetano Veloso), Pina Bausch (Pina Bausch), Mariola Fuentes (Rosa), Paz Vega (Amparo), Fele Martinez (Alfredo), Adolfo Fernández (El Niño de Valencia), José Sancho (Agent von El Niño), Helio Pedregal (Alicias Vater), Chus Lampreave (Türsteherin), Loles León (TV-Moderatorin), Roberto Alvarez (Arzt), Elena Anaya (Angela), Ana Fernández (Lydias Schwester), Carlos Gracia (Lydias Schwager), Lola Dueñas
Kamera Javier Aguirresarobe
Schnitt José Salcedo
Musik Alberto Iglesias
Produktionsdesign Antxón Gómez
Ton Miguel Rejas, José Antonio Bermudez
Kostüme Sonia Grande
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
75. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2002, Los Angeles, 23.03.2003 Bestes Originaldrehbuch Pedro Almodóvar
56. British Academy Awards   2003, London, 23.02.2003 Bester nicht-englischsprachiger Film  
56. British Academy Awards   2003, London, 23.02.2003 Bestes Originaldrehbuch Pedro Almodóvar
28. César-Verleihung
César-Verleihung Großansicht
2003, Paris, 22.02.2003 Bester europäischer Film  
60. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2003, Los Angeles, 19.01.2003 Bester fremdsprachiger Film  
15. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2002, Rom, 07.12.2002 Bester Darsteller (Publikumspreis) Javier Cámara
15. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2002, Rom, 07.12.2002 Europäischer Drehbuchautor des Jahres Pedro Almodóvar
15. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2002, Rom, 07.12.2002 Europäischer Film des Jahres  
15. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2002, Rom, 07.12.2002 Europäischer Regisseur des Jahres Pedro Almodóvar
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2002, München 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Sprich mit ihr
Nicht lieferbar
Universum Film DVD, ab 16, 109 Min. Kauf
Sprich mit ihr Universum Film DVD, ab 16, 109 Min. Kauf
Sprich mit ihr
Nicht lieferbar
Universum Film VHS, ab 16, 109 Min. Kauf
Sprich mit ihr Universum Film DVD, ab 16, 109 Min. Kauf
Enthalten in:
Pedro Almodóvar Edition No. 3: Deseo (Begierde) (4 DVDs)
Nicht lieferbar
Universum Film GmbH
DVD, ab 16, 392 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die Geschichte einer besonderen Freundschaft: Der Journalist Marco und der sanfte Krankenpfleger Benigno sind verliebt. Der eine in eine stolze Stierkämpferin, der andere in eine schöne Ballerina. Beide Frauen liegen jedoch nach Unfällen im Koma. Langsam entwickelt sich zwischen den Trauernden eine innige Verbindung. Bis Marco von einer längeren Auslandsreise zurückkehrt und Benigno in Untersuchungshaft vorfindet. Der Pfleger wird verdächtigt, seine Angebetete geschwängert zu haben...

Früher Regie-Enfant-terrible mit Hang zu poppig-bunten Filmen - etwa dem Oscar-Gewinner "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" -, avancierte Pedro Almodóvar mit den Jahren zum Großmeister des Melodrams. Nach dem weltweit preisgekrönten "Alles über meine Mutter" hat er wiederum ein sensibles, ergreifendes und auch kühnes Werk geschaffen. Von der Kritik hochgelobt, sollte dieses psychologisch mitreißende Drama um Liebe, Tod und Einsamkeit besonders bei Anhängern des europäischen Kopfkinos gut ankommen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Psychologisch mitreißendes Drama um Liebe, Tod und Einsamkeit von Pedro Almodóvar: Der Journalist Marco und der sanfte Krankenpfleger Benigno sind beide verliebt in Frauen, die nach Unfällen im Koma liegen. Langsam entwickelt sich zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft.

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