Skagerrak

In der märchenhaften, dänisch-britischen Tragikomödie suchen zwei Freundinnen nach dem Glück - und finden es erst, als sie es am wenigsten erwarten.

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(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Dänemark 2003
Regie Søren Kragh-Jacobsen
Darsteller Iben Hjejle, Bronagh Gallagher, Martin Henderson
Kinostart 29.04.2004
Einspielergebnis D € 122.160
Bes. (EDI) 22.634
Bes. (FFA) 21.643
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Ohne ein wirkliches Ziel vor Augen reisen zwei Freundinnen, die Dänin Marie und die Irin Sophie, nach Schottland. Nach einer betrunkenen Nacht stehen beide ohne einen Cent da, bis Marie Sophie überredet, einen Job als Leihmutter anzunehmen. Einige Zeit später befindet sich Sophie allein und hochschwanger auf der Flucht vor den zukünftigen Eltern ihres ungeborenen Kindes.

Auf Lone Scherfigs "Wilbur Wants To Kill Himself" lässt der dänische Regisseur Sören Kragh-Jacobsen eine weitere dramatische, sehr tiefgründige und ein wenig märchenhafte dänisch-britische Koproduktion folgen - auch in diesem Fall mit einem glaubwürdig agierenden sympathischen Ensemble. In der einfühlsam erzählten, immer wieder überraschenden Geschichte über das Glück glänzen Iben Hjejle und Bronagh Gallagher.

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Fünf Jahre nach dem Dogma-Film "Mifune", dem erstem Teil der Trilogie "Die Jungfrau und die Hure", überrascht Sören Kragh-Jacobsen mit dem ganz konventionell und ohne Dogma-Regeln inszenierten zweiten Teil, erneut mit Iben Hjejle (diesmal als "Leihmutter") in der Hauptrolle. "Skagerrak" verknüpft Komödie und Drama, Märchen und harte Wirklichkeit zu einem augenzwinkernden Blick auf den Trend zur modernen Patchwork-Familie.

Am Anfang amüsieren sich die Dänin Marie und die Irin Sophie über die Vorstellung der für sie spießigen Perspektive à la Vater, Mutter, Kind - am Ende steht genau diese Konstellation, wenn auch nicht im streng bürgerlichen Sinne. Dazwischen liegt eine turbulente Zeit schmerzvoller Erfahrungen, Launen der Lust und des Wartens auf eine winzige Glückssträhne. Die beiden Mädels verdienen ihre Brötchen durch Gelegenheitsjobs, tingeln durch die Welt und wollen etwas erleben. Nach einigen Monaten auf einer Bohrinsel vor der Küste Schottlands landen sie in einem Hafenstädtchen, reißen in der zweifelhaften Bar zwei Typen auf, die am nächsten Morgen nach dem Sex verschwinden - samt ihrer schwer erarbeiteter Barschaft. Nach dem ernüchternden Kassensturz scheint es das Schicksal gut mit ihnen zu meinen: Der Earl of Glomis bietet 40.000 Pfund bei freier Unterkunft und Zahlung aller Kosten, wenn Marie sich als Leihmutter zur Verfügung stellt und zur Erhaltung des Adelgeschlechts das Kind seines Sohnes austrägt, weil die Schwiegertochter unfruchtbar ist. Erst als Sophie verspricht, während der neun Monate nicht von ihrer Seite zu weichen, willigt Marie zögernd in den abstrusen Handel ein. Der Plan zerplatzt.

Sören Kragh-Jacobsens Erzählung einer jungen Leihmutter, die sich emotional auf dünnem Eis bewegt, strotzt vor unvorhergesehenen Twists - von der anfänglich scheinbar leichtfüßigen Frauen-Komödie wechselt er abrupt zum Drama, das überraschende Happy End entwächst dem Chaos. Feinfühlig zeichnet er die Folgen der unüberlegten Entscheidung und die Einsamkeit des Mädchens nach dem Verlust der Freundin. Wenn sich Marie mit einem Foto auf die Suche nach Sophies Exfreund macht und in einer Garage namens Skagerrak in Glasgow auf drei Kerle trifft, die wie die Fehlentwicklung der Evolution wirken und ihr das Blaue vom Himmel herunterlügen, sie dann aber liebevoll bei der Geburt unterstützen, der blaublütige Opa auftaucht, um "seinen" Enkel abzuholen und samt degeneriertem Anhang entsetzt auf das farbige Baby schaut, sind Lacher garantiert. Bis sich dann eine höchst wunderliche Familienkombination bildet, verwöhnt der Däne mit Sarkasmus und (nordischem) Humor, Gefühl und Komik, verziert das Ganze mit einer kräftigen Dosis "human touch". Natürlich löst sich im wahren Leben nicht immer alles so reibungslos auf. Aber diese Erkenntnis mindert mitnichten das Vergnügen, gönnt man den schrägen Gestalten doch das Glück von ganzem Herzen. mk.

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Verleih Concorde
O-Titel Skagerrak
Land / Jahr Dänemark 2003
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Piggybank Prods.
Produzenten Lars Bredo Rahbek, Bo Ehrhardt
Koproduzenten David Muir
Ausf. Produzenten Birgitte Hald, David M. Thompson, Tracey Scoffield, Lars Jönsson, Tomas Eskilsson, Peter Aalbæk Jensen
Regie Søren Kragh-Jacobsen
Drehbuch Søren Kragh-Jacobsen, Anders Thomas Jensen
Darsteller Iben Hjejle (Marie), Bronagh Gallagher (Sophie), Martin Henderson (Ian), Ewen Bremner (Gabriel), Simon McBurney (Thomas), Gary Lewis (Willy), James Cosmo (Sir Robert Lumley), Helen Baxendale (Stella), Scott Handy (Roman), Tam Dean Burn (Dr. Meisling), Eric Joseph (farbiger Matrose), George McNeilage (weißer Matrose), Russell Hunter (Pfarrer)
Kamera Eric Kress
Schnitt Valdis Oskarsdóttir
Musik Jacob Groth
Produktionsdesign Anders Engelbrecht, Tom Sayer
Ton Hans Møller
Casting Leo Davis
Kinostart 29.04.2004
Laufzeit 108
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/1:2,35/Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 122.160
Bes. (EDI) 22.634
Bes. (FFA) 21.643
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link www.skagerrakthemovie.com
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Skagerrak EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 104 Min. Kauf
Skagerrak EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 104 Min. Leih
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Marie und Sophie haben sich auf einer schottischen Ölbohrinsel einen Batzen Geld verdient. Nach einer durchzechten Nacht werden die beiden von ihren One-Night-Stands um die gesamte Barschaft gebracht. Da bekommt Marie ein pikantes, sehr verlockendes Angebot: Sie soll für eine schottische Adelsfamilie als Leihmutter fungieren. Als Sophie jedoch bei einem Autounfall ums Leben kommt, nimmt die schwangere Marie kurzerhand Reißaus vor den zukünftigen Eltern ihres Kindes.

Sören Kragh-Jacobsen kann auch anders. Im Gegensatz zu seinem Dogma-Werk "Mifune" zeigt der dänische Filmemacher hier, dass er es auch versteht, seine Geschichten inhaltlich wie formal konventionell zu erzählen. Gänzlich unkonventionell, dafür umso mitreißender sind hingegen seine zur Identifikation einladenden Hauptdarstellerinnen Iben Hjejle ("High Fidelity") und Bronagh Gallagher ("Commitments"). Tragisch, komisch und schön, sollte die Fabel über Liebe, Leben und Patchwork-Familie anspruchsvolle Drameninteressierte ansprechen.

Quelle: mediabiz.de

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Sender Datum Zeit
Tele 5 18.12.2006 20:15:00
Tele 5 05.10.2005 20:15:00

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