Shadow of the Vampire

Schwarze Komödie über die Dreharbeiten zum Stummfilmklassiker "Nosferatu" und dessen Hauptdarsteller, einen echten Vampir.

Shadow of the Vampire Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Großbritannien 2000
Regie Elias Merhige
Darsteller John Malkovich, Willem Dafoe, Cary Elwes
Kinostart 21.06.2001
Einspielergebnis D € 173.583
Bes. (EDI) 30.085
Bes. (FFA) 42.783
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Boxoffice USA $ 8.059.062
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Kleinere Probleme begleiten die Dreharbeiten zum Horrorklassiker "Nosferatu", denn außer Regisseur F.W. Murnau weiß niemand, dass Filmvampir Max Schreck auch im richtigen Leben Menschen zur Ader lässt. Obwohl schnell Opfer zu beklagen sind, dreht Murnau weiter, bis sein besessener Anspruch nach Realismus mit einem Blutbad in Erfüllung geht.

Von Newcomer E. Elias Merhige mit visueller und atmosphärischer Detail-Liebe inszeniert, rekonstruiert "Shadow of the Vampire" fiktiv das kreative Klima bei den Dreharbeiten von Murnaus Klassiker "Nosferatu", belustigt sich schwarzhumorig über künstlerischen Vampirismus und lässt Willem Dafoe als echten Blutsauger eher komödiantisch denn schreckend glänzen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

"Das Ziel unseres Kampfes ist die Erschaffung von Kunst", gibt Friedrich Wilhelm Murnau, einer der innovativsten und atmosphärisch sensibelsten Regisseure der Filmgeschichte, zu Beginn der Dreharbeiten von "Nosferatu" das Credo aus, dessen Anspruch "Shadow of the Vampire", die fiktive Geschichte um die Entstehung dieses Klassikers, solidarisch mit dem Vorbild sehr wohl erfüllt. Der zweite Spielfilm von E. Elias Merhige verrät in seinem originellen Stoff und seiner liebevollen, durchdachten Visualisierung künstlerische Potenz, funktioniert aber auch als schwarze, satirisch getränkte Komödie, die über die direkt angesprochene Cineastenklientel hinaus auch den Fans der wunderbaren Hauptakteure John Malkovich und Willem Dafoe gefallen dürfte.

Berührungsängste mit dieser optisch düsteren, im Ton aber vorwiegend heiteren Blutsaugerstory, die Vampire und besessene Regisseure als artgleich outet, sind für Nicht-Cineasten unbegründet, auch wenn der Grad des Vergnügens zugegebenermaßen mit der Vertrautheit mit "Nosferatu" und der expressionistischen Blüte des deutschen Stummfilms korreliert. "Shadow of the Vampire" rekonstruiert zum einen liebevoll das kreative Milieu der Zeit mit ihren rücksichtslosen, alles für die Kunst opfernden Regisseuren (John Malkovich als verrücktes Genie, das im Unterschied zum Film als sanft und höflich galt), den selbstverliebten Theater-Diven (Catherine McCormack als Filmsnob) und den vielen Akteuren, die Darstellung als Theatralik definierten. Die brillante Prämisse von Steven Katz' Drehbuch spricht aus, was mancher Cineast schon immer vermutete, dass nämlich Murnaus Hauptdarsteller Max Schreck ein Vampir war und diesen nicht nur spielte. Merhiges, von Nicolas Cage und seiner Firma Saturn Films in Luxemburg produzierter Film nutzt humoristisch genießerisch die Konstellation, dass Murnau die wahre Identität Schrecks kennt, die ahnungslose Crew dessen Verhaltensauffälligkeiten aber als Zeichen eines bis zur Selbstaufgabe der Rolle verpflichteten Method-Actors deutet. Von mächtigem Make-up ver-Schreck-t, spielt Willem Dafoe Oscar-nominiert nicht den Terror, sondern die Komik von Figur und Situation aus, wie auch der Film insgesamt, der durchaus respektvoll Murnaus Kunst feiert, sich auch über Künstler lustig macht. Das Manische im Genie manifestiert sich schließlich in seiner extremsten Form in einem aberwitzigen Finale, in dem Schreck endlich mordend zur Kehle schreiten darf, solange er im Bild bleibt. Denn außerhalb davon, weiß Murnau, existiert nichts. kob.

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Verleih Fox
O-Titel Shadow of the Vampire
Land / Jahr USA/Großbritannien 2000
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Horror
Produktionsfirmen Long Shot Films production/BBc Films
Kinostart 21.06.2001
Laufzeit 95
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 173.583
Bes. (EDI) 30.085
Bes. (FFA) 42.783
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USA-Start 29.12.2000, bei Lionsgate
Boxoffice USA $ 8.059.062
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.shadow-of-the-vampire.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Nicolas Cage, Jeff Levine
Koproduzenten Jimmy De Brabant, Richard Johns
Ausf. Produzent Paul Brooks
Regie Elias Merhige
Drehbuch Steven Katz
Darsteller John Malkovich (Friedrich Wilhelm Murnau), Willem Dafoe (Max Schreck), Cary Elwes (Fritz Wagner), John Aden Gillet (Henrick Galeen), Eddie Izzard (Gustav von Wangerheim), Udo Kier (Albin Grau), Catherine McCormack (Greta Schroeder), Ronan Vibert (Wolfgang Müller)
Kamera Lou Bogue
Schnitt Chris Wyatt
Musik Dan Jones
Produktionsdesign Assheton Gorton, Christopher Bradley
Ton Carlo Thoss
Kostüme Caroline de Vivaise
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Titel Vertrieb System Handelsform
Shadow of the Vampire (Special Edition)
Nicht lieferbar
WVG Medien Blu-ray Disc, ab 12, 95 Min. Kauf
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Nicht lieferbar
WVG Medien VHS, ab 12, 95 Min. Kauf
Shadow of the Vampire
Nicht lieferbar
WVG Medien DVD, ab 12, 95 Min. Kauf
Shadow of the Vampire
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany VHS, ab 12, 91 Min. Leih
Shadow of the Vampire Warner Home Video Germany DVD, ab 12, 91 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

In den frühen 20er Jahren bereitet der deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau den Dreh eines Vampirfilms nach Motiven von Bram Stokers "Dracula" vor. Crew und Besetzung sind nur mäßig begeistert, als der enthusiastische Murnau den Drehort in den osteuropäischen Hinterwald verlegt und mit dem höchst exzentrischen Schauspieler Max Schreck einen in jeder Hinsicht beunruhigenden Titelheld verpflichtet. Schon bald kommt es auf dem Set zu schaurigen Vorfällen.

"The Making of Nosferatu" könnte als ironischer Untertitel unter dieser skurrilen und für Cineasten wie Horrorfreaks in jeder Hinsicht lohnenden Produktion aus dem Hause Nicolas Cage (Producer) stehen. Stimmung und Atmosphäre der frühen 20er werden ebenso getroffen wie der Stil des Original-"Nosferatu", in den Hauptrollen überbieten sich John Malkovich (als manischer Murnau) und Willem Dafoe (als Vampir auf der Suche nach künstlerischer Unsterblichkeit) wechselseitig. Hochklassige und unterhaltsame Abwechslung nicht nur für Horrorfreunde.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Fiktives Lichtspiel über die Dreharbeiten zum deutschen Horrorklassiker "Nosferatu". Nicolas Cage produzierte, und John Malkovich und Willem Dafoe überbieten sich als Maniker wechselseitig.

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