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Spitzzüngige und dennoch warmherzige Komödie von und mit der Regisseurin des Kassenerfolges "Lust auf anderes".

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(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Frankreich 2004
Regie Agnès Jaoui
Darsteller Marilou Berry, Agnès Jaoui, Jean-Pierre Bacri
Kinostart 18.11.2004
Einspielergebnis D € 732.041
Bes. (EDI) 121.980
Bes. (FFA) 127.785
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Boxoffice USA $ 1.583.955
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Um ihren mit einer fast gleichaltrigen Frau verheirateten, arroganten Vater Etienne zu beeindrucken, einen erfolgreichen Autor, nimmt die pummelige, unsichere Lolita Gesangsstunden bei Sylvie. Die ist verheiratet mit einem von Selbstzweifeln geplagten Schriftsteller. Bald gehört das Paar zum Freundeskreis von Etienne, der die Karriere des Erfolglosen mit einer Portion Vitamin B anschiebt.

Fünf Jahre nach ihrem fulminanten Regiedebüt "Lust auf Anderes" bezaubert Agnès Jaoui mit dieser spitzzüngigen und dennoch warmherzigen Komödie, ein Höhepunkt des Cannes-Festivals. Angesiedelt im bürgerlichen Pariser Milieu, lässt Jaoui keine Gelegenheit aus, sich über Nabelschau und Selbstbeweihräucherung der Intellektuellen zu mokieren, mit milder und manchmal scharfer Ironie die Schwächen und Stärken ihrer Protagonisten zu zeichnen.

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Fünf Jahre nach ihrem fulminanten Regiedebut "Lust auf Anderes" bezaubert Agnès Jaoui mit dieser neuen spitzzüngigen und dennoch warmherzigen Komödie, unbestritten ein Höhepunkt des Cannes-Festivals. Wie Woody Allen in seinen besten Zeiten mokiert sie sich mit leisem Lächeln über die "sophisticated Spleens" der Großstadt-Neurotiker. Für die delikat gesponnene Geschichte um ein molliges Mädchen auf der Suche nach Identität erhielt sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Jean-Pierre Bacri eine Palme für das Beste Drehbuch. Verdient hätte das Kino-Glanzstück, das mit Prokino einen deutschen Verleih gefunden hat, durchaus mehr.

Frauen haben's schwer. Jedenfalls im vom Männer dominierten Wettbewerb mit nur zwei Regisseurinnen: Agnès Jaoui und Lucrecia Martel ("La Nina Santa"). Der Französin gelingt eine brillante und spielerisch inszenierte Charakterstudie auf verschiedenen Ebenen. Die Zentralfigur Lolita entspricht nun gar nicht dem Nabokovschen Lolita-Image, sondern ist ein unsicherer Pummel, erinnert in ihrer emotionalen Unbeholfenheit an Bridget Jones & Co. Um ihren mit einer hübschen, dazu noch fast gleichaltrigen Frau verheirateten Vater Etienne zu beeindrucken, einen erfolgreichen Autor, nimmt sie Gesangsstunden bei der verständnisvollen Sylvie (Jaoui), verheiratet mit einem von Selbstzweifeln geplagten Schriftsteller. Bald gehört das Paar zum erlauchten Freundeskreis von Etienne, der die Karriere des Erfolglosen mit einer Portion Vitamin B anschiebt. In dem elitär-intellektuellen Mikrokosmos voller aufgeblasener Egos geht es um das Bild, was wir von uns und was andere von uns haben. Da grämt sich Lolita über ihre Kurven und leidet unter der Missachtung des selbstgefälligen Daddys. Die seelisch verkümmerten Schriftsteller pflegen akribisch ihre Eitelkeiten, während die Frauen das Gefühl haben, nur als Dekoration zu dienen und permanent übersehen zu werden. Dabei sehen die Beteiligten in ihrer Fixierung aufs Geliebt- und Anerkanntwerden den Wald vor lauter Bäumen nicht, verprellen sie diejenigen, die sie mögen - wie Lolita, die alles tut, einen in sie verliebten Journalisten vor den Kopf zu stoßen. Angesiedelt im bürgerlichen Pariser Milieu, lässt Jaoui keine Gelegenheit aus, sich über die Nabelschau und Selbstbeweihräucherung einer typisch französischen Spezies zu mokieren, mit milder und manchmal scharfer Ironie die Schwächen und Stärken ihrer Protagonisten zu zeichnen, aber auch ihren Sehnsüchten Raum zu geben. Nie macht sie sich lustig über die vergeblichen Versuche, aus dem Circulus vitiosus auszubrechen. Ihre ganze Zärtlichkeit gilt der Heranwachsenden, die um die Zuneigung ihres Vaters bettelt und kämpft, in kleinen, schmerzhaften Schritten lernt, nicht nur sich selbst, sondern auch vertrauensvolle Nähe zu akzeptieren. Alle Figuren wissen genau, was sie an Stelle der anderen tun würden, nur bei der eigenen Selbsteinschätzung hapert es - eine dem Zuschauer wohl sehr bekannte Situation. Die Besetzung, angefangen von Jean-Pierre Bacri als gewieftem Zyniker bis hin zu Marilou Berry als Schwergewicht, ist optimal. Aber am meisten amüsieren die wie Diamanten geschliffenen Dialoge. Das Dream-Team Jaoui/Bacri trifft voll ins Schwarze und ins Herz. mk.

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Verleih Prokino (Fox)
O-Titel Comme une image
Land / Jahr Frankreich 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie/ Drama
Produktionsfirmen Les Films A4/StudioCanal/France 2 Cinéma u.a.
Produzenten Jean-Philippe Andraca, Christian Bérard
Regie Agnès Jaoui
Drehbuch Agnès Jaoui, Jean-Pierre Bacri
Darsteller Marilou Berry (Lolita), Agnès Jaoui (Sylvia), Jean-Pierre Bacri (Etienne), Laurent Grévill (Pierre), Virginie Desarnauts (Karine), Keine Bouhiza (Sébastien), Grégoire Oestermann (Vincent), Serge Riaboukine (Félix), Michèle Moretti (Edith), Jean-Pierre Lazzerini (Taxifahrer), Jacques Boko (Türsteher), Yves Verhoeven (1. Neugieriger), Samir Guesmi (2. Neugieriger), Bob Zaremba (Typ, den man überall sieht), Roberte Kiehl (Pianistin), Jean-Baptiste Blanc (Sänger), Emma Beziaud (Louna), Julien Baumgartner (Mathieu), Zelie Berger (Mathieus Freundin), Dimitri Rataud (Arzt)
Kamera Stéphane Fontaine
Schnitt François Gédigier
Musik Philippe Rombi
Produktionsdesign Olivier Jacquet
Ton Jean-Pierre Duret, Gérard Lamps, Nadine Muse
Casting Brigitte Moidon
Verleihförderung MEDIA Desk Deutschland (EUR 426.500)
Kinostart 18.11.2004
Laufzeit 111
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Bildformat 1:2,35/Widescreen/Super-35
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 732.041
Bes. (EDI) 121.980
Bes. (FFA) 127.785
Charthistory
USA-Start 01.04.2005, bei Sony Classics
Boxoffice USA $ 1.583.955
Filmtrailer Video
Web-Link www.schaumichan-derfilm.de/
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
57. Internationale Filmfestspiele in Cannes
Internationale Filmfestspiele in Cannes Großansicht
2004, Cannes, 12.05.2004 - 23.05.2004 Bestes Drehbuch Agnès Jaoui, Jean-Pierre Bacri
17. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2004, Barcelona, 11.12.2004 Europäischer Drehbuchpreis 2004 Agnès Jaoui, Jean-Pierre Bacri
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
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Nicht lieferbar
Paramount Home Entertainment DVD, ab 16, 107 Min. Kauf
Schau mich an! Paramount Home Entertainment DVD, ab 16, 107 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Schau mich an!
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Während ihr Schriftsteller-Vater sich mit einer wesentlich jüngeren Frau sowie Ego-schmeichelnden Speichelleckern umgibt, steht die übergewichtige Lolita stets in seinem Schatten. Nur beim Singen blüht der schüchterne Teenager auf. Als Lolita bei Sylvie Gesangsstunden nimmt, knüpft sie den Kontakt zwischen deren Mann, einem erfolgslosen Autor, und ihrem Vater. Schon bald entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den Paaren. Doch die beteiligten Frauen sind es bald satt, nur zweite Geige zu spielen.

Regisseurin Agnès Jaoui und ihr Ehemann, Hauptdarsteller Jean-Pierre Bacri, erhielten für ihre scharf beobachtete Komödie in Cannes den Drehbuchpreis. Bereits für frühere Filme - etwa "Lust auf anderes" - ausgezeichnet, begeistert die Filmemacherin hier erneut mit präzisem Wortwitz und einer bewegenden Story. In der Hauptrolle brilliert defensiv-sarkastisch die Debütantin Marilou Berry, der Jaoui selbst als verständnisvolle Freidenkerin gegenübersteht. Ein Filmjuwel besonders für das weibliche Publikum.

Quelle: mediabiz.de

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Sender Datum Zeit
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WDR 18.01.2009 00:40:00
SWR 12.02.2007 00:10:00
RBB 05.02.2007 23:15:00
ARD 06.11.2006 00:00:00

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