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Roter Drache

Horror-Thriller nach dem ersten Lecter-Bestseller von Thomas Harris, in dem der Serienkiller ein weiteres Katz- und Mausspiel mit dem FBI treibt.

Roter Drache Großansicht
(Bild: UIP)
Verleih UIP
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2002
Regie Brett Ratner
Darsteller Sir Anthony Hopkins, Edward Norton, Ralph Fiennes
Kinostart 31.10.2002
Einspielergebnis D € 13.232.147
Bes. (EDI) 2.092.220
Bes. (FFA) 2.086.756
Charthistory
Boxoffice USA $ 92.930.005
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Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Ex-FBI-Agent Will Graham, der während der Jagd nach Hannibal Lecter fast seine Frau verloren hätte, lässt sich Jahre später zur Aufklärung einer neuen Mordserie überreden. Um sich in die Gedankenstrukturen des Killers hineinversetzen zu können, will Graham sich des kranken Hirns eines ähnlich brillanten Killers bedienen - dem seines eingekerkerten Erzfeindes Hannibal Lecter.

Brett Ratner ("Rush Hour") inszenierte dieses Remake des Films "Manhunter" von Michael Mann nach dem ersten Lecter-Bestseller von Thomas Harris mit Starbesetzung. Nach dem Erfolg der Blockbuster "Das Schweigen der Lämmer" und "Hannibal" lässt sicher auch dieser Horror-Thriller, der den Beginn von Hannibal Lecters ruhmreicher Serienkiller-Karriere zeigt, niemanden kalt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Obwohl streng genommen ein Prequel, ist "Roter Drache" die Fortsetzung von "Das Schweigen der Lämmer", die "Hannibal" nicht war (und niemals sein wollte). Anders als der von Ridley Scott als morbide Schreckensoper über die unerreichbare Liebe des Biests zur Schönen gestaltete Angriff auf den guten Geschmack setzt die nach "Blutmond" von 1986 zweite Verfilmung des ersten Hannibal-Lecter-Romans von Thomas Harris auf bedingungslose Ökonomie der Erzählung und gnadenlose Spannung. Wie die Vorlage findet der Thriller über das Duell eines psychisch labilen FBI-Agenten und dem perversen Serienmörder Zahnfee sein fiebriges Zentrum im Porträt des mit sich ringenden Mörders, während Polizist und des Kinogängers Lieblingskannibale in diesem brillanten und brillant besetzten Horrorfilm die nötigen Impulse von Außen geben.

Der Profi in der Konfrontation mit dem seelischen Abgrund. Das war das Leitthema von Michael Manns "Blutmond", ein extrem atmosphärischer, bisweilen kontemplativer Thriller über den aus dem vorzeitigen Ruhestand zurückgekehrten Cop Will Graham, dessen Fähigkeit, sich in die Psyche der verdorbensten und kränkesten Verbrecher einzufühlen, ihn an sich selbst zerbrechen lässt. Dr. Hannibal Lecter nahm damals nur eine kleine Rolle ein: Der Schwerpunkt lag auf der Jagd nach der Zahnfee, die stets zu Vollmond in Häuser eindringt, ganze Familien hinrichtet und ihre Augen durch Spiegelsplitter ersetzt. Brett Ratner bleibt mit seiner Neuverfilmung des Bestsellers auch dank des großartigen Drehbuchs von Ted Tally (Oscar für "Das Schweigen der Lämmer") näher dran an dem faszinierenden Roman. Als Regisseur macht er damit nach den zwar erfolgreichen, aber doch eher formelhaften "Rush Hour"-Filmen sowie der allamerikanischen Schmonzette "Family Man" einen Quantensprung nach vorn. Obwohl stets darum bedacht, dem Publikum genau das zu füttern, was es sich von einer neuerlichen Sprechstunde bei Dr. Lecter erwartet, geht Ratner keine Kompromisse ein in seiner handwerklich tadellos umgesetzten Gruselmär, die bis zu ihrem nahezu unerträglich intensiven Finale immer wieder unerwartete Wege geht. Dabei beginnt "Roter Drache" maßvoll konventionell und dem popkulturellen Status von Hannibal the Canibal entsprechend: Die Einleitung zeigt Dr. Lecter zunächst bei seiner dämonischen Arbeit, als er einer nichts ahnenden Gesellschaft einen von ihm beseitigten Flötisten (seine musikalischen Entgleisungen waren einfach zu grausam) als Pastete zum Abendmahl reicht, mündet jedoch in der Verhaftung des genialen FBI-Beraters durch den jungen Agenten Will Graham (in "Blutmond" von William Petersen, hier nicht minder überzeugend von Edward Norton gespielt), der seine Bemühungen beinahe mit dem Leben bezahlen muss. Die Bühne ist bereitet: Die Wege der beiden Kontrahenten kreuzen sich erneut, als es Grahams Vorgesetzten Crawford (Harvey Keitel) gelingt, den nicht nur körperlich sichtbar gezeichneten Mann auf die Zahnfee anzusetzen. Im gleichen Verließ einer psychiatrischen Anstalt wie in "Das Schweigen der Lämmer" (minutiös nachgebaut) muss Graham von Lecter in einem dem Zuschauer bereits bestens bekannten Katz-und-Mausspiel wichtige Informationen zur Ergreifung des Serienmörders entlocken. Während der Film einigen Spaß damit hat, Lecters Manipulationen zu folgen, den Feind Graham endgültig über die Klippen des Wahnsinns zu manövrieren, wechselt "Roter Drache" mit Auftauchen der Titelfigur den Fokus - hin zu diesem Monstrum und seinen allzu menschlichen Kämpfen: Von Ralph Fiennes mit einem Maximum an Ambivalenz und innerer Zerrissenheit dargestellt, ist dieser Francis Dolarhyde ein zutiefst gestörter Mann, der sich im falschen Körper gefangen fühlt und, von einem Gemälde William Blakes inspiriert, seine Mutation zu einem strahlenden Geschöpf vorantreibt. Kurz scheint in einem Verweis auf "Frankenstein" die Liebe zu einer blinden Frau (Emily Watson) die Abwärtsspirale aufhalten zu können, doch das Gequälte in Dolarhydes Seele gewinnt Oberhand und leitet in den furios verstörenden dritten Akt des Films. Nicht einen Hauch von Fehltritt leistet sich der in allen Bereichen perfekt funktionierende Film, der ohne Zweifel einer der großen Herbsthits werden sollte - auch wenn Lecter nur eine von Anthony Hopkins gewohnt lustvoll gespielte Randfigur ist, während Ralph Fiennes mit seinem großen Auftritt für Spannung und allem Terror zum Trotz, schluck, Sympathy for the Devil empfinden lässt. ts.

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Verleih UIP
O-Titel Red Dragon
Land / Jahr USA 2002
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Horror
Produktionsfirmen Dino De Laurentiis Prods./Universal Pictures
Kinostart 31.10.2002
Laufzeit 124
FSK ab 16 Jahre
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 13.232.147
Bes. (EDI) 2.092.220
Bes. (FFA) 2.086.756
Charthistory
USA-Start 04.10.2002, bei Universal
Boxoffice USA $ 92.930.005
Filmtrailer Video
Promo-Material Roter Drache Trailer (4,37 MB)
Web-Link http://www.reddragonmovie.com http://movies.uip.de/roterdrache
nach oben Cast & Crew
Produzenten Dino De Laurentiis, Martha De Laurentiis
Ausf. Produzent Andrew Z. Davis
Regie Brett Ratner
Drehbuch Ted Tally
Buchvorlage Thomas Harris
Darsteller Sir Anthony Hopkins (Hannibal Lecter), Edward Norton (William Graham), Ralph Fiennes (Francis Dolarhyde), Harvey Keitel (Jack Crawford), Emily Watson (Reba McClane), Mary-Louise Parker (Molly Graham), Philip Seymour Hoffman (Freddy Lounds), Anthony Heald (Dr. Chilton), Frankie Faison (Barney), Tyler Patrick Jones (Josh Graham), Ken Leung (Lloyd Bowman), William Lucking (Byron Metcalf), Tom Verica (Charles Leeds), Marguerite MacIntyre (Valerie Leeds), Christopher Curry (Mr. Fisk), Stanley Anderson (Jimmy), Azura Skye (Buchhändlerin), Bill Duke (Polizeichef)
Kamera Dante Spinotti
Schnitt Mark Helfrich
Musik Danny Elfman
Produktionsdesign Kristi Zea, Steven Saklad, Tim Glavin
Ton Kim H. Ornitz
Kostüme Betsy Heimann
Casting Francine Maisler, Kathleen Driscoll-Mohler
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2002, München 1 Mio. Besucher in 10 Tagen  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Roter Drache Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 125 Min. Kauf
Roter Drache
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany HD DVD, ab 16, 125 Min. Kauf
Roter Drache (Einzel-DVD) Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 119 Min. Kauf
Roter Drache
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany VHS, ab 16, 119 Min. Kauf
Roter Drache (Special Edition, 2 DVDs) Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 119 Min. Kauf
Roter Drache Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 119 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Danny Elfman Red Dragon/Roter Drache Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Weil ein Serientäter bei Vollmond erneut zuzuschlagen droht, wird der junge Ermittler Will Graham aus dem "Ruhestand" geholt. Für die Jagd nach dem "Zahnfee" genannten Killer benötigt Graham die Hilfe Hannibal Lecters - jenem Psychopathen, der ihn bei der Festnahme einst beinahe getötet hatte. Lecter genießt es, Graham gegen den Täter, den Foto-Laboranten Francis Dolarhyde, auszuspielen. Der bringt seinen Opfern tiefe Bisswunden bei, blickt auf eine schreckliche Vergangenheit zurück und lässt nur die blinde Reba an sich heran...

Virtuos spielt Brett Ratner ("Rush Hour") mit unterschwelligen Hinweisen auf die brutalen Morde der "Zahnfee" - Ralph Fiennes wirkt abstoßend anziehend -, anstatt sich in Splatter-Orgien zu ergehen. Er schildert, warum Dolarhyde zur Bestie wurde und nur seine Kollegin Reba - Emily Watson in Bestform - lieben kann. Routiniert gibt Anthony Hopkins seinen Hannibal, während Kameramann Dante Spinotti wohlkomponierte Bilder des Grauens gelingen. Ein exzellenter Hochspannungs-Thriller.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Der junge Ermittler Will Graham soll mit der Hilfe des Psychopathen Hannibal Lecter einen "Zahnfee" genannten Killer dingfest machen. Horror-Thriller nach dem ersten Lecter-Bestseller von Thomas Harris, virtuos inszeniert von Brett Ratner.

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