Roads

Road- und Coming-of-Age-Movie um zwei junge Männer, die sich in Marokko kennenlernen und im Wohnmobil nach Europa reisen.

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(Bild: Studiocanal)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland, Frankreich 2018
Regie Sebastian Schipper
Darsteller Fionn Whitehead, Stéphane Bak, Ben Chaplin
Kinostart 30.05.2019
Einspielergebnis D € 179.132
Bes. (EDI) 24.385
Bes. (FFA) 3.541
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Gyllen hat im Marokko-Urlaub die Schnauze voll von seiner Familie. Er will mit dem Wohnmobil des Stiefvaters abhauen, doch er kann es nicht starten. Der fast gleichaltrige William zeigt es ihm und rettet ihn vor Betrügern. Gyllen nimmt William dafür mit, versteckt ihn bei der Grenzkontrolle nach Spanien im Wagen. Die beiden lernen sich kennen. William kam aus dem Kongo, um seinen älteren Bruder zu suchen, der es nach Europa geschafft hat, sich aber lange nicht mehr gemeldet hat, Gyllen will seinen leiblichen Vater besuchen.

Sebastian Schipper legt nach seinem sechsfach Lola-prämierten Berlin-Drama "Victoria" ein lebendiges und mitreißendes Road- und Coming-of-Age-Movie vor, das von zwei jungen Männern aus verschiedenen Welten erzählt, die Freunde werden. Fionn Whitehead aus "Dunkirk" und Stéphane Bak aus "Die Schüler der Madame Anne" sind ein Glücksgriff in den Hauptrollen. Schipper erzählt chronologisch, mal verspielt-entspannt, mal dramatisch von ihrer Annäherung und wie sie ihren eigenen Weg finden.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Road- und Coming-of-Age-Movie um zwei junge Männer, die sich in Marokko kennenlernen und im Wohnmobil nach Europa reisen, der eine ein britischer Tourist, der andere ein kongolesischer Flüchtling.

Sebastian Schipper legt nach seinem sechsfach Lola-prämierten Berlin-Drama "Victoria" ein lebendiges und mitreißendes Road- und Coming-of-Age-Movie vor, das von zwei jungen Männern aus verschiedenen Welten erzählt, die Freunde werden. Fionn Whitehead aus "Dunkirk" und Stéphane Bak aus "Die Schüler der Madame Anne" sind ein Glücksgriff, spielen mit natürlichem Charme und die Chemie zwischen ihnen stimmt. Sie sind Jungs, die gerne posen, erst einmal über Fußball reden bevor sie offenbaren, was sie wirklich bewegt. Schipper erzählt chronologisch, mit viel Humor, Sensibilität und Emotion, von ihrer Annäherung und wie sie einen eigenen Weg finden, sich ihren Problemen stellen. Gyllen, der britische Tourist, der im Marokko-Urlaub vor seiner Familie flieht und der Erinnerung an den toten Bruder, und mit dem Wohnmobil des Stiefvaters abhauen will, und William, ein wenige Tage jüngerer Mann aus dem Kongo, der in Frankreich seinen älteren Bruder sucht, der sich nach seiner Flucht lange nicht mehr gemeldet hat. Dabei gibt es wunderbar verspielte Szenen, etwa wenn die zwei sich in einem Spiel vorstellen, wer sie sein könnten, mit einem Augenschließen und öffnen oder in einer Spiegelung tanzen. Schipper, der auch das Drehbuch schrieb, wechselt auch mal unvermittelt den Tonfall zu drastisch-dramatischen Szenen. Etwa wenn Gyllen, der sich zu Anfang - komisch anzusehen - im Suff ärgert, dass er das Wohnmobil nicht starten kann, wenig später von Betrügern bedroht wird. Auf ihrer Tour - mit der Fähre nach Spanien, wo Moritz Bleibtreu einen überraschenden Auftritt als Späthippie hat, und weiter nach Frankreich, gibt es auch eine spontane, ausgelassene Strandparty mit anderen Jugendlichen wie es 18-Jährige eben so tun, bis sie und der Zuschauer in Calais endgültig mit der bitteren Realität von Flüchtlingen konfrontiert werden. Matteo Coccos Kamera bleibt nahe an seinen beiden Protagonisten - sie bleiben der Fokus, auch wenn die sehr unterschiedliche Landschaft und Umgebung in den drei Ländern offenbar wird - und The Notwist sorgt wie bei Schippers Debüt "Absolute Giganten", auch eine Geschichte über Freunde und das Erwachsenwerden, für die passende Untermalung.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Studiocanal
O-Titel Roads
Alternativ-/Arbeitstitel Caravan
Land / Jahr Deutschland/Frankreich 2018
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Missing Link Films, Kazak (F)
Koproduktionsfirmen Westdeutscher Rundfunk (WDR), Arte Deutschland, Degeto Film, Komplizen Film, radical.media, STUDIOCANAL
Förderung Medienboard Berlin-Brandenburg,
Film- und Medienstiftung NRW,
FFA - Filmförderungsanstalt,
Eurimages,
DFFF - Deutscher Filmförderfonds
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 450.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 400.000),
Deutsch-Französische Förderkommission (EUR 350.000)
Verleihförderung Film- und Medienstiftung NRW (EUR 35.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 70.000)
Drehzeit 22.08.2017
Kinostart 30.05.2019
Laufzeit 99
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 179.132
Bes. (EDI) 24.385
Bes. (FFA) 3.541
Charthistory
Web-Link http://www.studiocanal.de/kino/caravan
nach oben Cast & Crew
Produzenten David Keitsch, Sebastian Schipper
Koproduzenten Maren Ade, Jonas Dornbach, Christiane Dressler, Kalle Friz, Isabel Hund, Janine Jackowski, Jean-Christophe Reymond
Redaktion Dr. Barbara Buhl, Claudia Grässel, Prof. Dr. Andreas Schreitmüller
Regie Sebastian Schipper
Drehbuch Sebastian Schipper, Oliver Ziegenbalg
Darsteller Fionn Whitehead (Gyllen), Stéphane Bak (William), Ben Chaplin (Paul), Moritz Bleibtreu (Luttger), Marie Burchard (Valerie), Paul Brannigan (Alan), Ricard Balada, Hamza Kadri, Kris Hunter, Claudia Trujillo
Kamera Matteo Cocco
Schnitt Monica Coleman
Produktionsdesign Chloé Cambournac
Kostüme Jürgen Doering
Casting Jina Jay, Suse Marquardt, Stéphanie Doncker
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