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Rico, Oskar und die Tieferschatten

Gelungene Adaption von Andreas Steinhöfels prämiertem Kinderbuch um die Abenteuer eines Berliner Jungen, der einem berüchtigten Entführer auf der Spur ist.

Rico, Oskar und die Tieferschatten Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2014
Regie Neele Leana Vollmar
Darsteller Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth
Kinostart 10.07.2014
Einspielergebnis D € 4.115.916
Bes. (EDI) 799.025
Bes. (FFA) 818.864
Charthistory
Filmtrailer Video

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Rico, selbsterklärtes tiefbegabtes Kind, trifft beim Sammeln von Fundstücken vor seinem Haus in der Dieffenbach Straße in Berlin den kleinen Oskar. Der hochbegabte Junge, der zur Sicherheit immer einen Helm trägt, wird bald zum neuen Freund von Rico. Dessen Mutter muss zu ihrem schwerkranken Bruder fahren und Rico schweren Herzens alleine lassen. Er ist gar nicht so traurig darüber und freut sich auf das vereinbarte Treffen mit Oskar. Doch der taucht nicht auf. Er ist zum jüngsten Opfer des Schnäppchen-Entführers geworden. Rico will ihn retten.

Sympathische und amüsante Adaption des gleichnamigen Kinderbuches, in der Neele Leana Vollmar wie in "Friedliche Zeiten" ihr Einfühlungsvermögen für kindliche Welten demonstriert. Alltag samt erfrischenden Umgang mit "tief- und hochbegabten Kindern" trifft auf großes Abenteuer, gewitzte Dialoge auf Situationskomik ohne ernste Momente zu übergehen. Auch für Erwachsene ein Spaß sind die Performances von Milan Peschel und Axel Prahl als schräge Hausbewohner. Karoline Herfurth als Ricos Mutter schließt der Zuschauer ebenso ins Herz wie die Jungs Anton Petzold und Juri Winkler.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Sympathische und amüsante Adaption des gleichnamigen mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Buches von Andreas Steinhöfel.

Neele Leana Vollmar, die mit "Maria, ihm schmeckt's nicht" einen Hit im deutschen Kino landete, demonstriert in der Geschichte um die Freundschaft zwischen dem selbsterklärt "tiefbegabten" Kind Rico und dem hochbegabten Oskar, die gleichzeitig aufregendes Abenteuer und Krimi für Kinder ist, ihr Einfühlungsvermögen für kindliche Welten wie bereits in "Friedliche Zeiten". Dabei ist der Film nicht nur für Kinder ein Vergnügen. Erfrischend unaufgeregt wird hier mit einer leichter Behinderung umgegangen. Rico kann denken wie andere, doch seine Gedanken wirbeln wild durcheinander und er kann rechts nicht von links unterscheiden. Dennoch entwickelt er sich zum Held der Geschichte und kann seinen neuen neunmalklugen und übervorsichtigen Freund mit Mut und Tatkraft aus den Fängen eines Entführers retten. Er ist wunderbar pragmatisch und unverkrampft, wenn er seiner Mutter schreibt, dass man ihn, falls er das Abenteuer nicht überlebt, mit ins Grab seines Onkels legen könne. Für Kinder ein Spaß ist, wie die beiden Jungs mit Anke Engelkes zickiger Eisverkäuferin streiten und nicht nur da erstaunliche Schlagfertigkeit beweisen. Spannend ist es für sie, wenn Rico mit einer Funzel-Taschenlampe über dunkle Kellertreppen und die Dachterrasse schleicht. Erwachsene haben ihren Spaß an Milan Peschels und Axel Prahls herrlich überzogenen Performances als schräge Hausbewohner, aber auch an den Wortneuschöpfungen Ricos oder dessen originell als animierte Sequenzen visualisierten persönlichen Erkenntnisse aus seiner Lexikon-Recherche schwieriger Wörter. Look und Erzählstil sind auf fröhlich und bunt getrimmt, ohne in rosaroten Kitsch auszuarten. Soziale Misere wird durchaus thematisiert, wenn ein früheres Entführungsopfer im heruntergekommenen Plattenbau wohnt und deren Mutter sich lieber mit dem neuen Flachbildfernseher statt der Tochter beschäftigt, nimmt aber nie überhand. Zum locker-flockigen Ton trägt auch die Musik bei, der Titelsong vom "Sportfreunde Stiller"-Sänger ebenso wie der lebendige Score. Karoline Herfurth als Ricos Mutter schließt der Zuschauer ebenso ins Herz wie die Jungs Anton Petzold und Juri Winkler in dieser beim Goldenen Spatz prämierten Komödie, deren Komik in den Dialogen ebenso funktioniert wie in der Situation. hai.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Rico, Oskar und die Tieferschatten
Land / Jahr Deutschland 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm / Abenteuer
Produktionsfirmen Lieblingsfilm Produktions, Fox International Productions
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 666.640)
Drehbuchförderung Stiftung Kuratorium Junger Deutscher Film (EUR 30.000),
Die/Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Projektförderung Stiftung Kuratorium Junger Deutscher Film (EUR 50.000),
Die/Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Produktionsförderung Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 350.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 250.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 300.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 300.000),
Stiftung Kuratorium Junger Deutscher Film (EUR 250.000),
Die/Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 100.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 200.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 100.000)
Drehort Berlin, Leipzig
Drehzeit 03.09.2013 - 26.10.2013, Spätsommer 2013
Kinostart 10.07.2014
Laufzeit 96
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 4.115.916
Bes. (EDI) 799.025
Bes. (FFA) 818.864
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link https://www.facebook.com/RicoOskar.DerFilm
nach oben Cast & Crew
Produzenten Philipp Budweg, Robert Marciniak
Koproduzenten Marco Mehlitz
Producer Nora Lämmermann (Creative Producerin)
Regie Neele Leana Vollmar
Drehbuch Christian Lerch, Andreas Bradler, Neele Leana Vollmar, Klaus Döring
Buchvorlage Andreas Steinhöfel
Darsteller Anton Petzold (Rico Doretti), Juri Winkler (Oskar), Karoline Herfurth (Tanja Doretti), Ronald Zehrfeld (Simon Westbühl), Ursela Monn (Frau Dahling), David Kross (Rainer Kiesling), Axel Prahl (Marrak), Milan Peschel (Fitzke), Katharina Thalbach, Anke Engelke, Can Mansuroglu
Kamera Torsten Breuer
Schnitt Bernd Schlegel
Musik Oliver Thiede
Produktionsdesign Matthias Müsse
Ton Frank Heidbrink
Kostüme Silke Sommer
Maske Juliane Hübner, Katrin Westerhausen
Herstellungsleitung Thomas Blieninger
Casting Daniela Tolkien, Uwe Bünker (Kinder)
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
32. Filmfest München   2014, München, 27.06.2014 - 05.07.2014 Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant": Nachwuchsdarsteller Juri Winkler, Anton Petzold
32. Filmfest München   2014, München, 27.06.2014 - 05.07.2014 Kinderfilmfest-Publikumspreis  
65. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2015, Berlin, 19.06.2015 Bester Kinderfilm  
Gilde-Filmpreis   2014, Leipzig, 17.09.2014 Kinderfilm  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Rico, Oskar und die Tieferschatten (nur für den Buchhandel) Oetinger Media DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 92 Min. Kauf
Rico, Oskar und die Tieferschatten Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 92 Min. Kauf
Rico, Oskar und die Tieferschatten Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 96 Min. Kauf
Rico, Oskar und die Tieferschatten Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 92 Min. Leih
Rico, Oskar und die Tieferschatten Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 96 Min. Leih
Enthalten in:
Rico, Oskar 1, 2 & 3 (3 Discs)
Twentieth Century Fox Home Enterta
DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 270 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Rico trifft beim Sammeln von Fundstücken vor seinem Haus in der Dieffenbach Straße in Berlin den kleinen Oskar. Der hochbegabte Junge, der zur Sicherheit immer einen Helm trägt, wird bald zum neuen Freund von Rico. Dessen Mutter muss zu ihrem schwerkranken Bruder fahren und Rico schweren Herzens alleine lassen. Er ist gar nicht so traurig darüber und freut sich auf das vereinbarte Treffen mit Oskar. Doch der taucht nicht auf. Er ist zum jüngsten Opfer des Schnäppchen-Entführers geworden. Rico will ihn retten.

Sympathische Adaption des Kinderbuchs von Andreas Steinhöfel, in der Neele Leana Vollmar ihr Einfühlungsvermögen in kindliche Welten demonstriert. Alltag samt erfrischender Umgang mit "tief- und hochbegabten Kindern" trifft auf großes Abenteuer, gewitzte Dialoge auf Situationskomik, ohne ernste Momente zu übergehen. Auch für Erwachsene ein Spaß sind die Auftritte von Milan Peschel und Axel Prahl. Karoline Herfurth als Ricos Mutter schließt der Zuschauer ebenso ins Herz wie die Jungs Anton Petzold und Juri Winkler.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Berliner Junge wird auf den Plan gerufen, als ein berüchtigter Kidnapper seinen besten Freund entführt. Gelungene Adaption von Andreas Steinhöfels prämiertem Kinderbuch um die Abenteuer eines Berliner Jungen.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Rico sagt von sich er sei ein "tiefbegabter" Junge. Denn er denkt sehr viel. Nur eben anders. Seine Mutter hat ihn trotzdem unglaublich lieb und ist stolz auf ihren "kleinen Mann", den sie oft wegen ihrer Arbeit allein lassen muss. Rico vertreibt sich die Zeit mit kleinen Entdeckungen, die er fein säuberlich mit einem Diktiergerät dokumentiert. Freunde hat er wenig. Bis er Oskar trifft. Oskar ist hochbegabt, hat aber ständig vor allem Angst und trägt sicherheitshalber einen Helm, damit ihm nichts passiert. Rico beruhigt Oskar, dass er gar nicht so viel Angst haben muss. Außer vielleicht vor dem berüchtigten Entführer "Mister 2000", der in Berlin sein Unwesen treibt. Und den komischen Schatten im Hinterhaus, die sich Rico einfach nicht erklären kann. Das Kinder- und Jugendbuch von Andreas Steinhöfel war in Deutschland ein großer Erfolg. Neele Leana Vollmar hat diese Vorlage nun in ein frisch fröhliches Kino-Abenteuer für Kinder ab dem Grundschulalter verwandelt. In jeder Sekunde sprüht der Film vor Spaß, Spannung und guter Laune. Im bunt zusammen gewürfelten Erwachsenenensemble zeigt jeder Darsteller, von Axel Prahl bis hin zu Ronald Zehrfeld, wie viel Spaß ihnen ihre Rollen gemacht haben. Allen voran Karoline Herfurth, die als alleinerziehende Mutter mit dem Herz auf dem rechten Fleck in ihrer burschikosen und doch liebevollen Art besonders überzeugt. Doch im Zentrum stehen Rico und Oskar, für deren Besetzung man keine bessere Wahl hätte treffen können als Anton Petzold und Juri Winkler. Schon in den ersten köstlichen Dialogen stimmt die Chemie zwischen ihnen und sie werden zu einem absoluten Dream Team. Und obwohl sie beide Ängste und Unsicherheiten zeigen, werden sie doch zu Helden. Ganz ohne Kitsch und erhobenen Zeigefinger nimmt Vollmar die Probleme und Konflikte der Kinder ernst, ohne sie zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Spannung darf natürlich auch nicht fehlen, aber auch die wird ebenso leichtfüßig vermittelt wie alles andere. Am Ende beweist die Geschichte von Rico und Oskar, dass man ruhig anders sein darf als andere. Solange man gute Freunde hat, ist man immer etwas Besonderes. Egal ob hoch- oder tiefbegabt. Ein spritziger, spannender und beschwingt erzählter Kinderfilm, der nicht nur Kinder begeistert.

Gutachten:

Buch, Hörbuch und nun der Film! Die Filmfortsetzung ist schon versprochen und wir warten mit Freude darauf, denn es war ein echtes Vergnügen, dem 'tiefbegabten' Rico im Kino zu begegnen.
Neele Leana Vollmar ist es überzeugend gelungen, einen Gegenwartsfilm für Kinder zu schaffen, in dem wir tolle Kinderdarsteller und ein erwachsenes Staraufgebot bis in kleinste Nebenrollen antreffen. Slapstickvergnügen bereitet zum Beispiel die Szene, in der Anke Engelke als Eisverkäuferin agiert. Karoline Herfurth nimmt man ohne jeden Zweifel ab, dass sie ihren Filmsohn über alle Maße liebt, auch wenn sie ihn immer wieder allein lässt.
Immer und immer wieder erlebt der Zuschauer in dieser Kiez-Studie, die in Berlin und Leipzig gedreht wurde, die Kinderperspektive, sogar gleich zweimal: die des 'tiefbegabten' Rico (Ein dickes Lob für Anton Petzold!) und die des hochbegabten, dafür körperlich kleineren Oskar (er sei genauso gelobt!). Da kann von ihnen geklärt werden, worin die Gemeinsamkeit und der Unterschied zwischen 'einsturzgefährdet' und 'einsturzgefährlich' bestehen. In seiner durch die 'Tiefbegabung' auch lokal begrenzten Welt kennt sich Rico aus, selbst wenn rechts und links immer wieder mal verwechselt werden. Sein Blick geht oft nach unten und seine Sammlung von und an Fundstücken führt zu mancher Entdeckung und wirft Fragen auf, die sich andere Kinder und Erwachsene gar nicht stellen. Wie kommt eine Nudel auf den Bürgersteig? Die daraus resultierende Befragung der Hausbewohner ist ein wirklicher Kinospaß, der nicht nur oberflächlich ist. Als gelungen wertete die Jury auch die filmische Umsetzung der Tieferschatten.
Nicht nur Kästners Emil jagt in Berlin einen Verbrecher, nein, diesmal ist es unsere ganze Hauptstadt einschließlich des mehrfach wundervoll eingeblendeten Regionalfernsehens und eines sehr sympathischen jungen Kriminalisten. Die Spannung wird durchgehalten und mit Humor gespickt. So ist die Bedrohung ernst, aber nicht so zugespitzt, dass jüngere Zuschauer sie nicht ertragen könnten. Gekonnt wird so zum Beispiel die Szene mit Licht und Ton inszeniert, in der die beiden Freunde eigentlich ganz schnell den Raum, in dem Oskar festgehalten wird, verlassen müssten. Aber zuerst klären die beiden Freunde noch die vorherigen Missverständnisse - alles ist wieder im Lot.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
11.05.2014 - 17.05.2014 Gera/Erfurt 22. Goldener Spatz - Kinder-Medien-Festival
27.06.2014 - 05.07.2014 München 32. Filmfest München
23.07.2014 - 03.08.2014 Diverse, Breitwand Kinos 8. Fünf Seen Filmfestival
14.04.2015 - 19.04.2015 Dortmund 10. Internationales Frauenfilmfestival Dortmund I Köln
17.06.2015 - 05.07.2015 Ludwigshafen, Parkinsel 11. Festival des deutschen Films

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