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Rico, Oskar und das Herzgebreche

Zweite Leinwandadaption nach Andreas Steinhöfels Büchern um die Abenteuer und die Freundschaft der Berliner Jungs Rico und Oskar.

Rico, Oskar und das Herzgebreche Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2015
Regie Wolfgang Groos
Darsteller Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth
Kinostart 11.06.2015
Einspielergebnis D € 2.888.121
Bes. (EDI) 521.098
Bes. (FFA) 603.614
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Der tiefbegabte, furchtlose Rico und der clevere, aber etwas übervorsichtige Oskar sind inzwischen dicke Freunde. Auf ihren Streifzügen durch Berlin sind sie immer wieder für neue Abenteuer zu haben. Diesmal ist leider Ricos Mutter betroffen. Die hat sich beim Bingo in illegale Machenschaften verstricken lassen. Jetzt ist nicht nur die Polizei, sondern auch der fiese Boris hinter ihr her. Klar, dass die Jungs alles versuchen, um Mama aus der Bredouille zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei auch vom alten Lebenskünstler Van Scherten.

Nach Neele Leana Vollmar, die den ersten Teil der preisgekrönten Kinderbuchreihe höchst charmant und erfolgreich für die Leinwand adaptierte, übernimmt nun Wolfgang Groos ("Die Vampirschwestern"). Der hält sich an das Erfolgsrezept von "Tieferschatten" und inszeniert einen unorthodoxen Krimi für Kids, der viel feinen Humor und ein bisschen Spannung besitzt. Das Finale im Nachtclub, in dem die erwachsenen Darsteller um die Neuzugänge Henry Hübchen und Moritz Bleibtreu im Focus stehen, ist dabei vielleicht etwas zu lang ausgefallen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Komisch und kriminalistisch, lehrreich und lebensfroh - auch der zweite Film nach Andreas Steinhöfels Buchreihe macht Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß.

Ganz im Geiste von Neele Leana Vollmar, die nach dem ersten auch den dritten Teil der preisgekrönten Kinderbuchreihe von Andreas Steinhöfel inszenieren wird, hat sich Wolfgang Groos nun dem zweiten Abenteuer der beiden Berliner Jungs Rico und Oskar gewidmet. Der ausgewiesene Experte für Kinder- und Familienfilm, der nach der TV-Serie "Rennschwein Rudi Rüssel" und "Vorstadtkrokodile 3" zuletzt mit den beiden "Vampirschwestern" im Kino reüssieren konnte, hält sich denn in "Rico, Oskar und das Herzgebreche" nicht lange auf mit dem Etablieren der inzwischen bekannten Figuren und geht gleich in die Vollen. Dieses Mal haben der ebenso tiefbegabte wie furchtlose Rico und der clevere, aber etwas übervorsichtige Oskar, mittlerweile unzertrennliche Freunde, einen besonders kniffligen Kriminalfall zu lösen, ist doch dummerweise auch Ricos Mama (Karoline Herfurth wieder als kesse Großstadtpflanze mit viel Sex-Appeal) darin verstrickt. Spannend ist dieser Kinderfilm deshalb nicht unbedingt. Das muss er aber auch nicht sein. Denn Groos legt viel mehr Wert auf den komödiantisch-skurrilen Effekt seiner Geschichte und Charaktere. Viel Spaß machen auf dieser Ebene zwei Neuzugänge: Henry Hübchen als alternder Lebenskünstler, der die Jungs mit seinem klapprigen Benz durch Berlin chauffiert, und Moritz Bleibtreu als stotternder Bösewicht, der unter der Fuchtel seiner gestrengen Mama (Katharina Thalbach erneut als zwielichtige Bingo-Dame) steht und der deshalb eher Mitleid als Furcht erregt. Des Weiteren gefallen die pfiffigen, lebensechten Dialoge, der frische Soundtrack mit lässigen deutschen Songtexten und originelle animierte Einschübe, in denen entweder Ereignisse aus der Vergangenheit (wie Ricos Papa beim Angeln ertrank) oder auch komplizierte Fremdwörter auf spielerische Art erklärt werden. Schade ist für manche, dass Groos zur Halbzeit des Films seine eigentlichen Protagonisten - Anton Petzold und Juri Winkler machen ihre Arbeit wieder hervorragend - etwas aus den Augen verliert und sich zu sehr den erwachsenen Darstellern widmet. Das Finale im Nachtclub ist mangels zündender Ideen ein wenig langatmig geraten. Dafür wird zum Schluss ordentlich mit dem Herzgebreche - wie Rico Liebeskummer in seiner Sprache nennt - aufgeräumt, jeder Topf bekommt seinen Deckel und alle (inklusive der Kinozuschauer) gehen glücklich und beschwingt nach Hause und freuen sich schon auf "Rico, Oskar und der Diebstahlstein". Schließlich können auch Erwachsene aus diesem im besten Sinne pädagogisch wertvollen Abenteuerspaß, der in vielen Momenten an die großen Erich-Kästner-Verfilmungen erinnert, durchaus etwas Gehaltvolles mit auf den Heimweg nehmen. lasso.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Rico, Oskar und das Herzgebreche (VoD-/BluRay-/DVD-Trailer)Szene aus Rico, Oskar und das Herzgebreche (VoD-/BluRay-/DVD-Trailer)
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  • Szene aus Rico, Oskar und das HerzgebrecheSzene aus Rico, Oskar und das Herzgebreche
  • Szene aus Rico und FitzkeSzene aus Rico und Fitzke
 
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Verleih Fox
O-Titel Rico, Oskar und das Herzgebreche
Land / Jahr Deutschland 2015
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm / Abenteuer
Produktionsfirmen Lieblingsfilm Produktions
Koproduktionsfirmen Fox International Productions
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 728.000)
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 700.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 350.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 350.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 225.000)
Verleihförderung Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 100.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 100.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 175.000)
Drehort Leipzig, Berlin, München
Drehzeit 29.07.2014 - 22.09.2014
Kinostart 11.06.2015
Laufzeit 95
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 2.888.121
Bes. (EDI) 521.098
Bes. (FFA) 603.614
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.fox.de/rico-oskar-und-das-herzgebreche
nach oben Cast & Crew
Produzenten Philipp Budweg, Robert Marciniak
Ausf. Produzenten Thomas Blieninger, Magdalena Prosteder
Regie Wolfgang Groos
Drehbuch Martin Gypkens
Buchvorlage Andreas Steinhöfel
Darsteller Anton Petzold (Rico), Juri Winkler (Oskar), Karoline Herfurth (Tanja Doretti), Ronald Zehrfeld (der Bühl), Ursela Monn (Frau Dahling), Katharina Thalbach (Ellie Wandbeck), Moritz Bleibtreu (Boris), Henry Hübchen (Herr van Scherten), Milan Peschel (Fitzke), Annette Frier (Kellnerin), Barbara Meier (Champagner Tussi), Tobias "Checker Tobi" Krell, Ben Blümel
Kamera Stefan Biebl
Schnitt Marco Pav D'Auria
Musik Robert Matt
Produktionsdesign Matthias Müsse
Ton Frank Heidbrink
Kostüme Monika Gebauer
Maske Katrin Westerhausen, Gloria Göschel
Line Producer Chris Evert
Casting Daniela Tolkien
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Rico, Oskar und das Herzgebreche Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 91 Min. Kauf
Rico, Oskar und das Herzgebreche Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 95 Min. Kauf
Rico, Oskar und das Herzgebreche Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 91 Min. Leih
Rico, Oskar und das Herzgebreche Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 95 Min. Leih
Enthalten in:
Rico, Oskar 1, 2 & 3 (3 Discs)
Twentieth Century Fox Home Enterta
DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 270 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der tiefbegabte Rico und der clevere Oskar sind inzwischen dicke Freunde. Auf ihren Streifzügen durch Berlin sind sie immer wieder für neue Abenteuer zu haben. Diesmal ist leider Ricos Mutter betroffen. Die hat sich beim Bingo in illegale Machenschaften verstricken lassen. Jetzt ist nicht nur die Polizei, sondern auch der fiese Boris hinter ihr her. Klar, dass die Jungs alles versuchen, um Mama aus der Bredouille zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei auch vom alten Lebenskünstler Van Scherten.

Nach Neele Leana Vollmar, die den ersten Teil der preisgekrönten Kinderbuchreihe höchst charmant für die Leinwand adaptierte, übernimmt nun Wolfgang Groos ("Die Vampirschwestern"). Der hält sich an das Erfolgsrezept von "Tieferschatten" und inszeniert einen unorthodoxen Krimi für Kids, der viel feinen Humor und ein bisschen Spannung besitzt. Das Finale im Nachtclub, in dem die erwachsenen Darsteller um die Neuzugänge Henry Hübchen und Moritz Bleibtreu im Focus stehen, ist dabei vielleicht etwas zu lang ausgefallen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Rico und Oscar müssen Ricos Mutter rauspauken, nachdem sie sich beim Bingo in illegale Machenschaften verstrickt haben. Zweite Leinwandadaption nach Andreas Steinhöfels Büchern um die Abenteuer der Berliner Jungs.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Dass Oskar ein paar Tage bei Rico und seiner Mutter übernachtet, ist gar kein Problem. Im Grunde gehört er ja irgendwie sowieso schon zur Familie. Den Helm braucht er nicht mehr, dafür trägt er nun eine Sonnenbrille, die ihm helfen soll, inkognito zu bleiben. Kein Wunder, denn seit ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer sind die beiden Jungs im Kiez berühmt. Nun aber wartet ein neuer Fall, den es zu lösen gilt: Beim wöchentlichen Bingo, das Ellie Wandbek veranstaltet, stellen sie fest, dass bei der Vergabe der Gewinne geschummelt wird. Und sie merken, dass Ricos Mutter irgendein großes Geheimnis hat, über das sie nicht reden will. Zusammen machen sich Rico und Oskar auf, dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Eins ist jetzt schon klar: Langweilig wird es den beiden Freunden auf keinen Fall. Kein Wunder, bei all dem Herzgebreche. Das zweite Abenteuer, das auf den gleichnamigen Büchern von Andreas Steinhöfel basiert, steht dem großen Kinder- und Jugendfilmerfolg RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN aus dem Jahr 2014 in Sachen Einfallsreichtum, Spielfreude und Spannung in nichts nach. Unter der Regie von Wolfgang Groos entstand die Welt der "Dieffe 93", einer Straße in Berlin-Kreuzberg, in der sich erneut allerhand kuriose, skurrile und unterhaltsame Gestalten versammeln. Da ist Milan Peschel der seltsame Nachbar, der Steine züchtet, oder Katharina Thalbach als völlig überkandidelte Leiterin der Bingo-Spiele, die mit ihrem Sohn (Moritz Bleibtreu) nichts Gutes im Schilde zu führen scheint. Wie auch Henry Hübchen, Ursela Monn, Ronald Zehrfeld und Karoline Herfurth spielen sie ihre Rollen mit Freude und augenzwinkerndem Humor. Doch die Helden sind zweifelsohne Anton Petzold und Juri Winkler als Rico und Oskar. Wie sie als Team arbeiten, sich ergänzen und sich immer wieder aus der Patsche helfen, ist berührend, unterhaltsam und mit sehr viel Liebe zu Detail und genau dem richtigen Timing leichtfüßig herausgearbeitet. Aus der spannenden Handlung und den abwechslungsreichen Ideen entsteht ein Krimi für Kinder mit raffinierten Verfolgungsjagden, die aber immer kindgerecht inszeniert sind. Die Ausstattung ist bis ins Detail stimmig ausgewählt und erschafft eine ganz eigene Kiez-Welt. Voller Typen, Schauwerten und der spürbaren Wärme eines liebevollen Zuhauses. RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE ist nicht nur eine mehr als gelungene Fortsetzung. Auch für sich genommen ist dies ein warmherziges und perfekt inszeniertes Filmvergnügen für die ganze Familie.

Gutachten:

Nach den Ferien müssen sich Rico und sein hochbegabter Freund Oskar um Ricos Mutter kümmern. Die scheint beim Bingo spielen irgendwie in Schwierigkeiten geraten zu sein. Als die beiden Jungen versuchen zu helfen, machen sie die Sache noch schlimmer. Und Hilfe von ihrem Nachbarn, dem Polizisten Westbühl, können sie auch nicht erwarten, weil der anscheinend eine neue Freundin hat. Ein spannender Fall für die beiden Inkognito-Ermittler und jede Menge Herzgebreche.

Quietschbunt und völlig überdreht präsentiert sich die Fortsetzung der Rico-und-Oscar-Reihe, kindgerecht in allen Nuancen. Wolfgang Groos' Verfilmung des Buchs von Andreas Steinhöfel ist ein Ausflug in ein Berlin voller verschrobener Charaktere und heimeligen Ecken, bei dem auch ein erwachsenes Publikum Spaß haben kann.

Es hat der Jury große Freude bereitet, in die quirlige Welt der kleinen Protagonisten einzutauchen, auch wenn bestimmt nicht jede Kamerafahrt und jeder rasante Schwenk für die Sinne und die Mägen der erwachsenen Zuschauer gemacht ist. RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE ist ein Kinderfilm mit viel Herz und Sinn für die Ästhetik des jungen Kinopublikums und auch, wie sich zeigt, mit Anlass zu Diskussionen.

Angesichts des charismatischen Ensembles Moritz Bleibtreu, Henry Hübchen und Katharina Thalbach lobte die Jury die hervorragende Schauspielerführung. Sie zeigt, dass sich Schauspieler in ihrem Können und ihren Fähigkeiten gegenseitig ergänzen können, ohne dass ihnen die Spielfreude genommen wird.

Auch die Arbeit der Requisite hat der Jury ausnehmend gut gefallen. Vom Klingelschild bis hin zum Plüschtier erweist sich kein Detail als bloße Staffage. Ein seltenes Phänomen bei der üppigen Ausstattung moderner Kinderfilme.

Kritisch diskutiert hat die Jury die Rollenbilder des Films. Da gibt es eine alleinerziehende Mutter, die ihr Geld in einer Bar verdient, ein verschrobener Rentner oder eine ältliche Hausbewohnerin, die mit Lockenwicklern auf dem Kopf durchs Leben huscht. Was einerseits als stimmungsvoller Rückgriff auf bekannte Charaktere verstanden werden kann, erscheint unter anderem Licht manchen Jury-Mitgliedern als eher unzeitgemäßes Verharren in stereotypen Vorstellungen. Hier, so regt die Jury an, hat der Kinderfilm mit Vorbildfunktion die Chance, sich weiter zu entwickeln.

Dennoch setzt der Film Andreas Steinhöfels Bestseller par excellence in bewegte Bilder um. Die Jury-Mitglieder fühlten sich schon mit Beginn des Vorspanns an eine moderne Variante von Erich Kästners "Emil und die Detektive" erinnert, bei der viel Menschliches gezeigt wird und die kindliche Phantasie, Neugier und Abenteuerlust gefördert werden. Und gerade in Zeiten, in denen sich auch Erwachsene nach einer Welt abseits von Computern, Internet und digitale Effizienz sehnen, erweist sich RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE als prächtige Familienunterhaltung, die Lust auf mehr macht.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
05.10.2015 - 11.10.2015 Chemnitz 20. Schlingel - Internationales Filmfestival für Kinder

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