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Planet der Affen

Tim Burtons bildgewaltige, spannende "Re-Interpretation" vom Freiheitskampf der Menschen auf dem Planeten der Affen.

Planet der Affen Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2001
Regie Tim Burton
Darsteller Mark Wahlberg, Tim Roth, Helena Bonham Carter
Kinostart 30.08.2001
Einspielergebnis D € 13.775.587
Bes. (EDI) 2.282.017
Bes. (FFA) 2.281.331
Charthistory
Boxoffice USA $ 179.996.425
Charthistory
Filmtrailer Video

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Auf dem Planet der Affen regieren die Affen mit aller Härte. Menschen sind für sie nur Jagdbeute und Sklaven. Der Astronaut Leo Davidson landet auf dieser ihm fremden Welt und lehnt sich gegen die bestehenden Verhältnisse auf. Bald bekommt der wackere Revolutionär Unterstützung von mutigen Menschen und der Affenintelligenz im Kampf gegen General Thade und seine Horden.

Tim Burtons ("Sleepy Hollow") bildgewaltige, spannende "Re-Interpretation" vom Freiheitskampf der Menschen auf dem Planeten der Affen schickt Mark Wahlberg als Revolutionär ins action-geladene Geschehen. Noch realistischer und perfekter als im Original von 1968 ist die Maske der Affen geworden, Story und Ausstattung tragen die Handschrift des genialen Filmemachers.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

33 Jahre nach Franklin J. Schaffners Original von 1968, dessen Status als (filmisches) Denkmal weitaus besser intakt ist als die Freiheitsstatue am legendären Ende des Films, ist Fox nach mehreren Versuchen endlich das Remake geglückt. Oder besser gesagt: eine, wie von den Machern immer wieder betont, "Re-Imagination", in der das clever variierte Handlungsgrundgerüst von damals als Spielwiese für ein ebenso triviales wie effektives Shakespeare-Schlachtengemälde mit bereits viel diskutiertem Schlussgag dient. Die ernsthafte Diskussion des Originals über Evolution, Zivilisation und Überlegenheitsanspruch des Menschen musste allerdings launigen Onelinern weichen. Dass "Planet der Affen" mit Mark Wahlberg als funktionalem Charlton-Heston-Ersatz dennoch weit aus dem Gros des US-Sommerangebots herausragt, ist vor allem Verdienst des visuellen Zaubers von Tim Burton und des bahnbrechenden Affen-Makeups von Rick Baker.

Affenstark oder einfach nur affig - das ist die Frage, die sich einer weltweiten Fangemeinde stellt, für die "Planet der Affen" (und seine vier zunehmend absurder werdenden Fortsetzungen) als Teil des heiligen Science-Fiction-Dreigestirns (neben "Krieg der Sterne" und "Star Trek") sakrosankt ist. Dankenswerter Weise schert sich Tim Burton in seinem pompösen Affentheater um Denkmalspflege so wenig, wie in seinen anderen Arbeiten um konventionelle Spannungsbögen. Sein filmischer Ansatz ist nicht philosophisch, sondern stets emotional-sensibel: In seinen Welten soll man nicht diskutieren, sondern sich in ihnen verlieren. Deshalb funktioniert sein "Planet der Affen" wunderbar sowohl als eigenständiger Sommer-Actionfilm, aber auch als spannende Variation des Originals, als schrulliger Kommentar, der in seiner Struktur nach Fußnotenprinzip funktioniert und immer wieder die Stützpfeiler des Heston-Films bemüht, um ganz neue Ergebnisse und Entwicklungen folgen zu lassen. Dass sich trotz unverkennbarem Burton-Look die typisch traumhafte Atmosphäre seiner anderen Filme nicht einstellt, mag daran liegen, dass Produzent Richard D. Zanuck die Zügel in der Hand hielt und Burton spät als Auftragsregisseur an Bord kam. Aber gerade, wie es dem Regisseur von "Sleepy Hollow" und "Batman" gelingt, in dem sehr stringent erzählten und von seinem Hauscutter Chris Lebenzon (der auch die großen Jerry-Bruckheimer-Filme schneidet) obendrein mit einem Affenzahn versehenen Krieg der Welten Burtoneske Schrullen und Fetische unterzubringen, macht mehr Freude, als wenn der Regisseur sich nach eigenem Gusto in dem auf den Kopf gestellten Machtverhältnis Mensch/Affe ausgebreitet hätte.

Nach einer herrlichen Titelsequenz, in der die Kamera verliebt um die Verzierungen einer Gorilla-Rüstung fährt, setzt die Handlung im Jahr 2029 auf einer Raumstation ein, in der Wissenschaftler die Intelligenz von Affen mit gezielten Trainingsmaßnahmen steigern. Als der Lieblingsschimpanse von Captain Leo Davidson in einem Winzigraumschiff in einem schwarzen Loch verschwindet, jagt der ungestüme Mann ihm hinterher und stürzt in einer Bruchlandung auf einen ihm unbekannten Planeten. Während im Original Charlton Heston und zwei weitere Kollegen sich erst einmal den Weg über unwirtliche Landschaften bahnen mussten und in ihren Gesprächen die Grundlagen für die politischen und gesellschaftlichen Topoi gelegt wurden, hält sich Burton - etwas überhastet - nicht mit Exposition auf, sondern schickt seine Hauptfigur sogleich mitten hinein in die Jagd der Affen auf die als Wilde im Urwald hausenden Menschen.

In der Affenstadt, wohin die Gefangenen gebracht werden, findet Burton, was ihn tatsächlich interessiert. Unendlich mehr Faszination als die faden Menschenfiguren (verschenkt: Kris Kristofferson und Ex-Olympia-Nixe Estella Warren, die wenigstens einmal kurz ihre Schwimmkünste zur Schau stellen darf) üben auf ihn natürlich Figuren wie der martialische Schimpansen-General Thade (Tim Roth gibt dem Affen als ständig wutschnaubender Inbegriff purer Aggression Zucker), die aufgeweckte Senatorentochter Ari (Helena Bonham Carter mit der differenziertesten Performance des Films) oder der verschlagene Orang-Utan (Mann fürs Komische: Paul Giamatti). Hier bringt der Regisseur alle Figuren in Stellung, legt den Grundstein für seinen fulminanten Showdown in der Einöde des Planeten, der alles bietet, was Actionfans das Herz übergehen lässt. Erfreuen kann man sich überdies an einem leise angedeuteten Eifersuchtssubplot, in dem Menschenmädchen und Affendame um den Helden buhlen, einem bizarren Auftritt der Burton-Regulars Lisa Marie und Glenn Shadix sowie einer Cameoszene von Charlton Heston als Vater von Thade, in der eine starke Anti-Waffen-Botschaft transportiert wird. Vor allem aber ist "Planet der Affen" der Triumph von Rick Baker: Seine Affenmasken sind absolut atemberaubend und gestatten den Darstellern vorzügliche Leistungen. Dass das Original nicht übertroffen wird, spielt keine Rolle: "Planet der Affen" ist kompetent, versponnen und spektakulär genug, eine Affenregentschaft auch auf Erden zu gewährleisten. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Planet of the Apes
Land / Jahr USA 2001
Kategorie Spielfilm
Genre Science Fiction
Produktionsfirmen Zanuck Co.
Kinostart 30.08.2001
Laufzeit 120
FSK ab 12 Jahre
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby/DTS
Einspielergebnis D € 13.775.587
Bes. (EDI) 2.282.017
Bes. (FFA) 2.281.331
Charthistory
USA-Start 27.07.2001, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 179.996.425
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.planetoftheapes.com
nach oben Cast & Crew
Produzenten Richard D. Zanuck
Ausf. Produzent Ralph Winter
Regie Tim Burton
Drehbuch William Broyles jr., Lawrence Konner, Mark Rosenthal
Buchvorlage Pierre Boulle
Darsteller Mark Wahlberg (Captain Leo Davidson), Tim Roth (General Thade), Helena Bonham Carter (Ari), Michael Clarke Duncan (Attar), Paul Giamatti (Limbo), Estella Warren (Daena), Cary-Hiroyuki Tagawa (Krull), David Warner (Sandar), Kris Kristofferson (Karubi), Erick Avari (Tival), Lucas Elliot Eberl (Birn), Evan Dexter Parke (Gunnar), Glenn Shadix (Senator Nado), Lisa Marie (Nova), Freda Foh Shen (Bon), Charlton Heston (Zaius)
Kamera Philippe Rousselot
Schnitt Chris Lebenzon
Musik Danny Elfman
Produktionsdesign Rick Heinrichs, John Dexter
Ton Petur Hliddal
Kostüme Colleen Atwood
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2001, München Silber - 2 Mio. Besucher in 20 Tagen  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Planet der Affen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 115 Min. Kauf
Planet der Affen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 124 Min. Kauf
Planet der Affen
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 124 Min. Kauf
Planet der Affen (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 115 Min. Kauf
Planet der Affen Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 124 Min. Leih
Planet der Affen (Special Edition)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 115 Min. Kauf
Planet der Affen (Einzel-DVD)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 115 Min. Kauf
Planet der Affen (Special Edition)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 12, 115 Min. Kauf
Planet der Affen (Limited Special Edition, Metallbox)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 115 Min. Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Danny Elfman Planet Of The Apes (Planet der Affen) Nicht lieferbar
nach oben Games zum Film
Title Art System Vertrieb
Planet der Affen Game PC Ubisoft
Planet der Affen Game Game Boy Color Ubisoft
Planet der Affen Game Game Boy Advance Ubisoft
Planet der Affen Game PSone Ubisoft
Planet der Affen Game PC Rondomedia
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Im Jahr 2029 gerät der Astronaut Leo Davidson bei einem Routineeinsatz im Weltall in ein Wurmloch und findet sich auf einem erd-ähnlichen Planeten wieder, wo Menschen auf der Entwicklungsstufe wilder Tiere leben und statt dessen Affen eine autoritär ausgerichtete Gesellschaftsstruktur entwickelten. Mit einer Gruppe humanoider Leidensgenossen flieht Davidson der Gefangenschaft und zettelt eine Rebellion an. In der pazifistisch orientierten Jungäffin Ari findet er Hilfe, in dem Gorilla-General Thade einen leidenschaftlichen Feind.

Tim Burton, Hollywoods Mann für fantastische Big-Budget-Fälle ("Batman", "Mars Attacks"), knöpft sich die putzigen SF-Klassiker aus der Flower-Power-Ära vor und extrahiert daraus einen straighten Actionreißer, der nur selten an die Verspieltheit anderer Burton-Filme erinnert und stattdessen vor allem in der Stunt- und Special-Effect-Abteilung punktet. "Sturm"-Fischer Mark Wahlberg gibt den humanoiden Rebellen, prominente Kollegen wie Tim Roth oder Helena Bonham-Carter sind unter schweren Masken kaum zu erkennen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Mark Wahlberg fällt unter autoritäre Herrenaffen im actiongeladenen Klassiker-Remake von Fantasy-Wizard Tim Burton.

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