Ocean's 13

Dritter Auftritt von Steven Soderberghs Starversammlung, in dem Danny Oceans Team einem Casinogangster eine Lektion fürs Leben erteilt.

Ocean's 13 Großansicht
(Bild: Warner)
Verleih Warner
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2007
Regie Steven Soderbergh
Darsteller George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon
Kinostart 07.06.2007
Einspielergebnis D € 12.506.310
Bes. (EDI) 1.916.615
Bes. (FFA) 1.912.627
Charthistory
Boxoffice USA $ 117.096.871
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Als Danny Oceans Mentor vom skrupellosen Vegas-Player Willy Bank aus einem lukrativen Geschäft gedrängt wird, plant Oceans Team eine Strafaktion. Banks neues Luxuscasino soll bei der Eröffnung finanziell ausbluten und in der Reputation ruiniert werden, gleichzeitig Banks größter Schatz, ein Diamantencollier, den Besitzer wechseln. Ein riskante Aktion, die an Nerven und Ressourcen aller Beteiligten geht.

Mit Al Pacino als VIP-Bonus geht Steven Soderberghs Räubermärchen in die dritte Runde. Nach dem Europa-Ausflug im Vorgänger kommt mit der Reunion in Vegas auch das Casinoknacken nach komplexem Masterplan zurück. Während jede Figur ihren Auftritt erhält, präsentiert sich der Film mit verspielter Leichtigkeit, setzt dabei auf dezentes, aber konstantes Lächeln, statt verkrampft große Gags zu produzieren.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Steven Soderberghs Gentlemen-Gangster bitten ein drittes Mal zur Kasse: ohne Altersbeschränkung und leichtgewichtig elegant wie ihre Armani-Anzüge.

Nur verbal und dann auch nur in Spurenelementen verirrt sich Gewalt in dieses mit VIP-Besetzung geschmückte Räubermärchen, obwohl ein Vermögen auf dem Spiel steht und eine komplex auf verschiedenen Ebenen angelegte Strafaktion gegen einen skrupellosen Vegas-Vampir durchgeführt wird. Willy Bank (Al Pacino) hat Danny Oceans Mentor Tishkoff um seinen Anteil an Banks neuem Supercasino und den herzkranken Oldie damit auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Dass Freundschaft als Antwort auf Banks Betrug doch noch etwas zählt im größenwahnsinnig vergifteten Spielerparadies, beweist Oceans komplett angetretenes Spezialistenteam. Gemeinsam bereitet man einen logistisch und finanziell aufwendigen Multifrontangriff auf Banks Casino vor. In einem Fenster von wenigen Minuten soll die Bank des Chiptempels bei der Eröffnung gesprengt werden, sollen die Kunden an allen Tischen Millionengewinne einstreichen. Gleichzeitig soll Banks Ruf ruiniert werden, indem der anonym eingecheckte Hotelbewerter auf eine Tour der Leiden geschickt wird. Und schließlich soll auch noch Banks Ego in den Keller geschickt und ihm sein ganzer Stolz, eine unersetzbare Diamantenhalskette, gestohlen werden. Mit letzterer Mission Impossible stellt Ocean Casinomogul Terry Benedict, seinen Widersacher aus den Vorgängerfilmen, zufrieden, den er sich als Finanzier an Bord holen musste.

Leichthändig und entspannt verspielt fügt Soderbergh eine Vielzahl von Schauplätzen und Figuren in diesen absurd problempotenzierten Plot ein. Im Wüstenuntergrund gräbt sich Don Cheadles Chefmechaniker Basher mit einem gigantischen Bohrer zu den Fundamenten des Casinos vor, im fernen Mexiko wird die Würfelproduktion manipuliert und ganz nebenbei im Geiste Emiliano Zapatas die Revolution ausgerufen, um die entwürdigenden Arbeitsbedingungen zu verbessern. Pitt und Clooney, die ihr bekannt großes karitatives Herz in einer witzigen Sequenz mit der nationalen Wundheilerin und Talkqueen Oprah Winfrey selbstironisch kommentieren, treten im Vergleich zu den Vorgängern etwas zurück, lassen Matt Damon mehr Raum, der, mit einem Cyrano-Zinken drapiert, Banks eiserne Lady (Ellen Barkin) verführt. Was allerdings, ein weiterer Seitenhieb auf seine Nerd-Figur, nur mit Pheromonpflaster gelingt.

So sehr sich "Ocean's 13" auch absurd-exzentrische Verkleidungen leistet, in einem Punkt verstellt sich der Film nie. Er versteht und präsentiert sich auch erfolgreich als relaxtes, heiteres Entertainment und gleichzeitig als nostalgische Liebeserklärung an das alte Vegas, in dem kleiner gebaut, aber ritterlicher gehandelt wurde. Auch wenn der durchlöcherte "Bugsy" darauf nicht Brief und Siegel geben würde. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Warner
O-Titel Ocean's Thirteen
Land / Jahr USA 2007
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Kriminalfilm
Produktionsfirmen Warner Bros./Village Roadshow Pictures Inc./u.a.
Kinostart 07.06.2007
Laufzeit 122
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Einspielergebnis D € 12.506.310
Bes. (EDI) 1.916.615
Bes. (FFA) 1.912.627
Charthistory
USA-Start 08.06.2007, bei Warner Bros.
Boxoffice USA $ 117.096.871
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.oceans13-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jerry Weintraub
Ausf. Produzenten Susan Ekins, Gregory Jacobs, Frederic W. Brost, Bruce Berman
Regie Steven Soderbergh
Drehbuch Brian Koppelman, David Levien
Darsteller George Clooney (Danny Ocean), Brad Pitt (Rusty Ryan), Matt Damon (Linus Caldwell), Andy Garcia (Terry Benedict), Don Cheadle (Basher Tarr), Bernie Mac (Frank Catton), Al Pacino (Willie Banks), Ellen Barkin (Abigail Sponder), Casey Affleck (Virgil Malloy), Scott Caan (Turk Malloy), Eddie Jemison (Livingston Dell), Shaobo Qin (Yen), Carl Reiner (Saul Bloom), Elliott Gould (Reuben Tishkoff)
Schnitt Stephen Mirrione
Musik David Holmes
Produktionsdesign Philip J. Messina
Kostüme Louise Frogley
Casting Debra Zane
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Ocean's 13 Warner Home Video Germany DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 117 Min. Kauf
Ocean's 13
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany HD DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 122 Min. Kauf
Ocean's 13 Warner Home Video Germany Blu-ray Disc, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 122 Min. Kauf
Ocean's 13 Warner Home Video Germany DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 117 Min. Leih
Enthalten in:
Ocean's Trilogy (3 Discs)Ocean's Trilogie (3 DVDs)
Warner Home Video Germany
Warner Home Video Germany
Blu-ray Disc, ab 12, 363 Min.
DVD, ab 12
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Ocean's Thirteen
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als Danny Oceans Mentor Reuben vom skrupellosen Vegas-Player Willy Bank aus einem lukrativen Geschäft gedrängt und schwer verletzt wird, plant Oceans Team eine entschlossene Strafaktion. Banks neues Luxuscasino soll bei der Eröffnung finanziell ausbluten und in der Reputation ruiniert werden, gleichzeitig Banks größter Schatz, ein Diamantencollier, den Besitzer wechseln. Eine riskante Aktion, die an Nerven und Ressourcen aller Beteiligten geht - und am Schluss doch ganz anders verläuft als zunächst gedacht.

Mit Al Pacino als VIP-Bonus geht Steven Soderberghs Räubermärchen in die dritte Runde. Nach dem nicht einhellig begeistert aufgenommenen Europa-Ausflug im Vorgänger kommt mit der Reunion in Vegas auch das Casinoknacken nach komplexem Masterplan zurück - und damit auch der große "Ocean's"-Spaß für Jedermann. Während jede Figur ihren Auftritt erhält, präsentiert sich der Film mit verspielter Leichtigkeit, setzt dabei auf dezentes, aber konstantes Lächeln, statt verkrampft große Gags zu produzieren. Funkelt prächtig!

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

"Man macht nicht zweimal den gleichen Gag. Man macht einen neuen", heißt es einmal im Dialog. Regisseur Soderbergh und sein Team sind inzwischen mindestens so eingespielt wie der coole Gauner Danny Ocean und seine Kumpels. Das dritte Casino-Ding, das sie hier abziehen, ist ganz klar das bisher beste. Entspannt und witzig, mit viel Ironie und feinem Humor klickt hier ein Detail ins andere, macht das Zuschauen zum Vergnügen.

Gutachten:

Inzwischen sind Steven Soderbergh und sein Schauspielerensemble genauso gut eingespielt wie Danny Ocean und seine Kumpanen. Wie der Meisterdieb mit einer souveränen Gelassenheit seinen Coup vorbereit, sodass man nie ernsthaft daran zweifelt, dass das tollkühne Vorhaben auch gelingt,so inszeniert nun auch der Regisseur diesen Genrefilme, der so entspannt und perfekt daherkommt als wäre er ein Klassiker von Howard Hawks.

Man merkt, dass es sich alle Schauspieler so entspannt in ihren Rollen eingerichtet haben, sodass sie völlig natürlich agieren können Nur Al Pacino gibt den skrupellosen Casino Besitzer Willy Bank als eine Karikatur (was ja auch schon alleine der groteske Name andeutet), aber genau solch einen Bilderbuch-Bösewicht braucht die Geschichte auch, damit sie trotz all der Abschweifungen und hochkomplizierten Verwicklungen bis zum Schluss ihren großen Spannungsbogen aufrecht erhält. "Geht es nicht noch ein wenig komplizierter?", wird Danny Ocean einmal im Film gefragt, und dieser Herausforderung haben sich offensichtlich auch die Drehbuchautoren Brian Koppelmann und David Levien gestellt.

Wie schon in den vorherigen "Ocean"-Filmen wird hier die Genre-Konvention von den genau ausbaldowerten Einbruchsplänen und Täuschungsmanövern, die scheitern, um dann von Strategien abgelöst zu werden, die noch komplexer und gewagter sind, auf die Spitze getrieben. Aber jetzt hat Soderbergh es nicht mehr nötig, sie ernsthaft und mit einem immer etwas leicht angeberisch wirkenden Stolz auf die eigene Raffinesse vorzuführen. Statt dessen gibt er dem Film einen selbstironischen, komödiantischen Dreh, der ihm sehr gut bekommt.

Danny Ocean und seine Gang haben sich nun endgültig zu edlen Gaunern gewandelt, die sich nicht selbst bereichern, sondern dem Freund Reuben die Würde wiedergeben und dem Schurken eins auswischen wollen. Dies tun sie, indem sie einem Hotelprüfer die Luft verpesten oder ein kleines Erdbeben auslösen, mit dem sie den Überwachungscomputer des Casinos lahm legen. Beides wird mit der gleichen Professionalität ausgeführt und führt zu komischen Resultaten. Auf sanfte Weise witzig ist der Film in vielen, vielen Details. Man kann es auch nur bewundern, wie Soderbergh und Matt Damon aus einem uralten Trick wie einer angeklebten großen Nase noch einige schöne Lacher herausholen können.

Besonders positiv fälltauch auf, dass Soderbergh völlig auf Gewaltszenen verzichtet und einen geradezu liebevollen Film über Freundschaft in der Form eines Caper-Movies in die Kinos schmuggelt. Sogar dem leidgeprüften Hotelprüfer gönnt er am Schluss noch seinen Jackpot.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


nach oben Pressestimmen

Kein Wunder, dass diese Mischung aus akribischer Planung, perfektem Teamwork, lockerem Humor und spannenden Raubzügen auch beim dritten Mal das Kino zum Vergnügungszentrum macht.

Treffpunkt Kino

So sehr sich "Ocean's 13" auch absurd-exzentrische Verkleidungen leistet, in einem Punkt verstellt sich der Film nie. Er versteht und präsentiert sich auch erfolgreich als relaxtes, heiteres Entertainment und gleichzeitig als nostalgische Liebeserklärung an das alte Vegas, in dem kleiner gebaut, aber ritterlicher gehandelt wurde.

Blickpunkt:Film

Überhaupt ist es auch dem Drehbuch ( ...) nicht gelungen, den Dialogen Coolness oder Esprit zu geben. Aber genau davon würde ein Unterhaltungs-Krimi leben, der auf geistreiche Edelganoven setzt, die einen großen Coup mit großen Clou planen.

Abendzeitung, 6. Juni 2007

Es geht um gar nichts in diesem Film, das kann man nun lustig finden oder auch langweilig.

Frankfurter Rundschau, 6. Juni 2007

Das ganze ist eine Art Urlaubsfilm, ein paar große Jungs haben ihren Spaß, und die Leidenschaft, mit der sie sich selbst vor der Kamera zu Affen mache, wirkt ansteckend.

Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 2007

Insgesamt ist "Ocean's Thirteen" eine entspannte Schaumschlägerei. Es geht um nichts, aber es sieht alles gut aus.

Stuttgarter Zeitung, 6. Juni 2007

Man kann sich gut vorstellen, dass man irgendwo dazukommt, wenn die DVD von "Ocean's Thirteen" läuft, kurz mitguckt, in sich hineingrinst, wenn diese Szene kommt, und dann wieder geht, weil man schnell mitbekommt, dass in diesem Film nichts auf dem Spiel steht. Das war im ersten Teil anders, und selbst im zweiten gab es noch ein Minimum an Bodenhaftung, diesmal verpufft alle Spannung im Nu.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juni 2007

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