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Nirgendwo

Nach dem Tod des Vaters kehrt ein junger Mann zurück nach Hause und trifft wieder auf seine Familie und alte Freunde. Gelungenes Debüt von Regisseur Matthias Starte, der seine Helden Höhen und Tiefen durchleben lässt.

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(Bild: polyband (24 Bilder))
Verleih Polyband (24 Bilder)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2016
Regie Matthias Starte
Darsteller Ludwig Trepte, Frederik Götz, Amelie Kiefer
Kinostart 27.10.2016
Einspielergebnis D € 77.170
Bes. (EDI) 13.612
Bes. (FFA) 13.662
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Filmtrailer Video

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Szene

 
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Verleih polyband (24 Bilder)
O-Titel Nirgendwo
Land / Jahr Deutschland 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen PICTURES IN A FRAME
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 250.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 20.000)
Kinostart 27.10.2016
Laufzeit 97
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 77.170
Bes. (EDI) 13.612
Bes. (FFA) 13.662
Charthistory
Weltvertrieb Picture Tree International
Filmtrailer Video
Web-Link http://nirgendwo-derfilm.de/#home
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jan Gallasch, Tobias Herrmann
Koproduzenten Marcus Ammon, Manfred Knarr, Janosch Benz, Ufuk Genc, Sabina Friedland
Ausf. Produzent Marina Voeth
Regie Matthias Starte
Drehbuch Matthias Starte
Darsteller Ludwig Trepte (Danny), Frederik Götz (Fresi), Amelie Kiefer (Kirsten), Saskia Rosendahl (Susu), Dennis Mojen (Rob), Ben Münchow (Tom), Jella Haase (Mischa)
Kamera Thomas Schiller
Schnitt René Loos, Elina Schmidt
Musik Karsten Laser
Produktionsdesign Marlen von Heydenaber, Alexis Grammatikopulos
Ton Peter Kautzsch
Casting Daniela Tolkien
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Nirgendwo WVG Medien DVD, ab 12, 93 Min. Kauf
Nirgendwo WVG Medien Blu-ray Disc, ab 12, 97 Min. Kauf
Nirgendwo WVG Medien DVD, ab 12, 93 Min. Leih
Nirgendwo WVG Medien Blu-ray Disc, ab 12, 97 Min. Leih
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Seit Jahren ist Danny schon nicht mehr zuhause gewesen. Nach dem Abi ließ er seine Freundin Susu und seinen Freundeskreis zurück und fing an, BWL zu studieren. Sein Vater wollte das so. Danny wollte immer schon lieber fotografieren. Nun ist Dannys Vater gestorben. Und Danny kehrt zurück. Zurück auch zu seiner Ziehschwester, die nicht nur angehende Medizinerin, sondern, wie es aussieht, auch angehende Mutter ist. Von wem, möchte sie nicht sagen. Zurück zu seinen Freunden, die allesamt ihre eigenen Probleme damit haben, sich ein eigenes erwachsenes Leben aufzubauen. Und zurück zu Susu, die Danny nie vergessen hat. Eigentlich sollte sich Danny nun wieder zuhause fühlen. Doch zuhause - wo und was ist das eigentlich? Ist zuhause wirklich irgendwo? Oder nirgendwo? In seinem Debütspielfilm lässt Regisseur Matthias Starte seine Helden alle Höhen und Tiefen der Generation Twentysomething durchleben. Während die einen ihre alte Heimat, die ihnen zu klein geworden schien, verlassen, bleiben die anderen in eben dieser Heimat fest verwurzelt, vielleicht aus Liebe zum Bekannten, vielleicht auch aus Angst vor dem Unbekannten. Sowohl der Regisseur als auch die Darsteller, das spürt man in jeder Minute des sorgsam erzählten und mit starken ruhigen Bildern komponierten Films, können genau dieses Lebensgefühl überzeugend aus eigenen Erfahrungen heraus verkörpern und dem Zuschauer glaubhaft vermitteln. Allen voran Ludwig Trepte als Danny und Saskia Rosendahl als Susu, die eine große Liebe und tiefe Gefühle verbindet - für die sie aber vielleicht noch nicht reif genug sind. Ein gut zusammengestellter Score und Soundtrack versetzen den Zuschauer in eine verträumt melancholische Spätsommerstimmung, das Setting ist perfekt gewählt und erweckt ein universelles Kleinstadtgefühl, das jeder nachvollziehen kann. NIRGENDWO ist ein überzeugendes Debüt, das sich für seine Geschichte, seine Figuren und seine Zuschauer Zeit nimmt und mit ihnen gemeinsam auf eine Reise zu den eigenen Wurzeln geht. Eine Reise nach Zuhause. Eine Reise nach Nirgendwo.

Gutachten:

In seinem Regiedebüt NIRGENDWO entwirft Autor und Regisseur Matthias Starte das Porträt einer entwurzelten Generation von Mittzwanzigjährigen, denen es materiell an nichts mangelt, die jedoch mit den Problemen des Alltags hoffnungslos überfordert sind. Vier junge Männer und drei Frauen werden in ihren Beziehungsproblemen, Lebenssituationen und Entscheidungsmomenten beobachtet.
Protagonist ist der BWL-Student Danny, der seine Freundin Susu und seine Familie auf dem Land hinter sich lässt, um in der Großstadt zu studieren. Als sein Vater stirbt, kehrt er zurück, trifft auf alte Freunde, seine schwangere Ziehschwester und Susu.
An einer zentralen Stelle des Films wird festgestellt, dass heutige 26 sei das neue 16. NIRGENDWO kann daher als eine Art Coming of Age-Film der innerlich unbehausten Generation Y gelten. Visuell ist der Film hervorragend gestaltet: dicht, detailfreudig und liebevoll ausgestattet. Die musikalische Gestaltung reflektiert die Generation und funktioniert zugleich als gelungener Score. Auch in der Montage schafft es die Inszenierung, zusätzliche Ebenen zu erschließen. Es ist dabei zu berücksichtigen, dass der Film sich auf ein spezifisches privilegiertes Milieu fokussiert und den mitunter regressiven Charakter der Generation deutlich macht.
In seiner Bemühung, möglichst filmisch zu ästhetisieren, kommt es aber auch, in den Augen der Jury, zu pathetischen Überhöhungen, die sich in konstruierten Dialogen und modellhaften Konstellationen zeigen, mit denen die jungen Schauspieler mitunter ein wenig überfordert scheinen. Diese pathetische und ästhetische Überhöhung mag der Selbstwahrnehmung der porträtierten Generation entsprechen, wie eine Projektion der inneren Bilder der Figuren, der Film lässt jedoch nach Ansicht der Jury die Reflexion dieser Perspektive oftmals missen. Als affirmatives Porträt der Generation Y und ihrer emotionalen Probleme ist er jedoch höchst effektiv und für ein Publikum junger Erwachsener definitiv empfehlenswert.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
22.09.2016 - 02.10.2016 Zürich 12. Zurich Film Festival

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