Niemals selten manchmal immer

Eindringliches feministisches Kino aus den USA, in dem zwei Teenagerinnen vom Land eine Fahrt nach New York unternehmen.

Niemals selten manchmal immer Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Großbritannien 2020
Regie Eliza Hittman
Darsteller Talia Ryder, Sidney Flanigan, Ryan Eggold
Kinostart 11.06.2020
Boxoffice USA $ 16.285
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Die 17-jährige Autumn ist ungewollt schwanger geworden. Sie weiß, dass sie im Arbeitermilieu des ländlichen Pennsylvania nicht mit Solidarität rechnen kann. Mit ihrer Cousine Skylar macht sich Autumn auf den Weg nach New York City, wo sie hofft, eine Abtreibung vornehmen zu können. Es wird eine harte und niemals leichte Reise.

Mit dem Festivalhit "Beach Rats" hatte sich Eliza Hittman für Größeres empfohlen: Ihr neues Independentdrama, das in Sundance Premiere feierte, ist ein starkes Stück feministisches Kino, das mit Sidney Flanigan und Talia Ryder über zwei herausragende Hauptdarstellerinnen verfügt.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Leises und einfühlsames Coming-of-Age-Drama um eine 17-Jährige vom Land, die in New York abtreiben will.

Eliza Hittman, die mit dem Coming-of-Age-und Coming-Out-Drama "Beach Rats" bereits im deutschen Kino war, wurde für ihre dritte Langfilmregiearbeit bereits in Sundance mit dem Sonderpreis der Jury gewürdigt und nun auch bei der Berlinale gefeiert. Niemals selten manchmal immer war ein Publikumsfavorit, weit vorne bei den Kritikerspiegeln und gewann zurecht den Silbernen Bären (Großer Preis der Jury). Im Zentrum des eindringlichen und einfühlsamen Dramas steht die 17-jährige Autumn aus Pennsylvania, die feststellt, dass sie schwanger ist, das Baby aber nicht behalten, auch nicht adoptieren lassen will, wie ihr die Beratungsstelle nahelegt. Kaum zu glauben ist, dass Autumn dort, wie man später erfährt, bei der Dauer der Schwangerschaft belogen wurde. Da sie in ihrem Heimatort die Genehmigung ihrer Eltern braucht, um abzutreiben, fährt sie mit dem Bus nach New York, begleitet von ihrer Cousine und guten Freundin Skylar.

Die US-Indiefilmemacherin, die auch das Drehbuch beisteuerte, erzählt feinfühlig und in aller Ruhe von ihrer zwei lange Tage und Nächte andauernden Reise, schildert genau, fast dokumentarisch das Prozedere in der Klinik, vor der christliche Gruppen gegen Abtreibung demonstrieren. Zum Prozedere gehört ein Fragebogen, bei dem mit den titelgebenden Worten geantwortet werden muss. Erst da wird endgültig deutlich, dass Autumn missbraucht wurde. Das Schweigen als Antwort der Protagonistin genügt. Eine herzzerreißende und doch so einfache Szene, die im Gedächtnis bleibt. Hittman walzt die Tragik nicht aus, weder hier noch in vorherigen oder späteren Szenen, sondern erzählt fast beiläufig. Sie zeigt lieber die Vertrautheit der Freundinnen, wie sie sich auch mal streiten, Witze machen oder wie Skylar vor Autumn mit einem Jungen knutscht.

Niemals selten manchmal immer ist ein leises, unglaublich authentisch anmutendes Drama, aber dafür ein umso kraftvolleres Plädoyer für die Selbstbestimmung der Frau. Die Kamera von Hélène Louvart (die übrigens auch den Wettbewerbsbeitrag "Todos os Mortos" fotografierte) ist immer nah oder sehr nah an den beiden wunderbaren Hauptdarstellerinnen Sidney Flanigan und Talia Ryder, die man sich nach diesen Performances unbedingt merken sollte. hai.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel Never Rarely Sometimes Always
Alternativ-/Arbeitstitel Never, Rarely, Sometimes, Always
Land / Jahr USA/Großbritannien 2020
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Kinostart 11.06.2020
USA-Start 13.03.2020, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 16.285
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Regie Eliza Hittman
Darsteller Talia Ryder, Sidney Flanigan, Ryan Eggold
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