My Summer of Love

Preisgekrönter britischer Independentfilm über zwei Teen-Girls und ihren Sommer der Liebe.

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(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien 2004
Regie Pawel Pawlikowski
Darsteller Natalie Press, Emily Blunt, Paddy Considine
Kinostart 30.06.2005
Einspielergebnis D € 273.804
Bes. (EDI) 50.382
Bes. (FFA) 56.148
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Boxoffice USA $ 859.409
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Als Mona und Tamsin sich begegnen, hat die eine gerade ihren Lover, die andere ihren Platz im Internat verloren, was beide nicht als schweren Verlust empfinden. Die verarmte Waise und das wohlhabende Mädchen verlieben sich ineinander. Einen Sommer lang scheint es, als hielte ihre Nähe alles Feindliche fern. Doch die Gemeinsamkeiten enden schließlich bei der Intensität der investierten Gefühle.

Mit einem mal verträumten, mal komischen, mal rebellischen Film über eine Teenagerliebe erweist sich Ex-Dokumentarfilmer Pawel Pawlikowski als interessante neue Stimme des britischen Kinos. Mit natürlicher Präsenz überzeugen seine Hauptdarstellerinen Emily Blunt und Natalie Press, während die visuelle Gestaltung des Films im Unterschied zum Soundtrack etwas farblos bleibt.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Zwei Mädchen aus England und die Liebe zum Firmament. Unter freiem Himmel - die eine auf einer Wiese liegend, die andere auf einem Schimmel thronend - begegnen sich Mona und Tamsin und damit zwei Welten. Aus diesem flüchtigen Erstkontakt wächst eine Sommerliebe, die sich auf der Insel bereits in einem BAFTA als Bester Britischer Film niedergeschlagen hat. Auch auf dem Kontinent und überall, wo jugendliches Erleben unverkrampft, frech und ohne die dramaturgischen Schnittmuster des kommerziellen Kinos Sehsüchte weckt, sollte dieser kleine Film auf große Resonanz stoßen.

Vergleiche mit Peter Jacksons "Heavenly Creatures", die von der britischen Presse beim Start im letzten Herbst angestrengt wurden, treffen zu in der Ausformung der beiden Persönlichkeiten, in den unterschiedlich intensiv investierten Gefühlen, nicht aber stilistisch. Jacksons Durchbruch war ein visuell elegantes und einfallsreiches Mordgedicht, "My Summer of Love" dagegen ist optisch spröder, verrät mit vielen Close-ups eher eine TV-Ästhetik. Regisseur Pawel Pawlikowksi kommt vom Dokumentarfilm. Unmittelbarkeit und Authentizität, die durch Improvisationselemente forciert wurde, sind zwangsläufig neben einem frechen, widerspenstigen Ton die großen Stärken dieses an Maria Maggentis "Two Girls in Love" erinnernden Films, der vor neun Jahren auch in die deutschen Kinos kam.

Schauplatz von Pawlikowskis Nachfolger auf sein gut aufgenommenes Immigrantendrama "Last Resort" ist Yorkshire - spätestens seit Emily Brontés "Wuthering Heights" ein gutes Pflaster für intensive Leidenschaften. Hier lebt Mona (Natalie Press) nach dem Tod ihrer Mutter allein mit ihrem Bruder Phil (Paddy Considine), der seine gewalttätige kriminelle Vergangenheit als Wiedergeborener Christ begraben hat. Die Veränderung des Bruders zum fanatischen Bibeljünger hat Mona isoliert, bis sie in der reichen Tamsin (Emily Blunt), die gerade vom Internat geflogen ist, eine Freundin und vermeintlich verwandte Seele findet. Bereits die erste Begegnung der Mädchen, in der Mona von einer Wiese zur reitenden Himmelsgestalt Tamsin aufblickt, zeigt die soziale Kluft und die Hierarchie in dieser Beziehung. Fast losgelöst von den Realitäten ihres Lebens verbringen die Mädchen einen verträumten Sommer, erteilen fremdgehenden Vätern und egoistischen Monotonbegattern eine Lektion, provozieren auf einer Tanzveranstaltung, werden zu einer Festung, die uneinnehmbar zu sein scheint. Das Spielerische in dieser Beziehung ist dabei stärker ausgeprägt als das Sexuelle, was auch den Ort markiert, an dem sich die beiden Teenager auf ihrem Weg in die Welt der Erwachsenen befinden.

Humorvoll und ohne Voyeurismus beobachtet der Film, atmosphärisch unterstützt von einem unorthodox zusammengestellten Soundtrack zwischen Goldfrapp, Bollywood, Edith Piaf und Saint-Seans, die Mädchen bei ihrer kleinen Rebellion gegen Umfeld und Alltag. Die von beiden Hauptdarstellerinnen mit großer Natürlichkeit gespielten Figuren und ihre Gefühle sind dabei immer wichtiger als der Plot und seine durchaus unerwartete finale Wende. "Es muss interessant sein, an etwas glauben zu können", bleibt als entscheidender Satz des Films haften. Er beschreibt das Dilemma der Jugend, aber auch das dieser Liebe, weil nur eines der Mädchen eben genau dieses überwunden und an etwas zu glauben gelernt hat. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Prokino (Fox)
O-Titel My Summer of Love
Land / Jahr Großbritannien 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Apocalypso Pictures/BBC Films u.a.
Produzenten Christopher Collins, Tanya Seghatchian
Ausf. Produzenten Chris Auty, Emma Hayter, David M. Thompson
Regie Pawel Pawlikowski
Drehbuch Pawel Pawlikowski, Michael Wynne
Buchvorlage Helen Cross
Darsteller Natalie Press (Mona), Emily Blunt (Tamsin), Paddy Considine (Phil), Dean Andrews (Ricky), Michelle Byrne (Seine Frau), Paul-Anthony Barber (Tamsins Vater), Lynette Edwards (Tamsins Mutter), Kathryn Sumner (Sadie)
Kamera Ryszard Lenczewski
Schnitt David Charap
Musik Will Gregory
Produktionsdesign John Stevenson
Ton John Pearson
Produktionsleitung Charlotte Ashby, Emma Fowler
Kinostart 30.06.2005
Laufzeit 87
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 1:1,85
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 273.804
Bes. (EDI) 50.382
Bes. (FFA) 56.148
Charthistory
USA-Start 17.06.2005, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 859.409
Filmtrailer Video
Web-Link www.my-summer-of-love.de/
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
58. British Academy Awards   2005, London, 12.02.2005 Bester britischer Film (Alexander Korda Award)  
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Titel Vertrieb System Handelsform
My Summer of Love EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 84 Min. Kauf
My Summer of Love EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 84 Min. Leih
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Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse My Summer Of Love
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Die 16-Jährige White-Trash-Göre Mona lebt mit ihrem Bruder im ehemaligen Pub der verstorbenen Mutter. Die gebildete, skrupellose Tamsin residiert im Herrenhaus samt Pferdestall - während die Mama auf Schauspieltournee weilt und der Vater die Sekretärin beglückt. Dennoch freunden sich die gegensätzlichen Mädchen während des langen Sommers an, verlieben sich und schwören einander ewige Treue. Da gehen die Wochen voller Leidenschaft unvermittelt zu Ende und Mona steht vor den Scherben ihres kurzen Glücks.

Pawel Pawlikowskis kongeniale Adaption von Helen Cross' Roman begeistert als bittersüße Teenagerromanze ohne Kitsch und falsche Sentimentalität. Mit Nathalie Press ("The Gathering") und der betörend schönen Debütantin Emily Blunt ist dem Regisseur ein Casting-Coup geglückt, mit Paddy Considine als missionierendem Ex-Knacki hat er auf einen verlässlichen Charakterdarsteller gesetzt. Besonders die drei sowie die fast dokumentarischen Bilder machen diesen Sommer der Liebe zu einer der interessantesten Arthouse-Arbeiten aus dem Jahr 2004.

Quelle: mediabiz.de

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TV-Ausstrahlungen (im deutschen Fernsehen seit Frühjahr 2005)

Sender Datum Zeit
3SAT 29.04.2010 22:25:00

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