Mr. Deeds
| Verleih | Columbia TriStar |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, USA 2002 |
| Regie | Steven Brill |
| Darsteller | Adam Sandler, Winona Ryder, John Turturro |
| Kinostart | 15.08.2002 |
| Einspielergebnis D |
€ 7.364.331 Bes. (EDI) 1.284.967 Bes. (FFA) 1.284.967 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 126.203.320 Charthistory |
| Filmtrailer |
|
- nach oben Inhalt & Info
-
Provinzpoet und Pizzeriabesitzer Deeds führt ein glückliches Leben, bis ihn eine unerwartete Erbschaft zum Multimilliardär macht. So zieht der naive Menschenfreund in die große Stadt, in der Geschäftemacher ihn übervorteilen und die Medien ihn auflagenträchtig blamieren wollen. Doch gerade auf moralisch verdorbenem Terrain zeigt Deeds Charakterstärke Wirkung.
Nach der Enttäuschung ihrer ersten Zusammenarbeit "Little Nicky" zeigen sich Regisseur Steven Brill und sein Star Adam Sandler erholt. Ihr freies Remake eines Frank Capra-Klassikers von 1936 weist dem Komiker in einer starken Besetzung die Rolle eines couragierten Sympathieträgers und John Turturro eine exzentrische Nebenfigur zu, die Glanzlichter setzt.
Quelle: Blickpunkt:Film
- nach oben Ausführliche Besprechung
-
Vor kurzem noch in Cannes durch seine Mitwirkung im Wettbewerbsbeitrag "Punch Drunk Love" geadelt, wagt sich US-Starkomiker Adam Sandler an neue Herausforderungen. Auf den Spuren von Hollywood-Aristokrat Gary Cooper schlüpft er in die Rolle eines provinziellen Gutmenschen, der durch eine Erbschaft Milliardär wird und dem Zynismus der Metropole durch traditionelle Tugenden wie Ehrlichkeit und Güte eine Lektion erteilt. Ein Kinomärchen also, das die Freunde romantischer Komödien ebenso bedient wie die Feinde snobistischer Großstadthaie, die hier von einem "fish out of water" gezähmt werden. Unwahrscheinlich sind damit Identifikationsprobleme mit dem Protagonisten oder eine weitere Enttäuschung wie "Little Nicky", der weltweit hinter Sandlers kommerziellem Potenzial zurückblieb.
Vorbild für Regisseur Steven Brills optimistisches Plädoyer für die wahren Werte des Lebens ist Frank Capras Klassiker "Mr. Deeds geht in die Stadt", der seinem Regisseur 1936 nicht nur den zweiten Oscar, sondern auch die erste Namensnennung über dem Titel, damals noch ein Privileg, einbrachte. Capras Screwball-Comedy, beseelt vom unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen, war eine spielerisch leichte, aber geistreiche Abrechnung mit der Werteverschiebung in der Zeit der großen Depression. Was Capra mit missionarischer Überzeugung in die Welt hinaustrug, ist in der heutigen Zeit noch stärker als Märchen ausgewiesen. Und so sollte "Mr. Deeds" auch gesehen werden, der sich nach Aussagen der Filmemacher als freie Adaption versteht. Vergleiche mit dem Vorbild führen unweigerlich zur Verklärung von gestern, weil Coopers Brillanz, gutherzigen Provinzialismus unendlich charmant erscheinen zu lassen, aber auch Jean Arthurs quirliger Zauber nicht reproduzierbar sind. Löst man sich von Gegenüberstellungen, die das Publikum von heute in der Regel ohnehin kaum machen wird, erweist sich "Mr. Deeds" als sympathische Plattform für die Stärken seines Stars. Im Unterschied zu Kollegen wie Chris Rock, Chris Tucker oder Martin Lawrence verkauft sich Sandler sehr erfolgreich als einfacher uneitler Durchschnittsmensch: resistent gegen die Peinlichkeiten des Lebens und emotionale Wärme vermittelnd. Nach "Eine Hochzeit zum Verlieben" und "Big Daddy" ist das auch deutlich in "Mr. Deeds" zu sehen. Mit dem Tod eines ihm bis dahin unbekannten Verwandten wird Longfellow Deeds (Sandler) urplötzlich zum Erbe eines 40 Milliarden-Dollar-Vermögens. Erstaunlich unbeeindruckt, zieht der liebenswerte Pizzeriabesitzer aus Mandrake Falls nach New York, wo ihn schnell die Piranhas umkreisen. Der geldgierige und verschlagene Firmenmanager Chuck (Peter Gallagher) will das Imperium des Verstorbenen hinter Deeds' Rücken zersplittern und verkaufen, während TV-Reporterin Babe Bennett (Winona Ryder) sich Deeds als hilflose Provinzpflanze nähert, um mit versteckter Kamera Bilder eines von New York gedemütigten Einfaltspinsels zu liefern. Natürlich geht Deeds der vermeintlich tugendhaften Seelenverwandten auf den Leim, wird von der gesellschaftlichen Elite verspottet, überzeugt aber schließlich alle als prinzipientreuer Landritter, der verhätschelten Footballstars Charakterunterricht erteilt oder der Schickeria die Grenzen verbaler Macht aufzeigt. In beiden Fällen mit der Faust. Der Motor dieses neuen Modells Mann sind alte Werte, die im besten Pioniergeist zur Not eben auch mit physischer Stärke vertreten werden. Dies nicht nur von Sandler, sondern auch von einer Kleinstadtfreundin, mit der sich Ryder prügeln muss, um ihre spätere Reue auch wahrhaftig wirken zu lassen. Der Witz der Taten dominiert also den des Wortes, was auch genau den Stärken Sandlers entspricht. Komisches Prunkstück des Films ist Deeds' Beziehung zu seinem Butler Emilio, mit dem John Turturro seine Galerie exzentrischer Charakterporträts um einen hinreißenden Neuzugang erweitert. Womit vielleicht realisierbar würde, was nun wirklich niemand einem Sandler-Film je zugetraut hätte: die Chance auf eine Oscar-Nominierung. kob.
Quelle: Blickpunkt:Film - nach oben Mediathek
-
Flashplayer wird geladen ...
- nach oben Film-/Kino-Daten
-
Verleih Columbia Tristar O-Titel Mr. Deeds Land / Jahr USA 2002 Kategorie Spielfilm Genre Komödie Produktionsfirmen Happy Madison Prods./Out of the Blue Entertainment Kinostart 15.08.2002 Laufzeit 96 FSK ab 6 Jahre Bildformat Widescreen Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS Einspielergebnis D € 7.364.331
Bes. (EDI) 1.284.967
Bes. (FFA) 1.284.967
CharthistoryUSA-Start 28.06.2002, bei Sony Pictures Releasing Boxoffice USA $ 126.203.320 Filmtrailer
Promo-Material Mr. Deeds Trailer (8,51 MB) Web-Link http://www.sonypictures.com/movies/mrdeeds http://www.mr-deeds.de - nach oben Cast & Crew
-
Produzenten Jack Giaraputto, Sid Ganis Koproduzenten Alex Siskin Ausf. Produzenten Adam Sandler, Joseph M. Caracciolo Regie Steven Brill Drehbuch Tim Herlihy Darsteller Adam Sandler (Longfellow Deeds), Winona Ryder (Babe Bennett), John Turturro (Emilio Lopez), Allen Covert (Marty), Peter Gallagher (Chuck Cedar), Jared Harris (Mac McGrath), Erick Avari (Cecil Anderson), Conchata Ferrell (Jan), Harve Presnell (Preston Blake), Steve Buscemi (Crazy Eyes), J. B. Smoove (Reuben), Derek Hughes (Kellner), Roark Critchlow (William), Peter Dante (Murph), Gideon Jacobs (Jimmy), Brandon Molale (Kevin Ward), Blake Clark (Buddy Ward), John McEnroe (John McEnroe), Rev. Al Sharpton (Rev. Al Sharpton) Kamera Peter Lyons Collister Schnitt Jeff Gourson Musik Teddy Castellucci Produktionsdesign Perry Andelin Blake, Steven McCabe, Steve Carter Ton Felipe Borrero Kostüme Ellen Lutter Casting Roger Mussenden - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
-
Titel Vertrieb System Handelsform Mr. Deeds Nicht lieferbarColumbia TriStar Home Entertainment (CTHE) VHS, ab 6, 93 Min. Kauf Mr. Deeds (Special Edition) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 6, 93 Min. Kauf Enthalten in:
Best of Hollywood - 3 Movie Collector's Pack: Big Daddy / Die Wutprobe / Mr. Deeds (3 DVDs)Nicht lieferbarSony Pictures Home Entertainment (
DVD, ab 12, 283 Min.
Kauf
- nach oben Soundtrack
-
Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Songtrack Diverse Mr. Deeds Nicht lieferbar - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
-
Ein unbekannter Verwandter vermacht dem liebenswerten Pizzeria-Betreiber Longfellow Deeds ein Erbe von 40 Milliarden Dollar. Der neue Reichtum reißt das Landei völlig aus den eingefahrenen Bahnen. Standesgemäß verlegt der Naivling seinen Wohnsitz vom idyllischen Mandrake Falls nach New York, wo es geldgierige "Berater" auf sein Geld abgesehen haben. Auch Klatschreporterin Babe Bennett wittert eine Story und erschleicht sich das Vertrauen des unbescholtenen Neu-Moguls. Nur Diener Emilio hilft Deeds, sich treu zu bleiben.
Steven Brills schräges Remake von "Mr. Deeds geht in die Stadt" (1936) zeigt Adam Sandler ("Happy Gilmore") in einer seiner charmantesten Rollen. Ihm zur Seite stehen die Ausnahme-Mimen Steve Buscemi und John Turturro, die allein den Komödienspaß schon sehenswert machen. Die bezaubernde Unbeschwertheit vereint mit abstruser Situationskomik und der unverwechselbaren Handschrift der Comedy-Chaoten Sandler und Brill machen die gelungene Neuverfilmung zu einem absoluten Top-Tipp für junge Filmfreunde.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Zusammenfassung
-
Landei und Pizzeria-Betreiber Longfellow Deeds erbt unerwartet 40 Milliarden Dollar. Standesgemäß verlegt der liebenswerte Naivling seinen Wohnsitz vom idyllischen Mandrake Falls nach New York, wo geldgierige "Berater" und auch Klatschreporterin Babe Bennett auf ihn Jagd machen. Schräges Remake von "Mr. Deeds geht in die Stadt" durch Steven Brills, der Komiker Adam Sandler in einer seiner charmantesten Rollen zeigt.
- nach oben Newsarchiv
-
-
Blickpunkt:Film Culver City, 30.03.2011, 10:12Sony hievt Videoplattform Crackle auf viele hau...
Crackle, die Onlinevideoplattform von Sony Pictures Entertainment, ist in den USA ab sofort auch über die PlayStation 3, Sonys Blu-ray-Player und...
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film München, 22.07.2008, 11:33ZDF und ARD liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen
Mit hauchdünnem Vorsprung setzte sich der ZDF-Montagsfilm "Schuld und Rache" in den Quotencharts gegen eine ARD-Doku über namibische Wüstenelefanten durch.
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film Tokio, 24.04.2003, 11:55Rekordjahr für Sony Pictures
Ein erfolgreiches Boxoffice und starke Abverkäufe bei Home Entertainment haben Sony Pictures im vergangenen Jahr auf neue Rekordhöhen gehoben.
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film Los Angeles, 09.01.2003, 10:49Das Verleihjahr 2002 in den USA: Sonys großes C...
Im vergangenen Jahr konnten mit einem Gesamteinspiel von 9,14 Mrd. Dollar an den US-Kinokassen erneut Rekordzahlen erzielt werden. Mit 643 Wide Releases...
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film Tokio, 29.10.2002, 13:10Sony verzeichnet Quartalsgewinn
Die Sony Corporation verzeichnet im 2. Geschäftsquartal 2002 einen Nettogewinn von 363,4 Mio. Euro.
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film München, 19.08.2002, 09:30D: Sommerwetter setzt Neulingen zu
"Mr. Deeds" übernahm am insgesamt schwachen vergangenen Wochenende mit vorerst geschätzten 290.000 Besuchern überlegen die Spitzenposition der deutschen...
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film München, 16.08.2002, 16:08Starker erster Tag für "Mr. Deeds"
Mit einem Einspiel von 580.000 Euro am ersten Tag ist "Mr. Deeds", die neue Komödie von Superstar Adam Sandler, klarer Anwärter auf den ersten Platz der...
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film Los Angeles, 15.07.2002, 10:18USA: "MIIB" bleibt Spitzenreiter
Trotz starker Konkurrenz blieb "Men in Black 2" Spitzenreiter in den US-Charts.
weiterlesen
-
Blickpunkt:Film Los Angeles, 01.07.2002, 09:17USA: Adam Sandler wieder an der Spitze
Nachdem seine letzte Komödie "Little Nicky" durchgefallen war, meldet sich Adam Sandler mit "Mr. Deeds" wieder überzeugend an der Spitze der US-Charts...
weiterlesen
-
Mediabiz Datenbank
News
-
Cannes, 23.05.2012, 00:17
Tag 7: Pitt regiert die Croisette
Im Jahr nach "Tree of life" kehrte Dauergast Brad Pitt zurück nach Cannes,...
-
Berlin/Unterföhring, 22.05.2012, 16:55
Kabel Deutschland übernimmt Tele Columb...
Durch die mehr als 600 Mio. Euro schwere Übernahme von Tele Columbus durch...
-
München, 22.05.2012, 16:04
Tarifstreit bei CineStar und Cinemaxx: "...
Seit dem Jahresende 2011 liegt ver.di im Clinch mit zwei der großen...
Programmplaner
-
Vorschau bis: KW 2014/29
Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.


