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Love & Mercy

Biopic über den legendären Beach Boys-Musiker Brian Wilson, seine rauschende Karriere und seinen Zusammenbruch und seine anschließende Therapie.

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(Bild: Studiocanal)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2014
Regie William Pohlad
Darsteller John Cusack, Paul Dano, Elizabeth Banks
Kinostart 11.06.2015
Einspielergebnis D € 338.283
Bes. (EDI) 48.863
Bes. (FFA) 45.866
Charthistory
Boxoffice USA $ 12.461.903
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Filmtrailer Video

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Beach-Boys-Anführer Brian Wilson ist Mitte der Sechzigerjahren auf dem Zenit seiner Schaffenskraft angekommen. Mit "Pet Sounds" definiert er die Popmusik neu, und nun setzt er an, mit "Smile" sein Meisterwerk zu schaffen. Doch im Innern nagen die Stimmen in seinem Kopf, Druck von der Plattenfirma, dem Rest der Band und seines tyrannischen Vaters treiben ihn in die Psychose. 20 Jahre später ist Wilson ein Wrack, und doch verliebt sich die Autoverkäuferin Melinda in ihn und beginnt mit seiner Rettung.

Ebenso unkonventionelles wie nachhaltig effektives Biopic über eines der großen Genies der Popmusik, der an der eigenen Genialität zerbrach und erst Jahrzehnte später gerettet werden konnte. Nach einem Drehbuch von Oren Moverman inszenierte Bill Pohlad die Lebensgeschichte mit zwei Schauspielern, die sich nicht übermäßig ähnlich sehen: Paul Dano und John Cusack sind wunderbar als Wilson, der Film trägt mit Gespür für Raum und Zeit und atmosphärischer Dichte das Seine zum Gelingen bei. Den Rest übernimmt die gottgleiche Musik.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Unkonventionelles, aber zwingend gelungenes Biopic über den legendären Beach-Boys-Musiker Brian Wilson, seine kreativen Höhenflüge, seinen Zusammenbruch und seine anschließende Rettung zwei Jahrzehnte später.

Dass "Love & Mercy" ein so bewegender und gelungener Triumph werden würde, war nicht vorherzusehe. Natürlich ist die Lebensgeschichte von Brian Wilson, des Architekten des Beach-Boys-Sounds, der beim Versuch, im Studio all die Klänge umzusetzen, die er sich in seinem Kopf vorstellen konnte, buchstäblich den Verstand verlor und die nächsten Jahrzehnte mit psychischen Problemen, Drogen, Alkohol und Übergewicht zu kämpfen hatte, faszinierend, und auch Regisseur Bill Pohlad ist kein unbeschriebenes Blatt: Der amerikanische Multimillionär hat als Produzent von Filmen wie "The Tree of Life" oder "12 Years a Slave" wiederholt bewiesen, dass er ein untrügliches Gespür besitzt für ungewöhnliche Filmstoffe mit Klassiker-Potenzial. Aber "Love & Mercy", das roch doch zu sehr nach Eitelkeitsprojekt eines Produzenten, der endlich auch einmal auf dem Regiestuhl sitzen wollte. Was für ein Irrtum: Der Film ist ein Triumph, der sich Konventionen gängiger Künstler-Biopics strikt verweigert und mit einem Minimum an Aufwand, aber einem Maximum an Fantasie und Verständnis für den Mann im Mittelpunkt regelrecht mit den Augen Wilsons sehen und verstehen lässt.

Basierend auf einem Drehbuch von Oren Moverman erzählt der Film nicht chronologisch von Aufstieg und Fall des begnadeten Musiker und Komponisten. Stattdessen wechselt er fließend zwischen zwei Zeitebenen, die entscheidende Phasen im Leben Wilsons umfassen. Zum einen ist da die Zeit Mitte der Sechzigerjahre, in der Brian Wilson an seinen visionären Alben "Pet Sounds" und "Smile" arbeitet und schließlich an der eigenen Ambition und dem äußeren Druck von Plattenfirma, Bandkollegen und seinem herrischen Vater zerbricht. Zum anderen zeigt der Film Brian Wilson als psychisches und körperliches Wrack Mitte der Achtzigerjahre, als sein Leben von dem kontroversen Psychotherapeuten Eugene Landy kontrolliert wird und er sich in die Autoverkäuferin Melinda Ledbetter verliebt. Der Clou an dem Film: Wilson wird in den beiden Phasen von zwei verschiedenen Schauspielern verkörpert, die sich äußerlich nicht im Entferntesten ähneln.

Während Paul Dano in den Sixties-Szenen Wilson wie aus dem Gesicht geschnitten ist, lässt Pohlad auf der anderen Zeitebene John Cusack einfach aussehen wie John Cusack, als wolle er sagen: Dies ist ein Mann, der nichts mehr mit dem Brian Wilson von früher zu tun hat. Es ist ein Kniff, der großartig funktioniert. Zum einen weil die beiden Schauspieler wunderbar sind - Dano, meist abonniert auf schmierige Psychos wie in "There Will Be Blood" oder "Prisoners", ist eine Offenbarung, wenn er Wilson als großes, sanftes Kind spielt, das von der eigenen Vision völlig überwältigt ist, während Cusack mit seiner einfühlsamen und ganz sparsamen Darstellung daran erinnert, warum man ihn einmal für einen der Besten seiner Generation hielt. Zum anderen weil Pohlad nicht einfach nur Look and Feel der Zeit mit einfachen Mitteln perfekt einfängt, sondern auch voll und ganz verinnerlicht hat, was das Genie von Brian Wilson ausgemacht hat: Wunderbare Details wie das strategische Verteilen von Büroklammern auf den Klaviersaiten, um den gewünschten Sound zu erzielen, oder der Sandkasten, den Wilson sich in seinem Wohnzimmer bauen ließ, um beim Komponieren am Klavier die Füße durch den Sand streichen lassen zu können, sind nicht nur als Gimmicks dabei, sondern unterstreichen ganz elementar, wie maßlos und exzentrisch der damals gerade einmal 24-Jährige bei der Umsetzung seiner bahnbrechenden Ideen vorging. Paul Giamatti ist ein wunderbares Filmmonster als Landy, der Wilson mit geradezu unmenschlichen Methoden (und einer falschen Diagnose) zu therapieren versuchte. Elizabeth Banks bildet einen faszinierenden Gegenpol als Rettungsanker. Und dann natürlich diese gottgleiche Musik, die "Love & Mercy" immer perfekt einsetzt - am besten in der Gänsehautszene, in der Brian seiner Melinda wortlos seine Liebe erklärt und "Wouldn't It Be Nice" quasi den Dialog übernimmt, während sie gemeinsam auf eine unbehauste Sackgasse blicken: Abbild eines gequälten Lebens, mit dem es fortan bergauf gehen wird. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Studiocanal
O-Titel Love & Mercy
Land / Jahr USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Biographie
Produktionsfirmen John Wells Productions
Kinostart 11.06.2015
Laufzeit 122
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 338.283
Bes. (EDI) 48.863
Bes. (FFA) 45.866
Charthistory
USA-Start 05.06.2015, bei Roadside
Boxoffice USA $ 12.461.903
Filmtrailer Video
Web-Link https://www.facebook.com/loveandmercyfilm
nach oben Cast & Crew
Produzenten William Pohlad, Claire Rudnick Polstein, John Wells
Ausf. Produzenten Oren Moverman, Jim Lefkowitz
Regie William Pohlad
Drehbuch Oren Moverman, Michael Alan Lerner
Darsteller John Cusack (Brian Wilson (1980er Jahren)), Paul Dano (Brian Wilson (1960er Jahren)), Elizabeth Banks (Melinda Ledbetter), Paul Giamatti (Dr. Eugene Landy), Jake Abel (Mike Love), Kenny Wormald (Dennis Wilson), Brett Davern (Carl Wilson), Graham Rogers (Al Jardine), Bill Camp (Murry Wilson), Joanna Going (Audree Wilson), Erin Maya Darke (Marilyn Wilson), Max Schneider (Van Dyke Parks), Dee Wallace (Rosemary), Jonathan Slavin (Phil Spector)
Kamera Robert Yeoman
Schnitt Dino Jonsäter
Musik Atticus Ross
Produktionsdesign Keith P. Cunningham
Kostüme Danny Glicker
Casting Kerry Barden, Paul Schnee
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Love & Mercy STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 6, 117 Min. Kauf
Love & Mercy STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 6, 122 Min. Kauf
Love & Mercy STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 6, 117 Min. Leih
Love & Mercy STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 6, 122 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Music From Love & Mercy
Soundtrack/Songtrack Diverse Music From Love & Mercy
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Beach-Boys-Anführer Brian Wilson ist Mitte der Sechzigerjahre auf dem Zenit seiner Schaffenskraft angekommen. Mit "Pet Sounds" definiert er die Popmusik neu, und nun setzt er an, mit "Smile" sein Meisterwerk zu schaffen. Doch im Innern nagen die Stimmen in seinem Kopf. Druck von der Plattenfirma, dem Rest der Band und seines tyrannischen Vaters treiben ihn in die Psychose. 20 Jahre später ist Wilson ein Wrack, und doch verliebt sich die Autoverkäuferin Melinda in ihn und beginnt mit seiner Rettung.

Ebenso unkonventionelles wie nachhaltig effektives Biopic über eines der großen Genies der Popmusik, das an der eigenen Genialität zerbrach und erst Jahrzehnte später gerettet werden konnte. Nach einem Drehbuch von Oren Moverman inszenierte Bill Pohlad die Lebensgeschichte mit zwei Schauspielern, die sich nicht übermäßig ähnlich sehen: Paul Dano und John Cusack sind wunderbar als Wilson, der Film trägt mit Gespür für Raum und Zeit und atmosphärischer Dichte das Seine zum Gelingen bei. Den Rest übernimmt die gottgleiche Musik.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Beach Boy Brian Wilson befindet sich auf dem Zenit seiner Schaffenskraft, als ihn eine Psychose zu einem Wrack zu machen beginnt. Brillantes Biopic über den legendären Beach-Boys-Musiker, hier von zwei Schauspielern gespielt.

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Datum Stadt Festivalname
04.09.2014 - 14.09.2014 Toronto 39. Toronto International Film Festival

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