Sky_left
Superbanner
 

Le Mans 66 - Gegen jede Chance

Packender Rennfahrerfilm um den Autokonstrukteur und den Fahrer für Ford, die in Le Mans 1966 allen Widerständen zum Trotz gewannen.

Le Mans 66 - Gegen jede Chance Großansicht
(Bild: Fox (Walt Disney))
Verleih Fox (Walt Disney)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2019
Regie James Mangold
Darsteller Christian Bale, Matt Damon, Caitriona Balfe
Kinostart 14.11.2019
Einspielergebnis D € 1.058.911
Bes. (EDI) 109.596
Charthistory
Boxoffice USA $ 31.474.958
Charthistory

nach oben Inhalt & Info

Der US-amerikanische Sportwagenkonstrukteur Carroll Shelby und der unkonventionellen britische Rennfahrer Ken Miles entwickeln im Auftrag von Henry Ford II einen Wagen, der in Le Mans die Konkurrenz von Ferrari in die Schranken weisen soll. Sie haben nur wenig Zeit, aber sie haben den Willen, das Unmögliche zu schaffen.

Packender Rennfahrerfilm in der Nachfolge von "Grand Prix" und "Le Mans", in dem James Mangold, zuletzt mit "Logan - The Wolverine" enorm erfolgreich, die Stars Matt Damon und Christian Bale in Szene setzt. Er erzählt vom Streben, sich selbst zu übertreffen wie es "Der Stoff, aus dem die Träume sind" oder "Aufbruch zum Mond" gemacht hat und das so unterhaltsam, humorvoll, dramatisch, effektiv und körperlich spürbar, elektrisierend wie es nur möglich ist. Es ist der ultimative Rennfahrerfilm.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

James Mangold hat das Versprechen von "Logan" eingelöst und endlich den großen amerikanischen Film gemacht, den man sich von ihm erhofft hat, seitdem er 1997 mit "Cop Land" erstmals auf sich aufmerksam gemacht hatte - ein Loblied auf das Streben nach perfekter Ingenieurskunst und dabei selbst ein Beispiel für genau das, perfekte Ingenieurskunst - mit Betonung auf "Ingenieur" gleichermaßen wie auf "Kunst", weil sie einander bedingen, Handwerk und Inspiration, wenn man etwas so Makelloses, ein Objekt der Schönheit erschaffen will.

"Le Mans 66" ist wie der Ford GT40, den Carroll Shelby in diesem Film für Ford baut, um sich bei dem legendären 24-Stunden-Rennen gegen die Übermacht von Ferrari behaupten zu können: zusammengesetzt aus den besten Einzelteilen, immer wieder aufs Neue bearbeitet, verworfen, wieder neu erdacht, bis wirklich alles zusammenpasst, jede Schraube sitzt, jeder Knopf das macht, was er machen soll, wenn er gedrückt wird - eine superlative Maschine, der es nicht darum geht, das Rad neu zu erfinden, sondern das Rad so gut zu verarbeiten, dass es besser rollt als jemals zuvor. Um den besten Rennfahrerfilm zu machen, muss man nicht das Filmemachen revolutionieren, man muss nur die vorhandenen Einzelteile besser als die anderen davor zusammensetzen. Anders als bei "Grand Prix" und "Le Mans", den beiden ewigen Gradmessern, mit denen sich Produktionen des Genres messen müssen, aber auch, um ein neueres Beispiel zu nennen, "Rush - Alles für den Sieg", geht es hier nicht um Rivalität, um den Zweikampf zwischen zwei Sportlern, wenngleich das Streben Henry Fords II, Enzo Ferrari übertrumpfen zu wollen, nachdem der Italiener sich über den amerikanischen Magnaten lustig gemacht hat, Auslöser für die Handlung des Films und das Duell der Automarken das Superbenzin für das Drama ist. Hier geht es um zwei Individualisten des Rennsports, um den Sportwagenkonstrukteur Carroll Shelby und den unkonventionellen Rennfahrer Ken Miles, der Amerikaner und der Brite, Matt Damon und Christian Bale, die im Auftrag von Ford gegen alle Widerstände binnen kürzester Zeit einen Wagen entwickeln und bauen sollen, der in Le Mans die Konkurrenz in ihre Schranken weisen kann.

"Es gibt einen Punkt bei 7000 Umdrehungen pro Minute, an dem alles andere in den Hintergrund tritt. Die Maschine wird schwerelos, sie verschwindet." Diesen aus dem Off gesprochenen Kommentar von Carroll Shelby hört man am Anfang und am Ende des Films. Dazwischen ist man als Zuschauer Beifahrer bei diesem furiosen Ritt mit seinen vielen Aufs und Abs und dem großen Showdown in Le Mans im Jahr 1966. Die Sympathien sind klar verteilt. Sie gehören den Underdogs und Individualisten, für die Autorennen eine Lebensart ist und mit jeder Pore ihres Körpers erleben, teilweise sogar dafür förmlich in Flammen stehen, und nicht den Anzügen aus der Chefetage und Speichelleckern, die nur an Außenwirkung und Zahlen interessiert sind. Dass Siegen hier nicht heißt, als Erster über die Ziellinie zu fahren, sondern dem eigenen Ideal am nächsten zu kommen, sich selbst zu übertreffen, die perfekte Runde zu fahren, ist so essenziell amerikanisch, wie es eben nur ein amerikanischer Film erzählen kann, wie es "Der Stoff, aus dem die Träume sind" oder "Aufbruch zum Mond" gemacht habe: das Unmögliche möglich machen und von dieser Sehnsucht so unterhaltsam, humorvoll, dramatisch, effektiv und körperlich spürbar, elektrisierend zu erzählen, wie es nur möglich ist. Es ist ein langer Film. 152 Minuten. Er kommt einem viel kürzer vor. Jede Szene in diesem Film ist gut oder noch besser, das Drama funktioniert, es bewegt, man lacht, man weint, man fühlt mit, man ist mit dabei. Was schon allein deshalb nicht schlecht ist, weil ein Großteil des Films auf der Rennstrecke stattfindet, in intensiven Szenen, wie sie in dieser Form noch nie festgehalten wurden und körperlich spürbar, weil die Fahrer hier eben nicht in von Computern gesteuerten Boliden sitzen, sondern noch in echten Autos, in denen jedes Einzelteil von seinem Fahrer schon einmal in der Hand gehalten wurde. "Le Mans 66 - Gegen jede Chance" ist ein moderner PS-Western mit durchgedrücktem Gaspedal, ein Abenteuer, das nach dem Gummi der Reifen und Maschinenöl riecht, der letzte große Film, der von Fox angestoßen wurde, bevor das Studio von Disney gekauft wurde. Nicht zuletzt deshalb wiegt hier jeder Moment noch schwerer, ist er noch kostbarer und sollte von einem großen Publikum gefeiert werden. Denn für ein großes Publikum, das sich bei 7000 Umdrehungen pro Minute schwerelos fühlen soll, wurde der Film gemacht.

ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 9

...(9 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Fox (Walt Disney)
O-Titel Ford v Ferrari
Alternativ-/Arbeitstitel Untitled James Mangold / Le Mans 1966 / Ford vs. Ferrari / Ford v. Ferrari
Land / Jahr USA 2019
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Sport
Kinostart 14.11.2019
Laufzeit 153
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 1.058.911
Bes. (EDI) 109.596
Charthistory
USA-Start 15.11.2019, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 31.474.958
Web-Link http://www.fox.de/le-mans-66-gegen-jede-chance, https://www.youtube.com/watch?v=FXeghQnmf28
nach oben Cast & Crew
Produzenten Peter Chernin, James Mangold, Jenno Topping
Koproduzenten Aaron Downing
Ausf. Produzenten Dani Bernfeld, Kevin Halloran, Michael Mann, Adam Somner
Regie James Mangold
Drehbuch Jez Butterworth, John-Henry Butterworth, Jason Keller
Darsteller Christian Bale (Ken Miles), Matt Damon (Carroll Shelby), Caitriona Balfe (Mollie Miles), Jon Bernthal, Josh Lucas, Noah Jupe, Ray McKinnon, JJ Feild, Ian Harding, Tracy Letts
Kamera Phedon Papamichael
Schnitt Andrew Buckland, Michael McCusker, Dirk Westervelt
Musik Marco Beltrami, Buck Sanders
Produktionsdesign François Audouy
Kostüme Daniel Orlandi
Casting Ronna Kress
nach oben Newsarchiv

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2027/50

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    0
    Aufgenommene Filme:
    36
    Filmkritiken:
    0
 
Sky_right