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Land of the Dead

Vierter Teil von George A. Romeros legendärer "Nacht der lebenden Toten"-Reihe, in der Zombies bereits fast die gesamte Erde erobert haben.

Land of the Dead
(Bild: UIP)
Verleih UIP
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Kanada u.a. 2005
Regie George A. Romero
Darsteller Simon Baker, John Leguizamo, Dennis Hopper
Kinostart 01.09.2005
Einspielergebnis D € 1.456.314
Bes. (EDI) 238.589
Bes. (FFA) 239.421
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Boxoffice USA $ 20.433.940
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Die letzten Menschen haben sich in Städte zurückgezogen, die von der Außenwelt mit Mauern getrennt sind. Innen herrschen Industrialisten in ihren Hochhäusern, draußen die Zombies, die sich zu immer größeren Armeen zusammen rotten. Eine Söldnertruppe wird angeheuert, die die Lebenden vor den lebenden Toten schützen soll.

Sein Regiedebüt "Die Nacht der lebenden Toten" läutete 1968 die Welle moderner Horrorfilme ein. Der bekannteste Vertreter des Genres, der mittlerweile 64-jährige George A. Romero, inszenierte fast 40 Jahre später den vierten Teil der "Nacht der lebenden Toten"-Reihe. Mit dabei: Dennis Hopper und Asia Argento. (Vorabinfo).

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Sie hatten ihre Nacht, ihre Morgendämmerung und ihren Tag. Jetzt gehört den schlurfenden Zombies vom wegweisenden Kultregisseur und Drehbuchautor George A. Romero das ganze Land. Der innovative Genreschöpfer fügt seiner 1968 mit "Nacht der lebenden Toten" begonnenen und mit "Zombie" (1978) und schließlich "Zombie 2 - Das letzte Kapitel" (1985) fortgeführten Trilogie nach zwanzigjähriger Pause einen vierten Eintrag hinzu. Mit einem Budget von 15 Mio. Dollar und Stars wie Dennis Hopper und John Leguizamo liefert der Altmeister seine mehr als kompetente Killerkür, von der seine Imitatoren sich immer noch eine Scheibe kreatives Schockerflair abschneiden könnten.

In den letzten Jahren machte in Filmen wie "28 Days Later" (eine Art Parforceritt durch die "Dead"-Trilogie) und dem Remake "Dawn of the Dead" eine neue Generation von Untoten die Leinwände unsicher. Statt des Zeitlupentempos der Originalzombies verfügten sie nun, von MTV- und Videospielkultur abgeleitet, über blitzschnelle Bewegungsmuster. Romero geht keine Kompromisse dieser Art ein, seine metaphernreiche Inszenierung mit symbolstarken Bildern ist erfrischend Old School. Auch seinen Subtexten und satirischen Sozialkommentaren bleibt er treu. Diesmal nimmt er eine parasitäre Elite, die den Rest der Gesellschaft unterdrückt, sowie das herrschende Kriegs- und Konsumklima ins Visier.

So entfaltet sich ein in deprimierender Graupalette gefilmtes postapokalyptisches Szenario, bei dem sich die fleischfressenden Zombies wie eine Heuschreckenplage ausgebreitet und die Lebenden sich in einer Inselmetropole verbarrikadiert haben. Innerhalb der Elektrozäune herrscht eine krass definierte Zweiklassengesellschaft. Die Reichen leben in der luxuriösen Wolkenkratzer-Wohngemeinde Fiddler's Green (Slogan: "Wo das Leben weitergeht"), der Rest in Slums. Ein Trupp von Selfmade-Söldnern unter der Führung von Riley (Simon Baker) macht in gepanzerten Militärfahrzeugen regelmäßige Vorratsbeschaffungen im Zombieland. Dabei werden die von "Himmelsblumen" (Feuerwerk) abgelenkten Zombies zu Hackfleisch verarbeitet. Der Status Quo wird aus den Angeln gehoben, als Rileys Partner Cholo (Leguizamo) hofft, sich in Fiddler's Green ein zu kaufen, jedoch vom arroganten Oberboss Kaufman (Hopper gewohnt over-the-top) abserviert wird. Cholo droht, die Luxusenklave in die Luft zu jagen, sofern ihm Kaufman nicht fünf Mio. Dollar bezahlt. An dieser Stelle wird mit Kaufmans Ausruf "Wir verhandeln nicht mit Terroristen" eine Stichelei gegen die Bush-Regierung untergebracht. Daraufhin wird Riley beauftragt, Cholo außer Gefecht zu setzen, wobei ihm unter anderem die Prostituierte Slack (Romero-Kollaborateur Dario Argentos Tochter und "xXx"-Girl Asia) zur Seite steht. Gleichzeitig marschieren die Zombies in Richtung Festung der Lebenden. Denn die scheinbar hirntoten Untoten beginnen - wie in "Zombie 2" angedeutet - sich weiter zu entwickeln und lernen Werkzeuge und Waffen zu benutzen.

Eine überzeichnete Gore-Orgie nimmt ihren splatterhaften Lauf, wo mit hervorquellenden Gedärmen, abgehackten Gliedmaßen, Enthauptungen sowie Maschinengewehrgeballer und Explosionen nicht gegeizt wird. Auch für die Makeup-Effekte der Zombies wurde in die Vollen gegriffen. Der Score bildet den passenden akustischen Background für die versierte Mischung aus Horrorschocker und Satire, die ganz nach dem Appetit eingefleischter Genrefans sein wird, ein jüngeres, andere Erzählrhythmen gewöhntes Publikum jedoch kalt lassen könnte. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih UIP
O-Titel Land of the Dead
Land / Jahr USA/Kanada/Frankreich 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Horror
Produktionsfirmen Dead Land North/Atmosphere Ent./Romero-Grunwald Prod./Wild Bunch
Drehort Toronto
Drehzeit 12.10.2004
Kinostart 01.09.2005
Laufzeit 93
FSK k.J. (keine Jugendfreigabe)
Einspielergebnis D € 1.456.314
Bes. (EDI) 238.589
Bes. (FFA) 239.421
Charthistory
USA-Start 24.06.2005, bei Universal
Boxoffice USA $ 20.433.940
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.landofthedead-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Mark Canton, Bernie Goldmann, Peter Grunwald
Ausf. Produzenten Steve Barnett, Dennis E. Jones, Ryan Kavanaugh, Lynwood Spinks
Ausf. Co-Producer. Neil Canton
Regie George A. Romero
Drehbuch George A. Romero
Darsteller Simon Baker (Riley), John Leguizamo (Cholo), Dennis Hopper (Paul Kaufman), Asia Argento (Slack), Robert Joy (Charlie), Eugene Clark (Big Daddy), Joanne Boland (Pretty Boy), Tony Nappo (Foxy), Jennifer Baxter (Nr. 9), Boyd Banks (Metzger), Jasmin Geljo (Tambourine Man), Maxwell McCabe (Mouse), Tony Munch (Anchor), Shawn Roberts (Mike), Pedro Miguel Arce (Pillsbury), Sasha Roiz (Manolete), Krista Bridges (Motown), Alan Van Sprang (Brubaker), Phil Fondacaro (Chihuahua), Bruce McFee (Mulligan), Earl Pastko (Roach), Jonathan Whittaker (Sutherland), Jonathan Walker (Cliff Woods), Peter Outerbridge (Styles), Lara Amersey, Michael Belisaro, Darrin Brown, Christian Estrada, Christopher Allen Nelson, Simon Pegg, Christopher Russell, Tom Savini, David Sparrow, Edgar Wright
Kamera Miroslaw Baszak
Schnitt Michael Doherty
Musik Reinhold Heil, Johnny Klimek
Produktionsdesign Arvinder Grewal, Douglas Slater
Ton Robert Fletcher
Kostüme Alex Kavanagh
Casting Marci Liroff
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Land of the Dead (Limited Edition, Quer-Steelbook) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 98 Min. Kauf
Land of the Dead Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 98 Min. Kauf
Land of the Dead (Director's Cut)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany HD DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 97 Min. Kauf
Land of the Dead (Director's Cut) Universal Pictures Germany DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 93 Min. Kauf
Land of the Dead (Director's Cut)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany UMD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 93 Min. Kauf
Land of the Dead (Director's Cut) Universal Pictures Germany DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 93 Min. Leih
Enthalten in:
Dawn of the Dead / Land of the Dead (2 DVDs)Dawn of the Dead / Land of the Dead (Director's Cut, 2 DVDs)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany
Universal Pictures Germany
DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 198 Min.
DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 198 Min.
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Reinhold Heil/Johnny Klimek Land Of The Dead Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Nachdem ihren Gräbern entstiegene Leichen die Menschheit zu weiten Teilen infiziert oder verzehrt haben, ballen sich die Überlebenden auf hochgerüsteten, gut bewachten Inseln der Zivilisation, wo Kapitalisten der alten Schule den Ton angeben und das Proletariat bei wenig Panem und viel Circenses der Erweckung durch einen geeigneten Aufwiegler harrt. Als eines Tages ein enttäuschter Wachmann private Rache am herrschenden Kaufman übt, öffnen sich die Schleusen und der Kampf Mensch versus Zombie geht in die nächste Runde.

George Romero, Stichwortgeber für alle jüngeren Zombiefilme von "Shaun" bis "Resi", will dem Nachwuchs nicht mehr untätig beim Verwalten des Erbes zuschauen und zelebriert mit gewohnt kapitalismuskritischem Unterton eine neue Runde im hauseigenen "Living Dead"-Zyklus. Im Gegensatz zu den Vorgängern sieht wenig Geld hier aus wie wenig Geld, auch vermögen Dennis Hopper, Asia Argento und John Leguizamo in ihren Action-Charakterschablonen keinen wirklichen Glanz zu entfalten. Im Videoverleih als verlängerter Director's Cut.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Menschenfressende Tote belagern Superkaufmann Dennis Hopper auf seiner Insel des Raubtierkapitalismus im Toten Meer. Lustige Zombies, zu wenig Licht und Gesellschaftskritik mit der groben Kelle in George Romeros viertem Zombiefilm.

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