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Kolya

Tragikomische Beziehungsgeschichte zwischen einem 55-jährigen Prager und einem russischen Kind.

Kolya Großansicht
(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Tschechien, Großbritannien 1996
Regie Jan Sverák
Darsteller Zdenek Sverák, Andrej Chalimon, Libuse Safránková
Kinostart 17.07.1997
Einspielergebnis D € 3.329.907
Bes. (EDI) 618.394
Bes. (FFA) 663.800
Charthistory
Boxoffice USA $ 5.730.711

nach oben Inhalt & Info

Prag 1989: Cellist Frantisek Louka muß sich mit Beerdigungs-Ständchen durchschlagen. Doch sonst ist der Junggeselle kein Kind von Traurigkeit. Zum Schein heiratet er eine junge Russin, die ihn mit ihrem kleinen Sohn Kolya zurückläßt. Zwischen den Beiden steht nicht nur die Sprachbarriere, doch langsam raufen sie sich zusammen ...

Jan Sveraks einnehmende und emotionale Beziehungsgeschichte zwischen einem 55-jährigen Prager und dem sechsjährigen Titelhelden wurde mit Ehren (Golden Globe und Oscar) überhäuft. Mit "Kolya" ist ihm gleichzeitig ein stimmiges Porträt der tschechischen Gesellschaft während der Wende gelungen, das durch seine Fotografie besticht, deren warme Töne dem harmonischen Erzählton entsprechen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Nach seinem Debüt "Grundschule" wurde der aufstrebende junge tschechische Filmemacher Jan Sverak nun für seine tragikomische Beziehungsbeschreibung "Kolya" um die zart aufkeimende Liebe zwischen einem eingefleischten Individualisten und einem sechsjährigen russischen Jungen bereits zum zweiten Mal für den Bester-Ausländischer-Film-Oscar vorgeschlagen - nachdem er bereits einen Golden Globe als bester fremdsprachiger Film gewinnen konnte.

Nach dem Drehbuch von Zdenek Sverak, dem Vater des Regisseurs, wird die Geschichte des Prager Cellisten Frantisek Louka (Sverak Senior selbst spielt die maßgeschneiderte Rolle meisterhaft) erzählt, der seine Position in der Philharmonie verliert und nun regelmäßig bei Beerdigungen spielt. Es ist das Jahr 1989, und das Ende des kommunistischen Regimes steht kurz bevor. In diesem Klima des politischen Aufbruchs geht der 55-jährige flotte Junggeselle Louka, der seine Beziehungsangst hinter einer Maske ironischer Distanziertheit verbirgt, gegen hohes Entgelt mit einer junge Russin (Irena Livanova) eine Scheinheirat ein, um ihr Papiere zu beschaffen. Als sie zu ihrem Freund nach Deutschland flüchtet, wird ihr kleiner Sohn Kolya (Naturtalent Andrej Chalimon erstaunt als schauspielerisches Wunderkind) Louka gebracht. Die beiden prallen zunächst wie zwei Fremdkörper aufeinander und können aufgrund der Sprachbarriere zunächst kaum miteinander kommunizieren. Nach langsamer Annäherung entwickeln sie eine starke Bindung. Doch bald ist die Polizei an den Umständen der Scheinheirat interessiert, und eine biestige Sozialarbeiterin droht, Kolya nach Russland zurückzuschicken.

Trotz der bittersüßen Sentimentalität der Geschichte mutet das Ergebnis zu keiner Sekunde prätentios oder gar aufdringlich an. Stattdessen bilden Elemente von Spiritualität, Momente märchenhafter Magie, humorvolle Situationskomik und herzerwärmende Emotionalität die Facetten dieses geschliffenen kleinen Filmjuwels. In bestechenden Kompositionen in warmen Farben von Vladimir Smutny fotografiert, spiegelt sich der harmonische Erzählton auch in der starken Bildsprache wider. Der entsprechend einfallsreiche Klangteppich von Ondrej Soukup fügt sich nahtlos ein. In seinem Heimatland war "Kolya" ein Riesenhit, und die hiesige Programmkino-Klientel dürfte sich im Stil von "Il postino" ebenfalls begeistern lassen. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Buena Vista
O-Titel Kolya
Land / Jahr Tschechien/Großbritannien 1996
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen Portobello Pict./Biograf Jan Sverak/Pandora Cinema
Kinostart 17.07.1997
Laufzeit 105
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 3.329.907
Bes. (EDI) 618.394
Bes. (FFA) 663.800
Charthistory
USA-Start 24.01.1997, bei Miramax
Boxoffice USA $ 5.730.711
nach oben Cast & Crew
Produzenten Eric Abraham, Jan Sverák
Koproduzenten Ernst Goldschmidt
Regie Jan Sverák
Drehbuch Zdenek Sverák
Darsteller Zdenek Sverák (Frantisek Louka), Andrej Chalimon (Kolya), Libuse Safránková (Klara), Ondrej Vetchy (Herr Broz), Stella Zazvorkova (Frantiseks Mutter), Ladislav Smoljak (Houdek), Irina Livanova, Lilian Mankina
Kamera Vladimír Smutný
Schnitt Alois Fisárek
Musik Ondrej Soukup
Produktionsdesign Milos Kohout
Ton Zbynek Mikulik
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
69. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1996, Los Angeles, 24.03.1997 Bester fremdsprachiger Film  
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
1997, München 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Kolya
Nicht lieferbar
The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 6, 101 Min. Kauf
Kolya
Nicht lieferbar
The Walt Disney Company (Germany) VHS, ab 6, 101 Min. Leih
Enthalten in:
Wenn Träume fliegen lernen / Kolya (2 Discs)
Nicht lieferbar
Walt Disney Company (Germany), The
DVD, ab 6
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der Cellist Louka hat im Prag des Jahres 1988 wegen politischer Unbotmäßigkeit seinen Job bei der Staatlichen Philharmonie verloren und darf jetzt nur noch bei Beerdigungen musizieren. Trotzdem führt der Junggeselle ein flottes Leben und läßt sich von hübschen, verheirateten Frauen die üppige Freizeit versüßen. Als er sich aber für ein paar Kronen auf eine Scheinehe einläßt, überschlagen sich die Ereignisse. Seine russische Gattin setzt sich nämlich nach Deutschland ab und hinterläßt Louka ein pikantes Geschenk: Kolya, ihren 5jährigen Sohn...

"Kolya", vom tschechischen Regisseur Jan Sverák makellos in Szene gesetzt, und vom Vater des Filmemachers, Zdenek Sverák, geschrieben, ist ein ebenso tragikomischer wie tiefsinniger Familienfilm. Zurecht mit unzähligen Preisen - darunter auch ein Golden Globe und der Oscar für den besten ausländischen Film - ausgezeichnet, besticht dieses Werk durch seine leisen Töne und tiefe Menschlichkeit. Schauspielerische Meisterleistungen liefern Zdenek Sverák als alter Taugenichts mit goldenem Herzen, und Andrej Chalimon als sein kleiner "Widersacher" Kolya. Beste Unterhaltung auf höchstem Niveau ist garantiert.

Quelle: mediabiz.de

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Tragikomische Beziehungsgeschichte zwischen einem 55-jährigen Prager und einem russischen Kind.

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