Twentieth Century Fox of Germany
Programm
Königreich der Himmel
| Verleih | Fox |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, USA 2005 |
| Regie | Ridley Scott |
| Darsteller | Orlando Bloom, Eva Green, Jeremy Irons |
| Kinostart | 05.05.2005 |
| Einspielergebnis D |
€ 12.906.044 Bes. (EDI) 1.966.845 Bes. (FFA) 1.950.139 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 47.259.055 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Nachdem das Schicksal dem jungen Schmied Balian Frau und Kind genommen hat, sucht er im Jerusalem des ausgehenden 12. Jahrhunderts Vergebung für einen Mord und Orientierung für sein Leben. Was er findet, ist eine Heilige Stadt, die von einem toleranten, aber todkranken Christenkönig gegen die Machtinteressen fanatischer Templer regiert und von einem gewaltigen Sarazenenheer bedroht wird.
Auch mit seinem neuen Epos erweist sich "Gladiator"-Regisseur Ridley Scott als Meister des Bildes, lässt exotische Welten wiederauferstehen, inszeniert überzeugend kleine Gefechte und eine spektakuläre Schlacht. Sehenswert ist sein "Königreich der Himmel" immer, hörenswert in einigen klugen Dialogen auch, doch die Dramaturgie hat Defizite, lässt Fragen zur Entwicklung von Plot und Figuren offen.
Quelle: Blickpunkt:Film
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Nachdem Ridley Scott mit "Tricks" zuletzt sympathisch-entspannt Atem holte, wuchtet der Veteran, der mit "Gladiator" die Wiedergeburt des Historienfilms einleitete, ein weiteres Monumental-Epos auf die Breitleinwand. Sein "Königreich der Himmel" ist eine durchaus kritische Auseinandersetzung mit den weltpolitischen Sünden der Kirche, erzählt von Kampf um Jerusalem während der Kreuzzüge, in dem nicht nur verschiedene Kulturen, sondern auch Idealismus und Materialismus aufeinander prallten. Erwartungsgemäß erfüllt diese Großproduktion alle Hoffnungen auf ein visuelles Spektakel, erhebt darüber hinaus im aufgeheizten Konfliktklima zwischen der muslimischen und christlichen Welt eine mäßigende, vermittelnde Stimme. Dramaturgische Probleme sind zwar unübersehbar, dürften aber ein Publikum kaum belasten, das primär den kommerziell erprobten "Ring"- und "Fluch der Karibik"-Krieger Orlando Bloom romantisch und heroisch erleben will.
Elf Jahre nachdem Paul Verhoevens Kreuzzugsepos "Crusade" im Strudel des Carolco-Kollapses unterging, schmiedet jetzt Scott das heiße Eisen - mit einem Schmied im Mittelpunkt von William Monahans Drehbuch, das im Frankreich des Jahres 1186 seinen Anfang nimmt. Bereits in den ersten Bildern, mächtigen Totalen von sich zum Horizont streckenden Ebenen, markiert Scott seinen Anspruch auf großes Kino.
Unter einem großen Kreuz lässt ein Priester eine Selbstmörderin verscharren, nachdem er sie zuvor auf dem Weg in die Verdammnis köpfen ließ und sich mit ihrem Silberkreuz bereicherte. Diese Figur und ein opportunistischer Geistlicher in Jerusalem stehen für den moralischen Zustand der Kirche, der im Heiligen Land wenig heilig ist außer der Aussicht auf Besitz und Reichtum. Die profanen Motive für die Kreuzzüge werden deutlich, ohne dass das Papsttum explizit in die Verantwortung genommen wird.
Der korrupte Gottesmann aus dem Prolog wird zum Motor der Handlung, denn seine Tat provoziert Schmied Balian (Bloom), den Ehemann der Selbstmörderin, zum Affektmord und zum Aufbruch nach Jerusalem. Im Kreuzritter Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) findet er noch in Frankreich seinen leiblichen Vater, der bisher für ihn nur ein Phantom war. Im Minuten-Crashkurs wird Balian in die Kunst des Schwertkampfs eingeführt, bevor Truppen des Bischofs angreifen und Ibelin schwer verletzen. In Messina, über dessen Hafen die Kamera mit einem bildschönen Schwenk gleitet, schlägt Ibelin Balian zum Ritter, vererbt ihm sterbend alles. Nach der Überfahrt und einem überraschend ökonomisch realisierten Schiffsunglück, strandet Balian an fremden Ufern, tötet einen Sarazenen im Kampf um ein Pferd und reitet in Jerusalem ein. Dort begegnet er dem weisen, um Toleranz zwischen Christen und Moslems bemühten König Balduin IV, dessen Tage durch Lepra gezählt sind, und seinem Berater Tiberias (Jeremy Irons). Fast in Zeitraffer steigt der Ex-Schmied zum Vertrauten der beiden Männer auf und damit zum Feind der radikal anti-arabischen Fraktion um Guy von Lusignan, der mit den Tempelrittern der Politik der friedlichen Koexistenz ein Ende setzen wollen. Ähnlich schnell landet er in den Armen von Baldwins Schwester Sibylla, die Guy versprochen ist, aber einen Mann mit reinem Gewissen sucht.
Nicht nur der kometenhafte Aufstieg Balians, der schließlich sogar als Chefstratege Jerusalem verteidigt, lässt starke Kürzungen vermuten. Offensichtlich verändert wurde auch der biografische Hintergrund Sibyllas, deren Entwicklung nun psychologisch und moralisch weniger komplex verläuft. Die Liebesgeschichte leidet ein wenig unter dieser Akzentverlagerung, die zentrale Auseinandersetzung um Jerusalem jedoch nicht. Nachdem Scott die erste Kollision der Heere ins Off verlagert, macht er die Belagerung der Heiligen Stadt zum Höhepunkt der letzten Akte. Es sind spektakuläre Bilder von stürzenden Wehrtürmen und fliegenden Feuerkugeln, vom brutalen Nahkampf und epischen Totalen. Heimlicher Held dieser Sequenzen und eigentlich des ganzen Films ist Sarazenensultan Saladin, eine von der Geschichtsschreibung, von der Literatur (Lessings "Nathan der Weise") und auch Hollywood ("Der Talisman") schon früher leicht verklärte Figur, die hier als Stimme von Vernunft und Intelligenz Zeichen setzt. Er und der ähnlich charismatische Christenkönig sorgen dafür, dass der Kopf im optisch eindrucksvollen "Königreich der Himmel" nicht in den Wolken bleibt. kob.
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Verleih Fox O-Titel Kingdom of Heaven Land / Jahr USA 2005 Kategorie Spielfilm Genre Historienfilm / Abenteuer Produktionsfirmen Twentieth Century Fox/Scott Free Prods. Koproduktionsfirmen Babelsberg Film Drehort Marokko, Spanien Drehzeit 05.01.2004 Kinostart 05.05.2005 Laufzeit 145 FSK ab 12 Jahre Tonformat Dolby/DTS Einspielergebnis D € 12.906.044
Bes. (EDI) 1.966.845
Bes. (FFA) 1.950.139
CharthistoryUSA-Start 06.05.2005, bei 20th Century Fox Boxoffice USA $ 47.259.055 Filmtrailer
Web-Link http://www.koenigreichderhimmel-derfilm.de - nach oben Cast & Crew
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Produzenten Ridley Scott Koproduzenten Mark Albela, Denise O'Dell, Henning Molfenter, Thierry Potok Ausf. Produzenten Branko Lustig, Lisa Ellzey, Terry Needham Regie Ridley Scott Drehbuch William Monahan Darsteller Orlando Bloom (Balian), Eva Green (Sibylla), Jeremy Irons (Tiberias), David Thewlis (Der Hospitaler), Brendan Gleeson (Reynald von Chatillon), Marton Csokas (Guy von Lusignan), Liam Neeson (Godfrey von Ibelin), Ghassan Massoud (Saladin), Nikolaj Coster-Waldau (Dorfsherrif), Edward Norton (König Baldwin), Martin Hancock (Totengräber), Michael Sheen (Priester), Nathalie Cox (Balians Frau), Eriq Ebouaney (Firuz), Jouko Ahola (Odo), Philip Glenister (Squire), Bronson Webb (Auszubildender), Alexander Siddig (Nasir), Michael Shaeffer (Junger Sargeant), Jon Finch (Patriarch) Kamera John Mathieson Schnitt Dody Dorn Musik Harry Gregson-Williams Produktionsdesign Arthur Max Kostüme Janty Yates Maske Paul Engelen Casting Debra Zane, Jina Jay - nach oben Filmpreise
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person Bogey - Box Office Germany Award 2005, München 1 Mio. Besucher in 10 Tagen - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
- nach oben Soundtrack
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Songtrack Diverse Königreich der Himmel - Kingdom Of Heaven Nicht lieferbar - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Als der junge Schmied Balian einen Priester nach dessen Frauenmord tötet, begibt er sich zur Sühne als Kreuzritter auf den Spuren seines Vaters Godfrey von Ibelin ins Heilige Land. Dort hat der weise, todkranke Pazifist Baldwin das Sagen. Doch die Gegner lauern schon. Der Moslem-hassende Templer Guy de Lusignan und sein Kettenhund Reynald sind auf persönlichen Gewinn aus, nicht auf den Friedenserhalt. Die Lage spitzt sich zu, als Balian sich in Baldwins Schwester Sibylla verliebt, die eigentlich Guy versprochen ist.
Ridley Scott begeistert vier Jahre nach "Gladiator" wieder mit einem opulenten, minutiös recherchierten Historienepos. In der Hauptrolle schwingt Orlando Bloom nach "Troja" erneut optisch ansehnlich das Schwert, während in den Nebenrollen zahlreiche Hochkaräter wie Jeremy Irons ("Being Julia") und Liam Neeson ("Batman Begins") für Qualität sorgen. Der um rund 40 Minuten längere Director's Cut stopft die bisherigen Handlungslücken und kommt vor allem der Hintergrundgeschichte der Hauptfigur zugute.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Newsarchiv
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Vorschau bis: KW 2014/29
Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.


