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Keep Surfing

Hervorragende Szene-Doku über Münchens Fluss-Surfer und zugleich ein begeisterndes Porträt von sechs Sportfanatikern.

Keep Surfing Großansicht
(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Dokumentarfilm, Deutschland 2009
Regie Björn Richie Lob
Darsteller Dieter Deventer, Walter Strasser, Quirin Rohleder
Kinostart 20.05.2010
Einspielergebnis D € 275.647
Bes. (EDI) 42.913
Bes. (FFA) 35.831
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 03.08.2011 (BR3)

nach oben Inhalt & Info

In der Voralpenmetropole München hat sich eine ganz besondere Subkultur gebildet: Die Eisbach-Surfer, sportfanatische Beach Boys, die auf einer stehenden Welle im Isarableger Eisbach direkt am Englischen Garten vor Zuschauern ihre Tricks zeigen. Aber eigentlich wollen Dieter, Walter, Quirin, Forian, Gerry und Eli ihre Ruhe haben und sind lediglich dem Spaß verpflichtet. Neben der spektakulären Sucht nach Freiheit und Lebenslust führen sie ein ganz normales Leben als Zivilisten, die ein besonderes Hobby pflegen.

Mit seiner fabelhaften Szenedoku über Münchens Fluss-Surfer kann sich der ortskundige Björn Richie Lob bedenkenlos in die Ahnengalerie der Surf-Movies einschreiben. So mitreißend, informativ, unterhaltsam und wehmütig ist sein intimes Porträt einer hermetischen Subkultur geworden, aus deren harten Kern er sich sechs Brettl-Verrückte vornimmt und tempo-, wie facettenreich ihre Leidenschaft, ihr Privatleben und ihre Ansichten unterbringt. Famose Aufnahmen und ein aufputschender Score machen Laune.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Mit der fabelhaften Szene-Doku über Münchens Fluss-Surfer ist Björn Richie Lob ein begeisterndes Portrait von sechs Sportfanatikern gelungen.

Die Beach Boys der Voralpenstadt haben "Surfing I.S.A.R." zum Lebensmotto deklariert und auf einem winzigen Nebenarm des Flusses - dem Eisbach direkt am Englischen Garten -, ihr kleines Paradies eingerichtet, um auf einer stehenden Welle im flachen, aber reißenden Wasser fast ganzjährig auf dem Surfbrett zu stehen. Vor 35 Jahren zog es die ersten Verrückten in die Strömung und Björn Richie Lob rekonstruiert die Historie der Subkultur anhand von sechs gestählten Recken des circa 20 Mann umfassenden harten Kerns unentwegter Boarder. Dass der Regisseur selbst dort surft, hat ihm erst ermöglicht, einen umfassenden Einblick in eine verschworene, von außen fast unzugängliche "Familie" zu erhalten, die erstmals offenherzig Auskunft über Passion und Privatleben gibt, gewürzt mit famosen Surf-Aufnahmen.

Unterlegt mit einem klasse Soundtrack folgt die rasant montierte Doku den Sportlern auf der Suche nach dem Kick, den schon mal die Polizei auf der offenen, Hochwasser führenden Isar bei lebensgefährlichen Strudeln beenden muss. Denn nichts und niemand kann die Leidenschaft zügeln und Lob versteht es blendend, diese Energie an die Zuschauer weiterzugeben. Sechs Lebensentwürfe, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch vereint sind in der Liebe, um nicht zu sagen, Sucht nach jener Freiheit und Lebenslust, die gut gelaunte Surfsongs besingen. Schnell, aber nie hektisch sind die Interviews sätzeweise aneinander montiert, um übergangslos thematisch tief in die Szene, ihre Mentalität, Denkweise und Ansichten einzudringen. Rotstichige Super-8-Filme beleuchten die Pionierzeit, als "Brettl fahren" noch ein Geheimtipp war. Heute sind bis zu 200 Regulars dabei und wenn die internationale Surf-Elite mit viel Medien-Tamtam aufkreuzt, um auf der extrem schwer zu reitenden Welle jämmerlich baden zu gehen, feixen die Lokalmatadoren, die eifersüchtig ihren Turf verteidigen. Schließlich hat Walter, der "Hausmeister vom Eisbach" und heutiger Didgeridoo-Baumeister (!) vor vielen Jahren in einer Guerilla-Aktion auf eigene Faust eine Schiene installiert, um ganzjährig die perfekte Welle nutzen zu können. Dort führen die Surfer ihren Tanz auf der nassen Bühne vor Zuschauern auf, eingedenk dessen, dass sie alle schon fast mal ertrunken wären. So informativ, unterhaltsam, mitreißend und auch wehmütig geht es zu, dass "Keep Surfing" den Zuschauerpreis beim Filmfest München einheimste und problemlos ein breites Publikum begeistern sollte. tk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Keep SurfingSzene aus Keep Surfing
 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Prokino (Fox)
O-Titel Keep Surfing
Land / Jahr Deutschland 2009
Kategorie Dokumentarfilm
Genre Dokumentarfilm / Sport
Produktionsfirmen pipelinepictures
Förderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 20.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 50.000)
Kinostart 20.05.2010
Laufzeit 96
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 275.647
Bes. (EDI) 42.913
Bes. (FFA) 35.831
Charthistory
Weltvertrieb Beta Cinema
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.keep-surfing.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Björn Richie Lob, Tobias N. Siebert
Regie Björn Richie Lob
Drehbuch Björn Richie Lob, Benjamin Quabeck
Darsteller Dieter Deventer, Walter Strasser, Quirin Rohleder, Florian Kummer, Gerry Schlegel, ELi Mack
Kamera Lars Liebold, Björn Richie Lob
Schnitt Benjamin Quabeck
Musik Lee Buddah
Ton Sebastian Tesch (Sound Design), Florian Beck
Produktionsleitung Felix Hoch
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
27. Filmfest München   2009, München, 26.06.2009 - 04.07.2009 Bayern 3 Publikumspreis  
11. Video Champion
Video Champion Großansicht
2010, München, 19.10.2010 Special Interest  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Keep Surfing EuroVideo Medien DVD, ab 6, 92 Min. Kauf
Keep Surfing EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 6, 96 Min. Kauf
Keep Surfing EuroVideo Medien DVD, ab 6, 92 Min. Leih
Keep Surfing EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 6, 96 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Keep Surfing Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

In der Voralpenmetropole München hat sich eine ganz besondere Subkultur gebildet: Die Eisbach-Surfer, sportfanatische Beach Boys, die auf einer stehenden Welle im Isarableger Eisbach direkt am Englischen Garten vor Zuschauern ihre Tricks zeigen. Aber eigentlich wollen Dieter, Walter, Quirin, Forian, Gerry und Eli ihre Ruhe haben und sind lediglich dem Spaß verpflichtet. Neben der spektakulären Sucht nach Freiheit und Lebenslust führen sie ein ganz normales Leben als Zivilisten, die ein besonderes Hobby pflegen.

Mit seiner fabelhaften Szenedoku über Münchens Fluss-Surfer kann sich der ortskundige Björn Richie Lob bedenkenlos in die Ahnengalerie der Surf-Movies einschreiben. So mitreißend, informativ, unterhaltsam und wehmütig ist sein intimes Porträt einer hermetischen Subkultur geworden, aus deren harten Kern er sich sechs Brettl-Verrückte vornimmt und tempo-, wie facettenreich ihre Leidenschaft, ihr Privatleben und ihre Ansichten unterbringt. Famose Aufnahmen und ein aufputschender Score machen Laune.

Quelle: mediabiz.de

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