Jarhead - Willkommen im Dreck
| Verleih | UIP |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, USA 2005 |
| Regie | Sam Mendes |
| Darsteller | Jake Gyllenhaal, Peter Sarsgaard, Lucas Black |
| Kinostart | 05.01.2006 |
| Einspielergebnis D |
€ 3.929.742 Bes. (EDI) 611.315 Bes. (FFA) 605.319 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 62.647.540 Charthistory |
| Filmtrailer |
|
| Erstausstrahlung | 16.08.2008 (RTL) |
- nach oben Inhalt & Info
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Swoff bewirbt sich 1989 beim Marine Corps - weil ihm nichts Besseres eingefallen ist. Nach der Grundausbildung zum Scharfschützen wird Swoffs Trupp in den Nahen Osten geschickt, wo er kuwaitische Ölfelder schützen soll. Dort müssen die frustrierten Marines erkennen, dass ihre Infanterie durch den Einsatz von Präzisions-Bomben weitgehend überflüssig gemacht worden ist.
"American Beauty"- und "Road to Perdition"-Regisseur Sam Mendes nahm in seiner dritten Regiearbeit ein ambivalentes Drama nach den Erinnerungen von Anthony Swofford in Angriff, in dem der Werdegang des Protagonisten vom naiven Zivilisten zum desillusionierten Soldaten geschildert wird. Ein interessanter, bisweilen messerscharfer Zeitkommentar, der sich in Bild und Ton vor den Giganten des Genres verneigt, dabei aber auch ganz anders ist.
Quelle: Blickpunkt:Film
- nach oben Ausführliche Besprechung
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Ein Kriegsfilm auf der Suche nach einem Krieg: "American Beauty"- und "Road to Perdition"-Regisseur Sam Mendes nahm in seiner dritten Regiearbeit ein ambivalentes Drama in Angriff, in dem der hervorragende Jake Gyllenhaal als Marine im ersten Golfkrieg an die Leinwandfront geschickt wird. Er beklagt sich gegen Ende des Films, im Krieg "keine Action gesehen zu haben" - ein ähnlich nagend unerfülltes Gefühl könnte trotz hypnotischer Szenen das Fazit eines so manches Zuschauers sein.
Das Drehbuch von William Broyles basiert auf den Militärmemoiren von Anthony Swofford, in dem nach klassischer Struktur der Werdegang des Protagonisten vom naiven Zivilisten zum desillusionierten Soldaten geschildert wird. Hauptdarsteller Gyllenhaal (emotional nuanciert wie im Kulthit "Donnie Darko") als Swoff fungiert auch als Erzähler des Films, der mit seinen lakonischen Kommentaren die zunehmend absurden Situationen in ein persönlich-authentisches Licht rückt. Er bewirbt sich 1989 beim Marine Corps, um die Familientradition fort zu führen und weil ihm nichts Besseres eingefallen ist. Die Sequenzen im Ausbildungslager inklusive systematischer Misshandlung und einem unerträglichen Drillsergeanten erinnern gezielt an Stanley Kubricks "Full Metal Jacket": "Jarhead" (ein Ausdruck, den Marines für sich selbst benutzen: ein leeres Gefäß, das nach Belieben gefüllt werden kann) ist ein Kriegsfilm, in dem es in erster Linie über Kriegserfahrungen aus zweiter Hand geht. Nach der Grundausbildung zum Scharfschützen wird Swoffs Trupp unter der Führung von Staff-Sergeant Sykes (Jamie Foxx als Vollblutmilitarist) in den Nahen Osten geschickt, wo er kuwaitische Ölfelder schützen soll. Ab diesem Zeitpunkt sind die gespenstischen Bilder des Kamera-Virtuosen Roger Deakins wie von zuviel Wüstensonne ausgeblichen-ausgedörrt. Auch die Handlung ähnelt über längere Strecken einem Treck durch die Wüste, da nun ausführlich die monatelange Routine der Soldaten vor dem eigentlichen Krieg, der niemals kommt, dargelegt wird. Ihr Zusammenleben in klaustrophobischen Zeltbaracken verbringen sie mit machohaften Rumalbern, Diskussionen über untreue Freundinnen und Frauen, Footballspielen in der Wüste, Masturbation und viel untätigem Rumsitzen. Die Langeweile führt zu Frustration und Aggression, die sich erstmals entlädt, als sich die Marines bei einer "Apocalypse Now"-Vorführung freudig-ekstatisch in Kriegsstimmung versetzen. Doch ihre enthusiastische Blutlust bekommt einen Dämpfer, als sie erkennen müssen, dass die Infanterie durch den Einsatz der präzisionsgenau Bomben werfenden Luftwaffe weitgehend überflüssig gemacht worden ist. So sind sie in die Rolle passiver Zuschauer gedrängt, die die Destruktion nur anhand ausgebrannter Fahrzeuge und verkohlter Leichen observieren, jedoch selbst nicht an der Action teilnehmen dürfen. Die faszinierendsten Aufnahmen (jetzt visuell voll glühender Lebendigkeit) verfügen über einen surrealen Anstrich und bestehen aus den brennenden Ölfeldern, dem Erscheinen eines ölbesudelten Hengstes und der kathartischen Party zum Kriegsende. Sarkastisch von den wummernden Klängen von Public Enemys "Fight The Power" unterlegt, tanzen die metaphorisch bislang impotenten Soldaten einen primitiven Freudentanz um ein Feuer und entladen all ihren psychologischen Druck, indem sie orgiastisch ihre Maschinengewehre in die Luft feuern. Ein immer interessanter, bisweilen messerscharfer Zeitkommentar aus persönlicher Perspektive, der sich in Bild und Ton vor den Giganten des Genres verneigt, dabei aber auch ganz anders ist. Nicht von ungefähr sagt der Protagonist in der abschließenden Szene des Films: "Jeder Krieg ist anders. Und jeder Krieg ist gleich." ara.
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Verleih UIP O-Titel Jarhead Land / Jahr USA 2005 Kategorie Spielfilm Genre Drama / Komödie Produktionsfirmen Universal Pictures/Red Wagon Prods. Drehort Los Angeles, Kalifornien, Mexiko Drehzeit 06.12.2004 Kinostart 05.01.2006 Laufzeit 122 FSK ab 12 Jahre FBW-Prädikat Wertvoll Einspielergebnis D € 3.929.742
Bes. (EDI) 611.315
Bes. (FFA) 605.319
CharthistoryUSA-Start 04.11.2005, bei Universal Boxoffice USA $ 62.647.540 Filmtrailer
Web-Link http://www.jarhead-film.de - nach oben Cast & Crew
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Produzenten Douglas Wick, Lucy Fisher Koproduzenten Pippa Harris Ausf. Produzenten Sam Mercer, Bobby Cohen Regie Sam Mendes Drehbuch William Broyles jr. Buchvorlage Anthony Swofford Darsteller Jake Gyllenhaal (Anthony Swofford), Peter Sarsgaard (Allen Troy), Lucas Black (Chris Kruger), Jamie Foxx (Staff Sergeant Sykes), Chris Cooper (Lieutenant Colonel Kazinski), Scott MacDonald (D.I. Fitch), Tyler Sedustine (Harris), Jacob Vargas (Cortez), Laz Alonso (Escobar), Iván Fenyö (Pinko), Brian Geraghty (Fergus), Jocko Sims (Julius), Brianne Davis (Kristina), Dennis Haysbert (Major Lincoln), Evan Jones (Fowler), Peter Gail (Doc John), Kareem Grimes, Jamie Martz (Foster), Sam Rockwell, Rini Bell (Rini) Kamera Roger Deakins Schnitt Walter Murch Musik Thomas Newman Produktionsdesign Dennis Gassner, Stefan Dechant, Christy Wilson Ton Willie D. Burton Kostüme Albert Wolsky Casting Debra Zane - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform Jarhead - Willkommen im Dreck Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 122 Min. Kauf Jarhead - Willkommen im Dreck Universal Pictures Germany HD DVD, ab 12, 122 Min. Leih Jarhead - Willkommen im Dreck Nicht lieferbarUniversal Pictures Germany HD DVD, ab 12, 122 Min. Kauf Jarhead - Willkommen im Dreck Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 117 Min. Kauf Jarhead - Willkommen im Dreck Nicht lieferbarUniversal Pictures Germany UMD, ab 12, 117 Min. Kauf Jarhead - Willkommen im Dreck (Limited Edition, 2 DVDs) Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 117 Min. Kauf Jarhead - Willkommen im Dreck Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 117 Min. Leih Jarhead - Willkommen im Dreck Nicht lieferbarUniversal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 122 Min. Leih Enthalten in:
Jarhead - Willkommen im Dreck / Black Hawk Down / Tränen der Sonne (3 DVDs)Nicht lieferbarUniversal Pictures Germany
DVD, ab 16, 267 Min.
Kauf
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Songtrack Diverse Jarhead Nicht lieferbar - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Scharfschütze "Swoff" und sein Partner Troy ziehen in den Krieg. Zu Fuß. In einen Krieg, der in der Luft entschieden wird. Nach der menschenverachtenden Ausbildung landet das Paar in einem Wüstencamp. Dort heißt es Warten. Auf Post von zu Hause. Aufs nächste Essen. Auf Action. Und bis es soweit ist, hängen die Soldaten Fotografien ihrer untreuen Freundinnen an die "wall of shame". Spielen Gasmasken-bewehrt unter dem Kommando des Kommisskopfs Sykes Football, veranstalten Skorpionkämpfe und masturbieren, bis der Einsatzbefehl kommt.
Oscar-Preisträger Sam Mendes ("American Beauty") erweist sich mit seiner erst dritten Kinoarbeit nach "Road to Perdition" erneut als großer Visualist und Schauspielführer. Seine bitter-böse Satire kann sich getrost mit den großen Anti-Kriegsfilmen von "M*A*S*H" über "Wege zum Ruhm" bis "Catch 22" messen, funktioniert aber auch als kritischer, beißender Zeitkommentar. Grandios die Leistungen der "Helden" Jake Gyllenhaal ("Brokeback Mountain") und Peter Sarsgaard ("Flightplan"). Ein Meisterwerk für Kinokenner.
Quelle: mediabiz.de - nach oben FBW-Gutachten
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Nach Meinung des Ausschusses ist "Jarhead" weder ein ausgesprochener Antikriegsfilm noch ein mit Hurra-Patriotismus ausgestatteter Actioner. Viel mehr handelt es sich um die authentische Umsetzung der Erlebnisse des Marines Anthony Swofford im ersten Irak-Krieg nach seinem gleichnamigen Buch, in dem die Realität des Soldatseins beschrieben wird.
Mit unerbittlich harten Szenen wird der fast menschenverachtende Drill, die Erniedrigung der Auszubildenden bis hin zu ihrer Beugung zu Tötungsmaschinen gezeigt. In gnadenloser Konsequenz zeigt der Film auch die harten Gruppenmechanismen der Soldaten untereinander, findet Bilder und Szenen auch für ihre persönlichen und familiären Probleme fernab der Heimat.
Aberwitzig wie manch andere Szene in diesem Film ist es, dass der Scharfschütze Swofford und seine Kameraden über ein halbes Jahr im Wüstensand gedrillt werden und letztlich bei einem nur viertägigen Kriegseinsatz keinen einzigen Schuss abgeben müssen - oder dürfen.
Regisseur Sam Mendes zeigt nach "American Beauty" und der skurrilen Banalität des amerikanischen Alltags nun ein mindestens ebenso befremdliches Milieu: normale Soldaten in der Realität von Vor-Krieg und Krieg. Hier finden sich Sequenzen, die an Stanley Kubricks "Full Metal Jacket" erinnern.Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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