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Inside Man

Origineller Thriller über das clevere Überlistungsduell zwischen einem Cop und einem Bankräuber und Geiselnehmer.

Inside Man Großansicht
(Bild: UIP)
Verleih UIP
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2006
Regie Spike Lee
Darsteller Denzel Washington, Clive Owen, Jodie Foster
Kinostart 23.03.2006
Einspielergebnis D € 7.163.421
Bes. (EDI) 1.086.591
Bes. (FFA) 1.083.548
Charthistory
Boxoffice USA $ 88.439.515
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 30.12.2008 (ZDF)

nach oben Inhalt & Info

Als Detective Frazier einen Bankraub mit Geiselnahme möglichst unblutig beenden soll, glaubt er an einen Routineeinsatz. Doch der Anführer der Gangster kontrolliert die Situation mit den gleichen Mitteln, die Frazier zu seiner Überlistung einsetzt: mit Ruhe und Verstand. So entwickelt sich ein Kopfduell, das noch undurchschaubarer wird, als eine Frau im Auftrag des Bankbesitzers den Geiselnehmer kontaktiert.

In seinem bislang zugänglichsten Film ordnet Regisseur Spike Lee seine gewohnte Gesellschaftskritik einem Stoff unter, der sich mit Gelassenheit, Humor und Cleverness als Kopfthriller präsentiert. "Inside Man" gefällt mit erstklassigen Schauspielern, ungewöhnlicher Dramaturgie und bleibt bis zum Ende unterhaltsam. Auch wenn man einen größeren Twist erwartet, als man ihn dann serviert bekommt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

20 Jahre nach seinem Debüt "Nola Darling" beugt sich der cineastische Quertreiber Spike Lee den Marktgesetzen. Nach Publikums-Flops in Serie braucht Lee einen Hit und sollte ihn mit diesem ungewöhnlichen Geiselkrimi auch bekommen.

Zum vierten Mal drehte Lee mit Denzel Washington und zum ersten Mal wirkt das Ergebnis weitgehend unbelastet vom Druck, gesellschaftsrelevante Botschaften transportieren zu müssen. Smart, humorvoll, fast schon verspielt präsentiert sich "Inside Man" - gänzlich untypisch für einen Stoff, bei dem es um Geiselnahme mit ihren physischen und psychischen Begleitfaktoren geht. Im Mittelpunkt steht das Duell zweier Männer, die Stärke im Kopf, nicht im Gewaltaktionismus zeigen und trotzdem die Kontrolle über eine kritische Situation nicht verlieren. Das kann man als subtilen Kommentar zur US-Interventionspolitik deuten, ergibt aber auf jeden Fall eine spannende Konstellation mit Sympathieträgern auf beiden Seiten.

Zu Beginn sendet das Debütskript von Russell Gewirtz vertraute Signale. Mit direkter Zuschaueransprache kündigt Dalton Russell (Clive Owen) den perfekten Bankraub an, den er kurz darauf auch realisiert. Fast mühelos bringt er mit einem kleinen vermummten Team eine New Yorker Bank in seine Gewalt, nimmt Personal und Kunden als Geiseln, lässt sie Gesichtsmasken und mitgebrachte identische Overalls tragen, bis sich Täter und Opfer äußerlich kaum mehr unterscheiden. Diese Situation findet Detective Frazier (Denzel Washington) vor, der sich mit diesem Einsatz für verdächtige Misstöne bei seinem letzten Fall rehabilitieren soll. Schnell erkennt der Profi, dass sein Gegenüber die Geiselnahme bewusst kalkuliert hat. Für den Cop bleibt der Masterplan Russells undurchschaubar, der Zuschauer jedoch hat es besser. Er sieht, wie der Bankbesitzer eine Verhandlungsexpertin engagiert (Jodie Foster). Sie soll dem Bankräuber ein Angebot unterbreiten und sicherstellen, dass der Inhalt eines bestimmten Schließfachs nicht in fremde Hände gerät. Von diesem Moment an weiß man, dass das Geheimnis dieses Schließfachs eine tragende Rolle spielt, noch nicht aber, wie es sich in das Gesamtkonzept einfügt. Spannender als dieses Rätsel ist aber das Duell zwischen den Hauptfiguren, die sich zu überlisten versuchen.

Schon früh gibt die Regie einen Hinweis auf die finale Finte, verdeckt die gewalttätige Disziplinierung einer Geisel im Bild, um Russells Sympathiewerte nicht zu gefährden. So bleibt das moralische Gleichgewicht halbwegs intakt - wichtig für den Plot und den cleveren Fluchtplan der Täter. Auch wenn Unglaubwürdigkeiten nicht ausbleiben, weil etwa die Kino-Cops bei der Tätersuche Mittel nicht einsetzen, die für ihre TV-Kollegen aus den "CSI"-Labors Routine sind, trübt das den Gesamteindruck nicht. Natürlich lässt sich Spike Lee Spitzen gegen alltäglichen Rassismus und Moslem-Paranoia auch hier nicht nehmen, aber er ordnet sie einem in Rhythmus und Ton untypischen Thriller unter, dem man dank exzellenter Darsteller und unorthodoxer Dramaturgie stets gewogen bleibt. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih UIP
O-Titel Inside Man
Land / Jahr USA 2006
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Drama
Produktionsfirmen Universal Pictures/Imagine Entertainment
Drehort New York
Drehzeit 27.06.2005
Kinostart 23.03.2006
Laufzeit 129
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 7.163.421
Bes. (EDI) 1.086.591
Bes. (FFA) 1.083.548
Charthistory
USA-Start 24.03.2006, bei Universal
Boxoffice USA $ 88.439.515
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.inside-man.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Brian Grazer
Koproduzenten Jonathan Filley
Ausf. Produzent Daniel M. Rosenberg
Regie Spike Lee
Drehbuch Russell Gewirtz, Menno Meyjes
Darsteller Denzel Washington (Detective Keith Frazier), Clive Owen (Dalton Russell), Jodie Foster (Madaline White), Christopher Plummer (Arthur Case), Willem Dafoe (Captain Darius), Chiwetel Ejiofor (Bill Mitchell), Carlos Andres Gomez (Steve), Kim Director (Stevie), James Ransone (Steve-O), Victor Colicchio
Kamera Matthew J. Libatique
Schnitt Barry Alexander Brown, Adam Erbacher
Musik Terence Blanchard
Kostüme Donna Berwick
Casting Kim Coleman
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Inside Man Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 129 Min. Kauf
Inside Man
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany HD DVD, ab 12, 129 Min. Kauf
Inside Man (Special Edition) Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 124 Min. Kauf
Inside Man Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 124 Min. Kauf
Inside Man Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 124 Min. Leih
Enthalten in:
DVD Adventskalender - 2011 (Limited Edition, 24 Discs)
Universal Pictures Germany
DVD, ab 16, 2776 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Inside Man Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der New Yorker Detective Keith Frazier wird zu einem Banküberfall gerufen. Ein vermeintlicher Routineauftrag, der die anstehende Beförderung bedeuten könnte. Doch irgend etwas stimmt nicht. Die Verbrecher stellen keine Forderungen, Geiseln wie Geiselnehmer sind vermummt und somit nicht voneinander zu unterscheiden und dann taucht auch noch eine Verhandlungsexpertin auf, die dem Kopf der Gang eine mysteriöse Offerte unterbreiten soll. Und der hat zu Beginn des Films selbstbewusst das perfekte Verbrechen angekündigt.

Mit seinem aktuellen Werk überrascht Polit-Filmer Spike Lee als exzellenter Thriller-Regisseur. Auf Spannung getrimmt, schnörkellos und hart, weitgehend den Konventionen des Genres verpflichtet, so treibt Lee seinen Krimi voran. Doch er hat nicht nur actionorientiertes Muskelkino im Sinn, interessiert sich mehr für den Kopfkampf zweier intelligenter Männer, genial verkörpert von Oscar-Preisträger Denzel Washington und Clive Owen ("Entgleist"). Für noch mehr Starpower sorgt Jodie Foster, zwei Stunden Suspense nonstop sind garantiert.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvoll"Inside Man" hat das Zeug zum Klassiker. Solch einen Bankraub-Film gehört in den Film-Olymp, fand die FBW-Jury einstimmig. Ein raffiniert konstruiertes Drehbuch mit mehreren Erzählebenen sorgt dafür, dass Spike Lees Spannungsfilm lange Zeit das Publikum in Unwissenheit hält und nur in kleinen Dosierungen Licht ins Dunkel der mysteriösen Banküberfallsgeschichte im New Yorker Bankenviertel lässt. (...)

Wie ein roter Faden zieht sich durch den äußerst spannenden und tiefschichtigen Film die Frage nach Moral und Unmoral: Wie ist ein Banküberfall mit Geiselnahme moralisch zu werten, wenn dabei niemand zu Schaden kommt und scheinbar auch nichts gestohlen wird? Wie ist es mit der Moral bestellt, wenn ein Bürger der Upper Class von New York den größten Teil seines Lebens und viel an Vermögen der Unterstützung sozialer Einrichtungen opfert, um sich von seiner schuldbeladenen Vergangenheit zu befreien? Wie ist es um die Moral bestellt bei jenem Detective, der den Fall bearbeiten muss und über seine dienstlichen Befugnisse hinaus zum Ankläger eines vermutlichen Kriegsverbrechers wird, im privaten Bereich aber selbst unter moralischem Druck steht? Und wie ist es mit der Moral einer undurchsichtigen und mächtigen Frau bestellt, die für Geld zu allem bereit ist?

Gleich eine ganze Garde von Stars - angeführt von Denzel Washington, Jodie Foster, Willem Dafoe, Clive Owen und Christopher Plummer - spielt die Hauptrollen in dem verwirrenden filmischen Puzzle aus mehreren Erzählebenen, Rückblenden, filmisch verfremdeten Sequenzen und "traumhaft" angelegten Szenen, die dann nie der Realität entsprechen. Selbst am Ende des Films sind für den Zuschauer nicht alle Rätsel aufgelöst. (...)

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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