In deinen Händen

Kompromissloser Dogma-Film über eine junge Theologin, die sich in einem Frauengefängnis mit den Insassinnen und ihren eigenen Seelenqualen auseinandersetzen muss.

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(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Dänemark 2003
Regie Annette K. Olesen
Darsteller Ann Eleonora Jørgensen, Trine Dyrholm, Nicolaj Kopernikus
Kinostart 09.09.2004
Einspielergebnis D € 26.760
Bes. (EDI) 4.755
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 27.11.2006 (Tele 5)

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Theologin Anna wird Seelsorgerin im Frauentrakt eines Kopenhagener Gefängnisses. Sie wünscht sich seit Jahren ein Kind, vergeblich. Im Gefängnis begegnet sie Kate, die heilende Hände besitzen soll. Kate sagt Anna, sie werde schwanger. Der Freude über die zutreffende Voraussage folgt die Ernüchterung bei der Diagnose: Das Kind ist möglicherweise behindert. Dann erfährt Anna, dass Kate einsitzt, weil sie als Drogensüchtige ihr eigenes Kind hat verdursten lassen.

Ein Film um Gott, Glauben und letzte Gewissheiten, das Ganze verpackt in einem ungeschminkten Dogma-Film. Starker Tobak, der von Regisseurin Annette K. Olesen (""Kleine Missgeschicke") mit der Innensicht eines Gefängnisses und provozierenden Fragen kombiniert wird. Der hervorragend gespielte Film sollte in den Händen von Programmkinos, die sich ihrer Aufgabe, schwierige Filme zu vermitteln, wirklich stellen wollen, ein Muss sein.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Filme um Gott, Glauben und letzte Gewissheiten sind praktisch aus den Kinos verschwunden. Wenn dann noch einer dieser ungeschminkten Dogma-Filme sich der existenziellen Themen annimmt, ist starker Tobak angesagt. Er lohnt sich, weil Regisseurin Annette K. Olesen, deren Familienporträt "Kleine Missgeschicke" den "Blauen Engel" der Berlinale 2004 als Bester Europäischer Spielfilm erhielt, sich nicht drückt, das unfassbare Übernatürliche mit der Innensicht eines Gefängnisses und provozierenden Fragen zu kombinieren: Ist eine Kriminelle Gott näher als ihr Kaplan? Kann ausgerechnet eine Sünderin ihrer spirituellen Ratgeberin helfen, die Rollen verkehren?

Theologin Anna (Ann Eleonora Jorgensen, die großherzige Friseuse aus "Italienisch für Anfänger") hat ihr Studium beendet, tritt als Seelsorgerin im Frauentrakt eines Kopenhagener Gefängnisses an. Sie wünscht sich seit Jahren ein Kind, vergeblich. Im Gefängnis begegnet sie Kate (Trine Dyrholm, "In China essen sie Hunde"), der nachgesagt wird, sie besitze heilende Hände, mit denen sie heroinsüchtige Gefangene heile. Kate sagt Anna, sie werde schwanger. Der Freude über die zutreffende Voraussage folgt die Ernüchterung bei der Diagnose: Das Kind ist möglicherweise behindert. Anna erfährt, dass Kate sitzt, weil sie als Drogensüchtige ihr eigenes Kind hat verdursten lassen. Soll Anna sich ihr dennoch anvertrauen? Soll sie ihr Kind abtreiben lassen?

Der zentrale Konflikt der an ihrem Glauben zweifelnden Theologin Anna, die mit ihrer Stelle sichtlich überfordert ist und keine Hilfe annehmen will, steht in hartem Kontrast zu dem eigentlichen großen Rätsel des Films, zu Kate. Tryne Dyrholm ist doppelte Außenseiterin, weil sie als Kindsmörderin und Übersinnliche die anderen herausfordert, den Drogenhandel der sie mobbenden Jossi (Sarah Boberg) beeinträchtigt, jüngere Einsitzende wie Marion (Sonja Richter, die verzweifelte Freundin des Behinderten in "Open Hearts") fasziniert, und ein Wärter sich in sie verliebt und ihr zu einem Tag Freigang verhilft. Dennoch und wohl auch deshalb wird Kate auf der Strecke bleiben. Kein Wunder wie in Carl Theodor Dreyers Klassiker "Das Wort" (1954), auf den sich Olesen explizit bezieht, gibt Gewissheit. Im Dogma-Knast liegen heilende Zukunft und Vergebung direkt neben Verdammnis und Sühne. Der hervorragend gespielte Film sollte in den Händen von Programmkinos, die sich ihrer Aufgabe, schwierige Filme zu vermitteln, wirklich stellen wollen, ein Muss sein. ger.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Concorde
O-Titel Forbrydelser
Land / Jahr Dänemark 2003
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Zentropa Entertainment
Verleihförderung MEDIA Desk Deutschland (EUR 220.295)
Kinostart 09.09.2004
Laufzeit 101
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/1:1,37
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 26.760
Bes. (EDI) 4.755
Charthistory
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Ib Tardini
Ausf. Produzent Peter Aalbæk Jensen
Regie Annette K. Olesen
Drehbuch Kim Fupz Aakeson, Annette K. Olesen
Darsteller Ann Eleonora Jørgensen (Anna), Trine Dyrholm (Kate), Nicolaj Kopernikus (Henrik), Sonja Richter (Marion), Lars Ranthe (Frank), Henrik Prip (Arzt), Jens Albinus (Carsten), Kirsten Olesen (Aufseherin), Mette Munk Plum (Ase), Benedikte Hansen (Lizzie), Sarah Boberg (Jossi), Petrine Agger (Elisabeth), Mia Lyhne (Tina), Helle Hertz (Jossis Mutter), Lisbet Lundquist (Ärztin), Luna Worsoe Mollerup (Luna)
Kamera Boje Lomholdt
Schnitt Molly Stensgård
Musik Jeppe Kaas
Ton Christian H. Lund
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
In deinen Händen EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 98 Min. Kauf
In deinen Händen EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 98 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Seit Jahren versucht Theologin Anna ein Kind zu bekommen, als ihr in ihrer neuen Stelle als Gefängnisseelsorgerin die Insassin Kate, der man heilende Kräfte nachsagt, mitteilt, sie werde bald schwanger werden. Als sich endlich Nachwuchs einstellt, trübt jedoch schnell die Nachricht einer möglichen Behinderung des Babys die Vorfreude. Zudem erfährt Anna, Kate habe als Drogensüchtige ihr Baby verdursten lassen. Die Gottesfrau steht vor einem Gefühlschaos. Soll sie ihr Kind abtreiben? Kate um Hilfe bitten? Ihrem Glauben vertrauen?

Annette K. Olesen, auf der Berlinale 2002 für "Kleine Missgeschicke" mit dem Blauen Engel ausgezeichnet, widmet sich in ihrer zweiten Regiearbeit, zugleich Dogma-Werk Nr. 10, den essenziellen Fragen nach Gott und dem Sinn des Lebens. Das starke, anspruchsvolle Drama lebt vom Spiel der herausragenden Protagonistinnen Ann Eleonora Jørgensen ("Italienisch für Anfänger") und Trine Dyrholm ("Das Fest"), die ihre spirituelle und emotionale Zerrissenheit glaubhaft ausdrücken. Intellektuelles Kopfkino aus Skandinavien für Anspruchsvolle.

Quelle: mediabiz.de

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