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Ich war noch niemals in New York

Musical um eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York.

Ich war noch niemals in New York Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland, Österreich 2019
Regie Philipp Stölzl
Darsteller Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach
Kinostart 24.10.2019

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Verleih Universal
O-Titel Ich war noch niemals in New York
Land / Jahr Deutschland/Österreich 2019
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen UFA Fiction GmbH, Ziegler Film, Mythos Film Produktions GmbH & CO.KG, Graf Film, Universal Pictures Productions GmbH
Förderung Film- und Medienstiftung NRW,
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH,
FFA - Filmförderungsanstalt,
DFFF - Deutscher Filmförderfonds
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 700.000),
Film- und Medienstiftung NRW (EUR 1.475.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 700.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 125.000)
Drehort Köln, Berlin, Brandenburg, Sofia
Kinostart 24.10.2019
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Web-Link https://upig.de/micro/ich-war-noch-niemals-in-new-york, https://www.youtube.com/watch?v=NQzoFDuYY5E
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Produzenten Prof. Regina Ziegler, Sebastian Werninger, Prof. Nico Hofmann, Christoph Müller
Koproduzenten Klaus Graf, Freddy Burger
Regie Philipp Stölzl
Drehbuch Alexander Dydyna, Philipp Stölzl, Jan Berger (Mitarbeit)
Darsteller Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht, Michael Ostrowski, Pasquale Aleardi, Marlon Schramm
Kamera Thomas W. Kiennast
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Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals, basierend auf den Hits von Udo Jürgens: Ein charmant bunter und lebensbejahender Liebesreigen auf hoher See.

Lisa Wartberg ist die Starmoderatorin einer erfolgreichen Promishow. Zumindest denkt sie das. Aber die Einschaltquoten sind schlecht. Und auch Lisa steht kurz davor, ihren Job zu verlieren. Eigentlich sollte sich Lisa nun ganz auf die Karriere konzentrieren. Doch genau das funktioniert nicht, weil Lisas Mutter, Maria, nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat und plötzlich nur ein Ziel kennt: Sie will nach New York reisen, weil sie dort noch niemals war. Als sich Maria dann als blinder Passagier auf ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff schmuggelt und Lisa in Begleitung ihres Maskenbildners ebenfalls auf der MS Maximiliane landet, ist das Chaos vorprogrammiert. Und die Anwesenheit eines lebenserfahrenen Eintänzers, eines charmanten Bordzauberers und eines ordnungsliebenden Witwers nebst Sohn sorgen für große Gefühle. Die Verfilmung des gleichnamigen Musicals, basierend auf den großen Hits von Udo Jürgens, ist als von der ersten Minute an schillernd, bunt und rasant. Die Kulissen strahlen in Pastellfarben, alles wirkt wie in einer riesigen Theaterinszenierung - und doch darf man sich als Zuschauer sofort in die Szenerie eingebunden fühlen. Das liegt auch an der erstklassigen Besetzung mit Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht und vielen anderen, die die bekannten Lieder von Udo Jürgens mit viel Verve darbieten und sich voller spielerischer Innbrunst und sprühendem Witz in ihre Rollen werfen. Die Liedtexte bilden den Rahmen der Handlung und werden geschickt variiert und arrangiert. Und neben all den lustigen Verwicklungen und den musicalgleichen Choreographien, die Philipp Stölzl und sein Team geschickt in Szene setzen, sind es Lieder wie "Merci, Cheri", "Und immer wieder geht die Sonne auf" oder eben auch "Ich war noch niemals in New York", die mit ihren großartigen Texten und ihrem Gefühl den romantischen und auch nachdenklichen Kern der Geschichte bilden. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ist ein Film voller Lebensfreude und Spaß über das Suchen und Finden der Liebe. Ein Film, der nicht nur Fans des gleichnamigen Musicals und Udo Jürgens glücklich machen wird.

Gutachten:

Das Musical "Ich war noch niemals in New York" mit den Liedern von Udo Jürgens war auf deutschen Theaterbühnen bereits ein großer Erfolg. Als die Musical-Verfilmung des Publikumslieblings beschlossen wurde, war klar, dass die entsprechenden Erwartungen auch einer filmischen Adaption gerecht werden müssen. Drehbuchautor Alexander Dydyna und Co-Autor Philipp Stölzl, der auch die Regie übernahm, erlagen zum großen Glück nicht der Versuchung, eine filmische Kopie des Musicals zu realisieren. So ist es ein eigenständiger Film geworden, der die Grundzüge der Handlung mit Einbeziehung der Hauptprotagonisten in veränderten Ausgangslagen präsentiert.
Die erfolgsverwöhnte und zickige Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg versucht ihre Mutter Maria, die nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat, vom Ozeandampfer Maximiliane Richtung New York zu holen. New York war als Marias Lebenswunschziel noch in ihrem Kopf verblieben. Die Verbindung und Knoten zur Zusammenführung der drei Liebespaare werden im Gegensatz zum Musical erst auf dem Schiff geschnürt. Otto entpuppt sich als erste große Liebe der damals 17jährigen Maria und als Vater von Lisa. Lisa selbst lernt den um seine verstorbene Frau trauernden Axel Staudach und seinen Sohn auch erst auf dem Schiff kennen- und lieben, genau wie auch Lisas Maskenbildner Fred, der dem griechischen Bordzauberer Costa auf hoher See verfällt. Mit sicherer Hand inszeniert Philipp Stölzl das märchenhafte, teils auch bewusst überdrehte Spiel um Trauer und Liebe, Freundschaft und Lebensfreude. Die textliche Qualität der Dialoge in den Sprachsequenzen ist teils heiter, teils berührend, und führt mit präziser Montage stets perfekt in die Musical-Sequenzen über. Mit Heike Makatsch als Lisa, Moritz Bleibtreu als Axel, Uwe Ochsenknecht als Otto und die sehr präsente Katharina Thalbach als Maria besitzt der Film eine hervorragende Besetzung, die mit Lust und Freude ihre Parts zu singen und zu tanzen vermag. Dies entsprechend ihrem doch unterschiedlichen choreografischen und gesanglichen Potential, was das ganze Spektakel aber noch sympathischer macht. Nicht zu vergessen auch die Leistungen von Michael Ostrowski als Fred, Pasquale Aleardi als Costa und der kleine Marlon Schramm als Axels Sohn Florian. Erlaubt sei aber auch auf das darstellerische Gefälle bei den Randfiguren in den Massenszenen hinzuweisen, die hier die Jury nicht in jeder Sequenz überzeugen konnten. Die Kameraführung, Ausstattung, Maske und Kostüme gehören zu den weiteren gelungenen handwerklichen Leistungen. Bleibt noch das Wichtigste: Die berühmten Ohrwürmer von Udo Jürgens wurden nicht nur szenisch passend eingefügt, sondern bereichern die Musical-Ebene durch textliche und musikalische Arrangements mit sehr reizvollen Variationen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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