Ich war noch niemals in New York

Musical um eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York.

Ich war noch niemals in New York Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland, Österreich 2019
Regie Philipp Stölzl
Darsteller Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach
Kinostart 17.10.2019
Einspielergebnis D € 4.506.809
Bes. (EDI) 526.105
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Lisa Wartberg ist Fernsehmoderatorin und als Zicke verschrien. Als ihre Mutter bei einem Unfall das Gedächtnis verliert und mit dem Ziel nach New York zu reisen aus dem Krankenhaus verschwindet und an Bord eines Kreufahrtschiff geht, folgt ihr Lisa - zusammen mit ihrem Maskenbildner, ihrem einzigen Freund. Als schwarze Passagiere müssen sie für die Überfahrt arbeiten und lernen dabei die Männer ihres Lebens (wieder) kennen.

Launige, verspielte Adaption des gleichnamigen erfolgreichen Musicals mit Hits von Udo Jürgens, in dem u.a. Katharina Thalbach, Heike Makatsch, Uwe Ochsenknecht und Moritz Bleibtreu mit offensichtlich viel Spaß bei der Sache sind. Philipp Stölzl ("Der Medicus") setzt es als farbenfrohe, locker-leichte Komödie mit viel Slapstick um. Sympathische Unterhaltung fürs erwachsene Publikum, bei dem auch die gefühlvollen Songs ihre Wirkung entfalten - u.a. dank des jungen Marlon Schramm.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Launige, verspielte Adaption des gleichnamigen erfolgreichen Musicals mit Hits von Udo Jürgens.

Philipp Stölzl, der für UFA die Bestsellerverfilmung "Der Medicus" publikumswirksam in Szene setzte, arbeitet erneut mit dem Unternehmen zusammen und mit Regina Ziegler, die sich mit "Im weißen Rössl" schon einmal an ein deutschsprachiges Musical fürs Kino wagte. Gemeinsam stemmen sie ein aktuell hierzulande höchst selten umgesetztes Genre. Als Vorlage diente ein neueres, höchst erfolgreiches Musical mit Hits von Udo Jürgens, das kurz nach dem 85. Geburtstag des 2014 verstorbenen Musikstars, der zwischen Chanson und Schlager wanderte, in den Kinos landet und ein vornehmlich erwachsenes, älteres Publikum im Visier hat. Die Macher gewannen u.a. Katharina Thalbach, Heike Makatsch, Uwe Ochsenknecht und Moritz Bleibtreu für die Hauptrollen, Kinostars, die wie überhaupt das ganze Ensemble mit sichtlich viel Spaß und Verve bei der Sache sind. Stölzl, der als Bühnenbildner seine Karriere begonnen hat, setzt das Musical als farbenfrohe, locker-leichte Komödie mit Slapstick und Anleihen an das Kino der Dreißiger- bis Fünfzigerjahre um und verwendet unterstützt von seinem Team viel Sorgfalt für den Look, der hübsch überkandidelt vergangene Zeiten evoziert und baut auch wunderbare Details wie ein Wasserballett ein. So ist "Ich war noch niemals in New York" ein sympathisches Traumerfüllungs- bzw. Feelgood-Movie um drei Liebesgeschichten, in dem Inhalt und Stimmung von Titeln wie "Mit 66 Jahren" oder "Aber bitte mit Sahne" Programm sind, aber auch die gefühlvollen wie "Ich wünsch dir Liebe ohne Leiden" (auch dank des jungen Marlon Schramm) unter den gelungen arrangierten und verspielt bis elegant choreographierten Songs ihre Wirkung entfalten. hai.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel Ich war noch niemals in New York
Land / Jahr Deutschland/Österreich 2019
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen UFA Fiction GmbH, Ziegler Film, Mythos Film Produktions GmbH & CO.KG, Graf Film, Universal Pictures Productions GmbH
Förderung Film- und Medienstiftung NRW,
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH,
FFA - Filmförderungsanstalt,
DFFF - Deutscher Filmförderfonds
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 700.000),
Film- und Medienstiftung NRW (EUR 1.475.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 700.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 125.000)
Verleihförderung Film- und Medienstiftung NRW (EUR 100.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 500.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 100.000),
Österreichisches Filminstitut (EUR 30.000)
Drehort Köln, Berlin, Brandenburg, Sofia
Kinostart 17.10.2019
Laufzeit 129
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 4.506.809
Bes. (EDI) 526.105
Charthistory
Web-Link https://upig.de/micro/ich-war-noch-niemals-in-new-york, https://www.youtube.com/watch?v=NQzoFDuYY5E, https://www.youtube.com/watch?v=QBSoOtBY8S4
nach oben Cast & Crew
Produzenten Prof. Regina Ziegler, Sebastian Werninger, Prof. Nico Hofmann, Christoph Müller
Koproduzenten Klaus Graf, Freddy Burger
Producer Matthias Adler, Tobias Timme, Markus Olpp, Lydia Elmer
Regie Philipp Stölzl
Drehbuch Alexander Dydyna, Philipp Stölzl, Jan Berger (Mitarbeit)
Darsteller Heike Makatsch (Lisa), Moritz Bleibtreu (Axel), Katharina Thalbach (Maria), Uwe Ochsenknecht (Otto), Michael Ostrowski (Fred), Pasquale Aleardi (Costa), Marlon Schramm (Florian), Mat Schuh (James), Andreja Schneider (Edita), Stefan Kurt (Kapitän)
Kamera Thomas W. Kiennast
Schnitt Sven Budelmann
Musik Christoph Israel
Produktionsdesign Matthias Müsse
Ton Max Meindl
Kostüme Nora Bates
Maske Gerhard Zeiss
Herstellungsleitung Sebastian Werninger, Hartmut Köhler
Produktionsleitung Henry Rehorek
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals, basierend auf den Hits von Udo Jürgens: Ein charmant bunter und lebensbejahender Liebesreigen auf hoher See.

Lisa Wartberg ist die Starmoderatorin einer erfolgreichen Promishow. Zumindest denkt sie das. Aber die Einschaltquoten sind schlecht. Und auch Lisa steht kurz davor, ihren Job zu verlieren. Eigentlich sollte sich Lisa nun ganz auf die Karriere konzentrieren. Doch genau das funktioniert nicht, weil Lisas Mutter, Maria, nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat und plötzlich nur ein Ziel kennt: Sie will nach New York reisen, weil sie dort noch niemals war. Als sich Maria dann als blinder Passagier auf ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff schmuggelt und Lisa in Begleitung ihres Maskenbildners ebenfalls auf der MS Maximiliane landet, ist das Chaos vorprogrammiert. Und die Anwesenheit eines lebenserfahrenen Eintänzers, eines charmanten Bordzauberers und eines ordnungsliebenden Witwers nebst Sohn sorgen für große Gefühle. Die Verfilmung des gleichnamigen Musicals, basierend auf den großen Hits von Udo Jürgens, ist als von der ersten Minute an schillernd, bunt und rasant. Die Kulissen strahlen in Pastellfarben, alles wirkt wie in einer riesigen Theaterinszenierung - und doch darf man sich als Zuschauer sofort in die Szenerie eingebunden fühlen. Das liegt auch an der erstklassigen Besetzung mit Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht und vielen anderen, die die bekannten Lieder von Udo Jürgens mit viel Verve darbieten und sich voller spielerischer Innbrunst und sprühendem Witz in ihre Rollen werfen. Die Liedtexte bilden den Rahmen der Handlung und werden geschickt variiert und arrangiert. Und neben all den lustigen Verwicklungen und den musicalgleichen Choreographien, die Philipp Stölzl und sein Team geschickt in Szene setzen, sind es Lieder wie "Merci, Cheri", "Und immer wieder geht die Sonne auf" oder eben auch "Ich war noch niemals in New York", die mit ihren großartigen Texten und ihrem Gefühl den romantischen und auch nachdenklichen Kern der Geschichte bilden. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ist ein Film voller Lebensfreude und Spaß über das Suchen und Finden der Liebe. Ein Film, der nicht nur Fans des gleichnamigen Musicals und Udo Jürgens glücklich machen wird.

Gutachten:

Das Musical "Ich war noch niemals in New York" mit den Liedern von Udo Jürgens war auf deutschen Theaterbühnen bereits ein großer Erfolg. Als die Musical-Verfilmung des Publikumslieblings beschlossen wurde, war klar, dass die entsprechenden Erwartungen auch einer filmischen Adaption gerecht werden müssen. Drehbuchautor Alexander Dydyna und Co-Autor Philipp Stölzl, der auch die Regie übernahm, erlagen zum großen Glück nicht der Versuchung, eine filmische Kopie des Musicals zu realisieren. So ist es ein eigenständiger Film geworden, der die Grundzüge der Handlung mit Einbeziehung der Hauptprotagonisten in veränderten Ausgangslagen präsentiert.
Die erfolgsverwöhnte und zickige Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg versucht ihre Mutter Maria, die nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat, vom Ozeandampfer Maximiliane Richtung New York zu holen. New York war als Marias Lebenswunschziel noch in ihrem Kopf verblieben. Die Verbindung und Knoten zur Zusammenführung der drei Liebespaare werden im Gegensatz zum Musical erst auf dem Schiff geschnürt. Otto entpuppt sich als erste große Liebe der damals 17jährigen Maria und als Vater von Lisa. Lisa selbst lernt den um seine verstorbene Frau trauernden Axel Staudach und seinen Sohn auch erst auf dem Schiff kennen- und lieben, genau wie auch Lisas Maskenbildner Fred, der dem griechischen Bordzauberer Costa auf hoher See verfällt. Mit sicherer Hand inszeniert Philipp Stölzl das märchenhafte, teils auch bewusst überdrehte Spiel um Trauer und Liebe, Freundschaft und Lebensfreude. Die textliche Qualität der Dialoge in den Sprachsequenzen ist teils heiter, teils berührend, und führt mit präziser Montage stets perfekt in die Musical-Sequenzen über. Mit Heike Makatsch als Lisa, Moritz Bleibtreu als Axel, Uwe Ochsenknecht als Otto und die sehr präsente Katharina Thalbach als Maria besitzt der Film eine hervorragende Besetzung, die mit Lust und Freude ihre Parts zu singen und zu tanzen vermag. Dies entsprechend ihrem doch unterschiedlichen choreografischen und gesanglichen Potential, was das ganze Spektakel aber noch sympathischer macht. Nicht zu vergessen auch die Leistungen von Michael Ostrowski als Fred, Pasquale Aleardi als Costa und der kleine Marlon Schramm als Axels Sohn Florian. Erlaubt sei aber auch auf das darstellerische Gefälle bei den Randfiguren in den Massenszenen hinzuweisen, die hier die Jury nicht in jeder Sequenz überzeugen konnten. Die Kameraführung, Ausstattung, Maske und Kostüme gehören zu den weiteren gelungenen handwerklichen Leistungen. Bleibt noch das Wichtigste: Die berühmten Ohrwürmer von Udo Jürgens wurden nicht nur szenisch passend eingefügt, sondern bereichern die Musical-Ebene durch textliche und musikalische Arrangements mit sehr reizvollen Variationen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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