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Ich, Daniel Blake

Berührendes Drama um einen Witwer, der vom Staat alleingelassen wird und gegen die Mühlen der Bürokratie kämpft.

Ich, Daniel Blake Großansicht
(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, Frankreich u.a. 2016
Regie Ken Loach
Darsteller Dave Johns, Hayley Squires, Micky McGregor
Kinostart 24.11.2016
Einspielergebnis D € 655.566
Bes. (EDI) 91.002
Bes. (FFA) 101.878
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Boxoffice USA $ 228.653
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Filmtrailer Video

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Der 59 Jahre alte Daniel Blake hat sein Leben lang als Schreiner hart gearbeitet. Nach einer schweren Erkrankung braucht er nun das erste Mal die Hilfe des Staates. Dabei trifft er die alleinerziehende Mutter Katie, die mit ihren beiden Kindern Daisy und Dylan auf der Suche nach einer bezahlbaren neuen Bleibe ist. Die beiden tun sich zusammen und kämpfen gemeinsam gegen die Fallstricke der Bürokratie an. Dabei erleben sie so manche böse Überraschung.

Ken Loach, das soziale Gewissen des britischen Kinos, kehrt aus seinem selbstverordneten Ruhestand zurück. Wieder prangert er gesellschafspolitische Ungerechtigkeiten an, erneut erzählt er seine Story ohne erhobenen Zeigefinger und mit gewohnt trockenem Humor. Paul Laverty, der schon mehrere Skripts für Loach geschrieben hat, so etwa auch zum Palme d'Or-Gewinner "The Wind That Shakes the Barley", zeichnet als Autor, Dave Johns und Hayley Squires spielen die Hauptrollen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Berührendes Drama um einen Witwer, der vom Staat alleingelassen wird und gegen die Mühlen der Bürokratie kämpft.

Keine neuen Wege beschreitet indes der vormalige Goldene-Palme-Gewinner Ken Loach bei seinem neuen Film "I, Daniel Blake". Eigentlich hatte der nunmehr knapp 80-jährige Brite seine Karriere vor zwei Jahren in Cannes nach fast 50 Jahren mit "Jimmy's Hall" für beendet erklärt. Dass er sich doch noch einmal aufgerafft hat, um mit der einmal mehr von dem seit 1996 zuverlässigen Mitstreiter Paul Laverty geschriebenen Geschichte eines Witwers in den Mühlen der Behörden einen quintessenziellen Loach abzuliefern, ist ein Glücksfall: Loachs Wut auf Camerons Großbritannien, in dem die sozial Benachteiligten mehr denn je wie ein Kollateralschaden als Verschiebemasse behandelt werden, ist genuin und in jeder Einstellung spürbar.

Eisern hält sich der bitterste Loach-Film seit "My Name Is Joe" ans Regelwerk der griechischen Tragödie, wenn der Titelheld, ein ehemaliger Zimmermann, als eine Mischung aus Don Quixote und Buchbinder Wanninger einen vergeblichen Versuch unternimmt, nach einem schweren Herzinfarkt Stütze zu erterhalten. Nicht besser als dem stolzen Mann aus der Arbeiterklasse, der Zeit seines Lebens niemand zur Last gefallen hat, nun aber in den Mühlen einer herzlosen Wohlfahrtssystems zerrieben wird, geht es der alleinerziehen und mittellosen Mutter Katie, die mit ihren beiden Kindern von London nach Newcastle in eine heruntergekommene Sozialwohnung vermittelt wurde und nun von den Behörden im Stich gelassen wird.

Anders als jüngere Loach-Filme wie "Angels' Share" oder "Looking for Eric" kann es hier kein Happy-End geben. Und doch bleibt die Solidarität der einfachen Menschen ebenso intakt wie ihr hinreißender Humor, den sich die Menschen bei Loach auch dann nicht nehmen lassen, wenn sie ihren Untergang vor Augen haben. Auch wenn der Plot vorhersehbar ist, ist es unmöglich, von dieser Geschichte staatlichen Versagens nicht berührt zu werden. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
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Verleih Prokino (Fox)
O-Titel I, Daniel Blake
Land / Jahr Großbritannien/Frankreich/Belgien 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Sixteen Films (GB)/Why Not Productions (FR)
Kinostart 24.11.2016
Laufzeit 101
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 655.566
Bes. (EDI) 91.002
Bes. (FFA) 101.878
Charthistory
USA-Start 02.06.2017, bei IFC (First Take)
Boxoffice USA $ 228.653
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.daniel-blake.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Rebecca O'Brien
Regie Ken Loach
Drehbuch Paul Laverty
Darsteller Dave Johns (Daniel), Hayley Squires (Katie), Micky McGregor (Ivan), Briana Shann (Daisy), Dylan McKiernan (Dylan)
Kamera Robbie Ryan
Schnitt Jonathan Morris
Musik George Fenton
Produktionsdesign Fergus Clegg
Ton Ray Beckett
Casting Kahleen Crawford
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
69. Internationales Filmfestival in Locarno
Internationales Filmfestival in Locarno Großansicht
2016, Locarno, 03.08.2016 - 13.08.2016 UBS-Publikumspreis  
69. Internationale Filmfestspiele in Cannes
Internationale Filmfestspiele in Cannes Großansicht
2016, Cannes, 11.05.2016 - 22.05.2016 Goldene Palme  
42. César-Verleihung
César-Verleihung Großansicht
2017, Paris, 24.02.2017 Bester ausländischer Film  
70. British Academy Awards   2017, London, 12.02.2017 Bester britischer Film  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Ich, Daniel Blake EuroVideo Medien DVD, ab 6, 97 Min. Kauf
Ich, Daniel Blake EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 6, 101 Min. Kauf
Ich, Daniel Blake EuroVideo Medien DVD, ab 6, 97 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der 59 Jahre alte Daniel Blake hat sein Leben lang als Schreiner hart gearbeitet. Nach einer schweren Erkrankung braucht er nun das erste Mal die Hilfe des Staates. Dabei trifft er die alleinerziehende Mutter Katie, die mit ihren beiden Kindern Daisy und Dylan auf der Suche nach einer bezahlbaren neuen Bleibe ist. Die beiden tun sich zusammen und kämpfen gemeinsam gegen die Fallstricke der Bürokratie an. Dabei erleben sie so manche böse Überraschung.

Ken Loach, das soziale Gewissen des britischen Kinos, kehrt aus seinem selbstverordneten Ruhestand zurück. Wieder prangert er gesellschafspolitische Ungerechtigkeiten an, erneut erzählt er seine Story ohne erhobenen Zeigefinger und mit gewohnt trockenem Humor. Paul Laverty, der schon mehrere Skripts für Loach geschrieben hat, so etwa auch zum früheren Palme d'Or-Gewinner "The Wind That Shakes the Barley", zeichnet als Autor, Dave Johns und Hayley Squires spielen die Hauptrollen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein 59-jähriger Witwer kämpft, vom Staat auf sich allein gestellt, gegen die Mühlen der Bürokratie. Großartig zorniges Sozialdrama von Ken Loach, das 2016 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

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nach oben Auff�hrungen auf Festivals
Datum Stadt Festivalname
11.05.2016 - 22.05.2016 Cannes 69. Festival de Cannes
03.08.2016 - 13.08.2016 Locarno 69. Festival internazionale del film Locarno
20.10.2016 - 03.11.2016 Wien 54. Viennale - Vienna International Film Festival

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