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Hostel 2

Fortsetzung des harten Horrorhits von 2006, in dem diesmal drei amerikanische Mädchen in dem slowakischen Folterknast landen.

Hostel 2 Großansicht
(Bild: Sony Pictures)
Verleih Sony Pictures
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2007
Regie Eli Roth
Darsteller Lauren German, Heather Matarazzo, Bijou Phillips
Kinostart 14.06.2007
Einspielergebnis D € 1.609.225
Bes. (EDI) 244.441
Bes. (FFA) 245.078
Charthistory
Boxoffice USA $ 17.544.812
Charthistory
Erstausstrahlung 08.11.2014 (Pro7)

nach oben Inhalt & Info

Beth, Lorna und Whitney sind befreundete Amerikanerinnen, die sich für den Sommer in eine Kunstklasse in Rom eingeschrieben haben. Dort lernen sie nach einer Unterrichtsstunde eines der Models kennen, die sie zeichnen sollen. Sie erzählt den Drei von einer sagenumwobenen Jugendherberge in der Slowakei, in der unglaubliche Partys gefeiert werden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass die Herberge nur ein Vorwand ist, Frischfleisch für ein Verließ heranzuschaffen, in dem sich Sadisten für 50.000 Dollar alle Wünsche erfüllen können.

Es war unvermeidlich: Nach dem sensationellen Erfolg des für nur fünf Mio. Dollar entstandenen Originals (weltweites Einspiel: 80 Mio. Dollar) legt Eli Roth in bester Exploitationmanier nur ein Jahr später eine Fortsetzung seiner Folterspiele vor. Das komplette Szenario wurde beibehalten; nur der Blickwinkel und das Geschlecht der Hauptfiguren wurden ausgetauscht: Jetzt gehen Bijou Phillips, Lauren German und Heather Matarazzo durch die Hölle.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Produzent Quentin Tarantino und sein williger Vollstrecker, der "Cabin Fever"-Regisseur Eli Roth, haben mal wieder eine Reise in den Wilden Osten unternommen und dementsprechend etwas zu erzählen im unerwartet originellen und allemal für Genrefans umfassend erhebenden Sequel zu einem übel beleumundeten Gewaltschocker.

Wer in der internationalen Jugendherberge eines slowakischen Märchendorfes absteigt, hat nichts zu lachen. Gefühllose Grobiane verschleppen ihn ins Folterlager auf einer anonymen Industriebrache und lassen ihn von solventen Antimoralisten aus aller Herren Länder für teuer Geld abschlachten. Besonders gefragt sind amerikanische Opfer, vielleicht, weil Amerika gerade auf der Welt so beliebt ist. So weit, so schön scheußlich die Grundidee zu "Hostel", an der nun auch der Nachfolger treu fest hält. Statt einer geschlechtlich gemischten Gruppe wie im Vorgänger sind es nun drei junge Damen, die sich anlocken lassen von einer vermeintlichen Freundin und heimlichen Verbündeten des Metzelfürsten und schon knietief drinstecken im Albtraum aus Folter, Terror und Tod. Messer werden gewetzt, Sensen angesetzt, Weichteile seziert, die Scream Queen quiekt. Alles wie immer also im sittenlosen Reiche des "Torture Porn"? Der nächste Griff ins Sadistenklo von Splatterfreaks ohne menschliche Reife? Weit gefehlt.

"Hostel 2" hat mehr zu bieten als visuelle Tiefschläge und Bodycount. Zum Beispiel Humor, Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Das merkt man früh, und die Anzeichen für ein überdurchschnittliches Genreerlebnis häufen sich mit zunehmender Spieldauer. Nicht allein die Opfer in spe werden charakterisiert, auch über ihre Mörder erfährt man jetzt was. Ein wenig über die, die in Bratislava Hof halten, und mehr über jene, die die Mädchen in einer unerhört unterhaltsam montierten Handykonferenz meistbietend ersteigern. Der eine hat Pech, der andere Glück, und jeder ein völlig anderes Motiv. So wie die beiden Brüder aus den USA, von denen der eine einen entscheidenden Schritt zu Übermannwerdung zu gehen glaubt und der andere stellvertretend seine Frau tötet. Hier spielt Roth einen geschickten Zug: In dem er die Mörder der typischen US-Mädchen typische US-Vorstadtbewohner sein lässt, zieht er dem Projekt ansatzweise den xenophobischen Stachel. In dem er Opfer und Täter einander schon lange vor der Todeskammer kennen lernen lässt, nimmt er der Sache die unmenschliche Anonymität. Jeder kann Täter oder Opfer sein, manche sind sogar beides, "Hostel" kann überall stattfinden und die universelle Geschichte über unerfreuliche Instinkte und menschliche Abgründe sein, die es ist.

Roth belässt es nicht dabei, Opfer wie Täter zu greifbaren Menschen zu machen, über die man mehr wissen will. Er lässt sie ihre Mission auch furios vollenden, und zwar in den meisten Fällen in einer Weise, die der Zuschauer nach Hoffnung der Macher kaum erwartet. Da wird aus dem Übermenschen ein flennendes Bündel, aus dem Würstchen ein Wolf, aus dem Gejagten ein Geschäftspartner und aus dem Opferlamm eine Todesgöttin. Das Ganze ist so pointiert und zitatenreich angerichtet, wie man es von einer Tarantino-Produktion erwarten darf, sowie in aller hintergründigen Ironie und inszenatorischen Eleganz mindestens so brutal, wie es die hartgesottenen Splatterfreaks von einem Werk dieses Anspruchs erhoffen. Kaum anzunehmen, dass alle Gräuel der Originalfassung - vom Kopfschuss für das Bettelkind bis zur detailfreudigen Kastration mit der Rohrzange - ungekürzt das Licht deutscher Projektoren erblicken, doch was übrig bleibt, sollte zartbesaiteten Gruselfreunden immer noch den Atem rauben. Eingeweihte dagegen stoßen spitze Schreie des Entzückens aus, bei der Entdeckung der italienischen Unterhaltungskinolegenden der 70er Luc Merenda, Edwige Fenech oder Ruggero Deodato, die hier in heiter aufs persönliche Lebenswerk abgestimmten Szenen auftreten. Irgendwo dazwischen sitzt der durchschnittlich empfindende Horrorfreak, der schon den Vorgänger und die "Saw"-Serie irgendwie ganz nett fand und zu Hits machte, und fühlt sich bestens unterhalten. ab.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Sony Pictures
O-Titel Hostel Part II
Land / Jahr USA 2007
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Horror
Produktionsfirmen Raw Nerve/Next Entertainment/Screen Gems Inc.
Kinostart 14.06.2007
Laufzeit 92
FSK k.J. (keine Jugendfreigabe)
Einspielergebnis D € 1.609.225
Bes. (EDI) 244.441
Bes. (FFA) 245.078
Charthistory
USA-Start 08.06.2007, bei Lionsgate
Boxoffice USA $ 17.544.812
Web-Link http://www.hostel2-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Eli Roth, Mike Fleiss, Chris Briggs
Koproduzenten Dan Frisch, Philip Waley
Ausf. Produzenten Quentin Tarantino, Boaz Yakin, Scott Spiegel
Regie Eli Roth
Drehbuch Eli Roth
Darsteller Lauren German (Beth), Heather Matarazzo (Lorna), Bijou Phillips (Whitney), Roger Bart (Stuart), Richard Burgi (Todd), Vera Jordanova (Axelle), Milan Knazko (Sasha), Stanislav Ianevski (Miroslav)
Kamera Milan Chadima
Schnitt George Folsey Jr.
Musik Nathan Barr
Produktionsdesign Robb Wilson King
Kostüme Susanna Puisto
Maske Gregory Nicotero, Howard Berger
Casting Kelly Wagner
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Hostel 2 (Kinofassung, Steelbook) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 92 Min. Kauf
Hostel 2 (Kinofassung) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) Blu-ray Disc, k.J. (keine Jugendfreigabe), 92 Min. Kauf
Hostel 2 (Kinofassung) Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 88 Min. Kauf
Hostel 2 (Extended Version, Steelbook)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 91 Min. Kauf
Hostel 2 (Extended Version)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) UMD, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 95 Min. Kauf
Hostel 2 (Extended Version, Amaray)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 91 Min. Kauf
Hostel 2 (Extended Version)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, (JK) - geprüft durch Juristen(kommission), 91 Min. Leih
Enthalten in:
Best of Hollywood - 2 Movie Collector's Pack: Hostel / Hostel: Part II (2 Discs)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (
Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 186 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Nathan Barr Hostel 2 Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Beth, Lorna und Whitney sind befreundete Amerikanerinnen, die sich für den Sommer in eine Kunstklasse in Rom eingeschrieben haben. Dort lernen sie nach einer Unterrichtsstunde eines der Models kennen, welches sie zeichnen sollen. Sie erzählt den dreien von einer Jugendherberge in der Slowakei, in der unglaubliche Partys gefeiert werden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass die Herberge nur ein Vorwand ist, Frischfleisch für ein Verlies heranzuschaffen, in dem sich Sadisten für 50.000 Dollar alle Wünsche erfüllen können.

Mit "Hostel" hatte Eli Roth einen der wesentlichen Beiträge zur aktuellen Harter-Horror-Welle geleistet. Die große Überraschung ist die unvermeidliche Fortsetzung, die eben nicht bloß mehr von demselben bietet, sondern filmisch einerseits deutlich eleganter zu Werke geht, vor allem aber inhaltlich mehr zu bieten hat, indem der Fokus von den Opfern zu den Tätern wechselt. Natürlich kommen auch die eingefleischten Splatterfans auf ihre Kosten, aber vor allem überzeugt "Hostel 2" mit einigen wirklich cleveren Handlungswendungen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Pressestimmen

Die Fortsetzung des Sensationserfolgs setzt wieder auf harten Trash-Horror und ist die ultimative diesjährige Kino-Mutprobe.

Treffpunkt Kino

Für "Hostel 2" versuchte Roth, sein Rezept zu variieren. Jetzt reisen nicht drei ignorante College-Buben nach Ost-Europa, wo sie ein unerfreuliches Schicksal erleiden, sondern drei Mädchen, die psychologisch differenzierter gezeichnet sind, und diesmal zeichnet der Film auch ein Porträt der Täter. Der Regisseur ist sich bewusst, dass Brutalität allein langweilig werden dürfte. (...) Für einen Film, der auf die niederen Instinkte abzielt, bedauerlich wenig Sex und Schock.

Süddeutsche Zeitung, 14. Juni 2007

Roth kann kein Interesse für seine Figuren wecken, aus Horrorspannung wird schnell Langeweile.

Abendzeitung, 14. Juni 2007

Statt dessen startet heute unter gleichem Titel ein Film, der nach Auflagen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) fünf Minuten kürzer geworden ist. (...) Auch inklusive dieser Szenen ist die Geschichte dreier junger unerfahrener Amerikanerinnen auf unglückseliger Europareise kein guter Film gewesen, doch ob er ohne sie nun besser wird, das darf bezweifelt werden. In der nun verliehenen Fassung fehlt ihm auch der letzte Sinn.

Frankfurter Rundschau, 14. Juni 2007

Im Folterfilm "Hostel 2" versucht sich der Regisseur am letzten Schrei einer Hardcore-Ästhetik. Herauskam nur ein zum Schreien öder Film.

Spiegel Online, 13. Juni 2007

"Hostel 2" ist ein brutaler Film, der erst nach Schnitten wenigstens der Freigabe ab 18 erhielt, und doch schmilzt der Vorsprung, den das Horrorgenre stets vor der Realität bewahren muss.

Die Welt, 14. Juni 2007

Eli Roth erzählt wieder mit viel Gespür für Atmosphäre und Charakterzeichnung, und wie in den siebziger Jahren bei Wes Craven und Tobe Hooper geht es auch ihm um ein Barometer für eine globale Gesellschaft und Politik, in der Terror grassiert und alles käuflich ist.

Süddeutsche Zeitung, 21. Juni 2007

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