Hannibal Rising - Wie alles begann

Fünftes Filmabenteuer mit dem längst legendären Hannibal Lecter, das von den frühen Tagen des Kannibalen erzählt.

Hannibal Rising - Wie alles begann Großansicht
(Bild: Tobis)
Verleih Tobis
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2006
Regie Peter Webber
Darsteller Gaspard Ulliel, Gong Li, Rhys Ifans
Kinostart 15.02.2007
Einspielergebnis D € 3.362.848
Bes. (EDI) 498.111
Bes. (FFA) 500.498
Charthistory
Boxoffice USA $ 27.503.677
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 09.04.2012 (Pro7)

nach oben Inhalt & Info

Im Zweiten Weltkrieg muss Hannibal Lecter in Litauen mit ansehen, wie seine Schwester von ausgehungerten Soldaten ermordet und gegessen wird. Traumatisiert verschlägt es den jungen Mann nach Paris, wo er seine Ausbildung erhält und lernt, sich unliebsamer Menschen auf kultivierte Weise zu entledigen.

Was Sie schon immer über Hannibal Lecter wissen wollten... In der vierten Saga über den berühmtesten Kannibalen der Filmgeschichte ("Roter Drache" wurde zweimal verfilmt) geht es zurück zu den Anfängen Lecters, der hier von Newcomer Gaspard Ulliel ("Mathilde") gespielt wird, um zu klären, wie er zu dem Monster werden konnte, das Filmgänger aus "Das Schweigen der Lämmer" oder "Hannibal" kennen. "Das Mädchen mit dem Perlenohrring"-Regisseur Paul Webber inszenierte nach einer Originalgeschichte von Thomas Harris, die parallel zum Film in Romanform veröffentlicht wird.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Die Biografie des populären Psychopathen ist komplett: Wie der junge Hannibal Lecter seine gute Erziehung vergaß und die Achtung vor dem Leben verlor.

Zum fünften Mal, aber erstmals seit Michael Manns "Blutmond" wieder ohne seine Leibrepräsentanz Anthony Hopkins, gibt sich Lecter auf Breitwand die Ehre. Die Abwesenheit des britischen Vollblutmimen ist ein Schlag für die Fangemeinde, ergibt sich aber zwingend aus der Richtungsanweisung dieses Prequels, das weit zurück in die Kindertage des mörderischen Gourmets führt. Wie schon beim Vorgänger "Hannibal" war auch hier die Romanvorlage von Thrillerspezialist Thomas Harris ein gefundenes Fressen für das enttäuschte Feuilleton, was "Hannibal" jedoch nicht abhielt, gedruckt und verfilmt ein Welthit zu werden. Obwohl die Ursache für die deformierte Persönlichkeit des Serienkillers den Boden menschlicher Abgründe erreicht, lässt sich, wie schon bei "Hannibal", auch hier ein humoristischer Unterton erkennen. Das Leben der litauischen Lecter-Familie nimmt eine verhängnisvolle Wende, als die Eltern 1944 bei einem Flugangriff der Deutschen getötet werden und der 10-jährige Hannibal mit seiner jüngeren Schwester Mischa Schutz in einem Jagdhaus sucht. Ein Szenario wie in einem Grimmschen Märchen, in dem bekanntlich Hexen auch kleine Kinder fressen wollen. Ausgehungerte litauische Söldner, die sich zuvor SS-Truppen angedient hatten, fallen schließlich in die Zuflucht der Kinder ein. Was mit Mischa passiert, traumatisiert Hannibal für ein ganzes Leben, der Jahre später über die Zwischenstation Waisenhaus bei Lady Murasaki (Gong Li), der Witwe seines Onkels, in Frankreich landet. Die elegante Schönheit wird zur bewunderten Hofdame des jungen Neo-Ritters, der ihr den tranchierten Kopf eines Mannes zu Füßen legt, der sie zu beleidigen gewagt hatte. Hier liegt die Gentleman-Attitüde Lecters, sein schwarzer Humor und sein Interesse an der menschlichen Anatomie begründet, das er als Student der Medizin vertieft. Zentrale Triebkraft seines Handelns ist der Plan, sich an den Mördern Mischas zu rächen, um sie das gleiche Schicksal wie seine Schwester erleiden zu lassen. Die kannibalistische Intention führt ihn zurück nach Litauen, im Finale sogar nach Kanada und fordert selbstredend nur Opfer, die den Tod verdient haben: Kriegsverbrecher, Mörder, Frauen- und Waffenhändler. Das ist gute Tradition in bisher allen Fortsetzungen und trägt dem Fakt Rechnung, dass sich das Monstrum längst zum Sympathieträger entwickelt hat. Regisseur Peter Webber, der sich nach seinem exquisiten Debüt "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" hier auf groberes Terrain begeben hat, hätte gut daran getan, das eine oder andere Harris-Klischee, wie etwa den Tod von Murasakis Eltern in Hiroshima, auszumerzen. Trotz solcher Skriptprobleme gefällt "Hannibal Rising" aufgrund seiner ansprechenden Optik, der aristokratischen Präsenz von Gong Li, vor allem aber wegen Frankreichs Jungstar Gaspard Ulliel ("Mathilde - Eine große Liebe"), der mit seinem am Kinn spitz zulaufenden Dreiecksgesicht und seiner diabolischen Balance von Charme und Bedrohung auch eine überzeugende Juniorausgabe von Batmans Nemesis, dem Joker, abgeben würde. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Tobis
O-Titel Hannibal Rising
Alternativ-/Arbeitstitel Behind the Mask - Young Hannibal
Land / Jahr USA 2006
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Horror
Drehort Prag
Drehzeit 07.09.2005
Kinostart 15.02.2007
Laufzeit 122
FSK k.J. (keine Jugendfreigabe)
Einspielergebnis D € 3.362.848
Bes. (EDI) 498.111
Bes. (FFA) 500.498
Charthistory
USA-Start 09.02.2007, bei MGM
Boxoffice USA $ 27.503.677
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Dino De Laurentiis, Martha De Laurentiis
Ausf. Produzenten Tarak Ben Ammar, James Clayton, Duncan Reid
Regie Peter Webber
Drehbuch Thomas Harris
Buchvorlage Thomas Harris
Darsteller Gaspard Ulliel (Hannibal Lecter), Gong Li (Lady Murasaki), Rhys Ifans (Grutas), Kevin McKidd (Kolnas), Dominic West (Inspektor Popil), Richard Brake (Dortlich), Stephen Walters (Milko), Ivan Marevich (Grentz), Richard Leaf (Vater Lecter), Ingeborga Dapkunaite (Mutter Lecter)
Kamera Ben Davis
Schnitt Pietro Scalia
Musik Thomas Newman
Produktionsdesign Allan Starski
Kostüme Anna B. Sheppard
Casting Leo Davis
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Hannibal Rising - Wie alles begann Universum Film Blu-ray Disc, k.J. (keine Jugendfreigabe), 126 Min. Kauf
Hannibal Rising - Wie alles begann
Nicht lieferbar
Universum Film HD DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 126 Min. Kauf
Hannibal Rising - Wie alles begann (Unrated Deluxe Edition, 2 DVDs)
Nicht lieferbar
Universum Film DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 126 Min. Kauf
Hannibal Rising - Wie alles begann (Unrated Deluxe Edition, 2 DVDs im Steelbook)
Nicht lieferbar
Universum Film DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 126 Min. Kauf
Hannibal Rising - Wie alles begann (Einzel-DVD) Universum Film DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 120 Min. Kauf
Hannibal Rising - Wie alles begann Universum Film DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe) Kauf
Hannibal Rising - Wie alles begann (unrated) Universum Film DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 126 Min. Leih
Enthalten in:
Hannibal / Hannibal Rising (2 Discs)Hannibal / Hannibal Rising (2 Discs)
Universum Film
Universum Film
DVD, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 252 Min.
Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 262 Min.
Kauf
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Während des Zweiten Weltkriegs erlebt der zehnjährige Hannibal wie seine kleine Schwester von litauischen Söldnern getötet und aufgegessen wird. Dem Jungen bleibt durch Zufall dasselbe Schicksal erspart, und nach langer Odyssee landet er als Teenager in Frankreich, bei seiner Tante Lady Murasaki. Unter deren Obhut beginnt der traumatisierte junge Mann seinen Rachefeldzug gegen die Mörder seiner Schwester, eine blutig-brutale Reise, die ihn nach Litauen, wieder zurück nach Frankreich und schließlich bis nach Kanada führt.

Von Hannibal Lecters Anfängen erzählt Regisseur Peter Webber ("Das Mädchen mit dem Perlenohrring") und besetzt Newcomer Gaspard Ulliel ("Mathilde") als den berühmtesten aller Filmkannibalen. Trotz Sadismus und Menschenfresserei hält sich das Grauen in Grenzen, weil die Bestie als Mensch gezeigt wird, als Sympathieträger fungiert, mit dem man mitfiebert, wenn er die Bösen ihrer gerechten Strafe zuführt. Weniger Gänsehaut-Grusel als stil- und lustvoll in Szene gesetzte Schlacht-und-Schlemmer-Orgie. Appetitlicher Horror!

Quelle: mediabiz.de

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