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Hanni & Nanni

Erster Kinoausflug der legendären Zwillinge aus der Feder von Enid Blyton, die sich an ihrer neuen Schule, dem Internat Lindenhof, behaupten müssen.

Hanni & Nanni Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2010
Regie Christine Hartmann
Darsteller Sophia Münster, Jana Münster, Hannelore Elsner
Kinostart 17.06.2010
Einspielergebnis D € 4.587.254
Bes. (EDI) 869.886
Bes. (FFA) 867.056
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 20.04.2014 (ZDF)

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Die Zwillinge Hanni und Nanni haben es faustdick hinter den Ohren. Doch diesmal haben sie den Bogen überspannt, so dass die aufgeweckten Girls von ihren Eltern ins Internat Lindenhof geschickt werden. Nanni gelingt es schnell, in dem ungewohnten Umfeld erste Kontakte zu knüpfen. Hanni tut sich mit ihrer brüsken Art vergleichsweise schwer. Doch im Hockey-Team des Internats beweisen sich schließlich beide. Im entscheidenden Spiel treffen sie ausgerechnet auf die Mannschaft ihrer alten Schule. Jetzt müssen sie beweisen, ob sie wirklich zum Lindenhof gehören.

45 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der legendären Jugendbuchreihe von Enid Blyton (1897 - 1968) finden die berühmten Hanni und Nanni schließlich doch noch den Weg auf die Leinwand - bezeichnenderweise mit einer Produktion aus Deutschland, wo die Reihe stets erfolgreicher war als im Heimatland der Autorin. Von Regisseurin Christine Hartmann routiniert und pfiffig umgesetzt, wurde nur die Prämisse der Reihe beibehalten, das komplette Drumherum aber einer gründlichen Modernisierung unterzogen: Diese Zwillinge sind Girls aus dem Hier und Jetzt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Enid Blytons Internats-Abenteuer um zwei charakterlich konträre Zwillings-Mädchen erleben nach rund 45 Jahren Buch- und Hörspielkarriere im Kino ihre Renaissance.

Und wieder ist eine Jugendbuchklassiker-Bastion der Leinwand zum Opfer gefallen. Diesmal hat es Enid Blytons legendäre Zwillings-Abenteuer "Hanni und Nanni" erwischt. Natürlich wurde das Paradebeispiel erfolgreicher Trivialliteratur, das ja ursprünglich in einem englischen Internat der 1940er Jahre spielt, entsprechend auffrisiert, modernisiert und - wie dies damals schon bei den Buchfassungen der Fall war - ordentlich eingedeutscht. Das spürt man schon beim Vorspann, wenn zu peppiger Popmusik im MTV-Stil geschnittene Berlin-Bilder des 21. Jahrhunderts die junge bis jugendliche Zielgruppe auf das Kommende einstimmen soll.

Mittendrin im Geschehen: Hanni (Sophia Münster), die gerade mit Hockeyschläger und Ball in einem Luxuskaufhaus einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen will. Dies gelingt zwar, doch wird sie und ihre Schwester Nanni (Jana Münster) kurz darauf Opfer einer Intrige, die die Zwillinge als Diebinnen erscheinen lässt. Die Strafe folgt auf dem Fuß. Die auffällig gewordenen Mädchen werden von den empörten Eltern (Heino Ferch und Anja Kling) ins Internat Lindenhof, wo einst schon die Mama Mores lernte, strafversetzt. Dort angekommen werden die Zwillinge von der gestrengen Konrektorin Mägerlein (Suzanne von Borsody kommt kein Lächeln über die Lippen) schon einmal darauf eingestimmt, dass in dieser Anstalt die Pflichten im Vergleich zu den Rechten deutlich überwiegen. Doch weder die vorlaute Hockeyspielerin Hanni noch die schüchterne Cellistin Nanni lassen sich davon allzu sehr beeindrucken. Und als sie nach diversen Startschwierigkeiten zahlreiche Freundinnen finden, gelingt es dem Zwillings-Power-Duo nicht nur, das marode Hockeyteam auf Vordermann zu bringen, sie schaffen es sogar, das finanziell in Schieflage geratene Internat vor der drohenden Schließung zu retten.

Eitel Sonnenschein, viel gute Laune und ein paar lösbare Kleine-Mädchen-Probleme stellt Christine Hartmann, die bisher vor allem TV-Serien ("Tatort", "Polizeiruf 110", "Kommissar Stolberg") inszenierte, ins Zentrum ihres Kinoregiedebüts. Weniger Wert legt sie auf eine stringente Handlung, sie reiht vielmehr Episode an Episode - ob spektakuläres Matratzenrennen im Schulturm, witzige Pferdeentführung oder knallhartes Hockeytraining. Das nimmt dem Film etwas Spannung und Tempo, was aber durch sehenswerte Auftritte von Katharina Thalbach als Musiklehrerin Mademoiselle Bertoux mit wunderbarem französischen Akzent oder Sunnyi Melles als weltfremde wie stinkreiche Mutter einer Schülerin etwas aufgefangen wird. Die Münster-Zwillinge sind hübsch, süß und sympathisch, man merkt ihnen jedoch mangelnde Leinwanderfahrung an, Oliver Pochers Auftritt als Kaufhauspolizist ist weniger witzig als erwartet, wie überhaupt das Timing der Gags etwas zu wünschen übrig lässt und es dem Film ein wenig an Wärme und Herzlichkeit fehlt. Weil aber der Speisesaal dem aus Hogwarts ähnelt, Internatsleiterin Hannelore Elsner ein bisschen so aussieht wie Dumbledore ohne Bart und Ausstattung, Kostüme sowie Soundtrack genau das bedienen, was kleine Mädchen mögen, sollte einer glorreichen Renaissance von Blytons 45 Jahre alten Internatsgeschichten nichts im Wege stehen. lasso.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Hanni und NanniSzene aus Hanni und Nanni
 
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Verleih Universal
O-Titel Hanni & Nanni
Land / Jahr Deutschland 2010
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm
Produktionsfirmen UFA Cinema, Feine Filme
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 707.193)
Drehbuchförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 25.000)
Projektförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 250.000)
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 400.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 200.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 80.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 80.000)
Drehort Berlin, Bayern, Hessen
Drehzeit 17.07.2009 - 29.09.2009
Kinostart 17.06.2010
Laufzeit 89
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 4.587.254
Bes. (EDI) 869.886
Bes. (FFA) 867.056
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.hanniundnanni-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Prof. Nico Hofmann (UFA Cinema), Dr. Jürgen Schuster, Ariane Krampe (UFA Cinema), Thomas Peter Friedl (UFA Cinema), Wolf Bauer (UFA Cinema), Hermann Florin (Gesellschaft für feine Filme), Emmo Lempert (Gesellschaft für feine Filme)
Producer Gesa Tönnesen (UFA Cinema)
Regie Christine Hartmann
Drehbuch Jane Ainscough, Katharina Reschke
Buchvorlage Enid Blyton
Darsteller Sophia Münster (Hanni), Jana Münster (Nanni), Hannelore Elsner (Frau Theobald), Heino Ferch (George Sullivan), Suzanne von Borsody (Frau Mägerlein), Anja Kling (Jule Sullivan), Katharina Thalbach (Mademoiselle Bertoux), Oliver Pocher (Rüdiger Hack), Zoe Thurau (Jenny), Aleen Jana Kötter (Erika), Lisa Vicari (Suse), Ricarda Zimmerer (Kathrin), Emelie Kundrun (Oktavia), Eva Haushofer (Antonia), Davina Schmid (Linda Turn), Franca Bolenga (Sophia), Amina Heinemann (Winni), Maxine Göbel (Letitia), Sunnyi Melles (Erikas Mutter), Sophia Thomalla (Silke), Joram Voelklein (Direktor Werner)
Kamera Alexander Fischerkoesen
Schnitt Horst Reiter
Musik Joachim Schlüter, Alexander Geringas
Produktionsdesign Jörg Baumgarten
Ton Ben Krüger
Kostüme Anja Niehaus
Maske Anette Keiser, Pascal Herr
Herstellungsleitung Sebastian Werninger
Produktionsleitung Dietmar Fischer
Casting Nina Haun, Jacqueline Rietz

Hier sehen Sie mediabiz community-Mitglieder, die an diesem Titel mitgewirkt haben.
Mit nur einem Klick können Sie persönlich mit ihnen in Kontakt treten.

Musikberater Stefan Broedner (Music Supervisor)
sonstige … Tobias Schmidt (Produktionsmanager: Organisation Filmpremiere), Frank Tauchmann (Baubühne), Tobias Timme (Assistenz Herstellungsleitung)
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Hanni & Nanni (nur für den Buchhandel) Oetinger Media DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 86 Min. Kauf
Hanni & Nanni Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 86 Min. Kauf
Hanni & Nanni Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 89 Min. Kauf
Hanni & Nanni Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 86 Min. Leih
Hanni & Nanni Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 89 Min. Leih
Enthalten in:
Hanni & Nanni 1+2 (2 Discs)Hanni & Nanni 1+2 (2 Discs)
Universal Pictures Germany
Universal Pictures Germany
DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 170 Min.
Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 177 Min.
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Hanni & Nanni
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die Zwillinge Hanni und Nanni haben es faustdick hinter den Ohren. Doch diesmal haben sie den Bogen überspannt, so dass die Girls ins Internat Lindenhof geschickt werden. Nanni gelingt es schnell, erste Kontakte zu knüpfen. Hanni tut sich mit ihrer brüsken Art vergleichsweise schwer. Doch im Hockey-Team des Internats beweisen sich schließlich beide. Im entscheidenden Spiel treffen sie ausgerechnet auf die Mannschaft ihrer alten Schule. Jetzt müssen sie beweisen, ob sie wirklich zum Lindenhof gehören.

45 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der legendären Jugendbuchreihe von Enid Blyton (1897 - 1968) finden die berühmten Hanni und Nanni schließlich doch noch den Weg auf die Leinwand - mit einer Produktion aus Deutschland, wo die Reihe stets erfolgreicher war als im Heimatland der Autorin. Von Regisseurin Christine Hartmann routiniert und pfiffig umgesetzt, wurde nur die Prämisse der Reihe beibehalten, das komplette Drumherum aber einer gründlichen Modernisierung unterzogen: Diese Zwillinge sind Girls aus dem Hier und Jetzt.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Nachdem der Schulrektor die Eltern harsch zur Rede gestellt hat, kennen diese kein Erbarmen mehr. Sie schicken die quirligen Zwillinge Hanni und Nanni aus der Stadt Berlin aufs scheinbar öde Landinternat Lindenhof. Mit den Schuluniformen, den schrulligen Lehrerinnen, zickigen Mitschülerinnen und dem ständig unterlegenen Hockeyteam wollen sich die Zwillinge so gar nicht anfreunden und versuchen mit allen Tricks von Lindenhof zu fliehen. Die beliebte Buchreihe der britischen Jugendautorin Enid Blyton ist Vorlage der farbenfrohen, deutschen Neuinterpretation für pfiffige Girls, die ihren Spaß an Matratzenrennen, cooler Musik und sportlichem Teamgeist haben. Neben den sympathischen Titelheldinnen agiert die deutsche Schauspielriege aus Hannelore Elsner, Heino Ferch, Anna Thalbach und Suzanne von Borsody mit viel Spielfreude. Ein erlebnisreicher Sommerkinohit!

Gutachten:

Internatsgeschichten erfreuen sich in Film und Literatur seit jeher großer Beliebtheit. Die Schule als Mikrokosmos scheint dabei reizvoll zu sein. Denn hier passiert auf engstem Raum vieles, was an menschlichen und zwischenmenschlichen Problemen und Beziehungen eine große Rolle spielt. Enid Blyton schrieb ihre Bücher über die Abenteuer der Zwillinge Hanni und Nanni (Patricia und Isabel) in den vierziger Jahren. Auch in Deutschland waren diese Romane sehr erfolgreich, selbst wenn sie auf deutsche Verhältnisse umgemünzt wurden und das Original stark abänderten.

Der Film wiederum, der die ersten Abenteuer des Zwillingspärchens im Internat Lindenhof schildert, verfremdet diese Geschichten noch ein Stückchen mehr und versetzt sie in unsere heutige Zeit. Die moderne Musik und das Schnitttempo tragen dazu bei, den Eindruck zu verstärken, dass es sich hier um eine zeitlose Geschichte handelt, selbst wenn das Internat ein bisschen hausbacken wirkt. Doch das ist nur die Kulisse für die eigentliche Handlung, in der es um die Bewährung der Zwillinge in unangenehmen Situationen geht und um all die diversen Prüfsteine für Freundschaften, Loyalitäten und der Verwirklichung eigener Lebensvorstellungen und persönlicher Träume.

Zur Unterhaltung tragen vor allem die überzogenen, aber liebevollen Klischees bei, mit denen Lehrkörper und Mitschüler, Eltern und auch der Kaufhausdetektiv charakterisiert werden, sowie Zitate aus anderen Jugendfilmen, nicht zuletzt aus HARRY POTTER, und die schauspielerischen Leistungen insbesondere der pfiffigen Zwillinge. Doch auch die anderen Schauspieler überzeugen, allen voran Suzanne von Borsody und Katharina Thalbach.

Obgleich der Film ein paar Unstimmigkeiten aufweist, da vieles nur angedeutet und nicht zu Ende erzählt, bzw. durch allzu rasche Überblendungen beiseite gewischt wird, wie zum Beispiel die Szene, als die Mädchen im Internat in die Geheimnisse des Kartenlegens eingeweiht werden sollen, ist er doch insgesamt als Unterhaltung für jüngere Zuschauer, in erster Linie junge Mädchen, sehr gelungen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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