Gosford Park
| Verleih | UIP |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, Großbritannien, USA u.a. 2001 |
| Regie | Robert Altman |
| Darsteller | Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford |
| Kinostart | 13.06.2002 |
| Einspielergebnis D |
€ 2.740.463 Bes. (EDI) 453.489 Bes. (FFA) 467.455 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 41.274.328 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Reicher und verarmter Adel, Menschen mit und ohne Herz versammeln sich 1932 auf einem englischen Landsitz, um das Wochenende gemeinsam zu verbringen. Während die Herrschaften ihre Langeweile und das Personal deren Launen pflegen, zeigen sich kleine und große menschliche Desaster, während ein Mord von den meisten Anwesenden als Segen empfunden wird.
Durchgehend mit britischer Schauspielelite besetzt und von einem bissigen Drehbuch unterstützt, zeigt sich Robert Altmans neuer Ensemblefilm auch auf dem ungewohnten englischen Terrain mit vertrauten Qualitäten. "Gosford Park" ist spöttisch und menschlich, analytisch und verspielt, nüchtern und emotional und Pflicht für die Fans kultivierter Filmkunst.
Quelle: Blickpunkt:Film
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Unbeirrbar und dabei unberechenbar verfolgt Robert Altman den eingeschlagenen Weg, bissige Gesellschafts- und Verhaltensbetrachtungen mit erkennbarer, aber nie plakativer Humanität zu verbinden. "Gosford Park" ist Altmans jüngste, von der US-Kritik bereits sehr geschätzte Pretiose, ein mit britischer Schauspielelite besetztes, theaterhaftes, aber nie Salon-erstarrtes Ensemblestück über ein Wochenende auf einem luxuriösen Landsitz. In dessen Verlauf leckt der Blutadel seine vom Geldadel geschlagenen Wunden, werden Klassenkonturen sowohl bei den Herrschaften wie auch deren Dienstpersonal aufgezeigt, wird aber hinter der Maskerade deutlich, dass die einstige soziale Trennungswand nicht nur sexuell längst eine poröse Membran geworden ist.
Atmosphäre und Ambiente von "Gosford Park" erinnern an Alan Bridges' kleines Meisterwerk "Die letzte Jagd", das 1983 eine britische Jagdgesellschaft vor dem Ausbruch des 1.Weltkriegs versammelte, um das Ende einer Ära zu markieren. Auch das erste Filmdrehbuch von Schauspieler Julian Fellowes, das wie Regisseur Altman mit einer Oscar-Nominierung rechnen darf, nimmt eine Jagdgesellschaft, hier im Jahr 1932, zum Ausgangspunkt, von der sich mancher der eingeladenen vornehmen Gäste erhofft, aus der chronischen Langeweile, der Strafe der Reichen, herausgerissen zu werden. Ähnliche Probleme plagen das Dienstpersonal nicht, das in seinem eigenen Bereich die Hierarchie seiner Herrschaft abbildet, damit keine homogene Einheit bildet, aber mit seiner pragmatischen Weltsicht deutlich besser auf das Leben vorbereitet ist. Der Clou des Drehbuchs ist nicht allein der Fokus auf das Personal, repräsentiert unter anderem von der jungen, unschuldigen Mary (Kelly Macdonald), dem in sich ruhenden Butler (Alan Bates) und der dominanten Haushälterin (Helen Mirren), sondern, dass die Menschen hinter den Masken nur in Gegenwart ihrer Dienstboten sichtbar werden. Das Personal ist die einzige Adresse für Privates und Intimes, ihm gegenüber öffnen sich Ladies und Lords, während sie untereinander klatschen, verbales Gift versprühen und das Gesicht zu wahren versuchen. Das Ergebnis ist nicht nur eine einzigartige Perspektive, sondern auch die bissige Erkenntnis, dass nämlich finanziell vielleicht unten von oben, emotional und in der Bewältigung des Lebens aber oben von unten abhängig ist. Natürlich braucht man eine Weile, um die eingeladenen Herrschaften samt Personal sortieren und zuordnen zu können, zumal Altman in seinen virtuos arrangierten Salonszenen wie gewohnt die Dialoge überlappen und die Figuren rochieren lässt. Dann aber findet man sich dank seiner Übersicht gut zurecht, konsumiert mit Genuss die kleinen verbalen Grausamkeiten und Verhaltensmuster, amüsiert sich über die kalifornischen Gäste aus der Filmbranche, die die Gesellschaft als Recherche für ihr nächstes Projekt wie kulturelle Exoten bestaunen, aber auch als solche bestaunt werden. Und wie in einem Charlie-Chan- oder Agatha-Christie-Film gibt es einen Mord, der Geheimnisse an die Oberfläche treten lässt. Mit dieser Murder-Mystery geht Altman spielerisch um, lässt mit Stephen Frys Inspektor einen unfähigen, aber witzigen Clown mit Monsieur-Hulot-Habitus auftreten, der solidarisch mit Altman an der Überführung des Täters nicht sonderlich interessiert ist. Was den Regieveteranen beschäftigt, ist eine soziale und emotionale Klimabeschreibung, ein Beobachten und Aufbrechen der Oberflächen. Und dies gelingt ihm hier ohne einen falschen Ton, in einer harmonischen Verbindung von giftiger Gesellschaftsanalyse, frivol-lockerem Amüsement und einem Streifzug durch persönliche Tragödien. kob.
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Verleih UIP O-Titel Gosford Park Land / Jahr Großbritannien/USA/Deutschland 2001 Kategorie Spielfilm Genre Drama / Thriller Produktionsfirmen Sandcastle 5 Production (UK) Kinostart 13.06.2002 Laufzeit 137 FSK ab 12 Jahre Bildformat Widescreen Tonformat Dolby Einspielergebnis D € 2.740.463
Bes. (EDI) 453.489
Bes. (FFA) 467.455
CharthistoryUSA-Start 28.12.2001, bei USA Films Boxoffice USA $ 41.274.328 Filmtrailer
Promo-Material Gosford Park Trailer (8,54 MB) - nach oben Cast & Crew
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Produzenten Robert Altman, Bob Balaban, David Levy Koproduzenten Jane Frazer, Joshua Astrachan Ausf. Produzenten Jane Barclay, Sharon Harel, Robert Jones, Hannah Leader Regie Robert Altman Drehbuch Julian Fellowes Darsteller Michael Gambon (Sir William McCordle), Kristin Scott Thomas (Lady Sylvia McCordle), Camilla Rutherford (Isobel McCordle), Maggie Smith (Constance Countess of Trentham), Charles Dance (Raymond Lord Stockbridge), Geraldine Somerville (Louisa Lady Stockbridge), Tom Hollander (Lt. Comm. Anthony Meredith), Natasha Wightman (Lady Lavinia Meredith), James Wilby (Freddie Nesbitt), Claudie Blakley (Mabel Nesbitt), Laurence Fox (Lord Rupert Standish), Trent Ford (Jeremy Blond), Jeremy Northam (Ivor Novello), Bob Balaban (Morris Weissman), Alan Bates (Jennings), Helen Mirren (Mrs. Wilson), Eileen Atkins (Mrs. Croft), Emily Watson (Elsie), Richard E. Grant (George), Jeremy Swift (Arthur), Derek Jacobi (Probert), Sophie Thompson (Dorothy), Meg Wynn Owen (Lewis), Teresa Churcher (Bertha), Sarah Flind (Ellen), Finty Williams (Janet), Emma Buckley (May), Kelly Macdonald (Mary Maceachran), Ryan Phillippe (Henry Denton), Clive Owen (Robert Parks), Adrian Scarborough (Barnes), Joanna Maude (Renee), Frances Low (Sarah), John Atterbury (Merriman), Stephen Fry (Inspektor Thompson), Ron Webster (Constable Dexter) Kamera Andrew Dunn Schnitt Tim Squyres Musik Patrick Doyle Produktionsdesign Stephen Altman, John Frankish, Sarah Hauldren Ton Peter Glossop Kostüme Jenny Beavan - nach oben Filmpreise
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person 74. Oscar-Verleihung - Academy Awards 2001, Los Angeles, 24.03.2002 Bestes Originaldrehbuch Julian Fellowes 55. British Academy Awards 2002, London, 25.02.2002 Beste Kostüme Jenny Beavan 55. British Academy Awards 2002, London, 25.02.2002 Bester britischer Film (Alexander Korda Award) 59. Golden Globe 2002, Los Angeles, 20.01.2002 Beste Regie Robert Altman - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform Gosford Park Focus Magazin Verlag DVD, ab 12, 137 Min. Kauf Gosford Park Nicht lieferbarUniversal Pictures Germany VHS, ab 12, 132 Min. Kauf Gosford Park Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 132 Min. Kauf - nach oben Soundtrack
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Original Score Patrick Doyle Gosford Park Nicht lieferbar - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Im Jahr 1932 trifft sich auf dem Landsitz Gosford Park eine illustre Jagdgesellschaft. Lady Sylvia und Sir William versuchen, ihren Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Während die noblen Herrschaften ihren Vergnügungen nachgehen, müssen sich die mitgereisten Diener unter den alteingesessenen Bediensteten des Anwesens behaupten. Als schließlich der Hausherr um Mitternacht ermordet wird, geht dies im allgemeinen Trubel fast unter. Ein schwieriger Fall für Inspektor Thompson, denn die Anwesenden schweigen eisern.
Robert Altman spinnt in seinem wunderbar vielschichtigen, mit einem Golden Globe für die Inszenierung ausgezeichneten Nobel-Krimi ein vergnügliches Netz aus Intrigen, Leidenschaft und Gesellschaftskritik. Die britische Schauspielelite, darunter Dame Maggie Smith, Hellen Mirren, Kristin Scott Thomas und Stephen Fry geben sich in diesem hintersinnigen Whodunnit ein höchst amüsantes Stelldichein. Ein weiterer Höhepunkte im Schaffen des amerikanischen Regie-Altmeisters, der ganz oben auf der Prioritätenliste eines jeden Cineasten stehen sollte.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Zusammenfassung
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Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich 1932 eine illustre Jagdgesellschaft mitsamt Dienerschaft. Intrigen und Leidenschaften werden gepflegt, bis der Hausherr gen Mitternacht ermordet wird. Vielschichtiger Nobel-Krimi von Regie-Altmeister Robert Altman.
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Mediabiz Datenbank
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Berlin/Unterföhring, 22.05.2012, 16:55
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Leipzig, 22.05.2012, 15:29
Detlev Buck als böser Zwerg in ARD-Märc...
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Vorschau bis: KW 2014/29
Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

