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Good Night, and Good Luck

Großartige zweite Regiearbeit von George Clooney über einen populären Fernsehjournalisten, der sich als einer von wenigen in den 50er Jahren mit Kommunistenjäger McCarthy anlegt.

Good Night, and Good Luck Großansicht
(Bild: Kinowelt)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2005
Regie George Clooney
Darsteller David Strathairn, George Clooney, Robert Downey Jr.
Kinostart 06.04.2006
Einspielergebnis D € 1.162.783
Bes. (EDI) 191.990
Bes. (FFA) 194.629
Charthistory
Boxoffice USA $ 31.501.218
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 26.10.2008 (ARD)

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In ihrer Live-Sendung "See It Now" packen der populäre CBS-Reporter Edward R. Murrow und dessen Produzent Fred Friendly regelmäßig heiße Eisen an. So berichten sie von der Entlassung des Marine-Piloten Radulovich, der seinen Job verlor, weil er sich weigerte, Schwester und Vater zu denunzieren. Das Team um Murrow geht der Story auf den Grund - und stößt dabei auf den paranoiden Senator Joseph McCarthy aus Wisconsin, der als Vorsitzender des "House Un-American Activities Committee" überall kommunistische Verschwörungen vermutet.

Nachdem er mit "Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind" bereits ein bemerkenswertes Regiedebüt vorgelegt hatte, setzt Superstar George Clooney mit seinem zweiten, mit großem Stilwillen und in Schwarzweiß umgesetzten Werk noch einmal einen drauf. Zurück in die 50er Jahre führt sein exzellent besetztes Drama, das sich für Zivilcourage einsetzt und den heute vorherrschenden Journalismus zeiht - ohne jemals dogmatisch zu wirken. Im Gegenteil: "Good Night, and Good Luck" bietet bestens geschriebene, inszenierte und gespielte Unterhaltung.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Nachdem er mit "Confessions of a Dangerous Mind" auf der Berlinale 2002 als Regisseur debütierte, eröffnete George Clooney nun mit seiner zweiten Inszenierungsarbeit "Good Night, and Good Luck" den Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig. Zurück in die 50er Jahre führt sein exzellent besetztes und mit viel Stilwillen umgesetztes Werk, in dessen Mittelpunkt der couragierte Kampf des TV-Manns Edward R. Murrow mit dem "Hexenjäger" Senator Joseph McCarthy steht.

Als Schauspieler ist er Publikums- und Kritikerliebling gleichermaßen: George Clooney, einer der ganz wenigen zeitgenössischen Hollywood-Stars, der das Zeug dazu hat, in die Fußstapfen Cary Grants zu treten. Doch das genügt Clooney nicht. Er will mehr, sieht Film durchaus auch als Möglichkeit, etwas zu bewegen, als Regisseur Missstände anzuprangern. Als politischer Mensch übte er laute Kritik an George W. Bushs Angriff auf den Irak und musste dafür heftig Schelte einstecken. Was ihn, den Sohn eines Fernsehjournalisten, nicht daran hindert, gleich wieder in ein Wespennest zu stechen. Diesmal geht es ihm um das gesetzlich verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung, um die Sicherstellung der Unabhängigkeit der Presse - mit Blick auf den von US-Regierungskreisen so gepriesenen "embedded journalism" durchaus gerechtfertigt und nachvollziehbar.

Das US-Fernsehen steckt in den frühen 50er Jahren noch in den Kinderschuhen, ist abhängig von seinen Sponsoren, was den populären CBS-Reporter Edward R. Murrow (brillant: David Strathairn) und dessen Produzenten Fred Friendly (zurückhaltend: George Clooney) nicht davon abhält, in ihrer live ausgestrahlten News-Sendung "See It Now" heiße Eisen anzupacken und unbequeme Themen aufzugreifen. So berichten sie etwa von der Entlassung des Marine-Piloten Milo Radulovich. Der hat sich geweigert, Schwester und Vater zu denunzieren - woraufhin er als "Sicherheitsrisiko" seinem Arbeitsplatz "verliert". Das Team um Murrow geht der Story auf den Grund - und stößt dabei auf den paranoiden Senator Joseph McCarthy aus Wisconsin, der als Vorsitzender des "House Un-American Activities Committee" überall kommunistische Verschwörungen vermutet...

Eine Herzensangelegenheit, ein Lehrbeispiel in Sachen Zivilcourage und korrektem Journalismus, gefilmt in strengem Schwarzweiß (Kamera: Robert Elswit), örtlich reduziert auf ein Nachrichtenstudio und eine Bar, wo sich die Kollegen zu Meinungsaustausch und Schlummertrunk treffen. Clooney beschränkt sich aufs absolut Wesentliche, bleibt nahe an seinen ewig rauchenden Protagonisten, rückt ihnen im wahrsten Sinn des Wortes auf den Leib. Er zwängt sie gleichsam in die enge Kadrierung des Fernsehens, reduziert sie auf "talking heads", zeichnet nach, wie Nachrichten "entstehen" und fängt die ewig gespannte Atmosphäre im "News Room" mit viel Gespür ein. Unterstützt von einem exzellent harmonierenden Ensemble - darunter Frank Langella als legendärer CBS-Boss William Paley sowie Robert Downey Jr., Jeff Daniels und Patricia Clarkson -, untermalt von einem prickelnden, jazzigen Score, gelingt Clooney ein unglaublich kämpferischer Film, dessen Radikalität durch die formale Strenge noch betont wird. Eine wahre Geschichte, eine brisante, höchst aktuelle Geschichte. Erschreckend unterhaltsam ist das - und handwerklich makellos. geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Studiocanal
O-Titel Good Night, and Good Luck
Land / Jahr USA 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Section Eight/WIP/2929 Entertainment
Drehort Los Angeles
Drehzeit 28.02.2005
Kinostart 06.04.2006
Erster Verleiher Kinowelt
Laufzeit 93
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 1.162.783
Bes. (EDI) 191.990
Bes. (FFA) 194.629
Charthistory
USA-Start 07.10.2005, bei Warner Independent
Boxoffice USA $ 31.501.218
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.goodnightandgoodluck.kinowelt.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten George Clooney, Steven Soderbergh, Grant Heslov
Koproduzenten Barbara A. Hall
Ausf. Produzenten Steven Soderbergh, Ben Cosgrove, Jennifer Fox, Todd Wagner, Marc Butan, Mark Cuban, Jeff Skoll
Regie George Clooney
Drehbuch George Clooney, Grant Heslov
Darsteller David Strathairn (Edward R. Murrow), George Clooney (Fred Friendly), Robert Downey Jr. (Joe Wershba), Patricia Clarkson (Shirley Wershba), Ray Wise (Don Hollenbeck), Frank Langella (William Paley), Jeff Daniels (Sigfried Mickelson), Tate Donovan (Jesse Zousmer), Thomas McCarthy (Palmer Williams), Matt Ross (Eddie Scott), Reed Diamond (John Aaron), Robert John Burke (Charlie Mack), Grant Heslov (Don Hewitt)
Kamera Robert Elswit
Schnitt Stephen Mirrione
Produktionsdesign James Bissell
Ton Oscar Mitt
Casting Ellen Chenoweth

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Grafik/Design Uwe Schmidt
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62. Internationale Filmfestspiele in Venedig
Internationale Filmfestspiele in Venedig Großansicht
2005, Venedig, 31.08.2005 - 10.09.2005 Coppa Volpi, bester Darsteller David Strathairn
62. Internationale Filmfestspiele in Venedig
Internationale Filmfestspiele in Venedig Großansicht
2005, Venedig, 31.08.2005 - 10.09.2005 Osella, bestes Drehbuch George Clooney, Grant Heslov
18. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2005, Berlin, 03.12.2005 European Film Academy Nicht-Europäischer Film 2005  
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DVD, ab 16
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Die USA in den frühen 50ern: Das Fernsehen steckt noch in den Kinderschuhen und ist (wie heute) abhängig von seinen Sponsoren. Was den populären CBS-Reporter Edward R. Murrow und dessen Produzenten Fred Friendly nicht davon abhält, der Story von der Entlassung eines Marine-Piloten nachzugehen. Das Team gerät dabei an den paranoiden Senator Joseph McCarthy aus Wisconsin, der als Vorsitzender des "House Un-American Activities Committee" überall kommunistische Verschwörungen wittert.

Eine Herzensangelegenheit von George Clooney und ein Lehrbeispiel in Sachen Zivilcourage und korrektem Journalismus, gefilmt in strengem Schwarzweiß. Unterstützt von einem exzellent harmonierenden Ensemble und dem prickelnden, jazzigen Score, gelingt Clooney ein kämpferisches Werk, dessen Radikalität durch die formale Strenge noch betont wird. Eine wahre Geschichte, eine brisante, höchst aktuelle Geschichte, die als engagierter Kommentar zum Zeitgeschehen ebenso funktioniert wie als packender Politthriller.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollDie engagierte Regiearbeit George Clooneys bietet dem Zuschauer viele Informationen und Einblicke in ein dunkles Kapitel amerikanischer Geschichte, das auch universell zu sehen ist. Das Klima der Angst und Einschüchterung, das hier vermittelt wird, und die Kraft geradliniger und willensstarker Journalisten, die dagegen wirkt, sollte als Appell an einen verantwortungsvollen Journalismus gesehen werden. (...)

Die Warnung, die Manipulation durch Politiker und Medien nicht zu unterschätzen, wird überaus deutlich - und regt auch an zur Auseinandersetzung mit heutigen Problemen und der Oberflächlichkeit des Massenmediums Fernsehen. So gesehen, übernehmen hier der Film und das Kino eine vornehme Aufgabe: "Guten Abend, und viel Glück."

"Good Night, and Good Luck", mit diesen Worten verabschiedete sich der amerikanische Journalist Edward R. Murrow am Ende seiner CBS-Sendung "See It Now" stets von seinen Zuschauern. Er war ein Journalist mit Herz und Ethos und er stellte sich entschieden gegen die Hexenjagd-Kampagnen des US-Senators Joseph McCarthy, des "Senators aus Wisconsin", wie er ihn süffisant nannte.

Am Fallbeispiel zweier US-Bürger, des US Air Force-Soldaten Milo Radulovich und der farbigen Angestellten Anne L. Moss, zeigt der 1953/54 spielende Film in dichten Bildern von Verhören und Redaktionskonferenzen, welche Folgen Demagogie und Hass gegen Andersdenkende erzeugen, wie schmal der Grat ist zwischen Nachforschung und Verfolgung.

Gegen alle Vorgesetzten und Sponsoren setzt sich der Journalist Murrow gemeinsam mit seinen Redaktionskollegen durch, duckt sich nicht weg und deckt schonungslos die Wahrheit auf. Die historische Sendung, in der er es mit dem Kommunistenjäger McCarthy aufnimmt, immer noch eine der Sternstunden des investigativen Fernsehens, wird packend und bewegend nachinszeniert und gekonnt in Szene gesetzt.

Dem überaus ästhetischen Schwarzweiß-Film gelingt es, eine eindringliche Atmosphäre zu erzeugen. Dazu trägt nicht nur das hervorragende schauspielerische Können der Akteure bei, die in ihrer eigenen Welt des Fernsehstudios agieren. Die intensive und ausgetüftelte Kameraarbeit mit Ausschnitten, Nah- und Großaufnahmen bringt Gesichter und Szenen eindringlich nahe. Als weiteres Element atmosphärischer Dichte wirkt die Stimme der Sängerin Diane Reeves.

Die Inszenierung bringt das Thema auf den Punkt, ist so sehr dem Dokumentarischen verwandt, dass die eingefügten dokumentarischen Szenen nicht als Bruch, sondern wie eine Ergänzung wirken. (...)

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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