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Flightplan - Ohne jede Spur

Spannender Thriller um den verzweifelten Kampf einer Mutter, deren kleine Tochter während eines Atlantik-Flugs spurlos verschwindet.

Flightplan - Ohne jede Spur Großansicht
(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2005
Regie Robert Schwentke
Darsteller Jodie Foster, Peter Sarsgaard, Sean Bean
Kinostart 20.10.2005
Einspielergebnis D € 12.158.322
Bes. (EDI) 1.927.920
Bes. (FFA) 1.957.735
Charthistory
Boxoffice USA $ 89.602.378
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 19.10.2008 (Pro7)

nach oben Inhalt & Info

Nach dem unerwarteten Tod ihres Mannes in Berlin steht Kyle Pratt unter Schock. Auf dem Rückflug nach New York setzt sich der Albtraum fort, ist ihre kleine Tochter plötzlich spurlos verschwunden. Schlimmer noch: es gibt keine Hinweise, dass das Mädchen je an Bord gewesen ist. Während Crew und Passagiere die Mutter für traumatisiert halten, glaubt sie an eine Verschwörung und an ihren Verstand.

Mit seinem US-Debüt bestätigt sich "Tattoo"-Regisseur Robert Schwentke als stilistisch eleganter Regisseur, der trotz beengten Schauplatzes mit flüssiger Kameraarbeit auf Tempo und Bewegung setzt und und auch seine Schauspieler souverän führt. Jodie Foster ist emotional intensiv das Rückgrat dieses Thrillers, der im letzten Drittel vielleicht an Glaubwürdigkeit, nicht aber an Spannung verliert.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Im Klima globaler Verunsicherung über die Bedrohung des Flugverkehrs findet das US-Debüt von "Tattoo"-Regisseur Robert Schwentke einen idealen atmosphärischen Nährboden für eine packende Thrillerstory über den Kampf einer Mutter um ihre vielleicht an Bord spurlos verschwundene Tochter und ihren vielleicht von einem familiären Trauma destabilisierten Verstand.

Im Spannungsfeld zwischen begründeten Ängsten und der Gefahr von Hysterie und Paranoia - ein Spiegel der aktuellen Befindlichkeit der westlichen Welt - variiert das Drehbuch von Peter A. Dowling und Billy Ray klassische Motive. In "Flight Plan" finden sich Spurenelemente aus der Sixties-Kultserie "Unglaubliche Geschichten" (Episode: "Porträt eines ängstlichen Mannes"), aus Otto Premingers Thriller "Bunny Lake ist verschwunden" oder auch "Die Vergessenen". In den ersten Szenen wird die psychische Fragilität der Hauptfigur Kyle Pratt (Jodie Foster) geoutet, die in Berlin mit ihrem Mann spricht und ihn an ihrer Seite sieht, obwohl er vor Tagen tragisch ums Leben gekommen ist. Ein Flugzeug-Mobile im Zimmer der sechsjährigen Tochter deutet das bevorstehende Drama, Kreisfahrten auf dem Flughafen die Desorientierung der Mutter an, die hier ihre Tochter erstmals aus den Augen verliert. Mit einer flüssigen Kamerafahrt (Florian Ballhaus ganz in der Tradition des Vaters), die durch verschiedenen Etagen über die Sitze führt und in einem eleganten und verblüffenden Schwenk endet, wird man mit dem zentralen Schauplatz vertraut gemacht. Das Flugzeug, das Kyle und den Sarg ihres Mannes nach New York bringen soll, ist ein fiktiver, spektakulär designter High-Tech-Jumbo, dessen unterschiedliche Ebenen die Story optisch und dramaturgisch elementar unterstützen. Vergleichbar wichtig auch für die Plotentwicklung ist der Beruf der Hauptfigur, die als Antriebsingenieurin das Innenleben eines Flugzeugs besser kennt als die Crew. In der ersten halben Stunde demonstriert "Flight Plan" ein exzellentes Zusammenspiel aller Kräfte vor und hinter der Kamera, um die Situation, die Räumlichkeit und den psychischen Status der Protagonistin zu etablieren. Als diese für ein paar Stunden einnickt, erwartet sie ein Schock. Ihre Tochter ist spurlos verschwunden, wird nach einer Suchaktion nicht gefunden und soll schließlich, zur Überraschung auch des Air Marshals (Peter Sarsgaard), gar nicht an Bord gewesen sein. Niemand hat sie gesehen, kein Boarding Pass existiert und ein Anruf des Kapitäns (Sean Bean) in Berlin enthüllt dafür letztlich einen tragischen Grund. Jodie Foster, die ähnlich wie in "Panic Room" in einem begrenzten Raum um das Leben ihres Kindes kämpft, spielt gewohnt intensiv das aggressive Muttertier, das die Crew unter Druck setzt, Chaos stiftet und schließlich Amok läuft, bis alle Passagiere im Geiste den Einlieferungsschein für die Psychiatrie unterzeichnen. Als Zuschauer glaubt man natürlich nie, dass ein posttraumatisches Stressyndrom oder gar einige arabische Passagiere mit Düsterblick die Situation erklären. Denn Vorurteile anzuheizen kann sich ein solcher Film genauso wenig leisten, wie sein großes Rätsel mit einer psychischen Konstellation oder einem bösen Traum zu beantworten. Erwartungsgemäß ist der Aufbau des Mysteriums perfekter gelöst als seine Klärung, gibt es Glaubwürdigkeitsprobleme im letzten Drittel, das Foster im Attacke-Modus in den spannenden Endkampf schickt. Trotzdem ist "Flight Plan" insgesamt überzeugender, psychologisch dichter und eleganter visualisiert als der thematische Verwandte "Red Eye". Mit diesem Genre-Ticket wird sich Robert Schwentke als Thriller-Spezialist in Hollywood einführen, auch wenn er darin vielleicht ein "Tattoo" sieht, das er bald entfernen möchte. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Buena Vista
O-Titel Flightplan
Land / Jahr USA 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Action / Thriller
Produktionsfirmen Touchstone Pictures/Imagine Entertainment
Drehort Los Angeles, Berlin, Leipzig
Drehzeit 20.09.2004 - 16.12.2004
Kinostart 20.10.2005
Laufzeit 98
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 12.158.322
Bes. (EDI) 1.927.920
Bes. (FFA) 1.957.735
Charthistory
USA-Start 23.09.2005, bei Buena Vista
Boxoffice USA $ 89.602.378
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.flight-plan.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Brian Grazer
Ausf. Produzenten James Whitaker, Charles J. D. Schlissel, Robert DiNozzi, Erica Huggins
Regie Robert Schwentke
Drehbuch Peter A. Dowling, Billy Ray
Darsteller Jodie Foster (Kyle Pratt), Peter Sarsgaard (Gene Carson), Sean Bean (Kapitän Rich), Kate Beahan (Stephanie), Erika Christensen (Fiona), Marlene Lawston (Julia Pratt), Michael Irby (Obaid), Assaf Cohen (Ahmed), Shane Edelman (Mr. Loud), Mary Gallagher (Mrs. Loud), Haley Ramm (Brittaney Loud), Forrest Landis (Rhett Loud), Jana Kolesarova (Claudia), Brent Sexton (Elias), Judith Scott (Estella), John Benjamin Hickey (David), Matt Bomer (Eric), Gavin Grazer (FBI Agent), Christopher Gartin (Mike), Bess Wohl (Katerina), Kirk B.R. Woller (Grunick), Stephanie Faracy (Anna), Christian Berkel (Direktor der Leichenhalle), Greta Scacchi (Therapeutin), Amanda Brooks (Irene)
Kamera Florian Ballhaus
Schnitt Thom Noble
Musik James Horner
Produktionsdesign Alec Hammond, Kevin Ishioka
Ton Robert Eber
Kostüme Susan Lyall
Casting Deborah Aquila, Tricia Woods, Jennifer L. Smith
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Flightplan - Ohne jede Spur Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 12, 98 Min. Kauf
Flightplan - Ohne jede Spur Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 12, 98 Min. Leih
Flightplan - Ohne jede Spur Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 12, 94 Min. Kauf
Flightplan - Ohne jede Spur
Nicht lieferbar
Buena Vista Home Entertainment UMD, ab 12, 98 Min. Kauf
Flightplan - Ohne jede Spur Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 12, 94 Min. Leih
Enthalten in:
Flightplan - Ohne jede Spur / Kopfgeld, S.E. (2 DVDs)
Walt Disney Studios Home Entertainment
DVD, ab 16, 210 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Flightplan Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die verwitwete Flugzeugingenieurin Kyle Pratt befindet sich mit ihrer sechsjährigen Tochter Julia auf dem Rückflug von Berlin in die Staaten. Der Sarg des Gatten lagert im Frachtraum und soll in heimatlicher Erde beigesetzt werden. Kaum ist die Maschine abgehoben, schläft die Frau erschöpft ein. Als sie aufwacht, ist ihr Kind verschwunden. Spurlos. Angeblich hat es niemand gesehen. Man versucht der Mama zu erklären, dass Julia nie an Bord gewesen ist. Doch die Mutter lässt sich nicht für verrückt erklären.

Mit seinem namhaft besetzten Hollywood-Debüt eroberte der deutsche Regisseur Robert Schwentke ("Tattoo", "Eierdiebe") sogleich die internationalen Chartspitzen. Knapp zwei Millionen hiesige Suspense-Fans weideten sich an Jodie Fosters überzeugend präsentierter Paranoia, passend kontrastiert von der coolen Nonchalance des Jungstars Peter Sarsgaard ("Der verbotene Schlüssel") als toughem Air Marshal. Ein handwerklich einwandfrei umgesetzter, packender Klaustrophobie-Krimi.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Wertvoll(...) Wenn eine Geschichte so atemlos und spannend erzählt wird, stört es kaum jemanden, dass sie doch arg konstruiert ist. Virtuos werden da falsche Fährten gelegt und Regisseur Robert Schwentke meistert in seinem ersten amerikanischen Film besonders souverän die Möglichkeiten des geschlossenen Raums. Der Film spielt fast ausschließlich im Flugzeug und die klaustrophobische Stimmung unter den Flugbegleitern und den Fluggästen, die sich langsam von einer leichten Genervtheit bis zur Panik steigert, wird deutlich spürbar.

Keiner anderen Schauspielerin glaubt man die mit Energie, Leidenschaft und Intelligenz um ihr Kind kämpfende Mutter so sehr wie Jodie Foster, und über lange Zeit wird der Film aus ihrer Perspektive erzählt. (...) Ein wirklich beachtliches Hollywood-Debüt und eine Paraderolle für Jodie Foster.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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