Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben

Neo-Noir-angehauchter Kidnapping-Thriller um eine entführte Mutter, deren einzige Überlebenschance in einer Handy-Verbindung zu einem Unbekannten besteht.

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(Bild: Warner)
Verleih Warner
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2004
Regie David R. Ellis
Darsteller Kim Basinger, Chris Evans, Jason Statham
Kinostart 03.02.2005
Einspielergebnis D € 1.360.643
Bes. (EDI) 216.816
Bes. (FFA) 216.870
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Boxoffice USA $ 32.003.620
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Physiklehrerin Jessica Martin wird entführt und in einem Dachboden eingesperrt. Dort zertrümmern ihre brutalen Entführer das Wandtelefon. Jessica bastelt es wieder zusammen und kann eine wahllose Nummer wählen. Sie erreicht den Surfer Ryan, der ihr Flehen um Hilfe zunächst für einen schlechten Scherz hält. Doch er hält ihr die Strippe und wird so in eine brenzlige Situation auf Leben und Tod verwickelt. Er versucht, die Cops zu alarmieren und Jessicas kleinen Sohn vor einer weiteren Entführung zu bewahren.

Kim Basinger spielt in dem Neo-Noir-angehauchten Kidnapping-Thriller eine entführte Mutter, deren einzige Überlebenschance in einer Mobiltelefon-Verbindung mit einem Unbekannten besteht. Die Parallelen zu "Nicht auflegen!" sind dabei nicht von ungefähr, da beide Storys auf das Konto von Drehbuchautor Larry Cohen gehen. Diese B-Movie-Handyhatz verlangt vom Publikum jedoch eine gehörige Portion Gutgläubigkeit. Halbwegs unerwartete Twists tragen aber zum straffen Tempo der letztlich kurzweiligen Variation des Klassikers "Du lebst noch 105 Minuten" bei.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Von "L.A. Confidental" zur L.A. (Handy-)Connection. Oscar-Preisträgerin Kim Basinger spielt in dem Neo-Noir-angehauchten Kidnapping-Thriller "Cellular" eine entführte Mutter, deren einzige Überlebenschance darin besteht, die Mobiltelefon-Verbindung mit einem völlig Unbekannten aufrecht zu erhalten. Damit nimmt wie zuletzt in "Nicht auflegen!" ein Telefon eine zentrale Rolle ein. Die Parallelen sind dabei nicht von ungefähr, da die beiden verwandten Storys auf das Konto von Drehbuchautor Larry Cohen gehen.

Gefilmt wurde schließlich nach einem Skript vom Novizen Chris Morgan. Auch für die Regie wurde umdisponiert. So hatte Blockbuster-Produzent Dean Devlin ("Independence Day") das Projekt als eigenes Inszenierungsdebüt im Auge, doch schließlich übertrug er die Regie David R. Ellis ("Final Destination 2"). Der kommt ohne Umschweife und fast schon abrupt zur Sache. Kaum hat er Jessica Martin (Basinger) als fürsorgliche Mutter des kleinen Ricky und Physiklehrerin vorgestellt, wird sie aus ihrer Villa in Brentwood entführt und in einem verwahrlosten Dachboden eingesperrt. Dort zertrümmern ihre brutalen Entführer das Wandtelefon, doch die findige Jessica bastelt es wieder zusammen und kann durch das Aneinanderklicken der Drähte eine wahllose Nummer wählen. Sie erreicht den zuvor als unverantwortlichen Surfer charakterisierten Ryan (Chris Evans), der ihr verzweifeltes Flehen um Hilfe zunächst für einen schlechten Scherz hält. Doch er hält ihr die Strippe und wird dadurch in eine brenzlige Situation auf Leben und Tod verwickelt. Er versucht frenetisch, die Cops zu alarmieren, und Jessicas Sohn davor zu bewahren, ebenfalls entführt zu werden. Doch letztlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als mehrfach das Gesetz brechen. Darüber hinaus wird der gute Samariter in die Machenschaften von krummen Gesetzeshütern verwickelt - alldieweil Jessica am anderen Ende der Leitung um ihr Leben bangen muss.

Diese B-Movie-Handyhatz verlangt vom Publikum eine gehörige Portion Gutgläubigkeit, da einige der Szenarien arg an den Haaren herbeigezogen wirken. Beispielsweise bricht just in dem Moment, als Ryan sein Handy dem Cop Mooney (William H. Macy) übergeben will, in der Polizeistation ein Krawall aus. Weitere (halbwegs) unerwartete Twists wie dieser tragen auf der positiven Seite zum straffen Tempo dieser letztlich kurzweiligen Variation des Klassikers "Du lebst noch 105 Minuten" bei. Zusätzliche Spannung wird erzeugt, indem die Motivation der Entführer (unter denen einzig "Transporter" Jason Statham hervorsticht) lange Zeit im Dunkeln gehalten wird. Leider wirkt Basingers Figur, die hier in erster Linie zu ununterbrochenem Heulen und Flüstern verbannt ist, etwas hölzern und eindimensional. Wesentlich mehr Interesse erzeugt der stets zuverlässige Macy ("The Cooler"), der als sympathischer Veteran kurz vor dem Ruhestand - ähnlich wie Robert Duvall in "Falling Down" - erstmals in richtig dicke Action verwickelt wird. Bot "Collateral" eine nächtliche Stadtrundfahrt durch Los Angeles, übernimmt "Cellular" die Tagesschicht. Qualitätiv trennen diese beiden Thriller allerdings Welten. ara.

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Verleih Warner
O-Titel Cellular
Land / Jahr USA 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller
Produktionsfirmen Electric Entertainment
Drehort Los Angeles, Boston, Montreal
Drehzeit 10.09.2003
Kinostart 03.02.2005
Laufzeit 94
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Tonformat Dolby-SR/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 1.360.643
Bes. (EDI) 216.816
Bes. (FFA) 216.870
Charthistory
USA-Start 10.09.2004, bei New Line
Boxoffice USA $ 32.003.620
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.finalcall.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Dean Devlin, Lauren Lloyd
Koproduzenten Marc Roskin
Ausf. Produzenten Douglas Curtis, Toby Emmerich, Richard Brener, Keith Goldberg
Regie David R. Ellis
Drehbuch Larry Cohen, Chris Morgan
Darsteller Kim Basinger (Jessica Martin), Chris Evans (Ryan), Jason Statham (Ethan), Eric Christian Olsen (Chad), Matt McColm (Deason), Noah Emmerich (Jack Tanner), William H. Macy (Mooney), Brendan Kelly (Mad Dog), Eric "Kaos" Etebari (Dimitri), Caroline Aaron (Marilyn Mooney), Adam Taylor Gordon (Ricky Martin), Richard Burgi (Craig Martin), Rick Hoffman (Anwalt), Dat Phan (Vietnamesischer Artist), Valerie Cruz (Bayback), Eddie Driscoll (Ronnie), Bryan Holly (Janitor), Adam Lieberman (2. Kunde), Rob Nagle (Sanitäter)
Kamera Gary Capo
Schnitt Eric Sears
Musik John Ottman
Produktionsdesign Jaymes Hinkle, Domenic Silvestri
Ton Art Rochester
Kostüme Christopher Lawrence
Casting Roger Mussenden
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Titel Vertrieb System Handelsform
Final Call
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany DVD, ab 12, 90 Min. Kauf
Final Call Warner Home Video Germany DVD, ab 12, 90 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Jessica Martin wird Opfer einer Entführung. Es gelingt der Physiklehrerin mittels eines von ihr notdürftig reparierten Wandapparats aus dem Dachbodengefängnis nach draußen zu telefonieren. Ohne intakte Wahlscheibe ein Vabanquespiel. Am anderen Ende der Leitung meldet sich auf seinem Handy ein gewisser Ryan. Fortan hält der Schutzengel wider Willen das Leben von Jessicas gesamter Familie, die von korrupten Polizisten bedroht wird, in der Hand. Denn sollte die Verbindung abreißen, wäre nicht nur die Leitung tot.

"Bei Anruf Mord", "Nicht auflegen" ... Hochspannungsthriller, in denen Telefone entscheidende Rollen spielen, sind nichts Neues. Geschickt variiert, funktioniert der Fernsprech-Plot also auch hier, in David Ellis' neo-noir-angehauchter Story, zu der Horror-Spezialist Larry Cohen das Drehbuch geschrieben hat. Aber, Technik hin oder her, der wahre Star dieses Films ist Oscar-Preisträgerin Kim Basinger ("L.A. Confidental"), der man jede Unglaubwürdigkeit der Story gerne abnimmt. Mit ihr an der Strippe legen Männer nicht auf!

Quelle: mediabiz.de

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