Exorzist: Der Anfang

Prequel zu William Friedkins Horror-Klassiker, in dem Pfarrer Merrin kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals dem Teufel begegnet.

Exorzist: Der Anfang Großansicht
(Bild: Warner)
Verleih Warner
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2004
Regie Renny Harlin
Darsteller Stellan Skarsgård, Izabella Scorupco, James D'Arcy
Kinostart 18.11.2004
Einspielergebnis D € 506.893
Bes. (EDI) 84.789
Bes. (FFA) 85.460
Charthistory
Boxoffice USA $ 41.737.335
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitet der junge, an seinem Glauben zweifelnde Pfarrer Merrin als Archäologe in Kairo. Als sich bei der Freilegung einer byzantinischen Kirche unerklärliche Ereignisse häufen und ein Junge in einem Missionskrankenhaus Linda-Blair-Symptome dämonischer Besessenheit zeigt, steht Merrin vor einem Gewissenskonflikt. Durch ein traumatisches Erlebnis im Zweiten Weltkrieg hat er seinen Glauben an Gott verloren, doch durch die neue Konfrontation mit dem Bösen muss er sich eines Besseren besinnen.

Das Prequel von William Friedkins Oscar-nominiertem Horrorklassiker "Der Exorzist" (1973), in dem Pater Merrin erstmals dem Teufel begnetet, wurde zunächst von Paul Schrader ("Katzenmenschen", "Auto Focus") abgedreht. Doch der laut Schrader "vorrangig psychologische Thriller" war Produzent James S. Robinson nicht actionreich und gewalttätig genug: Actionregisseur Renny Harlin ("Cliffhanger", "Deep Blue Sea") wurden weitere 50 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt, um noch mal fast von ganz vorne anzufangen, und dabei nicht mit blutigem Horroreffekten zu geizen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Die Wiederaufführung von William Friedkins Oscar-nominiertem Horrorklassiker "Der Exorzist" (1973) spielte in den USA vor vier Jahren bemerkenswerte 40 Mio. Dollar ein und ebnete den Weg für Fortsetzung Nummer drei. Dabei handelt es sich um ein Prequel zum Original, in dem Pater Merrins erste Begegnung mit dem Teufel zum Thema gemacht wird. Eine komplette Version wurde zunächst von Paul Schrader ("Katzenmenschen", "Auto Focus") abgedreht. Doch dieser laut Schrader "vorrangig psychologische Thriller" war Produzent James S. Robinson nicht actionreich und gewalttätig genug. Somit wurden Actionregisseur Renny Harlin ("Cliffhanger", "Deep Blue Sea") weitere 50 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt, um noch mal fast von ganz vorne anzufangen.

Überarbeitet wurde auch das Skript von "The Alienist"-Schriftsteller Caleb Carr und William Wisher. Für die Neuadaption wurde Drehbuchnovize Alexi Hawley verpflichtet, der die gewünschten Schockmomente en masse einstreute. Bereits der an sich viel versprechende Prolog auf einem mittelalterlichen Schlachtfeld geizt nicht mit blutigem Horror und lässt finster kommende diabolische Grausamkeiten erahnen. Die Story knüpft anschließend im Jahr 1949 in Kairo an. Lankester Merrin (Stellan Skarsgard verblieb von Schraders Erstversion) hat seine Soutane abgelegt und ist nunmehr als Archäologe tätig. Er lässt sich für die Suche einer geheimnisvollen Reliquie in Kenia engagieren. Vor Ort ist eine vergrabene byzantinische Kirche freigelegt worden, und unerklärliche Ereignisse häufen sich. Die Einheimischen glauben an einen Fluch, der leitende Archäologe der Ausgrabung ist im Irrenhaus gelandet. In diesem Chaos findet sich Merrin mit Hilfe der attraktiven Missionsärztin Sarah Novak (Izabella Scorupco aus "Reign of Fire") zurecht, von der er sich alsbald stark angezogen fühlt. Als einer ihrer jungen Patienten in seinem Krankenbett Linda-Blair-Symptome dämonischer Besessenheit zeigt, steht Merrin vor einem tiefen Gewissenskonflikt. Durch ein traumatisches Erlebnis im Zweiten Weltkrieg hat er seinen Glauben an Gott verloren, doch durch die fatale Konfrontation mit dem Bösen besinnt er sich eines Besseren und exorziert beim Finale in einer unterirdischen Tempelgruft auf Teufel komm raus.

Regisseur Harlin, bekanntlich kein Freund von Subtilität, kann der Versuchung nicht widerstehen, verschiedene Schockerklischees doppelt und dreifach einzusetzen und damit regelrecht zu Tode auszureizen. Ängstliches durch dunkle Flure Tapsen, besessenes Augenrollen, an Kadavern knabbernde Raben oder peinlich kitschig realisierte CGI-Killerhyänen können durch mehrfachen Einsatz allein kaum das gewünschte Grausen erzielen. Was nicht heißen soll, dass gelungene verstörende Momente gänzlich fehlten. So geht es bei Szenen in der opulent-ominös ausgestatteten Kirche inklusive des satanischen Showdowns durchaus ans Grusel-Eingemachte. Problematisch ist allerdings, dass der Schnitt oftmals geradezu wahllos wirkt und ein abgehackter Rhythmus entsteht, der dem Film nie das Gefühl eines Ganzen gibt. Zudem unterstreicht der Ohren betäubende Score jede noch so kleine Begebenheit, womit jede Nuancierung bereits im Keim erstickt wird. Positiv fällt die Kameraarbeit von Vittorio Storaro (gefilmt wurde im Cinecitta Studio in Rom) und das atmosphärische Produktionsdesign ins Auge. Lob verdienen auch Skarsgard und Scorupco, die beide ihr Bestes geben, dem Horrorschocker qualitatives Flair zu verleihen. Dennoch wird dieser Eintrag in die Saga schon allein wegen der Verlagerung der Handlung nach Afrika mehr Vergleiche mit John Boormans berühmt-berüchtigtem "Exorzist II - Der Ketzer" als mit dem superben Original heraufbeschwören. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 18

...(18 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

Flashplayer wird geladen ...
 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Warner
O-Titel Exorcist: The Beginning
Land / Jahr USA 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Horror
Produktionsfirmen Morgan Creek Prods.
Produzenten James G. Robinson
Koproduzenten Wayne Morris
Ausf. Produzenten Guy McElwaine, David C. Robinson
Regie Renny Harlin
Drehbuch Alexi Hawley, Caleb Carr, William Wisher
Darsteller Stellan Skarsgård (Pater Lankester Merrin), Izabella Scorupco (Dr. Sarah Novack), James D'Arcy (Pater Francis), Remy Sweeney (Joseph), Julian Wadham (Major Granville), Andrew French (Chuma), Ralph Brown (Sergeant Major), Ben Cross (Semelier), David Bradley (Pater Gionetti), Alan Ford (Jefferies), Antonie Kamerling (Leutnant Kessler), Eddie Osei (Emekwi), Israel Aduramo (Jomo), Patrick O'Kane (Bession), James Bellamy (James), Cecilia Amati (Holländisches Mädchen)
Kamera Vittorio Storaro
Schnitt Mark Goldblatt, Todd E. Miller
Musik Trevor Rabin
Produktionsdesign Stefano Maria Ortolani, Eugenio Ulissi, Marco Trentini
Ton Michael C. Moore
Casting Pam Dixon Mickelson
Kinostart 18.11.2004
Laufzeit 113
FSK ab 16 Jahre
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 506.893
Bes. (EDI) 84.789
Bes. (FFA) 85.460
Charthistory
USA-Start 20.08.2004, bei Warner Bros.
Boxoffice USA $ 41.737.335
Filmtrailer Video
Web-Link exorcistthebeginning.warnerbros.com www.exorzist-deranfang.de/
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Exorzist: Der Anfang Warner Home Video Germany DVD, ab 16, 109 Min. Kauf
Exorzist: Der Anfang Warner Home Video Germany DVD, ab 16, 109 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Einst diente er als Pfarrer seinem Gott, jetzt arbeitet der junge Holländer Merrin als Archäologe. Als in Kenia auf der Ausgrabungsstätte einer byzantinischen Kirche ein Experte den Verstand verliert, engagiert man Merrin als Ersatz. Doch rätselhafte Ereignisse häufen sich, die Einheimischen glauben an einen Fluch. Als der Archäologe auch noch eine ziemlich düstere Seite an der eigentlich recht attraktiven Ärztin Dr. Sarah Novack entdeckt, muss er seine Beziehung zum Allmächtigen doch noch einmal kritisch überdenken.

Über 30 Jahre nach William Friedkins "Der Exorzist" darf nun Renny Harlins Prequel für Gänsehaut sorgen. Harlin, der zuletzt 1988 mit "Nightmare on Elm Street 4" einen Ausflug ins Horrorgenre wagte, präsentiert hier einen ebenso spannenden wie oberflächlichen Grusel-Schocker. Dank dem beeindruckenden Stellan Skarsgård in der Hauptrolle und "GoldenEye"-Babe Izabella Scorupco als mit erstaunlichen inneren Werten "gesegnete" Ärztin, darf bei den Genrefans der Appetit auf diese Schlachtplatte groß sein.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Newsarchiv
nach oben Sendetermine

TV-Ausstrahlungen (im deutschen Fernsehen seit Frühjahr 2005)

Sender Datum Zeit
VOX 23.04.2010 02:40:00
VOX 22.04.2010 22:35:00
RTL2 04.04.2009 03:20:00
RTL2 03.04.2009 22:35:00
RTL2 14.03.2009 02:45:00
RTL2 13.03.2009 22:20:00
RTL2 10.01.2009 02:45:00
RTL2 09.01.2009 22:30:00
VOX 04.07.2008 03:10:00
VOX 03.07.2008 22:50:00
ZDF 07.07.2007 23:30:00
PREMIERE 4 11.11.2006 20:15:00
PREMIERE 4 29.10.2006 00:40:00
PREMIERE 4 28.10.2006 07:55:00
PREMIERE 4 02.10.2006 18:05:00
PREMIERE 4 02.10.2006 08:35:00
PREMIERE 4 30.09.2006 00:10:00
PREMIERE 4 11.09.2006 07:40:00
PREMIERE 4 11.09.2006 21:45:00
PREMIERE 4 24.08.2006 05:10:00
PREMIERE 4 23.08.2006 21:45:00
PREMIERE 5 23.07.2006 00:30:00
PREMIERE 5 22.07.2006 15:05:00
PREMIERE 5 12.07.2006 21:45:00
PREMIERE 5 12.07.2006 12:10:00
PREMIERE 3 19.06.2006 23:35:00

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2012/49

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    6
    Aufgenommene Filme:
    27
    Filmkritiken:
    2