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Ex Machina

Science-Fiction-Drama von Alex Garland über einen jungen Programmierer, der unwissend an einem Experiment teilnimmt.

Ex Machina Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Großbritannien 2014
Regie Alex Garland
Darsteller Domhnall Gleeson, Oscar Isaac, Alicia Vikander
Kinostart 23.04.2015
Einspielergebnis D € 1.376.563
Bes. (EDI) 180.223
Bes. (FFA) 183.614
Charthistory
Boxoffice USA $ 25.361.484
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Als Programmierer Caleb in der Firmen-Lotterie einen Besuch beim mysteriösen Chef seines Online-Unternehmens gewinnt, denkt er, er bekommt ein paar Tage Auszeit. Doch Chef Nathan, der zurückgezogenen in einer riesigen, modernen Villa mitten in den Bergen wohnt, hat andere Pläne mit Caleb. Dieser soll einen von Nathan entwickelten und mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Roboter darauf testen, ob dieser auch über ein Bewusstsein verfügt. Bald beginnt nicht nur zwischen den Männern ein psychisches Duell.

Drehbuchautor Alex Garland gibt mit dieser Science-Fiction-Parabel sein Regiedebüt und inszeniert dabei erstaunlich reif und abgeklärt. Ruhig erzählt er seine Geschichte, unter deren Oberfläche jedoch von Anfang an die Spannung vibriert. Der technische Aspekt der Story interessiert ihn nur wenig, vielmehr erzählt er von Macht- und Männerfantasien und lockt den Zuschauer in die Rolle des Voyeurs. Unterstützt wird er von einer kleinen aber starken Darstellerriege, allen voran Oscar Isaac und Alicia Vikander.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Packendes Regiedebüt von Drehbuchautor Alex Garland über einen Internetmogul, der künstliche Intelligenz entwickelt haben will und einen jungen Programmiere auf den attraktiven Roboter ansetzt.

Die Suche nach und die Probleme mit künstlicher Intelligenz sind seit jeher eines der beliebtesten Themen im Science-Fiction-Bereich. Doch gerade in letzter Zeit scheint das Interesse an der Frage, "was ist menschlich?", wieder verstärkt im Fokus des Genres zu stehen, was Filme wie "EVA", "HER", "Trancendence", "Chappie" und selbst der neue "Avengers: Age of Ultron" zeigen. Nun widmet sich auch Alex Garland - Drehbuchautor u.a. von "28 Days Later", "Sunshine", "Alles, was wir geben mussten", "Dredd" - in seinem Regiedebüt der Faszination Technik, wenn er den jungen Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson), in einer firmeninternen Lotterie das große Los ziehen lässt. Er arbeitet in einem durch eine Suchmaschine mächtig gewordenen Internetunternehmen und darf nun Nathan, den mysteriösen, abgeschieden in einer riesigen Villa mitten in den Bergen lebenden Chef der Firma, treffen. Schnell wird klar, dass der wahre Grund des Ausflugs ein anderer ist: Mastermind Nathan arbeitet an einem Roboter mit künstlicher Intelligenz und Programmierer Caleb soll nun testen, ob der AVA getaufte Maschinenmensch auch ein eigenes Bewusstsein besitzt.

Der technische Aspekt tritt bei diesem perfekt durchdesignten Kammerspiel jedoch schnell in den Hintergrund. Schöpfung hat hier vor allem etwas mit Machtausübung zu tun. Nicht umsonst hat Nathan seinem Software-Projekt den Körper einer attraktiven Frau gegeben. Nathans Blick auf AVA hat stets etwas Lüsternes, Erniedrigendes. Und auch der Zuschauer wird bald zum Voyeur in einem geschickt geplotteten Psychoduell über Männerfantasien und Herrschaftsverhältnisse. Doch mit Stereotypen wie der Frau als hilfloses Opfer und dem Mann als wahlweise triebgesteuertes Ungetüm oder als edler Retter gibt sich Garland nicht zufrieden. Die Trennlinien verlaufen weit subtiler, wenn es denn überhaupt welche gibt.

Angesiedelt ist dies alles in einem modernen und kühl gestylten Bungalow mitten im Nirgendwo, der ebenso groß wie verlassen ist. Außer Nathan, AVA und Caleb wohnt hier nur noch eine schweigsame, hübsche Asiatin, vor der man laut Nathan nichts verheimlichen muss, da sie kein Englisch versteht und deren Rolle über die der Dienerin in verschiedensten Belangen zunächst nicht hinaus geht. Von Anfang an baut Garland eine bedrückende, befremdliche Atmosphäre auf, lässt er unter der Oberfläche die Spannung vibrieren und legt mit Freude falsche Fährten aus. Gleichzeitig verweigert er sich den typischen Genreklischees, erfüllt die Erwartungen an klassische Thriller-Elemente nur bedingt und lässt die vermeintlichen Hinweise kommentarlos ins Leere laufen. Ruhig entwickelt sich der Sog dieser modernen Parabel, die eigentlich stets mit offenen Karten spielt und trotzdem im Kopf der Zuseher Haken schlägt. Garlands Inszenierung ist für ein Debüt erstaunlich reif, wobei er sich sichtbar an Größen wie David Fincher orientiert. Grandios sind die drei Hauptdarsteller. Vor allem Oscar Isaac, der nach "Inside Llewyn Davis" und "A Most Violent Year" hier zum dritten Mal in kürzester Zeit seine enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt, und Alicia Vikander, die als AVA im Grunde nur ihr Gesicht zur Verfügung hat, um den Zuschauer trotz aller Künstlichkeit im Erscheinungsbild vergessen zu lassen, dass er es nicht mit einem menschlichen Wesen zu tun hat, hinterlassen eine bleibenden starken Eindruck.

Anders als andere SciFi-Werke verzichtet Garland auf eindeutige Erklärungen. Was letztlich den Menschen zum Menschen macht und vom technischen Wesen unterscheidet, lässt er im Unklaren. Fehlendes Mitgefühl oder die Fähigkeit zur Manipulation sind es jedenfalls nicht. Diesbezüglich geben sich beide Geschöpfe nicht viel. mahe.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel Ex Machina
Alternativ-/Arbeitstitel Ex_Machina
Land / Jahr USA/Großbritannien 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Science Fiction / Thriller
Kinostart 23.04.2015
Laufzeit 108
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 1.376.563
Bes. (EDI) 180.223
Bes. (FFA) 183.614
Charthistory
USA-Start 10.04.2015, bei A24 Films
Boxoffice USA $ 25.361.484
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.exmachina-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Andrew Macdonald, Allon Reich
Ausf. Produzenten Scott Rudin, Eli Bush, Tessa Bush
Regie Alex Garland
Drehbuch Alex Garland
Darsteller Domhnall Gleeson (Caleb), Oscar Isaac (Nathan), Alicia Vikander (Ava), Corey Johnson (Jay), Sonoya Mizuno (Kyoko), Claire Selby (Lily), Symara Templeman (Jasmine), Gana Bayarsaikhan (Jade), Tiffany Pisani (Katya), Lina Alminas (Amber)
Sprecher D Nico Sablik (Caleb), Alexander Doering (Nathan), Yvonne Greitzke (Ava), Wolfgang Wagner (Jay), Lorella Borelli (Jade)
Kamera Rob Hardy
Schnitt Mark Day
Musik Ben Salisbury, Geoff Barrow
Produktionsdesign Mark Digby
Effekte Mark Williams Ardington, Sara Bennett, Paul Norris, Andrew Whitehurst
Herstellungsleitung Caroline Levy
Casting Francine Maisler
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
88. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2015, Los Angeles, 28.02.2016 Beste Visual Effects Mark Williams Ardington, Sara Bennett, Paul Norris, Andrew Whitehurst
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Ex Machina Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 104 Min. Kauf
Ex Machina Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 108 Min. Kauf
Ex Machina (Limited Edition, Steelbook)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 108 Min. Kauf
Ex Machina Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 104 Min. Leih
Ex Machina Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 108 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Geoff Barrow & Ben Salisbury Ex Machina
Soundtrack/Original Score Geoff Barrow & Ben Salisbury Ex Machina
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als Programmierer Caleb in der Firmenlotterie einen Besuch beim mysteriösen Chef seines Online-Unternehmens gewinnt, denkt er, er bekommt ein paar Tage Auszeit. Doch Chef Nathan, der zurückgezogenen in einer riesigen, modernen Villa mitten in den Bergen wohnt, hat andere Pläne mit Caleb. Dieser soll einen von Nathan entwickelten und mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Roboter darauf testen, ob dieser auch über ein Bewusstsein verfügt. Bald beginnt nicht nur zwischen den Männern ein psychisches Duell.

Drehbuchautor Alex Garland gibt mit dieser Science-Fiction-Parabel sein Regiedebüt und inszeniert dabei erstaunlich reif und abgeklärt. Ruhig erzählt er seine Geschichte, unter deren Oberfläche jedoch von Anfang an die Spannung vibriert. Der technische Aspekt der Story interessiert ihn nur wenig, vielmehr erzählt er von Macht- und Männerfantasien und lockt den Zuschauer in die Rolle des Voyeurs. Unterstützt wird er von einer kleinen aber starken Darstellerriege, allen voran Oscar Isaac und Alicia Vikander.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein junger Programmierer wird von seinem steinreichen Chef für an ein folgenschweres Experiment missbraucht. Brillant auf seine Essenz reduzierter Science-Fiction-Thriller von Alex Garland - ein Kinohighlight des Jahres 2015.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Caleb kann sein Glück kaum fassen: In der Firmen-Lotterie hat er den Hauptpreis gewonnen - eine Woche im Domizil des Unternehmenschefs Nathan. Nathan lebt zurückgezogen mitten in den Bergen, kaum einer weiß etwas über ihn. Als Caleb im Haus ankommt, informiert ihn Nathan über seine neuesten Entwicklungen. Er ist dabei, eine Künstliche Intelligenz in Gestalt einer Frau unter dem Namen Ava zu entwickeln. Doch dafür benötigt er Untersuchungen, Tests, Beobachtungen. Hier kommt Caleb ins Spiel. Er soll Ava begegnen, mit ihr sprechen. Denn nur so kann Nathan herausfinden, ob das von ihm erschaffene Wesen ein Bewusstsein entwickeln kann. Der Test beginnt. Ein Test, dessen Resultat das Leben aller verändern wird. Ob Mensch oder Maschine. Die Erschaffung einer Künstlichen Intelligenz, die Frage, ob es das Bewusstsein ist, dass den Menschen von der Maschine unterscheidet - diese existenziellen und gleichzeitig philosophischen Fragestellungen nutzt der Roman- und Drehbuchautor Alex Garland als spannenden Dreh- und Angelpunkt für sein Regie-Erstlingswerk. In einem gespenstisch und futuristisch anmutenden Setting, in dem sich die Kühle und Wärme der Materialien wie Glas, Holz, Metall und Felsen miteinander verbinden, entspinnt sich ein Kammerspiel, das von dem brillianten Drehbuch und dem kongenialen Darsteller-Trio Domnhall Gleeson, Alicia Vikander und Oscar Isaac getragen wird. Immer enger fängt die Kamera die Räume ein, in denen die Unterhaltungen Duellen ähneln. Dramaturgisch geschickt wird der Zuschauer immer wieder in die Irre und auf neue Fährten geführt, bis die Schlusspointe den Atem stocken lässt. EX_MACHINA verbindet die Philosophie der Science-Fiction mit der dichten Spannung eines Kammerspiels. Ästhetisch perfekt und raffiniert konstruiert.

Gutachten:

Dieses Science Fiction-Drama ist das Regie-Debüt von Alex Garland, der unter anderem das Drehbuch von THE BEACH verfasst hat. In unterkühlten, aber dennoch stimmungsvollen Bildern erzählt der Film von dem jungen Informatiker Caleb, der angeblich bei einer Lotterie eine Woche Aufenthalt im von aller Welt abgeschiedenen Domizil von Nathan, dem legendären Erfinder und Inhaber von "Bluebook", der weltgrößten Suchmaschine, gewonnen hat. Dieser Nathan widmet sich dort in aller Abgeschiedenheit in seinem eleganten, perfekt eingerichteten und dabei wenig gemütlichen Haus, das einer unterirdischen Festungsanlage gleicht, seinem Lebenswerk: Der Erfindung einer künstlichen Intelligenz (K.I.), die in allen Details "echten" Menschen gleicht und den berühmten Turing-Test, benannt nach dem Urvater des Computers, Alan Turing, bestehen kann: Darum geht es unter anderem, ob Computer in ihrer programmierten intelligenten Vielfalt den Menschen nicht nur gleichen, sondern ihn sogar überflügeln können. Caleb soll die Roboterfrau Ava auf "Herz und Nieren" prüfen. Inwieweit sind ihre Reaktionen menschenähnlich? Ist sie fähig, Emotionen zu entwickeln oder simuliert sie diese nur? Ist sie sozusagen das perfekte Surrogat der menschlichen Intelligenz und komplexen Gefühlsstruktur?
Es hat schon etliche Filme zu der spannenden Frage gegeben, welche Folgen die Erschaffung des perfekten Maschinemenschen haben könnte. Doch Alex Garlands kühler, intensiver und hochspannender Film, der vor allem mit seiner Suspense und nicht mit Aktionismus punktet, ist vor allem ein Kammerspiel mit viel Raum für intelligente Dialoge und einer sich stetig aufbauenden Dynamik in der Beziehung der Figuren. Man ahnt das sich nahende Unheil, sobald Caleb das Haus des genialen, aber undurchsichtigen Erfinders betritt. Dabei lässt das Drehbuch Garlands der Geschichte genügend Zeit für die Entwicklung der merkwürdig ambivalenten Atmosphäre und für zwiespältige Gefühle. Im Mittelpunkt stehen neben dem Einzelgänger Caleb und Nathan, dem berechnenden, skrupellosen Erfinder, vor allem die schöne Roboterfrau Ava, die alle positiven und negativen Varianten menschlichen Verhaltens gelernt hat. Und damit ist der Plot auf ein überraschendes und gleichzeitig überzeugendes Finale angelegt. Der Film besticht durch seine sehr sorgfältige Dramaturgie, die facettenreiche Kamera und die subtil eingesetzte Musik, wozu auch klassische Kompositionen wie Bachs Cellokonzerte oder Schubertvariationen gehören. Auch die Schauspieler, vor allem Domhnall Gleeson als talentierter Computerspezialist, dem seine romantische Gutgläubigkeit zum Verhängnis wird, und Oscar Isaac als der von Hybris gesteuerte Schöpfer der menschenähnlichen Roboter, überzeugen in diesem fesselnden und dunklen Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der sich die Grenze zwischen Mensch und Maschine aufzulösen beginnt.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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