Warner Bros. Pictures Germany
Programm
Ein russischer Sommer
| Verleih | Warner |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, Deutschland, Russland 2009 |
| Regie | Michael Hoffman |
| Darsteller | Helen Mirren, Christopher Plummer, James McAvoy |
| Kinostart | 28.01.2010 |
| Einspielergebnis D |
€ 1.465.244 Bes. (EDI) 229.282 Bes. (FFA) 255.255 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 6.497.569 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Der von seinen Anhängern wie ein Held vereehrte Leo Tolstoi und seine Frau Sofia sind seit 48 Jahren verheiratet, als er überstürzt von ihrem Landgut in den Süden Russlands fliehen muss. Tolstois Ende ist nahe und Sofia beobachtet mit Skepsis, wie dessen engster Vertrauter Chertkov ihren Mann dazu überreden will, sein Werk dem russischen Volk zu vermachen. Sie versucht Tolstois jungen, naiven Sekretär Valentin auf ihre Seite zu ziehen, damit sie die Rechte bekommt.
Kein Historienschinken, sondern eine auf dem Minenfeld der Emotionen tanzende Geschichte ist Michael Hoffmans filmischer Streifzug durch "Tolstojs letztes Jahr", sehr frei nach dem Roman von Jay Parini. In beeindruckender Bilderflut und breiter Epik entwirft er das Porträt des berühmten Schriftstellers und das einer Gesellschaft zwischen Revolution und Restauration. Dabei steht ihm ein hervorragendes Ensemble zur Seite, insbesondere Helen Mirren und Christopher Plummer liefern eine Oscar-reife Performance.
Quelle: Blickpunkt:Film
- nach oben Ausführliche Besprechung
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Die letzten Tage des Schriftstellers Leo Tolstoi zwischen Liebe und Leidenschaft, Revolution und Intrige, Familie und Freunden.
Kein Historienschinken, sondern eine auf dem Minenfeld der Emotionen tanzende Geschichte ist Michael Hoffmans filmischer Streifzug durch "Tolstojs letztes Jahr" sehr frei nach dem Roman von Jay Parini. In beeindruckender Bilderflut und breiter Epik entwirft er das Porträt des berühmten Schriftstellers und das einer Gesellschaft zwischen Revolution und Restauration.
Im Mittelpunkt stehen Leo Tolstoi und seine Frau Sofia, seit 48 Jahren verheiratet und durch Höhen und Tiefen taumelnd. Sie beobachtet mit Skepsis, wie Tolstois engster Vertrauter Chertkov ihren Mann dazu überredet, sein Werk dem russischen Volk zu vermachen, versucht sich mit Tolstois jungem Sekretär Valentin zu verbünden und kämpft für ihr Recht.
Die Mischung aus historischen Fakten und Fiktion funktioniert wie bei den Werken des Autors auch im Film, der den Schöpfer von "Krieg und Frieden" oder "Anna Karenina" als moralische Instanz vorstellt, der sein bisheriges Leben aufgibt, um seine Ideale zu verwirklichen und unter dramatischen Umständen bei Nacht und Nebel von seinem Gut flieht. Die Reise in den Süden Russlands endet mit seinem Tod in einer Bahnwärterunterkunft. Während sich Sofia und Chertkov unversöhnlich gegenüberstehen und beide den naiven Valentin, der den Sozialreformer verehrt, dazu bringen wollen, für sie heimlich Tagebuch zu führen, lernt der Jünger verbotene sexuelle Lust kennen. Und das ausgerechnet im Lager der Tolstojaner, die sich der Askese, Gewalt- und Besitzlosigkeit verschrieben haben. Der adelige und Einfachheit predigende Dichterfürst im Bauernkittel agiert hier als Vorbild und Leitfigur einer zivilisationskritischen Bewegung in den Fängen eines Sektierers.
Im durchweg starken Ensemble mit Paul Giamatti als undurchsichtigem Freund und James McAvoy als Mittler zwischen den Fronten liefern Helen Mirren und Christopher Plummer vor den Trümmern ihrer Ehe eine Oscar-reife Performance, sie als eifersüchtige Hysterikerin, die um ihr Erbe fürchtet, er ein Philosoph, der sich nach Ruhe und Frieden sehnt. Trotz aller Divergenzen ist es aber auch die anrührende Geschichte einer starken Liebe und deren tragisches Scheitern. "Ein russischer Sommer" verwebt die persönlichen Perspektiven verschiedener Figuren zu einem schillernden Kaleidoskop sozialer Verwerfungen und individueller Zerrissenheit am Vorabend des Ersten Weltkriegs und der Weltrevolution, wirft einen neuen Blick auf den Literaten. mk.
Quelle: Blickpunkt:Film - nach oben Mediathek
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Verleih Warner O-Titel The Last Station Land / Jahr Deutschland/Russland 2009 Kategorie Spielfilm Genre Drama / Biographie Produktionsfirmen Egoli Tossell Film Halle, The Andrei Konchalovsky Production Center (RU) Koproduktionsfirmen SamFilm Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 1.345.115),
DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 1.615.485)Projektförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 750.000) Produktionsförderung Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) (EUR 800.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 650.000)Verleihförderung Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 80.000)Drehort Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Leipzig Drehzeit April bis Juni 2008 Kinostart 28.01.2010 Laufzeit 112 FSK ab 6 Jahre FBW-Prädikat Besonders wertvoll Bildformat Cinemascope Tonformat Dolby-SRD Einspielergebnis D € 1.465.244
Bes. (EDI) 229.282
Bes. (FFA) 255.255
CharthistoryUSA-Start 15.01.2010, bei Sony Classics Boxoffice USA $ 6.497.569 Filmtrailer
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person 20. Hessischer Film- und Kinopreis 2009, Frankfurt am Main, 16.10.2009 Internationaler Literaturfilmpreis Michael Hoffman - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform Ein russischer Sommer Warner Home Video Germany DVD, ab 6, 107 Min. Kauf Ein russischer Sommer Warner Home Video Germany DVD, ab 6, 107 Min. Leih - nach oben Soundtrack
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Original Score Sergey Yevtushenko Ein russischer Sommer (The Last Station) - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Der von seinen Anhängern wie ein Held vereehrte Leo Tolstoi und seine Frau Sofia sind seit 48 Jahren verheiratet, als er überstürzt von ihrem Landgut in den Süden Russlands fliehen muss. Tolstois Ende ist nahe und Sofia beobachtet mit Skepsis, wie dessen engster Vertrauter Chertkov ihren Mann dazu überreden will, sein Werk dem russischen Volk zu vermachen. Sie versucht Tolstois jungen, naiven Sekretär Valentin auf ihre Seite zu ziehen, damit sie die Rechte bekommt.
Kein Historienschinken, sondern eine auf dem Minenfeld der Emotionen tanzende Geschichte ist Michael Hoffmans filmischer Streifzug durch "Tolstois letztes Jahr", sehr frei nach dem Roman von Jay Parini. In beeindruckender Bilderflut und breiter Epik entwirft er das Porträt des berühmten Schriftstellers und das einer Gesellschaft zwischen Revolution und Restauration. Dabei steht ihm ein hervorragendes Ensemble zur Seite, insbesondere Helen Mirren und Christopher Plummer liefern eine Oscar-reife Performance.
Quelle: mediabiz.de - nach oben FBW-Gutachten
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Kurztext:
Das historische Biopic über Tolstoi - Russlands berühmten Schriftsteller und Vorreiter seiner Zeit - widmet sich in liebevollen Details den letzten Stationen seines Lebens. Die Krisenstimmung einer fast fünfzig jährigen dramatischen Ehe mit seiner Frau Sofia findet ihren Höhepunkt als der strenge Tolstojaner Chertkov die wertvollen Rechte an Tolstois Werken dem russischen Volk zu vermachen versucht. Zwischen diese Fronten gerät Tolstois junger Sekretär Valentin, der vor allem dessen Ansichten über die bedingungslose Liebe teilt. Die europäische Ko-Produktion ist großartig mit den Schauspielern Helen Mirren als willensstarke Sofia und Christopher Plummer als gealtertem Tolstoi besetzt. Auf hohem Niveau und in stimmungsvoll-klassischen Bildern geht es um nicht weniger als eine einzigartige Liebe!
Gutachten:
Der englische Regisseur Michael Hoffman hat sich eines spannenden Themas angenommen, das er mit großartigen Darstellern in Szene gesetzt hat: Die Ehe von Lew Tolstoi und seiner Frau Sofa, die vor allem in ihren letzten Jahren und Monaten voller Dramatik war und schon viel Stoff für Romane und biografische Publikationen geliefert hat, vor allem seit man die Tagebuchaufzeichnungen von Tolstois Ehefrau entdeckt hat.
In diesem letzten Sommer ihrer stürmischen Beziehung, die immerhin 48 Jahre dauerte, eskaliert das Verhältnis zwischen dem Schriftsteller und seiner eifersüchtigen, von Verlustängsten gepeinigten Frau, die zudem fürchtet, dass ihr Mann seinem größten Verehrer und Begleiter Tschertkow, dem wichtigsten Vertreter der Tolstoianer, einen Großteil des Vermögens übereignet, vor allem die Rechte an seinem Werk. Tolstoi flieht schließlich aus der klaustrophobischen Enge seiner Ehe und stirbt im Bahnhof von Astapowo. Um Theorie und Praxis großer Ideen und Ideologien geht es in diesem dramatischen Film und ebenso um die Frage nach der Dauer oder Vergänglichkeit von Liebe. So stellt der Film dem alten Paar Lew und Sofa Tolstoi den jungen Valentin Bulgakow gegenüber, zunächst ein begeisterter Tolstoianer und Sekretär des greisen Schriftstellers, der aber zunehmend in die Rolle des Chronisten und Zeugen des Zerfalls der Ehe der Tolstois schlüpft. Er selbst aber erlebt die Liebe als einen Quell des Glücks und der Kraft, den selbst das Ehedrama des verehrten Dichters nicht zerstören kann. Bis zum Ende des Films, der mit dem Tod Tolstois am 20. November 1910 schließt, bleibt der hohe Anspruch des Films in der Dramaturgie, der Kamera, beim Schnitt, der niemals aufdringlichen, sondern sehr harmonischen Musik und der gelungenen Ausstattung erhalten.
Bis ins kleinste Detail sorgfältig recherchiert, wirkt dieser beeindruckende Film über das Ende einer Epoche, für die Tolstois sterbende Ehe zum Symbol wird, an keiner Stelle langatmig oder dramaturgisch seicht. Ein spannender Aspekt dieser Geschichte ist auch, dass jeder hier jeden zu beobachten scheint, jedes Wort aufgezeichnet, jede Emotion niedergeschrieben wird, später die Medien diese Funktion des Beobachtens und Vermerkens übernehmen, dann der Film und das technisch aufgezeichnete Wort immer mehr die mit der Hand verfassten Dokumente ergänzen, ersetzen und am Ende gar verdrängen. So ist 'Ein russischer Sommer' auch ein Kommentar über die Art, wie Erinnerungen verarbeitet werden, die Wahrheit aufgezeichnet, aber zugleich auch verfälscht werden kann und es deshalb auch immer mehrere Aspekte eines jeden Ereignisses gibt, die alle Anspruch auf Gültigkeit erheben - wovon auch dieser Film ein gelungenes Zeugnis ablegt.Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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Programmplaner
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Vorschau bis: KW 2014/29
Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

