Superbanner
 

Eddie the Eagle - Alles ist möglich

Komödie und Wohlfühlfilm um den als Eddie the Eagle bekannt gewordenen britischen Skispringer und seinen fiktiven Trainer.

Eddie the Eagle - Alles ist möglich Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, USA u.a. 2016
Regie Dexter Fletcher
Darsteller Taron Egerton, Hugh Jackman, Christopher Walken
Kinostart 31.03.2016
Einspielergebnis D € 1.458.763
Bes. (EDI) 205.111
Bes. (FFA) 212.778
Charthistory
Boxoffice USA $ 15.728.786
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 07.04.2018 (Pro7)

nach oben Inhalt & Info

1973 übt Klein-Eddie in der Badewanne, wie lange er unter Wasser bleiben kann. Olympionike will er werden - egal in welcher Sportart. Als Hürdenläufer stolpert er, als Speerwerfer zerstört er Fensterscheiben, als Skifahrer schafft er es nicht ins Nationalteam. Schließlich versucht es das Stehaufmännchen mit Skispringen und findet im Kette rauchenden, mit einem Flachmann bewährten US-Ex-Überflieger Bronson Peary einen Trainer, der ihn bis zu den Olympischen Spielen 1988 bringt, wo Eddie zum Publikumsliebling wird.

Die Aufsteigergeschichte eines Underdogs erzählt Dexter Fletcher in diesem Wohlfühlfilm mit verschmitzten Humor und Gefühl nach der wahren Geschichte des liebevoll "Eddie the Eagle" genannten englischen Skispringers. Taron Egerton, der als großes Nachwuchstalent im britischen Kino gilt und in "Kingsman: The Secret Service" die Hauptrolle spielte, gibt den Titelhelden, Hugh Jackman ("Wolverine") seinen Trainer, der sich ebenso wie sein Protege gegen das Sport-Establishment durchsetzen muss.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Taron Egerton und Hugh Jackman mischen in Dexter Fletchers Biopic 1988 bei den Olympischen Spielen als "odd couple" die Skispringerwelt auf.

Wer hoch steigt, fällt tief, heißt es. Bei Michael "Eddie" Edwards, besser bekannt als "Eddie the Eagle", war das anders. Der Skispringer aus dem englischen Cheltenham avancierte 1988 bei den Olympischen Spielen zum Zuschauer- und Medienliebling obwohl er in den Wettbewerben von der Normal- bzw. Großschanzes jeweils den letzten Platz belegte - mit persönlichem (und britischem) Rekord. Ein Exot, der den Olympischen Gedanken lebte: Dabei sein ist alles. So sahen es auch die Bobfahrer aus Jamaika, die im selben Jahr in Calgary den Einkanal hinunter rasten.

Ihnen setzte Jon Turteltaub 1993 mit "Cool Runnings" ein filmisches Denkmal, von dem sportiven Family Entertainment inspiriert, legt nun Dexter Fletcher ("Wild Bill") - mit Produzent Matthew Vaughn ("Kick-Ass") als treibender Kraft - sein Wohlfühl-Biopic vor. 1973 lernt man Klein-Eddie in der Badewanne kennen. Die Uhr in der Hand stoppt er, wie lange er unter Wasser bleiben kann. Olympionike will er werden - egal wie, egal in welcher Sportart. Als Hürdenläufer stolpert er, als Speerwerfer zerstört er Fensterscheiben, als Skifahrer schafft er es nicht ins Nationalteam - "Du bist kein Olympia-Material" muss er sich von einem brummigen Funktionär sagen lassen.

Wie er es dennoch schafft, seinen Lebenstraum zu verwirklichen, davon handelt dieser kurzweilige Mix aus Fakt und Fiktion. Mit Alpinskiern steht Eddie, naiv und liebenswert von Taron Egerton ("Kingsman: The Secret Service") gespielt, eines Tages in der Skisprung-Arena von Garmisch-Partenkirchen. Bei einer netten Wirtin (sympathisch: Iris Berben) darf er kostenfrei logieren, ihre Avancen wehrt er, ganz fokussierter, Milch-trinkender Athlet, ab. Einen (zunächst widerwilligen) Trainer findet er im Kette rauchenden, stets mit einem Flachmann bewährten US-Ex-Überflieger Bronson Peary; "Wolverine" Hugh Jackman füllt den Part gewohnt lässig und charmant.

"Up, back, forward, down" lautet das Mantra des Coaches, diese vier Worte definieren den Bewegungsablauf beim Sprung. Zu Ravels "Bolero" wird trainiert, dabei an Bo Derek gedacht. Skispringen und Sex haben demnach viel gemein. Man glaubt es gerne. Immer wieder hebt Eddie ab, immer wieder kommt er zu Fall, immer rappelt er sich auf. Ein nimmermüdes, ewig freundliches Stehaufmännchen - eine Art Jerry Lewis mit dem (fiktiven) Peary als dessen "odd couple"-Partner Dean Martin. Die flotte Montage sorgt fürs nötige Tempo, Edvin Endre darf als vierfacher Olympia-Sieger Matti Nykänen übers Skispringen philosophieren, Christopher Walken sorgt als Trainerlegende für Starpower. Der schönste Satz bleibt Jim Broadbent als BBC-Kommentator vorbehalten: "Der Adler ist gelandet". Vorhersehbar, aber auf den Punkt. Wie der Film. geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 7

...(7 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Fox
O-Titel Eddie the Eagle
Land / Jahr Großbritannien/USA/Deutschland 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Sport
Produktionsfirmen Saville Productions, Marv
Kinostart 31.03.2016
Laufzeit 106
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 1.458.763
Bes. (EDI) 205.111
Bes. (FFA) 212.778
Charthistory
USA-Start 26.02.2016, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 15.728.786
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.eddietheeagle-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Rupert Maconick, Adam Bohling, David Reid, Valerie van Galder, Matthew Vaughn
Ausf. Produzent Zygi Kamasa
Regie Dexter Fletcher
Drehbuch Sean Macaulay, Simon Kelton
Darsteller Taron Egerton (Michael 'Eddie the Eagle' Edwards), Hugh Jackman (Bronson Peary), Christopher Walken (Warren Sharp), Keith Allen (Terry Edwards), Jim Broadbent (Kommentator), Tim McInnerny (Dustin Target), Jo Hartley (Janette Edwards), Iris Berben (Petra), Rune Temte (Bjørn), Edvin Endre (Matti Nykänen)
Kamera George Richmond
Schnitt Martin Walsh
Musik Matthew Margeson
Produktionsdesign Mike Gunn
Kostüme Annie Hardinge
Maske Nadia Stacey
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Eddie the Eagle - Alles ist möglich Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 102 Min. Kauf
Eddie the Eagle - Alles ist möglich Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 106 Min. Kauf
Eddie the Eagle - Alles ist möglich Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 102 Min. Leih
Eddie the Eagle - Alles ist möglich Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 106 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Eddie The Eagle - Alles ist möglich
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

1973 übt Klein-Eddie in der Badewanne, wie lange er unter Wasser bleiben kann. Olympionike will er werden - egal in welcher Sportart. Als Hürdenläufer stolpert er, als Speerwerfer zerstört er Fensterscheiben, als Skifahrer schafft er es nicht ins Nationalteam. Schließlich versucht es das Stehaufmännchen mit Skispringen und findet im Kette rauchenden, mit einem Flachmann bewährten US-Ex-Überflieger Bronson Peary einen Trainer, der ihn bis zu den Olympischen Spielen 1988 bringt, wo Eddie zum Publikumsliebling wird.

Die Aufsteigergeschichte eines Underdogs erzählt Dexter Fletcher in diesem Wohlfühlfilm mit verschmitzten Humor und Gefühl nach der wahren Geschichte des liebevoll "Eddie the Eagle" genannten englischen Skispringers. Taron Egerton, der als großes Nachwuchstalent im britischen Kino gilt und in "Kingsman: The Secret Service" die Hauptrolle spielte, gibt den Titelhelden, Hugh Jackman ("Wolverine") seinen Trainer, der sich ebenso wie sein Protege gegen das Sport-Establishment durchsetzen muss.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein untalentierter britischer Skispringer träumt davon, bei den Olympischen Spielen anzutreten. Wohlfühlkomödie im Stil von "Cool Runnings", die den Triumph des Außenseiters feiert.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Schon als kleiner Junge träumt Eddie davon, einmal an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Leider ist er nicht gerade der Sportlichste und muss noch dazu eine Brille mit dicken Gläsern und eine Beinschiene tragen. Nicht die besten Voraussetzungen für einen Erfolg. Dennoch übt Eddie unverdrossen und lässt sich durch nichts von seinem Traum abbringen. Sehr zum Leidwesen seines Vaters, dem es viel lieber wäre, wenn sein Sohn in seine Fußstapfen treten und einen anständigen Beruf lernen würde. Einzig seine Mutter glaubt fest an ihn. Als Eddie dann als Erwachsener das Skispringen für sich entdeckt und sich beim Olympischen Komitee für diese Disziplin anmelden möchte, glaubt jeder, der junge Mann habe nun endgültig den Verstand verloren. Dennoch fährt Eddie nach Garmisch Partenkirchen, wo er das Schanzenspringen üben will. Auch hier wird Eddie von allen nur mitleidig belächelt. Vor allem von Bronson Peary, einem ehemaligen Skispringer aus den USA, der nun die Pisten säubert und Eddie warnt, sein Training sei ein Selbstmordkommando. Doch für Eddie zählt nur, es weiter zu versuchen. Es waren die Olympischen Winterspiele in Calgary, 1988, als ein junger Brite seinen allerersten Sprung von der 90-Meter-Schanze wagte. Eddie 'The Eagle' wurde Letzter im Wettbewerb und eroberte die Herzen der Fans auf der ganzen Welt. Denn jeder spürte, dass er nicht gewinnen, sondern unter dem Motto "Alles ist möglich" einfach nur dabei sein wollte. Dieser positive Spirit durchzieht die Komödie von Dexter Fletcher wie ein roter Faden. Das liegt auch an der großartigen Darstellerleistung von Taren Egerton, der Michael "Eddie" Edwards in all seiner naiven Unbeholfenheit und seiner ungebrochen positiven Lebenseinstellung verkörpert. Man folgt diesem Helden und Underdog gerne in seinem Kampf gegen die Zweifel seiner Eltern, die snobistisch verkniffenen Mitglieder des Komitees, die ihn nur zu gerne ausbremsen wollen. Hugh Jackman als gestrandete Existenz liefert einen reizvollen Gegenpart zu Egerton und Iris Berben als Barfrau Petra an seiner Seite sorgt für weiblichen Charme. Dass der Film in den 1980er Jahren angesiedelt ist, glaubt man als Zuschauer von der ersten Minute an. Ob die Synthesizer-Musik, die bunten Kostüme, das Calgary-Setting: alles vermittelt das Gefühl, zurück nach 1988 zu reisen. Der Kamera gelingen fantastische Flugaufnahmen der Sprungsituationen, der Soundtrack steckt voller 80s Hits und bis zuletzt hält der Film seine Spannung, die den Zuschauer mitfiebern lässt. Inspiriert von wahren Ereignissen ist EDDIE THE EAGLE ein stimmungsvoller Feel-Good-Film. Über einen Underdog, der nie aufgab. Und wie ein Adler durch die Lüfte flog.

Gutachten:

Wer die olympischen Winterspiele 1988 in Calgary bewusst verfolgt hat, wird sich an ihn erinnern, Eddie the Eagle, den Briten Michael "Eddie" Edwards, der bei den Skisprung-Wettbewerben durch seinen sehr unkonventionellen Stil und sein beherztes Auftreten für Aufsehen sorgte. Gemessen an den Weltbesten schnitt er jämmerlich ab - doch gemessen an seinen persönlichen Maßstäben waren seine Ergebnisse sensationell.
Genau auf diese Aussage läuft denn auch Dexter Fletchers Verfilmung hinaus. Der Film propagiert die gängige Leistungsethik: immer das Beste geben, egal ob man gewinnt. Letztendlich zählt nicht der Sieg, sondern lediglich der Wille, mit dem man sich dem Wettbewerb stellt. Das gesamte Drehbuch ordnet sich dieser Aussage der "olympischen Idee" unter, womit es alle Erwartungen befriedigend erfüllt. Eddies Zielstrebigkeit, die immerwährende Unterstützung der Mutter, das ansonsten kaum thematisierte Umfeld: Alles läuft reibungslos auf den Höhepunkt der Erzählung zu, wo ein paar mehr Brüche in Handlung und Nebenfiguren dem gesamten Film vielleicht mehr Tiefe hätten geben können. In EDDIE THE EAGLE - ALLES IST MÖGLICH erfahren wir von den Eltern und Eddies Herkunft nur sehr wenig, weshalb seine Motivation im Film auch recht vage bleibt. Und so kommen auch die Nebenfiguren wie die von Iris Berben gespielte Wirtin und selbst Hugh Jackmans Figur des Trainers Bronson Peary über Stereotype nicht hinaus.
Visuell hingegen ist der Film von der sorgfältigen Ausstattung über Kleidung und Frisuren bis hin zum Titel-Design ein äußerst gelungener Trip in die 1970er und 1980er Jahre. Die Kameraarbeit besticht in den Skisprung-Szenen durch spektakuläre Fahrten die Schanze entlang und setzt so eindrucksvoll das Besondere und auch das Verrückte dieser Sportart ins Bild. Hauptdarsteller Taron Egerton gelingt es außerdem ausgezeichnet, sehr schnell die Sympathien zu gewinnen - sicher auch, weil er Eddies unverkennbare Mimik ausnehmend gut nachzuahmen versteht. Insgesamt ist EDDIE THE EAGLE - ALLES IST MÖGLICH ein Film, den man sich gerne anschaut.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


nach oben Newsarchiv

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2025/51

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    3
    Aufgenommene Filme:
    4
    Filmkritiken:
    0