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Buena Vista International (Germany)

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Firma erloschen

Echte Kerle

Warmherzige, flott und pfiffig inszenierte Geschichte, über einen Polizisten der seine Machohaltung verliert.

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(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 1996
Regie Rolf Silber
Darsteller Christoph M. Ohrt, Carin C. Tietze, Tim Bergmann
Kinostart 30.05.1996
Einspielergebnis D € 6.499.623
Bes. (EDI) 1.214.769
Bes. (FFA) 1.218.545

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Weil ihn seine Verlobte hinauswirft, landet der machohafte Polizist Christoph Schwenk in seiner Wohnungsnot im Bett des schwulen Automechanikers Edgar. Im Zusammenleben mit ihm lernt Schwenk nicht nur seine latente Homophobie abzustreifen, sondern reift auch zum besseren Hetero, der schließlich in einer neuen Kollegin seine echte große Liebe findet.

Was vom Thema her zunächst an Wortmanns "Bewegten Mann" erinnert, modelliert Regisseur Rolf Silber zu einer warmherzigen, flott und pfiffig inszenierten Geschichte, die ihren Witz nicht auf Kosten der Verwicklungen zwischen Schwulen und Heteros erzielt, sondern aus der ebenso humorvollen wie aufrichtigen Auseinandersetzung mit beiderseitigen Vorurteilen und Macho- Attitüden.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Die Komödie, in ihren Erhebungen wie Niederungen, ist noch immer das kommerziell erfolgversprechendste Feld, auf dem der deutsche Film seine Kämpfe um Zuschauer austrägt. Mit Rolf Silbers warmherziger Macho-Farce "Echte Kerle"" schickt die Buena Vista nun eine neue deutsche Produktion in die Kinos, die in diesem Genre schon verloren geglaubte filmische Qualitäten ebenso in sich trägt wie langen Atem und Zugkraft an der Kinokasse.

Daß "Echte Kerle" auf den ersten Blick an Wortmanns Mega-Hit "Der bewegte Mann" erinnert, dürfte den Verleih am wenigsten stören - und den Zuschauer letztlich auch nicht, denn selbst wenn hier ein weiterer Macho nach gescheiterter Hetero-Beziehung bei einem Schwulen in der Wohnung landet, nutzt Regisseur Rolf Silber diese Prämisse nicht als Melkkuh für brachiale Gags. Auch Silbers Mann, der kernige Kommissar Christoph Schwenk (Christoph M. Ohrt), bewegt sich. Allerdings schnurstraks fort vom Schunkelhumor der Schweiger'schen Abenteuer, durch einen sorgfältig und pfiffig inszenierten Lernprozeß hindurch, zu einem besseren, weil toleranteren Menschen. Schwenk wird von seiner Verlobten aus der Wohnung geworfen und findet sich nach einer verzweifelt durchzechten Nacht im Bett eines schwulen Automechanikers (intelligent, zurückhaltend und universal sexy: Tim Bergmann). Mangels anderer Möglichkeiten bleibt Schwenk zunächst dort wohnen, und während er seine latente Homophobie allmählich abzustreifen lernt, wundern sich seine Polizistenkollegen darüber, daß der frühere Fußball- und Zwölfzylinder-Prolet plötzlich ein tieferes Verständnis für die Frauen entdeckt. Ganz besonders für eine, die neue Mitarbeiterin nämlich (gebranntes Kind mit zaghaften Hoffnungen hinter selbstbewußtem Auftreten: Carin C. Tietze), die Schwenk bei einer Überwachungsaktion von Autoschiebern kennenlernt. Sehr geschickt vermeidet Silber es, die sich selbstverständlich anbietenden "anzüglichen" Situationen (Huch, ein nackter Mann in meiner Wanne!) und Liebesverwicklungen auf Lacher auszubeuten, während er gleichzeitig mit charmanten Running Gags und mit scharfem Messer geschnitzten Nebenfiguren konstant seinen humorigen Unterton bewahrt. Tatsächlich entscheidet sich Silber schon recht früh, einen miteingewebten Krimi-Subplot nicht weiterzuverfolgen und sich dafür ganz auf die Verwandlung Schwenks zu konzentrieren. Und für Christoph M. Ohrt ("Nur über meine Leiche") scheint der Cop Cum Lover die Rolle seines Lebens zu sein. In einigen Szenen buchstäblich berstend vor komödiantischer Energie, reduziert er seine Figur dennoch stets auf ihren inneren Konflikt, um schließlich - frei von Schwulst oder Manierismen - "unmännliche" Verletzlichkeit in menschliche Stärke umzuwandeln. Das ist nicht nur in höchstem Maße unterhaltsam, sondern auch von solch aufrichtiger Anteilnahme geprägt, daß man es schmunzelnd hinnimmt, wenn der Film in seinem liebenswürdigen, politisch korrekten Eifer ein wenig übers Ziel hinausschießt: Am Schluß ist irgendwie jeder ein bißchen schwul, und jeder, einschließlich des Zuschauers, bekommt sein Stück vom Glück. evo.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Buena Vista
O-Titel Echte Kerle
Land / Jahr Deutschland 1996
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Produktionsfirmen Cobra Film Produktionsgesellschaft mbH
Koproduktionsfirmen Bayerischer Rundfunk (BR)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (DM 150.000)
Kinostart 30.05.1996
Laufzeit 90
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 6.499.623
Bes. (EDI) 1.214.769
Bes. (FFA) 1.218.545
nach oben Cast & Crew
Produzenten Gerd Huber, Renate Seefeldt
Regie Rolf Silber
Drehbuch Rolf Silber, Rudi Bergmann
Darsteller Christoph M. Ohrt, Carin C. Tietze, Tim Bergmann, Oliver Stokowski, Daniela Ziegler, Rudolf Kowalski, Dieter Brandecker
Kamera Jürgen Herrmann
Schnitt Inez Regnier
Musik Peter W. Schmitt
Kostüme Christina Schnell

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Musikberater Stefan Broedner (Music Consultant), Stefan Broedner (Music Consultant)
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Echte Kerle EuroVideo Medien DVD, ab 12, 96 Min. Kauf
Echte Kerle
Nicht lieferbar
Buena Vista Home Entertainment VHS, ab 12, 96 Min. Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Christoph, Hauptkommissar bei der Frankfurter Kripo, macht eine schwere Zeit durch. Erst verläßt ihn seine Freundin mit einem anderen Mann, dann verliert er seine Wohnung, und schließlich landet er als Untermieter beim schwulen Edgar, der sich nicht nur heftig in Christoph verliebt hat, sondern nebenbei auch noch als Autodieb arbeitet. So richtig turbulent wird die Geschichte aber erst, als Christoph eine ebenso ehrgeizige wie attraktive Partnerin bekommt und ausgerechnet auf Edgars Schieberbande angesetzt wird.

Nach Wortmanns bewegten Männern gefällt es nun auch Rolf Silber, im Rahmen einer turbulenten Großstadtkomödie einen überzeugten Hetero unter Schwule zu werfen. Kann ja eigentlich nichts schiefgehen. Die stattlichen Zuschauerzahlen geben Silber recht und sind umso beachtlicher, als daß sie ohne Teilnahme der Damen und Herren Riemann, Schweiger oder Ferres zustandekamen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Aus Frust, von seiner Freundin verlassen worden zu sein, läßt sich Polizist Christoph volllaufen und landet im Bett eines Fremden. Zu seinem Entsetzen stellt sich am nächsten Morgen heraus, daß dieser "vom anderen Ufer" ist; Christoph ist entsetzt. Doch bald entwickelt sich aus den beiderseitigen Vorurteilen eine wunderbare Freundschaft. Gelungene Beziehungskomödie.

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