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Django Unchained

Quentin Tarantinos lang erwartetes Western-Epos über einen ehemaligen Sklaven, der sich auf einen blutigen Rachefeldzug begibt.

Django Unchained Großansicht
(Bild: Sony Pictures)
Verleih Sony Pictures
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2012
Regie Quentin Tarantino
Darsteller Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio
Kinostart 17.01.2013
Einspielergebnis D € 39.054.611
Bes. (EDI) 4.492.307
Bes. (FFA) 4.491.981
Charthistory
Boxoffice USA $ 162.760.256
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 29.03.2015 (Pro7)

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Um den berüchtigten Brittle-Brüdern auf die Spur zu kommen, befreit der als Zahnarzt getarnte Kopfgeldjäger Dr. King Schultz einen Sklaven, der ihm den Weg weisen kann: Die Brüder hatten ihm einst seine Frau Broomhilda entrissen und verschleppt. Schultz nimmt den Sklaven unter seine Fittiche, gibt ihm den Namen Django und bringt ihm den Umgang mit Waffen bei. Nachdem Django seinem Mentor geholfen hat, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach Broomhilda. Die Fährte führt in die Südstaaten, auf die Plantage Candyland, wo Calvin Candie mit Hilfe seines väterlichen Adlatus Stephen eine regelrechte Schreckensherrschaft ausübt.

Nach "Inglourious Basterds" serviert Quentin Tarantino eine weitere Geschichtsstunde, in der er mit Hilfe der Mittel des Exploitationkinos Historie neu schreibt: Formal eine Verbeugung vor dem Genre des Spaghetti-Western - inklusive zahlreicher Verweise auf das Blaxploitationkino - zeichnet er ein schonungslos realistisches Bild der Sklaverei kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs - ohne jemals auf die für ihn typischen Dialoge und harte Action zu verzichten. Neben den Tarantino-Regulars Christoph Waltz und Samuel L. Jackson machen in den eigentlichen Hauptrollen Jamie Foxx und Leonardo DiCaprio als Todfeinde eine blendende Figur.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Quentin Tarantinos lang erwartetes Western-Epos über einen ehemaligen Sklaven, der sich auf einen blutigen Rachefeldzug begibt.



Schon in "Inglourious Basterds" hatte es sich Quentin Tarantino in einem hinreißenden Parforceritt durch verschiedenste Spielarten des Exploitationkinos erlaubt, die Weltgeschichte um-, ja, neu zu schreiben. Nachdem er nun also Hitler und den Nationalsozialismus kraft des Kinos in Flammen hat aufgehen lassen, wendet er sich im zweiten Teil einer offenbar als Revisionstrilogie geplanten Filmreihe (Teil 3 soll möglicherweise ein Film mit dem Titel "Killer Crow" werden) einem der größten Schrecken der amerikanischen Geschichte zu - der Sklaverei. Und das tut er in seinem mit 165 Minuten bislang längsten Film in unverkennbar großmäuliger Weise abermals durch den Zerrspiegel des Genrekinos.



Tarantinos Vorliebe für den italienischen Western zieht sich durch sein gesamtes Schaffen, angefangen bei seinem Debüt "Reservoir Dogs" vor mehr als 20 Jahren mit dem bei Leone (und den Derivaten des Hongkongkinos) abgeschauten Mexican Standoff am Ende des Films. "Django Unchained", der sich unschwer erkennbar auf Sergio Corbuccis Klassiker "Django" von 1966 wie auch die schier unzähligen im Sogwasser des Kultfilms entstandenen Folgefilme mit "Django" im Titel beruft, ist jetzt der erste vordergründig dem Western zuzurechnende Film des Regisseur. Aber letztlich erwartet den Film ein explosiver Molotow-Cocktail geworden, der Motive des Italowestern zwar durchaus aufgreift, aber eben in typischer Tarantino-Manier mit Elementen der Blaxploitation, der zweifelhaften Slaveploitation eines "Mandingo", der Karl-May-Filme und nicht zuletzt der Nibelungensage versetzt (sowie der grünen Cordjacke von Little Joe aus "Bonanza").



Es ist die Geschichte eines schwarzen Siegfried (gespielt von Jamie Foxx), der mithilfe - ausgerechnet! - eines deutschen Kopfgeldjägers namens - ausgerechnet! - Dr. King Schultz seine Ketten abwirft und eine Odyssee in den amerikanischen Süden antritt, wo seine Frau Broomhilda (!) in Candyland darben muss, dem Anwesen des gelangweilten "Little Nero" Calvin Candie, der sich als Herrscher über Leben und Tod und in merkwürdigen Ansichten über Genealogie gefällt. Es ist eine an Leones "Zwei glorreiche Halunken" (Tarantinos erklärter Lieblingsfilm) angelehnte Reise mit absurder Gewalt, grotesken Slapstickeinlagen, den gewohnten endlosen Dialogsequenzen, Gastauftritten in Vergessenheit geratener Schauspieler und einer jetzt schon klassischen Szene im Hause Candies, in der zu den Klängen von Richie Havens' "Freedom" auf spektakuläre Weise die Hölle losbricht.



Gezielt provoziert Tarantino: Der von Christoph Waltz in Anlehnung an Oberst Hans Landa geckenhaft gespielte Deutsche trägt den Namen des berühmtesten schwarzen Bürgerrechtlers, der Herrenmensch dagegen fühlt sich der französischen Kultur zugetan und wird mit großer Lust und viel Mut gespielt von Leonardo DiCaprio, und als schlimmster Sklaventreiber entpuppt sich ausgerechnet ein greiser Schwarzer: Samuel L. Jackson als pervers-durchtriebene Version eines Onkel Tom. Aber gerade weil dieser sehr linear erzählte Galoppritt durch den Wilden Süden, mit Verweisen auf Sergio Corbucci wie auf Mel Brooks, so gezielt gegen Konventionen und Erwartungen gebürstet ist, ist seine Wirkung so nachhaltig. Da lässt man dem Meister der Pulp Fiction auch durchgehen, dass seine achte Regiearbeit ein bisschen undiszipliniert und zum Ende hin unausgegoren geraten ist - es ist der erste Film, den Tarantino ohne seine 2010 bei einem Unfall ums Leben gekommene Cutterin Sally Menke realisieren musste. Seinen Spaß hat man allemal, vom Anfang bis zum euphorischen Ende. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Sony Pictures
O-Titel Django Unchained
Land / Jahr USA 2012
Kategorie Spielfilm
Genre Western
Produktionsfirmen Super Cool Man Shoe Too/Columbia Pictures/The Weinstein Company/Double Feature
Kinostart 17.01.2013
Laufzeit 165
FSK ab 16 Jahre
Einspielergebnis D € 39.054.611
Bes. (EDI) 4.492.307
Bes. (FFA) 4.491.981
Charthistory
USA-Start 25.12.2012, bei Weinstein
Boxoffice USA $ 162.760.256
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.djangounchained.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Reginald Hudlin, Pilar Savone, Stacey Sher
Ausf. Produzenten Harvey Weinstein, Bob Weinstein, James W. Skotchdopole, Shannon McIntosh, Michael Shamberg
Regie Quentin Tarantino
Drehbuch Quentin Tarantino
Darsteller Jamie Foxx (Django), Christoph Waltz (Dr. King Schultz), Leonardo DiCaprio (Calvin Candie), Samuel L. Jackson (Stephen), Kerry Washington (Broomhilda von Shaft), Walton Goggins (Billy Crash), Dennis Christopher (Leonide Moguy), Don Johnson (Spencer Gordon Bennet), Laura Cayouette (Lara Lee), James Remar (Ace Speck/Butch Pooch), James Russo (Dicky Speck), Nichole Galicia (Sheba), Dana Gourrier (Cora), Zoë Bell (Tracker Peg), Misty Upham (Minnie)
Kamera Robert Richardson
Schnitt Fred Raskin
Produktionsdesign J. Michael Riva
Kostüme Sharen Davis
Casting Victoria Thomas

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sonstige … Tobias Schmidt (Produktionsleiter: Organisation Pressekonferenz Tec)
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
14. Video Champion
Video Champion Großansicht
2013, München, 14.11.2013 Internationaler Film  
Video Download Award
Video Download Award Großansicht
2013, München, 22.07.2013 Gold - 250.000 bezahlte Downloads in 100 Tagen  
85. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2012, Los Angeles, 24.02.2013 Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
85. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2012, Los Angeles, 24.02.2013 Bestes Originaldrehbuch Quentin Tarantino
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2013, München, 11.02.2013 Gold - 3 Mio. Besucher in 30 Tagen  
66. British Academy Awards   2013, London, 10.02.2013 Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
66. British Academy Awards   2013, London, 10.02.2013 Bestes Originaldrehbuch Quentin Tarantino
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2013, München, 04.02.2013 Silber - 2 Mio. Besucher in 20 Tagen  
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2013, München, 28.01.2013 1 Mio. Besucher in 10 Tagen  
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2013, München, 21.01.2013 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
70. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2013, Los Angeles, 13.01.2013 Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
70. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2013, Los Angeles, 13.01.2013 Bestes Drehbuch Quentin Tarantino
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Django Unchained (Limited Edition, Steelbook)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Entertainment Deutschland Blu-ray Disc, ab 16, 165 Min. Kauf
Django Unchained Sony Pictures Entertainment Deutschland DVD, ab 16, 158 Min. Kauf
Django Unchained Sony Pictures Entertainment Deutschland Blu-ray Disc, ab 16, 165 Min. Kauf
Django Unchained Sony Pictures Entertainment Deutschland DVD, ab 16, 158 Min. Leih
Django Unchained Sony Pictures Entertainment Deutschland Blu-ray Disc, ab 16, 165 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Django Unchained
Soundtrack/Songtrack Diverse Django Unchained
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Um den Brittle-Brüdern auf die Spur zu kommen, befreit der humanistisch gesinnte Kopfgeldjäger Dr. King Schultz den Sklaven Django, dessen Frau von den Brüdern verschleppt und verkauft wurde. Schultz nimmt Django unter seine Fittiche, lehrt ihn zu töten und auch sonst ein paar nützliche Dinge. Im Gegenzug führt ihn Django erst zu den Brittles und dann zur Plantage Candyland, wo ein gewisser Calvin Candie mit Hilfe seines Adlatus Stephen eine Schreckensherrschaft ausübt. Django aber will von Candie nur seine Frau zurück.

Nach "Inglourious Basterds" serviert Quentin Tarantino eine weitere opulente Geschichtsstunde und schreibt mit den Mitteln des Genrekinos Historie neu: In einer ironischen Verbeugung vor dem Spaghetti-Western zeichnet er ein schonungslos realistisches Bild der Sklaverei, ohne dabei je auf seine typischen Dialoge, Zitate und situationskomischen Actionszenen zu verzichten. Neben Christoph Waltz und Samuel L. Jackson machen Jamie Foxx und Leonardo DiCaprio blendende Figur.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Mitte des 19. Jahrhunderts mischen ein Kopfgeldjäger und ein Ex-Sklave die reichen Baumwollfarmer im Süden auf. Tarantino wieder auf der Höhe seiner Kunst mit diesem epischen Rachewestern voller Stars und schillernder Momente.

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Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
PRO7 29.03.2015 20:14 4.57 Mio. 14,3%
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